Berichte und Pressekonferenzen von Borussia Dortmund 

aus der Hinrunde der Bundesliga-Saison 2018/2019

Hier gibt es einen Rückblick auf alle Pressekonferenzen auf unserem YouTube Kanal

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Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg

Das Umschaltspiel muss besser werden 

Viele BVB-Fans sind mit der derzeitigen Spielweise der Borussia unzufrieden. Auch Cheftrainer Lucien Favre sieht in einem gewissen Bereich durchaus Modifizierungsbedarf. 

Wenn der BVB nach 4 Spieltagen den 3. Tabellenplatz in der Liga belegt, dann könnte man eigentlich zufrieden sein. Die Abwehr steht deutlich besser als in der letzten Saison und auch die Standards des BVB wurden im Vergleich zur Vorsaison deutlich modifiziert. Dennoch tut sich der BVB speziell im Spiel nach vorne sehr schwer. Lucien Favre kritisiert ebenfalls das oftmals etwas sehr behäbige Umschaltspiel seiner Mannschaft: „Wenn wir angreifen, dann müssen wir schon auf einen möglichen Ballverlust vorbereitet sein und antizipieren. Auch wenn wir verteidigen müssen wir einen offensiven Gedanken haben. Wenn wir den Ball erobern, was können wir dann machen ? Das müssen wir ein wenig schneller machen. (…)In Hoffenheim hatten wir das manchmal auch nicht top gemacht. Wir hatten viele unnötige Ballverluste, die sehr gefährlich waren.“ 





Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim

Lucien Favre braucht Zeit

3 Siege in 4 Pflichtspielen ist eine Bilanz, die sich durchaus sehen lassen kann. Dennoch steht der BVB unter der Leitung von Cheftrainer Lucien Favre durchaus in der Kritik.




 


Borussia Dortmund - SG Eintracht Frankfurt

3 : 1

Die Einwechslungen brachten die Wende

Nach einem völlig verdienten 3:1-Sieg von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt waren die Einwechselspieler Axel Witsel und Paco Alcácer die Matchwinner des Abends.

Es schien ein zähes und eher lethargisches Bundesligaspiel zu werden. Der BVB war stets um ein sicheres Spiel bemüht, stand im Mittelfeld und in der Abwehr sehr gut, sodass die Hessen in der ersten Halbzeit kaum zu Torchancen kamen. Jedoch war das Umschaltspiel der Borussen oftmals zu langsam, man suchte den Weg stets in der Rückwärtsbewegung, sodass die beiden Innenverteidiger Manuel Akanji und Abdou Diallo zwangsläufig die meisten Ballkontakte hatten. So war es nicht verwunderlich, dass auch ein Innenverteidiger nach einer Standardsituation das 1:0 für den BVB erzielte.

Erst die Einwechslungen von Axel Witsel und Paco Alcácer brachten mehr Tempo und Ideenreichtum ins Offensivspiel der Borussia.




Borussia Dortmund - SG Eintracht Frankfurt

Die Qual der Wahl

Er war der Hoffnungsschimmer des BVB, mitunter der Lieblingsspieler von BVB-Trainerlegende Jürgen Klopp und schoss des wichtige Finaltor bei der FIFA-WM 2014 in Brasilien. Doch nun droht dem 26-jährigen Mittelfeldspieler Mario Götze das Abstellgleis. 

Mario Götze blickt in eine ungewisse sportliche Zukunft

Jürgen Klopp versteckte 2013 nicht seinen Unmut darüber, dass sein Juwel Mario Götze den BVB in Richtung Bayern München verlies. Auch die Fans des BVB machten ihrem Unmut über die Entscheidung des gebürtigen Memmingers Luft. Doch 5 Jahre später ist es ziemlich ruhig um das Mittelfeldtalent geworden. Nach einer Rückkehr zum BVB blieb das erhoffte Comeback bislang aus. Auch unter dem Neutrainer Lucien Favre scheint es Mario Götze aufgrund vieler Alternativen bislang sehr schwer zu haben. Ob er am Freitag gegen die Eintracht aus Frankfurt auf dem Platz stehen wird, ist sehr fraglich. 



 

 

Hannover 96 - Borussia Dortmund





Hier sehen Sie die PK nach dem Spiel !

 

Borussia Dortmund - RB Leipzig

Lucien Favre freut sich auf „le mur jaune“ 

Die Fußball-WM ist zu Ende, das schlechte Abschneiden der Deutschen Fußballnationalmannschaft interessiert hier in Dortmund niemanden mehr. Alle freuen sich auf die neue Fußballbundesligasaison, in der der BVB gegenüber seinen Fans noch einiges gut zu machen hat. 

„Die Südtribüne ist für alle in Europa, sogar in der ganzen Welt sehr speziell“, sagte Lucien Favre mit funkelnden Augen bei der ersten Spieltagspressekonferenz. „Vor 81.000 Zuschauern zu spielen ist etwas ganz Besonderes.“ Die gelbe Wand, die im Französischen „le mur jaune“ genannt wird, sei in Europa, sogar in der Welt sehr bekannt und drückte in dem Zusammenhang seine Erwartungsfreude aus, als Cheftrainer des BVB im Westfalenstadion / Signal-Iduna-Park antreten zu dürfen. Auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc schaut trotz des etwas sehr holprigen Starts im Pokalspiel gegen den 2. Ligisten Greuther Fürth sehr erwartungsvoll in die neue Saison. Er sah gegen Franken viele „gute Elemente“. Natürlich seien die Zeitpunkte der eigenen Tore „sehr glücklich“ gewesen, aber man hätte das Spiel auch schon viel eher „entscheiden können“. Letztlich sah er das Spiel gegen Greuther Fürth als eine sehr gute „Probe“ für den Einstieg in den Bundesligaalltag. Auch die Tatsache, dass der BVB gegen die Franken in die Verlängerung musste, sah der Sportdirektor in Bezug auf die Vorbereitung in die Bundesligasaison durchaus positiv.

