Borussia Dortmund - FC Augsburg 1 : 1

Es ist gerade mal 3 Tage her, dass der BVB ein sehr schwieriges und körperbetontes Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim absolvieren musste, dass speziell vom Gegner auf allen Ebenen mit Haken und Ösen – oftmals mehr als am Rande der Legalität - geführt wurde. Dass die Borussia trotz zwei schwerwiegenden und unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen gegen sich aus Hoffenheim einen Punkt entführen konnte, spricht für die spielerische und kämpferische Klasse von Thomas Tuchels Mannschaft. Vor allem Ousmane Dembélé glänzte bei der Partie mit Spielwitz und Tempofußball. So war es kein Zufall, dass er beide Tore der Borussen durch Mario Götze und Auba jeweils vorbereitet hat.

Obwohl der BVB in der Liga mit Platz 5 ein wenig hinter seinen eigenen Erwartungen steht, ist der Anschluss an die Tabellenspitze nach wie vor gewahrt. Nun gilt es im letzten Heimspiel des Jahres gegen den FC Augsburg einen „Dreier einzufahren“. Die Augsburger, die erst kürzlich ihren Cheftrainer Dirk Schuster entlassen haben, befinden sich im komfortablen Mittelfeld der Bundesligatabelle, jenseits von Gut und Böse. Ihr Interimstrainer Manuel Baum konnte nach einem Kopfballtor durch Martin Hinteregger gegen Borussia Mönchengladbach seine ersten 3 Punkte für sein Team einfahren.

  Thomas Tuchel ist allerdings der Ärger über die Fehlentscheidungen in Hoffenheim ins Gesicht geschrieben: „Die Sache hat ja schon einen tragischen Beigeschmack. Wenn wir einen Spieler verlieren und über 50 Minuten in Hoffenheim in Unterzahl spielen, der dann nachweislich nichts getan hat und wir diesen Spieler nicht nur in Hoffenheim vermissen, sondern der Spieler dann gesperrt bleibt dann hat es auf jeden Fall absurde Züge !“ und kritisiert dabei die Regularien des DFB, wonach sogenannte „Tatsachenentscheidungen“ des Schiedsrichters auch im Nachhinein nicht zurück genommen werden können. „Es fühlt sich für uns so an, als wirst Du vom Kaufhausdetektiv beim Ladendiebstahl erwischt und in der Kamera stellt sich heraus, Du hast gar nichts geklaut und gehst trotzdem für eine Woche in den Bau, weil der Detektiv halt gedacht hat, er hat es gesehen. Dann ist das halt so ! Wenn man sich mal vorstellt, wie absurd das ist. Aber so fühlen wir uns gerade !“ Borussia Dortmunds Cheftrainer holt dann weiter aus und bringt weitere Beispiele aus der Liga, mit denen er die Regeln des DFB in Frage stellt. So spricht er z.B. die Schwalbe von Leipzigs Timo Werner an, die der Schiedsrichter im Spiel gegen den FC Schalke 04 fälschlicherweise als Foul wertete und auf Strafstoß für RB Leipzig entschied. Obwohl selbst nicht davon betroffen ärgert sich Thomas Tuchel über dieses Ereignis. „Das bedeutet im Umkehrschluss: Wenn Spieler eine Schwalbe machen und das dann nachweislich aufgedeckt wird, dann spielen die am nächsten Spieltag (…) Dann ist es doch absurd, wenn wir morgen auf Marco Reus verzichten müssen.“