Bayer 04 Leverkusen ist - nach Ansicht von Thomas Tuchel - neben dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach der größte Aspirant im Rennen um die Champions-League-Plätze am Ende der Saison. Die Mannschaft von Roger Schmidt habe sich zur neuen Saison deutlich verstärken können. Dass die Rheinländer allerdings nach 2 Siegen, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen zur Zeit sich nur auf Platz 10 der Bundesligatabelle befinden, wundert auch Thomas Tuchel, der deren Leistungspotenzial deutlich besser sieht. Bayer 04 Leverkusen zeichne sich durch „extrem viele Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte“, sehr viele temporeiche Sprints und durch einen speziellen Zug zum gegnerischen Tor aus. Das sei auch die deutliche Handschrift von Roger Schmidt, die sich im Laufe der Zeit nicht verändert, sondern „um Nuancen verfeinert“ habe.

Thomas Tuchel zeigt sich über die Nichtnominierung von Gonzalo Castro zu den WM-Qualifikationsspielen der Deutschen Nationalmannschaft sehr enttäuscht.

Ein Spieler, der Bayer Leverkusen sehr gut kennen dürfte, ist Gonzalo Castro. Der zentrale Mittelfeldspieler wechselte 1999 vom Wuppertaler SV nach Leverkusen und blieb dort bis 2015, bevor er in die Westfalenmetropole zu Borussia Dortmund wechselte. Beim BVB etablierte er sich zu einer festen Größe im Mittelfeld, der sowohl unmittelbar vor der Abwehr als auch im offensiven Mittelfeld seine Qualitäten unter Beweis gestellt hatte. Thomas Tuchel betonte die Empathie und Beliebtheit von Gonzalo innerhalb der Mannschaft. „Gonzo“ strahle sehr viel Ruhe aus und bringe sowohl in der Defensivarbeit als auch in der Offensive sehr viel Qualität mit. Umso mehr verwundert es den 43-jährigen Cheftrainer, dass Gonzalo Castro bei der Nominierung zum WM-Qualifikationsspiel von Bundestrainer Jogi Löw nicht berücksichtigt wurde. „Ich bin nämlich zu 100 Prozent davon ausgegangen, dass Gonzo nominiert wird !“ (…) Es ist jetzt eine große Enttäuschung gewesen, das (die Nichtnominierung für die Nationalmannschaft; Anmerkung der Redaktion) zu hören.“