Hier lesen Sie Berichte und sehen alle Pressekonferenzen von Borussia Dortmund aus der Spielzeit 2017/2018


 

 

 



Borussia M´Gladbach - Borussia Dortmund

„Ich bin ein sehr zufriedener Trainer mit 4 guten Innenverteidigern!“ 

Michy Batshuayi ist momentan der Shooting Star bei Borussia Dortmund. Spätestens nach seinem Doppelschlag im UEFA EuropaLeague Spiel gegen Atalanta Bergamo hat der belgische Nationalspieler Ex-BVB-Stürmer Pierre Emerick Aubameyang aus der Erinnerung der BVB-Fans komplett gestrichen. Ein anderer Spieler kommt bei Peter Stöger zurzeit jedoch nicht so zum Zug. 

Dan-Axel Zagadou ist 18 Jahre alt und U19-Nationalspieler in der französischen Equipe Tricolore. Nachdem er 1 Saison für die 2. Mannschaft von Paris Saint Germain spielte, wechselte er zur letzten Saison ablösefrei zu Borussia Dortmund. Unter Ex-BVB-Cheftrainer Peter Bosz ersetzte der gebürtige Franzose zunächst auf der linken Abwehrseite den derzeitig verletzten Marcel Schmelzer und bekam später ebenso Einsätze auf seiner Stammposition - im Abwehrzentrum neben Papa Sokratis.

In dieser Saison waren seine Einsatzzeiten jedoch bislang sehr marginal. Peter Stöger beschreibt die vielen Einflüsse, die zurzeit auf den jungen Franzosen einwirken: „Es ist für den jungen Spieler auch nicht ganz so einfach zu so einem großen Club zu kommen und dann mal Innenverteidiger zu spielen und dann wieder Außenverteidiger zu spielen und die Herausforderung anzunehmen – und dann kommt auch noch ein neuer Trainer! Ich glaube, dass das relativ viel für ihn ist.“

Nichtsdestotrotz zeigt sich der BVB-Trainer mit ihm sehr zufrieden: „Klar, er weiß, was wir wollen. Ich habe ihm auch gesagt, dass wir mit ihm zufrieden sind. Ich hätte auch kein Problem damit am Sonntag Akanji und Zagadou in der Innenverteidigung aufzustellen. Die Wahrheit ist aber auch, dass die 2 Jungs, die das jetzt spielen (Papa Sokratis und Ömer Toprak, Anmerkung der Redaktion) das richtig gut machen und da auch nicht permanent rotiert werden muss. Das ein oder andere mal werden wir das wieder machen, aber die Innenverteidigung funktioniert gut. Ich bin ein sehr zufriedener Trainer mit 4 guten Innenverteidigern!“ (Bijan Yaghoubi)




 

 Borussia Dortmund - Atalanta Bergamo

„Wenn wir keine 3 Tore geschossen hätten, dann wäre es richtig schwierig geworden“ 

Ein hart umkämpfter 3:2-Sieg, bei dem Michy Batshuayi erst in der Nachspielzeit für die Entscheidung sorgen konnte, ist die Borussia Dortmunds Ausgangslage für das Rückspiel in 7 Tagen. 2 Gegentore für den Gegner im eigenen Stadion sind nicht unbedingt die Idealvorraussetzung für das Erreichen des Achtelfinals, jedoch sieht Cheftrainer Peter Stöger die Lage durchaus positiv. 

Stadionsprecher Norbert Dickel kündigte es vor dem Spiel bereits an: „Wir müssen heute sehr viel Geduld haben, ich erwarte ein zähes Spiel, das wir aber am Ende gewinnen werden!“ Und er sollte Recht behalten. Die Borussen taten sich etwas schwer gegen die tiefstehenden Italiener, erspielten sich aber in der 1. Halbzeit die ein oder andere Torchance. In der 30. Minute war es dann soweit: Andre Schürrle erzielte nach einer Hereingabe von Lukasz Piszczek das 1:0. Doch direkt zu Beginn der 2. Halbzeit verlor der BVB den Faden und kassierte innerhalb von 5 Minuten 2 Gegentore durch Josip Ilicic. „Es ist schwer zu erklären, weil wir eine ordentliche 1. Halbzeit gespielt haben an der wir eigentlich anknüpfen wollten“, sagte Peter Stöger zu der Schwächephase des BVB. „Es war uns auch klar, dass wir selbst aktiv sein müssen und nicht abwarten dürfen und das war heute in dem Bereich einfach zu wenig. Wir haben es dem Gegner richtig einfach gemacht zu den Toren zu kommen, aber umso bemerkenswerter ist darauf die Reaktion das Spiel noch zu drehen.“

Nichtsdestotrotz versucht der gebürtige Wiener positive Lehren daraus zu ziehen: „Aber die 10 – 15 Minuten, in denen wir nicht so aktiv waren, waren vielleicht auch insofern gut, als dass wir dafür bestraft wurden. Es wird uns in unserer Entwicklung helfen in dem Bereich noch konzentrierter und konsequenter zu sein. Das war unnötig.“

Dass das Spiel insgesamt 2 mal gedreht wurde, sorgte für den neutralen Zuschauer für Spannung und viel Unterhaltung, doch tat sich der BVB nach wie vor im Spielaufbau etwas schwer. Nichtsdestotrotz zeigten die Westfalen aber auch viele gute Angriffe, die durch ein schnelles Umschaltspiel eingeleitet wurden. Peter Stöger sieht trotz der 2 Gegentore gute Aussichten das Achtelfinale der UEFA EuropaLeague zu erreichen: „Wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass es sehr schwierig ist, uns zu besiegen. Das wird aber für den Gegner dort nötig sein und deswegen sehe ich die Chancen dort nicht so schlecht. Ich sehe in unserer Entwicklung ein paar Dinge, die sehr positiv sind. Klar haben wir noch Fehlerquellen in unserem Spiel, aber ich sehe das jetzt relativ positiv.“ (Bijan Yaghoubi) 




 

Borussia Dortmund - Atalanta Bergamo

Peter Stöger sieht eine gute Vertrauensbasis 

Die letzten Zittersiege gegen den HSV und den 1. FC Köln waren zwar für die Punkteausbeute des BVB sehr wichtig, offenbarten jedoch noch nicht das perfekte Spiel der Borussia, das der Cheftrainer von Borussia Dortmund noch weiter modifizieren möchte. Es gibt aber auch noch weitere Themen, die Peter Stöger zurzeit beschäftigen. 

Mit nur 2 Punkten nach 6 Spielen in der Gruppenphase der ChampionsLeague doch noch den 3. Platz zu sichern, ist ein wahres Kunststück, dass dem BVB tatsächlich gelungen ist. Die damit verbundene Qualifikation für die UEFA EuropaLeague möchten Peter Stöger und sein Team dazu nutzen, die bislang nicht immer optimal verlaufene Saison positiv abzurunden. Atalanta Bergamo ist die erste große und nicht leicht zu überwindende Hürde für dieses Unterfangen: „Sie sind ein sehr gut organisierter Gegner, eine Mannschaft, die im Verteidigungsverbund sehr aktiv arbeitet. Das bedeutet, dass die Räume im Zentrum relativ eng sein werden. Wir erwarten sie mit einer 3er oder 5er Kette, davor 2 Jungs, die ein bisschen was abräumen. Sie haben eine sehr körperbetonte Art und Weise zu spielen. Wenn man sagt: „Typisch italienisch“, dann meint man eine Mannschaft mit guten Qualitäten im Umschaltspiel. Da sind 1 bis 2 Jungs richtig gefährlich, ebenso was Standardsituationen betrifft“, lobte Peter Stöger seinen kommenden Kontrahenten. „Es ist zwar ein Gegner, der vom Namen für Außenstehende nicht so renommiert sein mag, aber trotzdem in derselben Kategorie wie Milan unterwegs ist. Sie haben in den letzten Wochen gezeigt, dass sie in der italienischen Liga gegen Topmannschaften auch Topleistungen abliefern können. Wir sind also gewarnt, aber wir haben auch ein paar Dinge gesehen, von denen wir hoffen auch Nutzen daraus ziehen zu können. Es wird eine unangenehme Aufgabe.“

Ömer Toprak: "Mittlerweile habe ich ein gutes Gefühl auf dem Platz und nach dem Trainerwechsel durfte ich in jedem Spiel ran."

