Berichte und Pressekonferenzen von Borussia Dortmund 

aus der Bundesliga-Hinrunde der Saison 2018/2019

Hier gibt es einen Rückblick auf alle Pressekonferenzen auf unserem YouTube Kanal

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Borussia Dortmund - FC Bayern München 3 : 2

Tabellenführer Borussia Dortmund hat am Samstagabend gegen Verfolger München in einer mitreißenden Partie 3:2 (0:1) gewonnen. Der Vorsprung auf die Bayern ist damit auf sieben Punkte angewachsen. Es war über die gesamten 95 Minuten ein Spitzenspiel, das es in seiner Intensität und Spannung lange nicht gegeben hat. Hier sehen Sie die Pressekonferenz nach dem Spiel.



„Wir erwarten ein sehr heißes Spiel“ 

„Wie schlägt man den FC Bayern?“ ist eine Frage, die sich so manch ein Trainer sich schon des Öfteren gestellt hat. Genau diese Frage wurde auch an Lucien Favre gestellt, die vom Cheftrainer mit einem Lächeln beantwortet wurde. 

Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München gilt seit Jahren als der deutsche Fußballklassiker schlechthin. Dass der Rekordmeister aus dem Süden der Republik als Favorit in die Partie geht, ist seit schon Jahren ein Dauerzustand. Doch der fulminante Saisonstart der Borussen, der durch die derzeitige Tabellenführung gekrönt wird und die derzeitige Formschwäche der Münchner in den letzten Partien lassen diesen Klassiker in einem neuen Licht erscheinen. Auch wenn die Borussen sich in den letzten Spielen gegen Union Berlin, den VfL Wolfsburg und im Champions League Spiel in Madrid etwas schwergetan haben, ist die allgemeine Begeisterung für die Spielweise der Truppe von Lucien Favre nach wie vor sehr groß. BVB-Sportdirektor Michael Zorc möchte davon aber nichts wissen: „Es ist völlig unerheblich was im Vorfeld eines solchen Spiels gesagt wird oder auch nicht gesagt wird, sondern das Spiel wird am Samstag auf dem Platz entschieden. Es ist auch nicht wirklich wichtig, wer als sogenannter Favorit ins Spiel geht. (…) Wir genießen momentan unsere Situation.“ Nichtsdestotrotz sieht er seine Mannschaft mit breiter Brust in das Spiel gehen. „Wir haben einen guten Grund aufgrund der Leistungen, die wir in den letzten Wochen gezeigt haben – und das ist auch nötig – selbstbewusst in das Spiel zu gehen, aber wir wissen auch, dass wir jetzt anders auftreten müssen als wir es am Dienstag getan haben.“ Im UCL Spiel gegen Atletico Madrid lies der BVB seine Tugenden etwas vermissen und zeigte sich den Hausherren aus Madrid deutlich unterlegen.

Im Gegensatz zum Spiel in Madrid muss man nun nach Aussage von Lucien Favre „angreifen, pressen, sehr gut verteidigen, intelligent verteidigen und intelligent angreifen“ um die Bayern zu schlagen. 


 

 

VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund

Rotationen in der Mannschaft sind „alternativlos“ 

Borussia Dortmund hat in dieser Saison bislang eine blütenweiße Weste. Von insgesamt 14 Pflichtspielen gewann man 12 Spiele und spielte bislang zweimal Unentschieden. Ganz souverän und mit viel Spielfreude begeistert Lucien Favres junge Truppe die Experten und auch die Fans. Dennoch haben die Verantwortlichen beim BVB sichtbare Sorgenfalten. 

Eines ist sicher: Lucien Favre weiß, an welchem Ort er seinen Geburtstag nachfeiern wird. Mit einem Schmunzeln im Gesicht verriet Sportdirektor Michael Zorc im Spaß, dass eigens für den Cheftrainer ein ganzes Fußballstadion angemietet sei. Bei den Getränken hält sich der gebürtige Schweizer bedeckt: „Wasser ohne Gas“ reiche ihm für seinen 61. Geburtstag…

Trotz der vielen Erfolge mit dem BVB scheint Lucien Favre nicht gerade in Feierlaune zu sein, denn speziell in der Abwehr gibt es zurzeit viele Ausfälle zu kompensieren. Zu den ohnehin schon seit längerer Zeit verletzten Lukasz Piszczek, Marcel Schmelzer und Manuel Akanji kam beim Pokalspiel gegen Union Berlin auch noch Abdou Diallo auf die Aufallliste.

