Borussia Dortmund muss zum ersten Mal in der “Red Bull Arena” gegen den RB Leipzig antreten. Und genau das gefällt den meisten BVB-Fans gar nicht, denn RB Leipzig ist seit seinem Aufstieg in die 1. Fußballbundesliga der unbeliebteste Verein vieler Fans. Ultragruppierungen wie „TheUnity“ kündigten daher an, dem Spiel in Leipzig fern zu bleiben und stattdessen das Regionalliga-Spiel der U23 von Borussia Dortmund gegen den Wuppertaler SV zu besuchen. „TheUnity“ empfindet die Entwicklung der immer größer werdenden Kommerzialisierung im Profifußball als „sehr bedenklich“ und sieht sich als Ultragruppierung nur noch zum „schmückenden Beiwerk“ von Marketingveranstaltungen der Sponsoren degradiert.

Thomas Tuchel zum Spiel gegen RB Leipzig: "Wir sind gut darauf vorbereitet"

BVB-Cheftrainer Thomas Tuchel will davon nicht allzu viel wissen. Er sieht das Konstrukt RB Leipzig „sehr nüchtern und komplett aus sportlicher Sicht“, wie es seine Pflicht als Trainer sei. Die Mannschaft habe sich sportlich für die 1. Liga qualifiziert und nun gelte es, sich auf das Team von Ralph Hasenhüttl gut vorzubereiten. Dennoch kann sich Thomas Tuchel sehr gut vorstellen, dass viele Fans mit dem Konzept „RB Leipzig“ fremdeln. Ein Traditionsverein bedeute ja auch Erinnerungen und gerade an gute Erinnerungen denken die Menschen gerne zurück. Sponsoren und Marketing seien für die heutige Zeit allerdings völlig normal und unabdingbar. Dennoch stellt Thomas Tuchel in Frage, ob denn der Name „RB“, der ja ganz klare Assoziationen zum Getränkehersteller aus Österreich herstellt, glücklich gewählt sei oder ob es andere Möglichkeiten gegeben hätte, eine Fußballmannschaft, die auch eine Traditionsmannschaft mit vielen Anhängern und Fans hätte sein können, finanziell zu unterstützen.

Nichtsdestotrotz lobt Thomas Tuchel die Qualität, die in der Mannschaft der Sachsen steckt. Er betont dabei die „individuelle Klasse“ der Spieler, eine „herausragende Schnelligkeit in der Offensive“, eine extreme Lauffreude und ein kompaktes Stellungsspiel in der Verteidigung sowie ein schnelles Umschalten von der Defensive zur Offensive. Auch die Tatsache, dass RB Leipzig sein erstes Bundesligaheimspiel bestreitet, lässt Thomas Tuchel wissen, was ihn und seine Mannschaft sowohl sportlich als auch emotional erwarten werde. Man müsse sich gut darauf vorbereiten und benötige eine „Top-Leistung um dort zu bestehen.“