Trotz der Siege gegen Köln und Hamburg sieht Borussias Cheftrainer Modifizierungspotenzial im Spiel seiner Mannschaft. „Es waren schwierige Spiele von uns, in denen wir es in einigen Phasen versäumt haben – wie zum Beispiel gegen Hamburg – nach dem 1:0 auch unsere Möglichkeiten zu nutzen. Deswegen blieb es knapp.“ Er sieht vorrangig die Probleme im Spielaufbau seiner Mannschaft: „Es geht um den Tiefgang, es geht darum, in den gefährlichen Bereich reinzukommen, es geht darum individuelle Entscheidungen zu treffen und es geht auch um den Anspruch zu Abschlüssen zu kommen.“ Aber nichtsdestotrotz sieht er im Spiel seiner Mannschaft kleinere Fortschritte, auf denen man weiter aufbauen kann. Ebenso lassen ihn die Rückkehr von Marco Reus und den bislang sehr erfolgreichen Neuzugang Michy Batshuayi für mehr Qualität im Offensivspiel gegen Bergamo hoffen. „Da haben wir ein bisschen was zu tun, aber trotzdem habe ich auch das gute Gefühl, dass wir da eine Entwicklung zeigen und in kleinen Schritten auf dem richtigen Weg sind. Ich denke auch, dass wir für das Europa-Cup-Spiel Lösungen finden werden. Es ist auch nichts Überraschendes, dass es viele Mannschaften gibt, die gegen den BVB sehr defensiv organisiert sind.“

Ein weiteres Thema waren die Aussagen des Vorsitzenden der Geschäftsführung Hans-Joachim „Aki“ Watzke, der am Sonntag beim Wontorra Fußballtalk ein ausführliches Interview gab. Peter Stöger nahm die Aussagen Watzkes mit Freude zur Kenntnis und das nicht nur im Hinblick auf eine mögliche Vertragsverlängerung im Sommer. „Das Wesentliche in der Aussage war für mich, dass er gesagt hat eine Vertrauensbasis zu spüren, dass man Dinge sagen und ausdiskutieren kann und dass es für ihn sehr wichtig ist. Das ist für mich auch sehr wichtig, weil ich glaube, dass das die Basis dafür ist, dass es im zwischenmenschlichen Bereich funktionieren muss, weil ständig in irgendeiner Form Lob und Kritik auf der Tagesordnung sind mit der man umgehen muss.“ (Bijan Yaghoubi) 







Borussia Dortmund - Hamburger SV

2 : 0


Borussia Dortmund - Hamburger SV

Peter Stöger ruft zu mehr Geschlossenheit auf 

3 Unentschieden und ein Zittersieg gegen den derzeitigen Tabellenletzten sind in der Rückrunde nicht so ganz das Optimum für einen Champions-League-Aspiranten. BVB-Cheftrainer Peter Stöger sieht aber in seinem Kader eine positive Entwicklung, die es weiterzuführen gilt. 

Es ist eine turbulente Saison mit sehr viel Höhen und Tiefen beim BVB, die man in der Form schon lange nicht mehr erlebt hat: man feierte hohe Siege, musste aber auch bittere Niederlagen einstecken, erlebte mitten in der Saison einen Ad-Hok-Trainerwechsel und verlor mit Ousmane Dembélé und Pierre Emerick Aubameyang, die beide jeweils auf sehr zweifelhafte Art und Weise ihre Wechsel erzwangen, zwei schillernde Leistungsträger. Kein Wunder, dass die vielen Ereignisse auch ihre Spuren auf dem Platz hinterließen. Nach den 3 Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg, Hertha BSC und den SC Freiburg folgte ein Zittersieg gegen das Tabellenschlusslicht 1. FC Köln. „Die 4 Spiele waren über Phasen soweit okay, aber es war nicht alles optimal. Das war auch im letzten Spiel so, das wir gewonnen haben. Wir haben Dinge klar verbessert, was das Offensivspiel im Vergleich zu Freiburg betrifft“ analysierte Peter Stöger, der durchaus eine ansteigende Formkurve beim Spiel gegen den 1. FC Köln sah: „Ich habe schon den Eindruck gehabt, dass Dinge, die wir besprochen haben, umgesetzt wurden, dass wir mutiger waren und gezielter in Richtung 16-Meter-Raum zum Torabschluss kamen. Auf der anderen Seite muss man auch sagen, dass in der Rückwärtsbewegung schon relativ viele Räume waren, die die Kölner zum Teil genutzt und zum Teil auch nicht genutzt haben. Wir haben ein paar Dinge besser gemacht und ein paar Dinge müssen noch verbessert werden. Ich bin da eher positiv gestimmt und habe den Eindruck, dass es besser und besser wird.“

Maximilian Philipp brennt auf seinen nächsten Einsatz und erhält Lob von seinem Cheftrainer Peter Stöger: „Ich freue mich, wenn ein Spieler wie Maxi Philipp wieder zurückkommt, der einem im offensiven Bereich mehr Optionen gibt. Der brennt auch schon sehr darauf. Den muss man auch eher zügeln, denn er wartet schon sehnsüchtig darauf“

Nichtsdestotrotz mahnt Peter Stöger in seinem Team und dessen Umfeld gerade nach vielen turbulenten Zeiten zu mehr Ruhe und Geschlossenheit: „Wir müssen uns bei aufkommenden Gegenwind – und der ist in diesem Jahr aus verschiedensten Gründen relativ stark – noch stärker aufstellen. Das geht zwar über Mentalität, was nicht heißt, dass jemand keine Lust oder keinen Bock hat, sondern es geht darum, das als Gruppe aufzufangen und sich dem entgegen zu stemmen. (…) Und da meint man mit Mentalität, dass man sich auf die Gruppe verlassen kann, dass alle diesem Gegenwind geschlossen entgegengehen. In dem Bereich war das auch nicht immer so nötig und in dem Bereich müssen wir noch arbeiten. (…) Wir müssen einen geschlossenen Eindruck hinterlassen, das heißt: gemeinsam gegen unangenehme Dinge vorgehen auch abseits des Platzes. In der ein oder anderen Situation haben wir versucht, sowas auch zu lösen, das auch nicht ganz so einfach war. Die Aubameyang-Problematik ist relativ gut von uns als Gruppe bearbeitet worden. (…) Ich sehe uns auf einem guten Weg, aber ich finde es dennoch für die Entwicklung wichtig, dass man auch mal irgendwo hineinsticht, wo es auch mal etwas unangenehmer wird.“ (Bijan Yaghoubi)






1. FC Köln - Borussia Dortmund

„Die Qualität ist immer noch groß genug um unsere Ziele zu erreichen !“ 

Der Wechsel von Sturmstar Pierre Emerick Aubameyang zum FC Arsenal war das beherrschende Thema in den letzten Tagen. Viele sehen in dem Transfer eine deutliche Schwächung der ohnehin in den letzten Wochen angeschlagenen Offensivkraft des BVB, andere sind heilfroh darüber, dass der Wechsel endlich vollzogen wurde. Peter Stöger hat dazu eine eigene Meinung.