Und gerade in den Englischen Wochen sei es wichtig rotieren zu können, auch wenn es sich ab und zu in einem gewissen Maße negativ auf die Qualität der Mannschaft auswirke. Gegen Union Berlin „sind sehr viele Spieler zum Einsatz gekommen, die sonst nicht so viel gespielt haben“, erklärte Sportdirektor Michael Zorc. „Man hat auch zum Teil gesehen, dass der Rhythmus nicht unbedingt da war. Aber ich finde, das war auch alternativlos, denn man kann nicht jeden 3. Tag auf dem Niveau mit den gleichen 11 oder 13 Spielern durchspielen.“

 



 Nur ein Punkt für den BVB ! Der Höhenflug von Borussia Dortmund ist vorerst gebremst. Nach sechs Pflichtspielsiegen in Serie musste sich das zuletzt hochgelobte Team von Trainer Lucien Favre gegen Hertha BSC mit einem 2:2 begnügen und hat als Tabellenführer der Fußball- Bundesliga nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Titelverteidiger Bayern München. Hier sehen Sie die Pressekonferenz nach dem Spiel.

 

                Borussia Dortmund - Hertha BSC

Wenig Zeit für eine Regeneration 

Nach dem unerwartet hohen 4:0-Sieg gegen Atletico Madrid kommt die alte Dame Hertha aus Berlin ins Westfalenstadion bzw. den Signal-Iduna-Park. Die große Freude über den Erfolg in der Champions League wird durch einige kleine Sorgenfalten in den Gesichtern der Verantwortlichen etwas geschmälert.

Sichtlich gut gelaunt betraten Pressesprecher Sascha Fligge, Sportdirektor Michael Zorc und Cheftrainer Lucien Favre den Presseraum auf dem Trainingsgelände in Brackel. Die gute Laune hatte natürlich ihren guten Grund, denn einen 4:0-Sieg gegen eine europäische Topmannschaft, die Atletico Madrid nun mal ist, hätte selbst der kühnste Optimist nicht erwartet. Es passte am Mittwochabend einfach alles gut zusammen. Nichtsdestotrotz wartet am Samstag mit Hertha BSC der nächste große Brocken auf den BVB. Nach nur einem Tag Regeration bleiben den Jungs von Cheftrainer Lucien Favre nur noch ein weiterer Tag Zeit um sich auf die Hauptstädter vorzubereiten. Keine Leichte Aufgabe für den Schweizer, der sich noch nicht sicher ist, wie es bis Samstag um einige verletzte Spieler bestellt sein wird.



 

VfB Stuttgart - Borussia Dortmund

Nach der Länderspielpause hat BVB-Cheftrainer Lucien Favre speziell im Abwehrbereich mit einigen Verletzungsproblemen zu kämpfen. 


 

Borussia Dortmund - FC Augsburg

"Die Mischung macht`s"

Borussia Dortmund erwischt einen furiosen Saisonstart, der durch die derzeitige Tabellenführung bestätigt wird. Viele junge Spieler wie z.B. Jacob Bruun Larsen oder auch Dan Axel Zagadou erleben unter Luien Favre ihren sportlichen Aufschwung. Trotz des erfolgten Umbruchs in der Mannschaft ist es aber nicht nur ein Team der "jungen Wilden".

Der erst 20-jährige Jacob Bruun Larsen schoss gegen den AS Monaco sein erstes Tor in der UEFA Champions League.

