Berichte und Pressekonferenzen von Borussia Dortmund 

aus der Bundesliga-Saison 2018/2019

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Lucien Favre verspricht hohes Pressing und ein schnelles Umschaltspiel 

Nach der turbulenten letzten Saison, die wahrlich nicht immer zur Zufriedenheit aller Schwarz-Gelben verlief, stehen nun viele Zeichen auf einen Neuanfang beim BVB. Es gibt Licht, aber nach wie vor Schatten bei Borussia Dortmund.


Wer bei der ersten Pressekonferenz von Lucien Favre als neuer Cheftrainer von Borussia Dortmund ein verbales Feuerwerk erwartete, wurde doch enttäuscht. Eher schüchtern und etwas wortkarg betrat der gebürtige Schweizer den Presseraum im Westfalenstadion / Signal-Iduna-Park. Aber darauf kommt es ja auch nicht unbedingt an. Borussia Dortmund hatte schon den Wunsch Lucien Favre zur letzten Saison zu verpflichten, scheiterte jedoch daran, dass der französische Verein OGC Nizza ihn nicht vom Vertrag vorzeitig entbinden wollte. „Das hat sicherlich auch für seine Arbeit gesprochen“, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung Hans-Joachim Watzke, der zwar große Hoffnungen in die Arbeit des Schweizers setzt, dennoch aber allzu große Anfangseuphorie drosselt und Erwartungen dämpft. „Mir ist es sehr wichtig, dass Lucien Favre hier nicht mit einer unrealistischen Erwartungshaltung überfrachtet wird“, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung, der sich noch ein wenig unzufrieden mit dem derzeitigen Kader des BVB zeigte. „Wir haben festgestellt, dass wir noch einiges verbessern müssen, wo wir auch große Hoffnungen in unseren neuen Trainer setzen. Es gibt aber auch ein paar Dinge, bei denen wir etwas länger brauchen. Das war in der ganzen Phase immer klar, dass wir wahrscheinlich auch – um alles wieder so zu schaffen wie wir uns das vorstellen – zwei Transferperioden brauchen um das Gerüst der Mannschaft komplett so abzubilden wie wir es für zielführend halten. Das kann man nicht in einem einzigen Rutsch lösen, dafür ist auch der Markt viel zu überhitzt und zu diffizil.“ Damit wird nicht nur die fehlende echte Sturmspitze angesprochen, da der Leihvertrag mit Michy Batshuayi vom FC Chelsea nicht verlängert wird, sondern auch gewisse Engpässe, die nach dem Abgang von Papa Sokratis zum FC Arsenal auch in der Abwehr entstehen könnten.  Zu den Problemen von Borussia Dortmund in der vergangenen Saison wollte sich der Schweizer nicht äußern. „Natürlich habe ich auch ein wenig den BVB verfolgt, sowie auch andere Mannschaften.“ Er versucht den künftigen Spielen des BVB seinen eigenen, dominanten Stempel aufzusetzen. „Es ist mein Wunsch, dass wir von Anfang an das Spiel machen müssen. Im Mittelfeld müssen wir das Spiel beherrschen um die Lücke nach vorne zu finden. Wir müssen das hohe Verteidigen beherrschen und wir müssen auch kontern.“ 




Sebastian Kehl ist Leiter der Lizenzspielerabteilung bei Borussia Dortmund

Der ehemalige Mittelfeldspieler und Mannschaftskapitän des BVB kehrt in einer neuen Funktion zu seinem alten Verein zurück. Dabei setzt er nicht nur neue Ziele, sondern appelliert ebenso an die Tugenden, die in den letzten Jahren vielleicht nicht immer so richtig zur Geltung kamen.