Pierre Emerick Aubameyang ist beim BVB nur noch Geschichte

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht beim BVB. Die gute Nachricht ist: man hat in der Rückrunde noch kein Spiel verloren. Die schlechte Nachricht: man hat allerdings auch noch kein Spiel gewonnen. Nach der sportlichen Krise in der Hinrunde, die zur Suspendierung von Peter Bosz führte, und dem eher durchwachsenden Auftritt gegen den SC Freiburg sehen viele Experten die Gefahr, dass die Borussia zukünftig in die sportliche Bedeutungslosigkeit abrutschen könnte. Als Ursache für die Krise der Vergangenheit sieht man allerdings im Verhalten von Dortmunds Ex-Stürmer Pierre Emerick Aubameyang begründet, mit dem er sehr viel Unruhe in die Mannschaft gebracht habe. Viele Fans sind mittlerweile einfach nur darüber froh, dass der Gabuner beim BVB der Vergangenheit angehört. BVB-Cheftrainer Peter Stöger hat zu dem Thema eine klare Haltung. „Ich bin darüber froh, dass das Transferfenster geschlossen ist, dass die Diskussionen, die wir in den letzten Wochen gehabt haben, vorbei sind. Ich finde die Entscheidung gut, so wie sie jetzt gefallen ist, weil man auch nicht genau weiß, ob Ruhe reingekommen wäre, wenn es eine andere Entscheidung gegeben hätte. Ich glaube, wir haben einen guten Ersatzmann dazu geholt.“ Und genau bei diesem „Ersatzmann“ handelt es sich um den 24-jährigen Michy Batshuayi. Der gebürtige Belgier mit kongolesischen Wurzeln steht beim FC Chelsea unter Vertrag und wurde zunächst bis zum Sommer 2018 an den BVB ausgeliehen. Peter Stöger sieht beim belgischen Nationalspieler ein so hohes Potenzial, dass er schon gegen den 1. FC Köln direkt zum Kader gehören wird: „Michy ist ein fleißiger Stürmer mit einem guten Abschluss im Strafraum. Er bekam zwar nicht sehr viel Spielzeit, aber in der Zeit von der Quote sehr gut performt. Deswegen sind wir davon ziemlich überzeugt, dass er von der Idee und Systematik, die wir vorhaben zu spielen, sehr gut hineinpasst. (…) Er ist ja kein Spieler mit Trainingsrückstand, sondern er steht voll im Saft. Jetzt liegt es an uns, wie schnell wir den Jungen in die Mannschaft und in das Gefüge hineinbringen, auch was das Spiel betrifft. (…) „Grundsätzlich denke ich, dass es bei einem zentralen Stürmer einfacher ist (ihn in die Mannschaft zu integrieren - Anmerkung der Redaktion) als bei einer Position im defensiven Bereich. (…) Die Jungs sind da um Tore zu schießen. Das ist zwar der schwierigste Job, aber die, die das können, können das im Normalfall bei jedem Klub. Deswegen erwarten wir, dass er in dem Bereich unterstützend da sein wird. Ob er von Beginn an dabei sein wird, weiß ich noch nicht, aber er wird auf jeden Fall zum Kader dazugehören.“

Dass das Spiel gegen den Ex-Klub 1. FC Köln für Peter Stöger kein Spiel wie jedes andere ist, versteht sich von selbst. Dennoch denkt er weniger an den FC als mehr an die Probleme, die es zurzeit beim BVB gibt: „Mich beschäftigt am meisten, wie wir dieses Spiel gewinnen. Das ist kein Spiel wie jedes andere für mich, dafür war ich zu lange in Köln, dafür fühle ich mich zu wohl in Köln, aber am Ende beschäftigt mich wirklich nur noch, wie wir diese Partie angehen um mit einem Sieg aus Köln zurückzukehren. Uns ist es ganz wichtig in der Phase einen Dreier zu machen, der uns nach den turbulenten Wochen wieder etwas Ruhe gibt. (…) Wir sind darauf fokussiert, dass alle Jungs sich darüber im Klaren sind, was wir in den nächsten Wochen und Monaten erreichen wollen. Die Qualität ist immer noch groß genug um unsere Ziele zu erreichen – auch nach dem Abgang von Auba. Insofern denke ich, dass es eine gute Geschichte ist, weil wir jetzt auch Ruhe im eigenen Haus haben.“ (Bijan Yaghoubi)





 

Borussia Dortmund - SC Freiburg 2 : 2

Die Pressekonferenz nach dem Spiel !


 



Borussia Dortmund - SC Freiburg

Peter Stöger ist "Fan" des SC Freiburg und von Christian Streich 

Borussia Dortmund konnte die Partien gegen den SC Freiburg in den letzten Jahren immer zu seinen Gunsten entscheiden. Dennoch blickt Cheftrainer Peter Stöger seinem kommenden Gegner mit einer gewissen Ehrfurcht entgegen. 

Alexander Isak erhält Lob und Zuspruch von seinem Trainer: „Man sieht, dass er in gefährlichen Bereichen ein Spieler ist, der Situationen erkennt, aber die Möglichkeiten noch nicht genutzt hat. Das hätte ihm gutgetan.“

Christian Streich, langjähriger Cheftrainer des SC Freiburg, gilt als Freiburger Urgestein. Kein anderer Bundesligatrainer ist so fest im Sattel wie der gebürtige Südbadener. Er ist bekannt für seine deutlichen Worte, für seine Emotionen und natürlich auch für die Leidenschaft, mit der er seine Mannschaft trainiert. Und das auch immer wieder erfolgreich. „Ich bin Fan dieser Mannschaft und ich bin Fan dieses Trainers, die immer wieder für Überraschungen gut sind“, lobte Peter Stöger seinen Kollegen. „Sie haben es immer wieder geschafft aus schwierigen Phasen gestärkt zurück zu kommen, ob das ein Abstieg ist, der mit einem Wiederaufstieg verbunden ist oder ob es darum geht in einer schwierigen Phase ein paar positive Ergebnisse abzuliefern“ und sprach dabei die Qualitäten der Breisgauer und ihren Auftritt eine Woche zuvor gegen RB Leipzig an. „Ich glaube, das machte letzte Woche das Spiel zu einem Spiegelbild einer Mannschaft, die nie aufgibt und ein Spiel wie gegen Leipzig drehen kann. Da hat man alles gesehen, was in der Mannschaft steckt. Zu Beginn hatten sie Probleme gehabt, haben sich dann aber in das Spiel reingearbeitet und das macht sie ganz einfach gegen jeden Gegner gefährlich.“

Ein besonderes Merkmal der Freiburger ist ihre Stärke bei Standardsituationen. Obwohl Ralph Hasenhüttl, Cheftrainer von RB Leipzig, die Stärke der Freiburger bei Standardsituationen vor dem Spiel gegen sein Team ansprach, gab sein Team eine 1:0-Führung aus der Hand und verlor die Partie in Freiburg letztlich mit 2:1, nachdem man in der 2. Halbzeit 2 Gegentore nach Eckbällen kassierte. Dass sich das in Dortmund nicht wiederholen darf, weiß auch Peter Stöger: Die Standards der Freiburger werden „natürlich ein wesentlicher Bestandteil der Analyse“ sein. Obwohl man über die Stärken des Gegners weiß, kann man nicht immer alles verhindern. „Ich glaube, wir haben das in den letzten beiden Spielen – was die defensiven Standards angeht – sehr ordentlich gemacht und gut verteidigt. Das wird auch dieses Mal wieder notwendig sein.“

Nichtsdestotrotz erwartet Peter Stöger gegen Freiburg den ersten Sieg in der Rückrunde. „Wir müssen die spielerischen Komponenten, die wir dann in die Waagschale werfen, auch richtig ausspielen. Dann kann auch jede Mannschaft, die gegen den BVB spielt, ihre Probleme bekommen. Aber das muss man richtig ansetzen, damit man diese Kompaktheit und Geschlossenheit auch richtig ausspielen kann. (…) Ich erwarte, dass wir an die 2. Halbzeit des Spiels in Berlin anknüpfen und das Spiel gewinnen werden.“ (Bijan Yaghoubi)




 


Hertha BSC - Borussia Dortmund

„Pierre Emerick Aubameyang war die Tage vor dem Spiel für uns kein Thema !“ 

Wie erwartet war das Verhalten von Pierre Emerick Aubameyang und die Frage, wie der BVB zukünftig damit umgeht, das großes Thema bei der Pressekonferenz.

Pierre Emerick Aubameyang habe die letzten Tage gut trainiert und wird mit nach Berlin fahren.

Natürlich ist es das Thema, das die Medien sehr beschäftigt. Der sehr schrille und bunte Sturmstar Pierre Emerick Aubameyang fiel einst mal wieder negativ auf, hielt sich von einer wichtigen Mannschaftssitzung fern und verärgerte die Verantwortlichen der Vereinsführung und die Fans. Nicht wenige BVB-Anhänger sehnen sich sogar einen Abgang des Gabuners herbei, so sehr bringe er Unruhe in die Mannschaft. Und Unruhe ist etwas, das der BVB überhaupt nicht gebrauchen kann. 