Es mag vielleicht der Fluch der guten Tat zu sein: Einige junge und talentierte Spieler von Borussia Dortmund wurden für ihre jeweiligen Nationalmannschaften nominiert. So steht Jadon Sancho für die englische U 21 Nationalmannschaft auf dem Zettel und Paco Alcácer, der zurzeit vom FC Barcelona an den BVB ausgeliehen wurde, soll zukünftig für die spanische Nationalmannschaft spielen. Oft ist es so, dass die jeweiligen Vereinstrainer über derartige Entscheidungen nicht allzu glücklich sind, da zum einen ihnen ihre Schützlinge für die Zusammenarbeit fehlen und zum anderen durch die zusätzlichen Belastungen erhöhte Verletzungsrisiken bestehen. Doch Lucien Favre blickt gerade im Hinblick auf Jadon Sancho sehr positiv rein: „Es ist schon sehr gut, dass er für die U21-Nationalmannschaft nominiert wurde.“ Für die Zukunft sieht der BVB-Cheftrainer bei ihm durchaus das Potenzial auch für die A-Nationalmannschaft berufen zu werden. „Es ist ja schon ein Schritt, wenn er als 18-Jähriger für die U 21 nominiert wird“, fügte Sportdirektor Michael Zorc hinzu, „aber wenn seine Entwicklung so weiter geht, dann ist Vieles möglich! (...) Trotzdem brauchen wir die Jugendstory nicht zu sehr zu fokussieren", sagte Michael Zorc weiter. Ein gesundes Gefüge aus jungen aber auch erfahrenen und etablierten Spielern sei das richtige Konzept. "Ich glaube, die Mischung macht`s, die einfach bei uns passt und in diesem Gebilde können die Jungs auch ihre Leistung auf dem Platz bringen." 



 

Bayer 04 Leverkusen - Borussia Dortmund

Neue Qualitäten 

Das Spiel gegen die Franken brachte nicht nur wegen des Ergebnisses einige neue Impulse beim BVB. 

Der 7:0-Kantersieg gegen den 1. FC Nürnberg wird von Vielen als Befreiungsschlag bewertet. Es war ein wichtiger Sieg für die zuletzt etwas in die Kritik geratene Truppe von BVB-Cheftrainer Lucien Favre, die zwar die nötigen Ergebnisse ablieferte, aber spielerisch nicht immer ganz so zu überzeugen wusste.

Nicht nur bei den Fans sehr beliebt: Achraf Hakimi

Doch beim Spiel gegen den 1. FC Nürnberg rotierte Lucien Favre in der Startaufstellung. Und das schien sich bezahlt zu machen. Für den rot-gesperrten Innenverteidiger Abdou Diallo rückte zwangsläufig Dan-Axel Zagadou in die Startelf. Im zentralen Mittelfeld ersetzte Axel Witsel Mahmoud Dahoud und auf einer Außenverteidigerposition gab es eine überraschende Veränderung: Für den mittlerweile 33-jährigen dienstältesten Borussen Lukasz Piszczek rückte Achraf Hakimi auf die rechte Abwehrseite des BVB. Der erst 19-jährige Marokkaner machte während der gesamten Partie gegen den 1. FC Nürnberg einen sehr soliden Eindruck und wusste nicht nur in der 49. Minute durch sein von Marco Reus perfekt vorbereitetes Kontertor zu überzeugen. „Er hat sehr gut gespielt“, lobte ihn sein Cheftrainer Lucien Favre: „Er hat sehr gut gearbeitet und besitzt über genug Potenzial Vieles noch zu verbessern. Er hat viel Qualität, das ist klar. Er ist schnell und sucht das Dribbling im 1 gegen 1.“

Ebenso kristallisierte sich auch seine Vielseitigkeit heraus. Zwar habe Achraf Hakimi, der zunächst als Leihgabe von Real Madrid nach Dortmund wechselte, einen „Rechtsfuß“, doch könne man ihn auch ohne Probleme auch auf der linken Abwehrseite einsetzen. „Wir wissen, dass er mit Marokko fast immer auf der linken Seite gespielt hat“, betonte Lucien Favre. In Anbetracht der längeren Verletzungspause von Raphaël Guerreiro ist es schon von Vorteil sowohl für Lukasz Piszczek als auch für Marcel Schmelzer einen guten Ersatz zu haben.




Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg

7 : 0

„Wir müssen weiter arbeiten !“ 

Mit einem deutlichen 7:0-Erfolg gegenüber dem 1. FC Nürnberg konnte sich Borussia Dortmund nach dem 5. Spieltag auf dem 2. Tabellenplatz etablieren. Doch Lucien Favre sieht noch viel bevorstehende Arbeit für sich und sein Team. 

Bei einem Punkt waren sich die Fans beider Fanlager einig: Als es darum ging Schmähgesänge gegen den DFB und die DFL anzustimmen, machten sich die Fans beider Lager im wechselseitigen Kanon lautstark bemerkbar. Ihr Unmut über die immer weiter zunehmende Kommerzialisierung im deutschen und internationalen Profifußball ist allgemein bekannt.

Doch rein sportlich wusste der BVB die Gäste aus Franken deutlich zu dominieren. Sie waren technisch ausgereifter, hatten die individuell bessere Klasse und wussten durch Spielwitz zu überzeugen. Auch Lucien Favre war mit der Leistung seiner Jungs sehr zufrieden, betonte aber, dass viele junge Spieler wie z.B. Dan-Axel Zagadou oder auch Jacob Bruun Larsen noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung seien.

Als einzigen kleinen Wehrmutstropfen bleiben einige unnötige Ballverluste des BVB im Mittelfeld zu erwähnen, die teils durch unpräzise Pässe oder aber durch mangelnde Koordination bzw. Abstimmung untereinander entstanden. 




 

Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg

Das Umschaltspiel muss besser werden 

Viele BVB-Fans sind mit der derzeitigen Spielweise der Borussia unzufrieden. Auch Cheftrainer Lucien Favre sieht in einem gewissen Bereich durchaus Modifizierungsbedarf. 

Wenn der BVB nach 4 Spieltagen den 3. Tabellenplatz in der Liga belegt, dann könnte man eigentlich zufrieden sein. Die Abwehr steht deutlich besser als in der letzten Saison und auch die Standards des BVB wurden im Vergleich zur Vorsaison deutlich modifiziert. Dennoch tut sich der BVB speziell im Spiel nach vorne sehr schwer. Lucien Favre kritisiert ebenfalls das oftmals etwas sehr behäbige Umschaltspiel seiner Mannschaft: „Wenn wir angreifen, dann müssen wir schon auf einen möglichen Ballverlust vorbereitet sein und antizipieren. Auch wenn wir verteidigen müssen wir einen offensiven Gedanken haben. Wenn wir den Ball erobern, was können wir dann machen ? Das müssen wir ein wenig schneller machen. (…)In Hoffenheim hatten wir das manchmal auch nicht top gemacht. Wir hatten viele unnötige Ballverluste, die sehr gefährlich waren.“ 





Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim

Lucien Favre braucht Zeit

3 Siege in 4 Pflichtspielen ist eine Bilanz, die sich durchaus sehen lassen kann. Dennoch steht der BVB unter der Leitung von Cheftrainer Lucien Favre durchaus in der Kritik.




 


Borussia Dortmund - SG Eintracht Frankfurt

3 : 1

Die Einwechslungen brachten die Wende

Nach einem völlig verdienten 3:1-Sieg von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt waren die Einwechselspieler Axel Witsel und Paco Alcácer die Matchwinner des Abends.

Es schien ein zähes und eher lethargisches Bundesligaspiel zu werden. Der BVB war stets um ein sicheres Spiel bemüht, stand im Mittelfeld und in der Abwehr sehr gut, sodass die Hessen in der ersten Halbzeit kaum zu Torchancen kamen. Jedoch war das Umschaltspiel der Borussen oftmals zu langsam, man suchte den Weg stets in der Rückwärtsbewegung, sodass die beiden Innenverteidiger Manuel Akanji und Abdou Diallo zwangsläufig die meisten Ballkontakte hatten. So war es nicht verwunderlich, dass auch ein Innenverteidiger nach einer Standardsituation das 1:0 für den BVB erzielte.

Erst die Einwechslungen von Axel Witsel und Paco Alcácer brachten mehr Tempo und Ideenreichtum ins Offensivspiel der Borussia.




