Als hätte Arne Niehörster, der stellvertretende Pressesprecher von Borussia Dortmund, es erahnt: „Wir sind mal gespannt wie viele Fragen zur Bundesligapartie wir nach der Auslosung bekommen werden.“ Und mit „Auslosung“ meinte er natürlich das bevorstehende Europa-League Viertelfinale gegen den F.C. Liverpool. Ein Wiedersehen mit dem alten Weggefährten und beliebtesten Ex-Trainer des BVB Jürgen Norbert Klopp ist etwas, das sich die Fans nicht entgehen lassen wollen. Und die Journalisten natürlich auch nicht ! Wegen der immensen Nachfrage und des sehr eingeschränkten Kartenkontingents wird es einen freien Vorverkauf für das Spiel gegen den F.C. Liverpool leider nicht geben.

Und ganz zum Schluss kam sie dann:  Die Frage zum Euro-League-Viertelfinale gegen die „Reds“ aus Liverpool. „Was waren denn Ihre Gedanken, als Sie von dem Los erfuhren ?“ „Es ist ein krasses Los“ antwortete Thomas Tuchel ohne sich dabei ein verschmitztes Lächeln zu verkneifen. Zwei Mannschaften mit sehr viel Tradition träfen aufeinander, sodass diese Partie im Vorfeld für viel Gesprächsstoff sorgen werde. Aber vor allem durch Jürgen Klopp werde diese Partie auf einer emotionalen Ebene geführt, die über die sportliche Herausforderung hinaus ginge. Thomas Tuchel ist dann aber doch eher der Pragmatiker. Ihm gehe es in erster Linie darum, auf sportlicher Ebene erfolgreich zu sein.

Aber das ist ja zunächst alles noch Zukunftsmusik. Morgen muss die Borussia gegen den FC Augsburg ran. Markus Weinzierl kündigte an, mit seinen Augsburgern „die Sensation“ schaffen zu wollen den BVB zu schlagen. Ob dieses wirklich „eine Sensation“ sei vermochte Thomas Tuchel nicht sagen, aber es wäre doch „sehr ärgerlich“ ! Es gehe darum trotz der Strapazen durch die Englischen Wochen „sich aufzuraffen und fokussiert und konzentriert zu bleiben“. Die Grundvoraussetzungen sind desbezüglich ja nicht schlecht. „Papa“ Sokratis, der gegen die Tottenham Hotspurs ausgewechselt wurde, sollte wieder beschwerdefrei trainieren können und für das Spiel gegen Augsburg zur Verfügung stehen.

Nach der morgigen Bundesligapartie freut sich Thomas Tuchel bedingt durch die Länderspielpause auf eine Erholung. So könne man endlich mal wieder „abschalten“ und aus dem „engen Rhythmus heraustreten“. Die Tatsache, dass weder Erik Durm noch Marcel Schmelzer für die Elf von Jogi Löw nominiert wurden stört Thomas Tuchel nicht. „Sehr egoistisch gesehen“ sei der Cheftrainer von Borussia Dortmund froh darüber, dass „Schmelle“ und auch Erik Durm für 2 Wochen pausieren können, obwohl sie aufgrund ihrer Leistungen eine Nominierung in der Nationalmannschaft verdient gehabt hätten.