Einige Medien bestätigten ein Interesse von Arsenal London am pfeilschnellen Stürmer, dennoch möchte Peter Stöger davon nichts wissen: „Er war der letzten Tage bei uns kein Thema mehr. Wir haben ein kurzes und gutes Gespräch gehabt, er hat normal trainiert und wenn sich daran nichts ändern wird – wovon ich ausgehe – dann ist er für morgen natürlich ein Thema und ich denke, das haben wir auch immer so kommuniziert. (…) Im Grunde entscheidet dann er, ob er sich für die Mannschaft qualifiziert und ob er zum Spiel kommt. Momentan habe ich den Eindruck, dass alles in Ordnung ist.“

Alexander Isak erntete nach dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg Lob.

Nichtsdestotrotz bekam Alexander Isak durch die Suspendierung von Auba gegen den VfL Wolfsburg die Möglichkeit, sich im Sturm weiter zu etablieren und mehr Spielpraxis zu sammeln. Gute Ansätze für seine spielerischen Qualitäten konnte er dabei auch zeigen. Peter Stöger bescheinigte ihm „ein ordentliches Spiel“ gegen Wolfsburg gemacht zu haben, meinte aber auch, dass „bei einem Klub wie dem BVB das Leistungsprinzip am Ende des Tages das oberste Gebot“ sei. Spielpraxis sei zwar für jeden Spieler wichtig, für die jungen Spieler sogar noch ein Stück mehr, dennoch müssten sich die Jungs auch bestätigen und durchsetzen. (Bijan Yaghoubi)  





Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg

0 : 0

Was ist bloß mit Auba los ? 

Bei dem aus Dortmunder Sicht etwas enttäuschenden Remis gegen den VfL Wolfsburg war nicht das Spiel mit den vergebenen Torchancen das Hauptthema auf der Pressekonferenz. 

„Gut, dass ich während des Kicks bügeln musste, sonst wäre ich wohl eingepennt“ war der Kommentar eines Users in einem sozialen Netzwerk. Darauf bezog er sich allerdings nur auf das Spiel der ersten Halbzeit, das nicht gerade von vielen Höhepunkten und Torchancen geprägt war.

Jadon Sancho bestritt sein Pflichtspieldebut in der Startelf

Anders war es dann aber in der 2. Halbzeit: Borussia Dortmund spielte aggressiver, presste die Wolfsburger oft in deren Spielhälfte und erzwang somit beim Gegner viele Ballverluste. Allerdings war das Umschaltspiel oft ein wenig zu behäbig, die Pässe speziell in des Gegners Strafraum zu unpräzise, sodass die Borussen gute Gelegenheiten liegen ließen. Die beste Torchance hatte Andrij Yarmolenko  in der 48. Spielminute, nachdem Jadon Sancho und Mario Götze durch einen schnellen und gut ausgeführten Konter den Ukrainer freistehend im Wolfsburger Strafraum anspielten, dieser allerdings den Ball nach einem Drop-Kick über das Tor schoss.

Alles in allem ist das torlose Remis für den BVB etwas enttäuschend, da die Borussen die technisch ausgereiftere Mannschaft war, die auch die größeren Spielanteile hatte. Nichtsdestotrotz muss man – Bürki sei Dank - aber auch darüber froh sein, kein Gegentor kassiert zu haben.

Pierre Emerick Aubameyang wurde seitens des BVB für das Spiel gegen Wolfsburg aus disziplinarischen Gründen gesperrt – bereits zum 3. Mal innerhalb der letzten 18 Monate

Bei der darauffolgenden Pressekonferenz war das Fehlen von Sturmstar Pierre Emerick Aubameyang, der wegen seines Nichterscheinens bei einer wichtigen Mannschaftssitzung für das Spiel suspendiert wurde, das beherrschende Thema. Sowohl Sportdirektor Michale Zorc als auch Cheftrainer Peter Stöger sind über das Verhalten des Gabuners enttäuscht: „Er ist meistens gut gelaunt, ist ein netter junger Bursche und deswegen kann ich auch schwer beurteilen, warum das ein oder andere Mal sowas passiert. Ich schaffe es auch nicht so ganz genau in ihn hineinzublicken. Das ist schwierig und deswegen musste ich meine Entscheidung so treffen, wie es mir mein Gefühl sagt. Er war bei einer Sitzung nicht dabei, weil sie ihm nicht wichtig genug war – für uns ist sie sehr wichtig – und deswegen war er für dieses Spiel außen vor !“ (Bijan Yaghoubi)  





Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg

Die Ruhe vor dem Rückrundenstart

Nach der Krise und den vielen hintereinander enttäuschenden Spielen in der Liga und in der UEFA Champions-League speziell zum Schluss der Hinrunde hatte man beim BVB nun die Gelegenheit, im Trainingslager in Marbella vieles aufzuarbeiten. Cheftrainer Peter Stöger nutzte dieses Trainingslager nicht nur, um mit der Mannschaft spielerische Abläufe zu verbessern.

Nach der spontanen Verpflichtung von Peter Stöger bei Borussia Dortmund während der laufenden Saison wartete viel Arbeit auf den gebürtigen Wiener. Es galt, innerhalb kürzester Zeit die Mannschaft auf den jeweils kommenden Gegner einzustellen.

Nach dem intensiven Trainingslager in Marbella hatte er und sein Trainerteam allerdings nun die Möglichkeit die Spieler auch außerhalb des Platzes besser kennenzulernen. „Ich glaube, dass es wichtig ist, dass - wenn man mit Menschen zusammen arbeitet – man einen Eindruck von denen bekommt“, sagte er auf der Pressekonferenz.

Es gab zuvor viele Berichte über Störfeuer und Grüppchenbildungen innerhalb des Kaders. Vor allem viele sogenannte „Extratouren“ von Sturmstar Pierre Emerick Aubameyang sollen für viel Unruhe gesorgt haben. Auch dazu nahm Peter Stöger indirekt Stellung: „Mein Eindruck ist, dass hier eine Mannschaft ist, die willig ist und die aus guten Jungs besteht. Ich habe den Eindruck, dass niemand gefühlt bewusst innerhalb einer Gruppierung gegen die Mannschaft oder den Klub arbeitet um hier zu 100 Prozent nur seine Interessen durchzusetzen. Das habe ich hier nicht festgestellt. (…) Wer beim Trainingslager mit dabei war, hat sehen können, wie der gesamte Stuff mit allen, die dazu gehören, nie im Gleichschritt unterwegs war. Das ist auch nicht das, was jemand möchte, sondern man hat mit den verschiedensten Persönlichkeiten zu tun. Solange ich nicht das Gefühl habe, dass es sich dabei um eine gravierende Geschichte handelt, die die Abläufe in der Mannschaft beeinflusst, muss man Dinge auch nicht größer machen als sie sind. Es ist gut, wenn Probleme auch mal angesprochen werden, damit man auch weiß: viele Dinge können auch vom Start weg aus der Mannschaft korrigiert werden, ohne dass da jemand großartig von außen einwirkt. Und wenn es mal ein etwas größeres Problem wird, dann bin ich schon da.“ (Bijan Yaghoubi) 




 



FC Bayern München - Borussia Dortmund

Der Höhepunkt zum Jahresabschluss


Die Partie FC Bayern München gegen Borussia Dortmund gilt seit längerem als eine der deutschen Fußballklassiker überhaupt, die schon seit eh und je ein großes Medieninteresse verursacht. In Anbetracht der Serie der Erfolgslosigkeit der Borussia in der jüngsten Vergangenheit wird die Favoritenrolle klar den Bayern zugeordnet. Dennoch wird dieses Spiel für den frischgebackenen Cheftrainer Peter Stöger ein ganz besonderes Spiel. 