Das nächste große Thema, über das zurzeit viel geredet wird, ist die Frage, ob Borussia Dortmund für die neue Saison einen neuen Stürmer verpflichten wird oder nicht. „Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir ab dem 01.09. die ganzen Nachfragen dazu fehlen werden“, antwortete BVB-Sportdirektor ganz süffisant auf diese Frage. „Über das von uns in den letzten Tagen Gesagte gibt es momentan nichts zu berichten. Gott sei Dank ist die Ungewissheit in ein paar Tagen beendet.“ Ob er nun damit das Ende der Transferperiode am 31. August meint oder eventuell einen kurz bevorstehenden Transfer kennt, den er noch nicht öffentlich verkünden möchte, kann man nur erahnen. 







SpVgg Greuther Fürth - Borussia Dortmund

Borussia Dortmunds neuer Cheftrainer Lucien Favre freut sich auf die kommende Saison mit seinem neuen Team.

Eine holprige und für viele BVB-Fans nicht wirklich befriedigende Saison mit einem Trainerwechsel liegt zurück und es gilt in der neuen Saison einiges besser zu machen. Mehr Konstanz in der Abwehr, besseres Umschaltspiel und auch ein besseres verhalten bei Standardsituationen stehen auf der Agenda. Ähnlich wie Thomas Tuchel ist der Schweizer für seine akribische Arbeit bekannt, denn nichts wird dem Zufall überlassen.

Nach einigen Ab- und Zugängen im Kader von Borussia Dortmund darf man ruhig von einem Umbruch sprechen. Wie gut sich alles ineinander einfügt wird die Zukunft zeigen. Lucien Favre braucht noch etwas Zeit um sich mit allen vertraut zu machen. 




Lucien Favre verspricht hohes Pressing und ein schnelles Umschaltspiel 

Nach der turbulenten letzten Saison, die wahrlich nicht immer zur Zufriedenheit aller Schwarz-Gelben verlief, stehen nun viele Zeichen auf einen Neuanfang beim BVB. Es gibt Licht, aber nach wie vor Schatten bei Borussia Dortmund.


Wer bei der ersten Pressekonferenz von Lucien Favre als neuer Cheftrainer von Borussia Dortmund ein verbales Feuerwerk erwartete, wurde doch enttäuscht. Eher schüchtern und etwas wortkarg betrat der gebürtige Schweizer den Presseraum im Westfalenstadion / Signal-Iduna-Park. Aber darauf kommt es ja auch nicht unbedingt an. Borussia Dortmund hatte schon den Wunsch Lucien Favre zur letzten Saison zu verpflichten, scheiterte jedoch daran, dass der französische Verein OGC Nizza ihn nicht vom Vertrag vorzeitig entbinden wollte. „Das hat sicherlich auch für seine Arbeit gesprochen“, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung Hans-Joachim Watzke, der zwar große Hoffnungen in die Arbeit des Schweizers setzt, dennoch aber allzu große Anfangseuphorie drosselt und Erwartungen dämpft. „Mir ist es sehr wichtig, dass Lucien Favre hier nicht mit einer unrealistischen Erwartungshaltung überfrachtet wird“, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung, der sich noch ein wenig unzufrieden mit dem derzeitigen Kader des BVB zeigte. „Wir haben festgestellt, dass wir noch einiges verbessern müssen, wo wir auch große Hoffnungen in unseren neuen Trainer setzen. Es gibt aber auch ein paar Dinge, bei denen wir etwas länger brauchen. Das war in der ganzen Phase immer klar, dass wir wahrscheinlich auch – um alles wieder so zu schaffen wie wir uns das vorstellen – zwei Transferperioden brauchen um das Gerüst der Mannschaft komplett so abzubilden wie wir es für zielführend halten. Das kann man nicht in einem einzigen Rutsch lösen, dafür ist auch der Markt viel zu überhitzt und zu diffizil.“ Damit wird nicht nur die fehlende echte Sturmspitze angesprochen, da der Leihvertrag mit Michy Batshuayi vom FC Chelsea nicht verlängert wird, sondern auch gewisse Engpässe, die nach dem Abgang von Papa Sokratis zum FC Arsenal auch in der Abwehr entstehen könnten.  Zu den Problemen von Borussia Dortmund in der vergangenen Saison wollte sich der Schweizer nicht äußern. „Natürlich habe ich auch ein wenig den BVB verfolgt, sowie auch andere Mannschaften.“ Er versucht den künftigen Spielen des BVB seinen eigenen, dominanten Stempel aufzusetzen. „Es ist mein Wunsch, dass wir von Anfang an das Spiel machen müssen. Im Mittelfeld müssen wir das Spiel beherrschen um die Lücke nach vorne zu finden. Wir müssen das hohe Verteidigen beherrschen und wir müssen auch kontern.“ 




Sebastian Kehl ist Leiter der Lizenzspielerabteilung bei Borussia Dortmund

Der ehemalige Mittelfeldspieler und Mannschaftskapitän des BVB kehrt in einer neuen Funktion zu seinem alten Verein zurück. Dabei setzt er nicht nur neue Ziele, sondern appelliert ebenso an die Tugenden, die in den letzten Jahren vielleicht nicht immer so richtig zur Geltung kamen.