Pressekonferenz zum Bundesliga-Spiel Borussia Dortmund - Werder Bremen 3 : 2 vom 02.04.2016


Wenn der Tabellenvierzehnte in der Fußballbundesliga vor dem 28. Spieltag auf den Tabellenzweiten trifft, dann stellt sich für gewöhnlich nicht die Frage, wer Favorit ist. Thomas Tuchel warnte jedoch vor einem „unberechenbaren“ SV Werder Bremen, der gerade in Drucksituationen die besten Leistungen brächte. Als Beispiel nannte er deren Pokalspiel gegen Leverkusen. „Da drohte die Stimmung aufgrund einer Negativserie zu kippen und dort haben sie dann sehr hoch gewonnen.“ Auch jetzt steht die Mannschaft von der Weser wieder unter Druck: Mit 28 Punkten vor dem 28. Spieltag hat die Mannschaft von Viktor Skripnik gerade mal einen Punkt Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz!  

Thomas Tuchel hat allerdings auch den Eindruck, dass der SV Werder Bremen zwar „spieltechnisch sehr stark“ sei, aber ihm über die gesamte Saison gesehen „die Stabilität“ fehle um konstant zu punkten. Das sei das Dilemma des SV Werder. Für sein Team bedeute dies, gerade nach einer Länderspielpause zurück in die Spur zu finden und sich auf seine eigene Arbeit zu konzentrieren.  

Die Personallage bei Borussia Dortmund ist grundsätzlich nicht schlecht. Wermutstropfen sind allerdings nach wie vor die Ausfälle von Ilkay Gündogan und jetzt auch von Neven Subotic, der wegen einer Thrombose keinen „Kontaktsport“ ausüben darf. Neben „Papa“ Sokratis und Mats Hummels steht noch Sven Bender als Innenverteidiger zur Verfügung. Bei Matthias Ginter, der mal ursprünglich als Innenverteidiger vom SC Freiburg zum BVB gewechselt ist, sieht der Trainerstab um Thomas Tuchel mehr den „Offensivgeist“, der ihn auf einer anderen Position „noch wertvoller“ mache. Als Konsequenz werde man Jon Gorenc Stanković aus der U23 mitnehmen, das wiederum den Trainer der U23 Daniel Farke, der seinerseits mit argen Verletzungssorgen zu kämpfen hat, wohl „vor Sorge in Ohnmacht“ versetzen dürfte.  

Die vielen Transfergerüchte gerade um „Micki“ und Mario Götze, dessen vermeintliche Rückkehr zu Borussia Dortmund zur Zeit in allen sozialen Netzwerken heiß diskutiert wird, waren auch Thema bei der Pressekonferenz. Die Frage an Thomas Tuchel „Warum ist Mario Götze ein guter Fußballer ?“ sorgte für allgemeine Erheiterung. Auch der Trainer hielt kurz inne und musste dann doch stark schmunzeln. „Weil er hier in der Jugend gespielt hat, ist doch klar !“ antwortete er grinsend. Er betonte aber entgegen aller Gerüchte, dass er sich zum Thema Mario Götze nicht weiter äußern wolle. Er wisse, dass dann daraus „eine große Geschichte gebastelt wird, die es im Moment nicht gibt. Und das wäre schade drum.“ Thomas Tuchel gehe erstmal davon aus, dass Mario Götze sich primär auf sein Training konzentriere und darauf, seine Ziele mit dem FC Bayern München zu erreichen.

 Pressekonferenz zum Bundesliga-Spiel Borussia Dortmund - Werder Bremen 01.04.2016