Ein ereignisreiches Jahr geht für den gebürtigen Wiener zu Ende. Der ehemalige Chefcoach des 1. FC Köln, der die Farben Rot und Weiß des Geißbockklubs mit Leib und Seele nach außen vertrat und diesen innerhalb von 4 Jahren von der 2. Liga auf einen Bundesligaplatz beförderte, der zur Teilnahme am europäischen Wettbewerb berechtigte, konnte in der aktuellen Saison mit dem rheinischen Fußballclub kein einziges Spiel gewinnen, sodass er dort freigestellt wurde. „Ausgerechnet er wird nun beim kriselnden BVB verpflichtet“ spotten viele, aber die BVB-Vereinsführung hält dagegen:  „Man muss die Arbeit von Peter Stöger über die gesamten 4 Jahre betrachten, in denen er in Köln Trainer war. Und alles in allem muss man ihm eine sehr gute Arbeit bescheinigen, die er dort verrichtet hat.“

Alles in allem betrachtet Peter Stöger seine Verpflichtung bei den Westfalen als einen klaren Aufstieg auf seiner Karriereleiter. Er betont immer wieder seine bessere Ausgangslage mit einem besseren Kader bei der Borussia als beim 1. FC Köln. Das DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern München zum Abschluss der Hinrunde betrachtet er als ein „Highlight“. „Ich habe ein sehr interessantes, sehr bewegtes, sehr spannendes, sehr eigenartiges Jahr hinter mir. Wenn man das vorher niedergeschrieben hätte, dann wäre es eine irre Geschichte gewesen, die niemand geglaubt hätte. Ein Pokalspiel am Ende mit Bayern gegen Dortmund toppt das Ganze, auch mit dem Blick darauf, dass es eine schwere Aufgabe ist, das ist klar. Aber ich denke, dass wir eine Mannschaft haben, mit der wir auch unsere Möglichkeiten bekommen werden. Das ist schon ein richtiger Höhepunkt für mich.“ (Bijan Yaghoubi) 



Eine Diskussion ohne Aktualität

 (Sport-Live Kommentar von Bijan Yaghoubi zur momentanen Trainerdiskussion bei Borussia Dortmund) 

Kommt er oder kommt er nicht ? Das ist die Frage, über die die Medienlandschaft in Deutschland zurzeit sehr viel spekuliert. Die Rede ist davon, ob Julian Nagelsmann den Job als Cheftrainer bei Borussia Dortmund im Sommer 2018 übernehmen wird oder nicht. Sicherlich wäre der derzeitige Cheftrainer der TSG 1899 Hoffenheim bei den Verantwortlichen und Fans von Borussia Dortmund nicht unwillkommen. Er ist jung, dynamisch und erfolgreich – Eigenschaften die man sich in der Westfalenmetropole durchaus wünscht. Auch die Tatsache, dass die Vertragslaufzeit von Peter Stöger von gut 6 Monaten beim BVB ungewöhnlich niedrig ist, lässt darauf hindeuten, dass der gebürtige Wiener beim BVB nur eine Übergangslösung sein könnte.

„Julian Nagelsmann hat einen Vertrag bei Hoffenheim bis 2019 und das gilt es zu respektieren“, sagte Sportdirektor Michael Zorc bei Jörg Wontorra bei SkySport zu Überlegungen ihn im Sommer 2018 beim BVB zu verpflichten. Andererseits pflichtete er bei, dass es „gewisse Überlegungen gäbe, die man zum jetzigen Zeitpunkt nicht öffentlich machen“ wolle. Ein klares Dementi klingt anders.

Nichtsdestotrotz finde ich es zwar legitim darüber nachzudenken, wer ab dem Sommer 2018 das Training von Borussia Dortmund leiten könnte, jedoch entbehrt diese Diskussion zurzeit jegliche Bedeutung. Peter Stöger hat gerade bei Borussia Dortmund das Amt des Cheftrainers übernommen und konnte mit den Siegen in Mainz und gegen Hoffenheim die maximale Punktausbeute erreichen. Da der Profifußball ein sehr schnelllebiges Geschäft ist, in dem hauptsächlich der sportliche Erfolg im Vordergrund steht, bleibt es abzuwarten, wie gut sich Peter Stöger und sein Trainerteam hier in Dortmund etablieren kann und ob es Sinn macht, im Sommer 2018 über seine Vertragsverlängerung oder über eine Neuverpflichtung nachzudenken.


 




Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim 2 : 1

Hier sehen Sie die Pressekonferenz nach dem Spiel !

 

Die Zeit drängt

Der Vorsitzende der Geschäftsführung Hans-Joachim „Aki“ Watzke betonte einst, dass die Verantwortlichen von Borussia Dortmund schon sehr lange nicht mehr während einer laufenden Saison einen Trainer entlassen haben. Doch nach der Niederlage gegen Werder Bremen und der nicht endenden wollenden Krise aus Erfolgslosigkeit und Verunsicherung in der Mannschaft sah man sich nun gezwungen die Notbremse zu ziehen. In Peter Stöger sieht man einen neuen Hoffnungsträger, der aber keine einfache Aufgabe zu bewältigen hat. 

Der neue Cheftrainer von Borussia Dortmund hinterließ direkt einen bleibenden Eindruck. Anders als seine 2 Vorgänger betrat er schon 15 Minuten zuvor den Pressebereich und begrüßte alle Anwesenden per Handschlag. Auf ein gutes Miteinander scheint er nicht nur mit den Medienvertretern großen Wert zu legen. „Das Wichtigste ist es, die Leute alle kennen zu lernen, dass man sich orientieren kann, denn es sind sehr viele Menschen, die rund um die Mannschaft arbeiten. Das ist ein ganz wichtiger Faktor, denn das Arbeitsklima ein ganz wesentlicher Bestandteil dessen ist, wie man gemeinsam miteinander arbeiten kann.“

Die sehr abrupte Verpflichtung des neuen Cheftrainers inmitten einer Englischen Woche machte seine Einführung nicht gerade leicht. Denn es gilt binnen kürzester Zeit darum, die Spieler gut kennen zu lernen, eine Spielidee zu kreieren und wichtige Entscheidungen zu treffen. „Der Tag ist mir momentan zu kurz. Ich bin den ganzen Tag auf dem Trainingsgelände und versuche dann irgendwie ins Bett zu kommen. Wir haben mit der Mannschaft wenig Zeit gehabt, sodass man ein paar Dinge ansprechen kann. Dann braucht man auch wieder die Zeit für die Regeneration“, sagte er auf der Pressekonferenz.

Dennoch geht man nach dem wichtigen Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 der nächsten Aufgabe mit einem positiven Gefühl entgegen. „Die Stimmung in der Mannschaft ist nach dem Sieg ein wenig gelöster. Das hat wohl weniger mit mir zu tun, sondern damit, dass die Mannschaft wieder mal ein Erfolgserlebnis hat, das ihr bislang gefehlt hat und der ihr guttut.“ (Bijan Yaghoubi) 






Borussia Dortmund - SV Werder Bremen

1 : 2

Im Westen nichts Neues

Nach einer aus Dortmunder Sicht bitteren Heimniederlage nach einer sehr durchwachsenden Leistung gegen den SV Werder Bremen sprechen die Cheftrainer Florian Kohfeldt und Peter Bosz über das Spiel. 




Borussia Dortmund - SV Weder Bremen

Die Rückkehr von Neven Subotic 

Vor einigen Jahren bildete er noch das Gerüst der Erfolgself von Jürgen Klopp, indem er zusammen mit Mats Hummels einen sicheren Rückhalt in der zentralen Defensive von Borussia Dortmund bot. Allerdings erlitt der Innenverteidiger am 12. Spieltag der Saison 2013/2014 im Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg einen Kreuz- und Innenbandriss im rechten Knie, der ihn für längere Zeit aus der Bahn warf. 

Neven Subotic überzeugt durch großen Einsatz und Willen: "Neven ist ein Superprofi, der immer da ist, wenn man ihn braucht !"

