UEFA-Europa-League

Viertelfinale

Borussia Dortmund - Liverpool F.C.

1 : 1


Die Aussagen der Trainer nach dem 1:1 - Unentschieden im Europa-League-Viertelfinal-Hinspiel in Dortmund: 



 



Borussia Dortmund gegen den FC Liverpool bedeutet nicht nur das Aufeinandertreffen zweier Traditionsvereine, das bedeutet auch Thomas Tuchel gegen Jürgen Klopp, wobei sich dabei das „gegen“ natürlich nur auf die rein sportliche Ebene bezieht. Diese bevorstehende Partie wird natürlich nicht nur von den Fans, sondern auch von allen Medien als „das Spiel des Jahres“ bezeichnet, und demzufolge groß war natürlich auch das mediale Interesse bei den Pressekonferenzen.  Dass der BVB schon so früh auf seinen langjährigen Ex-Trainer trifft, der hier in Dortmund seine größten Erfolge feiern konnte und sich immer noch sehr großer Beliebtheit erfreut, lässt dieses bevorstehende EL-Viertelfinalspiel natürlich in einem ganz besonderen Licht erscheinen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung Hans-Joachim „Aki“ Watzke sagte mal gegenüber dem ZDF, dass er sich davor fürchte, dass die Fans sich durch die Art von Jürgen Klopp „einlullen lassen könnten“, sodass der Eindruck entstünde, dass es sich um ein Freundschaftsspiel handele. Gonzalo Castro stellte jedoch klar: „Wir richten unsere volle Konzentration auf das Spiel“ und erwartet dabei einen sehr starken Gegner, der hoch verteidigen wird und darauf bedacht sei, durch intensives Pressing das Aufbauspiel der Borussen früh zu unterbinden. Auch Cheftrainer Thomas Tuchel erwartet einen „schwierigen“ Gegner. „Liverpool ist von Spiel zu Spiel besser geworden“ und „die Handschrift von Jürgen Klopp“ sei in der Spielweise des FC Liverpool „deutlich erkennbar“. Und tatsächlich darf man die Mentalität des FC Liverpool auf keinen Fall unterschätzen, denn für das Team von Jürgen Klopp ist dieser Wettbewerb quasi die einzige Chance sich auch in der nächsten Saison für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Es gelte also für den BVB am Donnerstag um 21 Uhr „topfit“ zu sein !

Viele verletzungsbedingte Ausfälle hat Thomas Tuchel nicht zu beklagen. Neben Neven Subotic, der wegen einer Thrombose in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird, steht der Einsatz von Ilkay Gündogan auf der Kippe.

  

Die Frage nach dem Favoriten lies Thomas Tuchel unbeantwortet: „Es spielt keine Rolle wer Favorit ist und was Experten dazu sagen und es spielt auch keine Rolle was Jürgen darüber sagt.“ Und fügte mit einem Lachen hinzu: „Jürgen Klopp hat vor jedem Spiel gegen Mainz 05 gesagt, dass Mainz Favorit ist und Sie haben es jedes Mal geglaubt !“ 

Es war schon ein komisches Gefühl als Jürgen Klopp um 18.16 Uhr den Presseraum im Westfalenstadion bzw. Signal-Iduna-Park betrat. Ein allzu bekanntes Gesicht und ein allzu bekanntes Lachen verschwand hinter einem gewaltigen Blitzlichtgewitter, das minutenlang andauerte. Kein Fotograf wollte die Gelegenheit verpassen, ein gutes Foto von dem Mann zu machen, der Borussia Dortmund 7 Jahre lang mitgeprägt hatte wie kein anderer zuvor. Aber Gefühle müssen trotz „Echter Liebe“ nun einmal in diesem Wettbewerb unterdrückt werden. Welche Gefühle er denn habe wieder in Dortmund zu sein, wurde Jürgen Klopp gefragt. „Bis jetzt ist alles gut ! Wir waren ein bisschen zu früh da, weil die B1 nicht zu war…“ frotzelte er auf seine unnachahmliche Art und Weise, „und ich konnte die 20 Minuten Zeit nutzen um mich ein bisschen zu unterhalten. Aber wenn wir hier morgen ankommen, dann geht es nur noch ums Spiel. Ich hatte eher keine Angst in irgendwelche Gefühlsschwankungen zu geraten. Das war eher der private Bereich.“

Rein sportlich gesehen hat Jürgen Klopp sich durchaus mit der Spielweise von Borussia Dortmund beschäftigt. Es sei eine deutliche Entwicklung bei den schwarz-gelben zu erkennen, die aber nicht „so gut ist, dass ich echt denke, wir bräuchten hier nicht anzutreten.“ Er rechnet sich durchaus gute Chancen für seine „Reds“ aus… 

Die Fans dürfen sich auf jeden Fall auf ein sehr intensives Europa-League-Viertelfinalspiel freuen. 

(von Bijan Yaghoubi, Sport-Live e.V.)