Borussia Dortmund - SG Eintracht Frankfurt

Die Qual der Wahl

Er war der Hoffnungsschimmer des BVB, mitunter der Lieblingsspieler von BVB-Trainerlegende Jürgen Klopp und schoss des wichtige Finaltor bei der FIFA-WM 2014 in Brasilien. Doch nun droht dem 26-jährigen Mittelfeldspieler Mario Götze das Abstellgleis. 

Mario Götze blickt in eine ungewisse sportliche Zukunft

Jürgen Klopp versteckte 2013 nicht seinen Unmut darüber, dass sein Juwel Mario Götze den BVB in Richtung Bayern München verlies. Auch die Fans des BVB machten ihrem Unmut über die Entscheidung des gebürtigen Memmingers Luft. Doch 5 Jahre später ist es ziemlich ruhig um das Mittelfeldtalent geworden. Nach einer Rückkehr zum BVB blieb das erhoffte Comeback bislang aus. Auch unter dem Neutrainer Lucien Favre scheint es Mario Götze aufgrund vieler Alternativen bislang sehr schwer zu haben. Ob er am Freitag gegen die Eintracht aus Frankfurt auf dem Platz stehen wird, ist sehr fraglich. 



 

 

Hannover 96 - Borussia Dortmund





Hier sehen Sie die PK nach dem Spiel !

 

Borussia Dortmund - RB Leipzig

Lucien Favre freut sich auf „le mur jaune“ 

Die Fußball-WM ist zu Ende, das schlechte Abschneiden der Deutschen Fußballnationalmannschaft interessiert hier in Dortmund niemanden mehr. Alle freuen sich auf die neue Fußballbundesligasaison, in der der BVB gegenüber seinen Fans noch einiges gut zu machen hat. 

„Die Südtribüne ist für alle in Europa, sogar in der ganzen Welt sehr speziell“, sagte Lucien Favre mit funkelnden Augen bei der ersten Spieltagspressekonferenz. „Vor 81.000 Zuschauern zu spielen ist etwas ganz Besonderes.“ Die gelbe Wand, die im Französischen „le mur jaune“ genannt wird, sei in Europa, sogar in der Welt sehr bekannt und drückte in dem Zusammenhang seine Erwartungsfreude aus, als Cheftrainer des BVB im Westfalenstadion / Signal-Iduna-Park antreten zu dürfen. Auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc schaut trotz des etwas sehr holprigen Starts im Pokalspiel gegen den 2. Ligisten Greuther Fürth sehr erwartungsvoll in die neue Saison. Er sah gegen Franken viele „gute Elemente“. Natürlich seien die Zeitpunkte der eigenen Tore „sehr glücklich“ gewesen, aber man hätte das Spiel auch schon viel eher „entscheiden können“. Letztlich sah er das Spiel gegen Greuther Fürth als eine sehr gute „Probe“ für den Einstieg in den Bundesligaalltag. Auch die Tatsache, dass der BVB gegen die Franken in die Verlängerung musste, sah der Sportdirektor in Bezug auf die Vorbereitung in die Bundesligasaison durchaus positiv.

Das nächste große Thema, über das zurzeit viel geredet wird, ist die Frage, ob Borussia Dortmund für die neue Saison einen neuen Stürmer verpflichten wird oder nicht. „Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir ab dem 01.09. die ganzen Nachfragen dazu fehlen werden“, antwortete BVB-Sportdirektor ganz süffisant auf diese Frage. „Über das von uns in den letzten Tagen Gesagte gibt es momentan nichts zu berichten. Gott sei Dank ist die Ungewissheit in ein paar Tagen beendet.“ Ob er nun damit das Ende der Transferperiode am 31. August meint oder eventuell einen kurz bevorstehenden Transfer kennt, den er noch nicht öffentlich verkünden möchte, kann man nur erahnen. 







SpVgg Greuther Fürth - Borussia Dortmund

Borussia Dortmunds neuer Cheftrainer Lucien Favre freut sich auf die kommende Saison mit seinem neuen Team.