Der bald 29-Jährige ist einer der derzeit dienstältesten Borussen und ebenso eine durchaus sympathische Erscheinung. Höflichkeit, Zuvorkommenheit, Intelligenz und nicht zuletzt auch sein soziales Engagement – er gründete die „Neven Subotic Stiftung“, die Projekte für notleidende Kinder und Brunnenbauprojekte in Afrika unterstützt – sind Gründe für die große Beliebtheit von Neven Subotic bei den Fans von Borussia Dortmund. Ebenso können sich auch die sportlichen Erfolge des serbischen Nationalspielers sehen lassen. Er gehörte zum Stamm der Meistermannschaft in den Jahren 2011 und 2012, gewann den DFB-Pokal und stand 2013 im Champions League Finale. Doch ein paar Monate später verletzte sich der Innenverteidiger so schwer, dass er für mehrere Monate ausfiel. Anschließend tat er sich schwer den Weg in die Stammelf zurück zu finden, denn sowohl an Mats Hummels als auch an Papa Sokratis, der im Sommer 2013 beim BVB verpflichtet wurde, gab es derzeit kein Vorbeikommen. Trotzdem gab Neven Subotic nicht auf, hielt dem BVB die Treue, das ihm die Fans sehr honorieren. Als er in der letzten Saison nach einer Ausleihe im Trikot des 1. FC Köln im Westfalenstadion / Signal Iduna Park auflief, wurde er explizit und ausgiebig vom Schwarz-Gelben Anhang gefeiert.

„Neven hat in diesem Jahr nicht oft gespielt“ erklärte Cheftrainer Peter Bosz, der sich mit den Trainingsleistungen des Innenverteidigers sehr zufrieden zeigt: „Frankfurt war das erste Spiel, bei dem er mitgespielt hat, dann in Leverkusen und jetzt auch in Madrid. Neven ist ein Superprofi, der immer da ist, wenn man ihn braucht. Das ist wichtig und wir brauchen ihn gerade. Und dann sieht man auch, dass er – obwohl er noch nicht so oft gespielt hat – da ist. Das ist nicht einfach, aber er macht das und deshalb bin ich mit ihm sehr zufrieden.“

Seine jüngsten Einsatzzeiten kamen nicht nur durch Verletzungsprobleme im Kader des BVB und durch Systemumstellungen zustande („Wir haben in letzter Zeit auf eine 3er Abwehrkette umgestellt, sodass wir auch hinten auch mit 3 Innenverteidigern gespielt haben“), sondern auch durch den Fleiß und den Ehrgeiz, den Neven an den Tag legt und mit dem er auch seinen Cheftrainer beeindruckt: „Er ist immer beim Training dabei und seine Leistungen sind sehr gut.“ (Bijan Yaghoubi) 





 


„Ich muss ehrlicherweise sagen, dass das ein anderer Druck ist – schlimmer !“

Der Cheftrainer von Borussia Dortmund ist angezählt. Nach dem peinlichen 4:4 gegen den Dauerrivalen FC Schalke 04, in dem der BVB eine 4:0-Führung verspielte, wird schon öffentlich über die Nachfolge von Peter Bosz diskutiert. 

Die Fans sind sauer – richtig sauer ! Und bei der Mitgliederversammlung, die einen Tag nach dem Schalke-Spiel stattfand, machten viele ihrem Unmut Luft und pfiffen die Mannschaft gnadenlos aus. Auch BVB-Cheftrainer Peter Bosz wurde vom Vorsitzenden der Geschäftsführung Hans-Joachim „Aki“ Watzke angezählt: „Ich habe die klare Erwartung an Dich, Peter, dass Du mit dem Team in dieser Woche – wir haben keine Englische Woche – zusammen mit Michael Zorc alles auf den Prüfstand stellst und jeden Stein umdrehst. Dabei darf es auch keine Denkverbote geben, aber wir müssen wieder ganz schnell in die Erfolgsspur, das ist jedenfalls 100 prozentig sicher.“ Eben jener Peter Bosz versprach, dass man nun die Zeit für ein gutes und intensives Training genutzt hatte. „Dadurch dass wir keine Englische Woche hatten, hatten wir auch die Möglichkeit mal richtig gut zu trainieren. Gerade nach dem Schalke-Spiel war es auch gut, dass ich alle Spieler für mehrere Tage bei mir hatte, sodass wir nicht nur trainieren konnten, sondern auch unsere Sitzungen hatten. Die Qualität vom Training und die Einstellung waren gut, das ist wichtig – auch bei Spielern, die nicht so oft spielen, denn da will ich auch sehen, dass sie mir zeigen, dass sie auch spielen müssen.“

Über die öffentliche Diskussion, die ihn als Cheftrainer von Borussia Dortmund in Frage stellt, lässt er sich zwar nichts anmerken („Das gehört dazu, ich bin es nicht anders gewohnt. Schon als Spieler habe ich gesehen was mit meinem Trainer passiert ist und jetzt bin ich seit langem Trainer und ich weiß, dass das passiert.“), aber er machte keinen Hehl über die schwere Enttäuschung nach dem letzten Revierderby und dem immer größer werdenden Druck, den er und die Mannschaft dabei verspüren. „Natürlich war das ein großer Schock, das habe ich selbst erlebt, das habe ich bei unseren Fans gesehen und auch bei meinen Spielern direkt danach in der Umkleidekabine. (…) Ich muss schon sagen, dass mir das glücklicherweise noch nicht sehr oft passiert ist. Ich habe bei kleineren Vereinen angefangen, in denen man mal gegen den Abstieg gekämpft hat. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass das ein anderer Druck ist – schlimmer.“ (Bijan Yaghoubi) 





 

 

 

„Wir müssen alles geben um das Spiel morgen zu gewinnen“ 

Das "Ruhrpottderby" ist das Spiel der Spiele für alle Fans, das seit eh und je stark polarisiert. Aber es ist in diesem Fall auch das Spiel, das die Fans für Vieles aus der jüngsten Vergangenheit entschädigen kann. „Völlig egal, wie beschissen es aktuell auf dem Platz läuft und völlig egal, wie die Vorzeichen sind, was zählt, ist ein Sieg gegen die Blauen !“ ist der klare Auftrag von den Fans aus der Südtribüne an die Mannschaft. Peter Bosz hat einen Plan für das wichtige Spiel. 

Es ist das erste Derby des niederländischen Cheftrainers gegen den Reviernachbarn aus Gelsenkirchen – und nach Meinung Vieler möglicherweise auch das letzte. Die Misserfolgserie der vergangenen Wochen lässt den Trainerstuhl wackeln, teilweise wird schon öffentlich über die Nachfolge des jetzigen BVB-Trainers diskutiert. Das weiß auch Peter Bosz, der es aber als eine Herausforderung betrachtet, die Mannschaft aus der Krise zu führen. Der mögliche Verlust seines eigenen Postens als Cheftrainer beim BVB beschäftige ihn zurzeit überhaupt nicht. „Ich bin Fußballtrainer. Ich weiß, dass das passieren kann und dass das auch bei großen Vereinen in der Vergangenheit sehr oft passiert ist. Aber das ist etwas, womit ich mich nicht beschäftige. Ich fokussiere mich nur auf das Spiel von morgen.“

Die Möglichkeit, ob der in letzter Zeit sehr überzeugende Christian Pulisic im Derby einsetzbar ist, entscheidet sich erst im Abschlusstraining.

