Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim

Junge Besen kehren gut

Die Bundesligasaison neigt sich dem Ende entgegen und wenig überraschend steht der FC Bayern München wieder einmal mehrere Spieltage vor dem Ende als alter und neuer Deutscher Meister fest. Etwas überraschender sind die unmittelbaren Verfolger des Deutschen Meisters: Es sind nicht Borussia Mönchengladbach, auch nicht Bayer Leverkusen oder der FC Schalke 04, wie man vielleicht zu Beginn der Saison erwartet hätte. Neben dem Aufsteiger RB Leipzig sorgte eine andere Bundesligamannschaft mit ihrem besonderen Trainer in dieser Saison für positive Schlagzeilen. 

Julian Nagelsmann ist mit 29 Jahren mit deutlichem Abstand der zurzeit jüngste Bundesligatrainer und der zweitjüngste Trainer in der Bundesligageschichte. Er übernahm den Profikader der TSG 1899 Hoffenheim erst zu Beginn der letzten Saison und löste dabei Trainerlegende Huub Stevens ab. Es galt die Hoffenheimer vor einem Sturz in die 2. Liga zu bewahren. Dennoch befand sich die TSG in der letzten Saison fast durchgehend auf einem Abstiegsplatz und schaffte erst wenige Spieltage vor dem Ende den Sprung auf den rettenden Platz 15. Aber nur eine Saison später wendete sich das Blatt: die TSG mit ihrem jugendlich wirkenden Cheftrainer hat nun die Chance sich mit dem 3. Tabellenplatz direkt für die Champions-League zu qualifizieren und steht somit in direkter Konkurrenz zu Borussia Dortmund. Die Erfolge der Hoffenheimer sieht BVB-Cheftrainer Thomas Tuchel durchaus begründet: „Die Hoffenheimer spielen mutig nach vorne, haben viel Ballbesitz mit einer klaren Struktur, haben viele Spieler vor dem Ball, haben 4 sehr starke Aufbauspieler, haben starke Halbspieler, das Zentrum vorne fast immer mit 4 Spielern besetzt plus 2 offensive Außenbahnen, die unterstützen. Man kann fast immer sagen, dass sie mit 6 Leuten angreifen und mit 4 verteidigen und sind sehr offensiv ausgerichtet.(…) Sie stehen da wo sie stehen, weil sie es sehr, sehr gut machen. Ein sehr guter Trainer mit einem sehr guten Kader ergibt in der Kombination das was wir sehen.“