Eine holprige und für viele BVB-Fans nicht wirklich befriedigende Saison mit einem Trainerwechsel liegt zurück und es gilt in der neuen Saison einiges besser zu machen. Mehr Konstanz in der Abwehr, besseres Umschaltspiel und auch ein besseres verhalten bei Standardsituationen stehen auf der Agenda. Ähnlich wie Thomas Tuchel ist der Schweizer für seine akribische Arbeit bekannt, denn nichts wird dem Zufall überlassen.

Nach einigen Ab- und Zugängen im Kader von Borussia Dortmund darf man ruhig von einem Umbruch sprechen. Wie gut sich alles ineinander einfügt wird die Zukunft zeigen. Lucien Favre braucht noch etwas Zeit um sich mit allen vertraut zu machen. 




Lucien Favre verspricht hohes Pressing und ein schnelles Umschaltspiel 

Nach der turbulenten letzten Saison, die wahrlich nicht immer zur Zufriedenheit aller Schwarz-Gelben verlief, stehen nun viele Zeichen auf einen Neuanfang beim BVB. Es gibt Licht, aber nach wie vor Schatten bei Borussia Dortmund.


Wer bei der ersten Pressekonferenz von Lucien Favre als neuer Cheftrainer von Borussia Dortmund ein verbales Feuerwerk erwartete, wurde doch enttäuscht. Eher schüchtern und etwas wortkarg betrat der gebürtige Schweizer den Presseraum im Westfalenstadion / Signal-Iduna-Park. Aber darauf kommt es ja auch nicht unbedingt an. Borussia Dortmund hatte schon den Wunsch Lucien Favre zur letzten Saison zu verpflichten, scheiterte jedoch daran, dass der französische Verein OGC Nizza ihn nicht vom Vertrag vorzeitig entbinden wollte. „Das hat sicherlich auch für seine Arbeit gesprochen“, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung Hans-Joachim Watzke, der zwar große Hoffnungen in die Arbeit des Schweizers setzt, dennoch aber allzu große Anfangseuphorie drosselt und Erwartungen dämpft. „Mir ist es sehr wichtig, dass Lucien Favre hier nicht mit einer unrealistischen Erwartungshaltung überfrachtet wird“, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung, der sich noch ein wenig unzufrieden mit dem derzeitigen Kader des BVB zeigte. „Wir haben festgestellt, dass wir noch einiges verbessern müssen, wo wir auch große Hoffnungen in unseren neuen Trainer setzen. Es gibt aber auch ein paar Dinge, bei denen wir etwas länger brauchen. Das war in der ganzen Phase immer klar, dass wir wahrscheinlich auch – um alles wieder so zu schaffen wie wir uns das vorstellen – zwei Transferperioden brauchen um das Gerüst der Mannschaft komplett so abzubilden wie wir es für zielführend halten. Das kann man nicht in einem einzigen Rutsch lösen, dafür ist auch der Markt viel zu überhitzt und zu diffizil.“ Damit wird nicht nur die fehlende echte Sturmspitze angesprochen, da der Leihvertrag mit Michy Batshuayi vom FC Chelsea nicht verlängert wird, sondern auch gewisse Engpässe, die nach dem Abgang von Papa Sokratis zum FC Arsenal auch in der Abwehr entstehen könnten.  Zu den Problemen von Borussia Dortmund in der vergangenen Saison wollte sich der Schweizer nicht äußern. „Natürlich habe ich auch ein wenig den BVB verfolgt, sowie auch andere Mannschaften.“ Er versucht den künftigen Spielen des BVB seinen eigenen, dominanten Stempel aufzusetzen. „Es ist mein Wunsch, dass wir von Anfang an das Spiel machen müssen. Im Mittelfeld müssen wir das Spiel beherrschen um die Lücke nach vorne zu finden. Wir müssen das hohe Verteidigen beherrschen und wir müssen auch kontern.“ 




Sebastian Kehl ist Leiter der Lizenzspielerabteilung bei Borussia Dortmund

Der ehemalige Mittelfeldspieler und Mannschaftskapitän des BVB kehrt in einer neuen Funktion zu seinem alten Verein zurück. Dabei setzt er nicht nur neue Ziele, sondern appelliert ebenso an die Tugenden, die in den letzten Jahren vielleicht nicht immer so richtig zur Geltung kamen.