Unter anderem wird in der Öffentlichkeit gemunkelt, dass die Spieler körperlich nicht auf Top-Niveau seien und dass das auch die mögliche Ursache für die vielen Niederlagen sein könnte. Peter Bosz sieht die Probleme allerdings woanders: „Das ist mir zu einfach. Zu Beginn der Saison, als wir physisch noch nicht so gut waren wie jetzt, haben wir das 90 Minuten durchgehalten. Wir haben oft zum Ende der Spiele noch Tore erzielt. Also da haben wir schon gezeigt, dass unsere Kondition gut war. Was ich allerdings bei meiner Mannschaft sehe ist, dass bei einem Rückschlag durch ein Gegentor – wie es zum Beispiel bei den letzten beiden Spielen der Fall war – die Enttäuschung sehr groß ist. Das darf so nicht passieren, da muss der Kopf oben bleiben und es muss weitergehen. Ich glaube eher, dass das ein größeres Problem ist als das Körperliche.“


Für ihn ist es wichtig, das Rad wieder umzudrehen und das offensichtlich mentale Problem bei den Spielern zu lösen. Dabei spricht er allen voran den Mannschaftsgeist und den Zusammenhalt an, den eine Mannschaft braucht. „Ein Sieg gibt das Vertrauen, das die Spieler brauchen. Wir haben am Anfang gezeigt, dass wir gut Fußball spielen können, dass wir kämpfen können, dass wir aus einer guten Organisation herausspielen können. Was man jetzt braucht ist ein Sieg. Das klingt vielleicht ganz einfach, aber das ist das wofür wir alle – Spieler und Trainer – zusammen kämpfen müssen. (…) Wir haben auch gegen Top-Mannschaften wie Tottenham Hotspur lange Zeit sehr gut gespielt. Es ist nur wichtig, dass am Ende der 90 Minuten auch ein Sieg dabei herausspringt.“

Es gibt gegen die Königsblauen einen genauen Plan, den er aber nur im Kreise seiner Mannschaft besprechen möchte. (Bijan Yaghoubi) 






 

„Wir haben wieder ein Gegentor kassiert, das etwas mit dem Selbstvertrauen der Spieler zu tun hat. Das darf nicht sein.“ 

Seit einer gefühlten Ewigkeit hat Borussia Dortmund wettbewerbsübergreifend kein Spiel mehr gewinnen können. Die gute Nachricht ist, dass diese Niederlage gegen Tottenham keinen erheblichen Einfluss auf Borussia Dortmunds Zukunft im europäischen Wettbewerb haben dürfte. Die schlechte Nachricht sind jedoch einige erneute Narben, die dieses Spiel hinterlassen hat. 

Es war von vornherein klar, dass der BVB auf das Erreichen des Achtelfinals der UEFA Champions League nur noch theoretische Chancen hatte. Dass diese Theorie sich fern jeglicher Realität abspielte, wusste auch der härtest gesottene Fan. Es ging nur noch darum, den 3. Platz in der Gruppenphase und somit die Qualifikation für die Europa League zu sichern. Dank des hohen 6:0-Sieges von Real Madrid gegen den direkten Konkurrenten APOEL Nikosia sollte die Qualifikation durchaus erreichbar sein. Doch in diesem Champions League Spiel ging es nicht nur um Punkte, es ging vor allem darum, sich durch einen Erfolg gegen Tottenham Hotspur den Frust der vergangenen Wochen von der Seele zu spielen. Sehr zum Leidwesen aller Schwarz-Gelben hat das nicht geklappt. Trotz eines recht guten Beginns und der 1:0-Führung durch Pierre Emerick Aubameyang wurden die Akteure von Peter Bosz zunehmend nervöser und kassierten durch 2 individuelle Fehler die Gegentreffer, die die nächste Niederlage des BVB einläuteten. „Wenn man das Spiel heute wieder gesehen hat, dann hat man auch gesehen, wie wir bei unseren Gegentoren verteidigt haben. Und das ist nicht gut“ fiel die kurze und durchaus selbstkritische Analyse von BVB-Cheftrainer Peter Bosz dazu aus.

Roman Bürki hielt den BVB durch überragende Paraden mehrfach im Spiel, musste aber in der Nachspielzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Er sieht die Gründe weniger im physischen als mehr im psychischem Bereich seiner Spieler: „Da fehlt es uns nicht an Kondition. Wir haben wieder ein Gegentor kassiert, das etwas mit dem Selbstvertrauen der Spieler zu tun hat. Das darf nicht sein. (…) Jedes Mal versucht man die Mannschaft für das nächste Spiel wieder aufzubauen, was uns auch immer wieder gelingt, aber dann ist es enttäuschend, wenn man am Ende des Spiels das Resultat sieht.“  In diesem Zusammenhang betrachtete er das anstehende Spiel gegen den Dauerrivalen FC Schalke 04 als den rettenden Anker für seine Mannschaft. „Ich glaube, dass das Derby am Samstag das Beste ist, das uns passieren kann. Alle Spieler, die schon etwas länger in diesem Verein sind, wissen, wie wichtig das ist – vor allen Dingen auch für unsere Fans. Für mich ist es super, dass das Spiel am Samstag ist.“

Dass diese Niederlagenserie auch Unruhe eben bei jenen Fans erzeugt hat und sein Trainerdasein beim BVB immer mehr in Frage stellt, weiß auch der Niederländer: „Ich weiß, dass es wichtig ist, wenn man bei einem großen wie dem BVB Trainer ist, dann muss man gewinnen. Und wenn na das für eine längere Zeit nicht schafft, dann ist Druck da. Das weiß ich und deshalb ist das Derby auch sehr wichtig.“ (Bijan Yaghoubi) 






Eine harte Belastungsprobe

Die mittlerweile seit mehreren Wochen andauernde Krise bereitet den Verantwortlichen und Fans von Borussia Dortmund großes Kopfzerbrechen. Nur 1 Punkt aus den letzten 5 Bundesligaspielen und das vorzeitige Ausscheiden aus der UEFA Champions League entspricht nicht mal ansatzweise den Zielen und Vorstellungen der Westfalen. Der BVB hat aber auch mit weiteren Problemen zu kämpfen. 

Papa Sokratis zog sich im Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart einen Rippenknorpelbruch zu und wird gegen Tottenham fehlen.

Es ist zurzeit nicht gerade das schönste Gefühl, das man als Fan von Borussia Dortmund verspürt. In den sozialen Netzwerken sind die Enttäuschungen und der Frust vieler über die Krise deutlich zu merken. Zwar gibt es einige, die positiv denken und sagen: „Es kommen auch bald wieder bessere Zeiten. Gemeinsam stehen wir das durch“, doch die Mehrheit sucht nach den Ursachen der Krise. Und genau diese Ursachenforschung fällt sehr vielschichtig aus. Die einen machen BVB-Cheftrainer Peter Bosz für die Misere verantwortlich, andere gehen sogar noch einen Schritt weiter und kritisieren den Vorsitzenden der Geschäftsführung Hans-Joachim Watzke z.B. dafür, dass er Ex-Trainer Thomas Tuchel vorzeitig von seinem Vertrag beim BVB entbunden hat. Wieder andere sehen die Probleme bei Torhüter Roman Bürki und im Verhalten der Abwehr. Und genau dort sind die Sorgenfalten noch größer geworden. Bei der aus BVB-Sicht sehr enttäuschenden 2:1-Niederlage gegen den VfB Stuttgart zog sich Innenverteidiger Papa Sokratis einen Rippenknorpelbruch zu, sodass er im Champions League Spiel gegen Tottenham Hotspur fehlen wird. Nun muss Cheftrainer Peter Bosz wieder etwas tun, das er eigentlich nicht mag, und zwar erneut in der Abwehr rotieren. Es gilt das Fehlen sowohl von Lukasz Piszczek auf der rechten Abwehrseite als auch das von Papa Sokratis im Abwehrzentrum jeweils zu kompensieren – keine leichte Aufgabe für den Niederländer und sein Trainerteam.

Zusätzlich melden mehrere Medien, wie z.B. das Sportmagazin Kicker, den Wechsel von BVB-Chefscout Sven Mislintat in die Premiere League zum FC Arsensal. Sven Mislintat ist seit 2007 für den BVB tätig, fädelte seitdem viele wichtige Transfers ein und war somit ein wichtiger Bestandteil für die Erfolge von Borussia Dortmund über die letzten Jahre. (Bijan Yaghoubi) 




„Die Herausforderung das wieder zu drehen, ist viel größer und das werden wir schaffen !“

BVB-Cheftrainer Peter Bosz sieht sich in der Pflicht, die Erfolglosigkeit beim BVB zu beenden und spricht dabei auch gewisse Probleme an. 

Borussia Dortmunds Ergebniskrise hält nach wie vor an. Nur ein einziger Punkt aus den letzten 4 Bundesligapartien entspricht zurzeit nicht ansatzweise den Ansprüchen des derzeitigen Tabellendritten. Und wenn man sich jene Tabelle etwas genauer ansieht, dann stellt man fest, dass der Abstand von 6 Punkten auf den Tabellenführer FC Bayern München genauso groß ist, wie auf den derzeitig Tabellenvierzehnten Hertha BSC. Der 5-Punkte-Vorsprung auf die Bayern verwandelte sich binnen kürzester Zeit in einen 6 Punkte-Rückstand. Die Angst, weiter ins tabellarische Niemandsland abzurutschen, wird immer größer und dementsprechend wachsen die Nervosität und der Druck bei den Verantwortlichen. „Man weiß, wenn man nicht gewinnt, dann wird der Druck da sein“, sagte dazu BVB-Cheftrainer Peter Bosz. „Man hat gesehen, dass sich das in 3 Wochen sehr schnell geändert hat. Es begann nach der Länderspielpause mit dem 1. Heimspiel gegen RB Leipzig. Das spürt man. (…)    Nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Spielweise haben mich nicht sehr froh gemacht!“ Ursachenforschung für die Gründe der momentanen Erfolgslosigkeit wurde in der Öffentlichkeit und bei den Fans betrieben.

Unter anderem steht die Abwehr des BVB in der Kritik. Die Innenverteidiger seien oft zu langsam um das „System Bosz“, welches aus hoher Verteidigung und aggressivem Gegenpressing besteht, richtig umzusetzen. Viel zu leicht sei man durch einen einfachen langen Pass des Gegners in die eigene Schnittstelle auszutricksen, sodass Borussias Abwehrspieler ihren Gegenspielern oft nur hinterherlaufen können. Mannschaftskapitän Marcel Schmelzer nimmt dazu sich und seine Mannschaftskameraden in die Pflicht. „Wir Spieler sollten uns nicht hinter der aufgeregten System- oder Taktik-Diskussion verstecken, die in der Öffentlichkeit geführt wird", sagte er gegenüber dem Sportmagazin Kicker.

Lukasz Piszczek wird dem BVB wegen einer Verletzung des Außenbandes im rechten Knie für längere Zeit fehlen.

BVB-Cheftrainer Peter Bosz sieht vorrangig die vielen Ausfälle und Zwangsrotationen als Hauptproblem in der BVB-Defensive:  „Wir haben (in der Abwehr) schon oft gewechselt. Das ist nicht mein Stil. Normalerweise würde ich gerne mit einer Mannschaft spielen, in der man vielleicht mal einen oder 2 Spieler rotiert, aber nicht so oft, wie wir es leider getan haben.“ Dabei spricht er den derzeitigen Ausfall von Lukasz Piszczek auf der rechten Abwehrseite an, der sich im Oktober beim WM-Qualifikationsspiel der polnischen Nationalmannschaft gegen Montenegro eine Verletzung des Außenbandes im rechten Knie zugezogen hat. Der Außenverteidiger fehlt dem BVB wohl noch für längere Zeit und wird gegenwärtig durch den gelernten Innenverteidiger Marc Barta ersetzt. 

Die steile Karriere des Hannes Wolf

Voller Einsatz in einem Spiel gegen Westfalia Wickede: Hannes Wolf im Trikot des Aplerbecker SC 09 (Foto: ASC 09 Dortmund)

Für Borussia Dortmund geht es in Stuttgart nicht nur um wichtige 3 Punkte, sondern man freut sich auch auf ein Wiedersehen eines alten Bekannten. Der heutige Cheftrainer des VfB Stuttgart Hannes Wolf war nicht nur U17- und U19-Trainer beim BVB, sondern auch bei Dortmunds Fußball-Amateurmannschaften ein bekanntes und gern gesehenes Gesicht. Der gebürtige Bochumer spielte nämlich schon in seiner Jugend beim TuS Eichlinghofen, bei Rot-Weiß Barop und beim TSC Eintracht Dortmund. Nach einigen weiteren Zwischenstationen wechselte er 2006 als Spielertrainer zum heutigen Oberligisten Aplerbecker Sport-Club 09 Dortmund und leistete dort in nur 2 Jahren einen wesentlichen Beitrag zum Aufstieg von der Bezirksliga bis in die Verbandsliga Westfalen (Westfalenliga).

Hannes Wolf (Mitte) wird von seinen Mitspielern beglückwünscht. (Foto: ASC 09 Dortmund)

Aber auch als Trainer der U17 von Borussia Dortmund verspürte Hannes Wolf nach wie vor eine große Lust neben seiner eigentlichen Tätigkeit die Fußballschuhe nochmals zu schnüren. So spielte er 2014 für den von Kevin Großkreutz unterstützten Kreisligisten VfL Kemminghausen. Im damaligen Relegationsspiel gegen die SG Massen leistete er mit 2 erzielten Treffern einen wichtigen Beitrag zum Aufstieg des Vereins in die Bezirksliga. Nur 2 Jahre später wurde der heute 36-Jährige Cheftrainer des VfB Stuttgart, mit dem ihm auf Anhieb der Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse des deutschen Fußballs gelang – der 1. Fußballbundesliga. 









 


Borussia Dortmund - FC Bayern München 1 : 3

Für eine weiter schwächelndes Borussia aus Dortmund gerät das Bundesliga-Topspiel des elften Spieltags zu einer bayrischen Machtdemonstration. Der in allen Belangen überlegene Rekordmeister distanziert seinen ärgsten Verfolger beim 1:3 (0:2) aus Dortmunder Sicht deutlich Hier sehen Sie die PK nach dem Spiel !

 

Es ist neben dem Revierderby schon über die letzten Jahre der größte Bundesligaklassiker mit der größten Anziehungskraft. Obwohl der derzeitige Tabellenzweite auf den Spitzenreiter und amtierende Deutschen Meister trifft, sind die Vorzeichen für dieses Treffen aus Dortmunder Sicht nicht gerade rosig. Dennoch rechnet sich BVB-Cheftrainer Peter Bosz gute Chancen aus und nennt auch den Hauptgrund für die Erfolgslosigkeit in den letzten Spielen des BVB.

Die Ausgangslage könnte für Borussia Dortmund eigentlich nicht schlechter sein: während die Bayern unter ihrem neuen, alten Cheftrainer Jupp Heynckes von Sieg zu Sieg eilen, dümpelt der BVB derzeit in einem Tal der Erfolgslosigkeit rum. In den letzten Pflichtspielen – wenn man mal vom Pokalspiel gegen den 3.Ligisten FC Magdeburg absieht – blieben die Westfalen wettbewerbsübergreifend in den letzten 6 Spielen unter ihren Erwartungen. Dennoch möchte Peter Bosz das Wort mit K wie Krise nicht in den Mund nehmen: „Wenn man in Holland von einem „K-Wort“ spricht, dann meint man etwas Anderes. Das ist etwas sehr Böses !“ sprach er und lächelte dabei verschmitzt. „Es ist alles für ein Spitzenspiel da. (…) Wenn wir das Spiel gewinnen, dann sind wir wieder Tabellenführer und dann kann man auf einmal das Gefühl wieder drehen. (…) Wir werden alles dafür tun, was wir können.“

Wenn man sich allerdings noch einmal das Champions-League-Spiel gegen APOEL Nikosia vor Augen führt, dann konnte man den Eindruck gewinnen, dass der BVB speziell in der 2. Halbzeit sehr verunsichert wirkte und nicht in der Lage war, mit dem Druck – nach dem Ausgleichstreffer der Zyprer unbedingt noch ein Tor schießen zu müssen - umgehen zu können. Es entstand schon mal der Eindruck, als wirkten die Spieler in einigen Situationen etwas verkrampft. Peter Bosz vertritt allerdings die Philosophie, Druck in positive Energie umwandeln zu müssen: „Druck ist bei Borussia Dortmund immer da. Wenn man - so wie wir - die letzten Spiele nicht gewinnt, dann erhöht sich der Druck, das gehört dazu. Und wenn man dazu auch gegen Bayern spielt, dann ist da auch wieder Extradruck, aber da muss man als Spieler oder Trainer von Borussia Dortmund mit umgehen können. (…) Mit Druck muss man besser spielen und nicht verkrampfen und schlechter spielen. Ich glaube, dass der Druck uns nur helfen kann.“

Nichtsdestotrotz sieht der BVB-Cheftrainer die Ursache für die Erfolgslosigkeit in den letzten Spielen weder in seinem Spielsystem, noch in der Abwehr, noch in der Moral der Mannschaft. „Wenn wir unsere Chancen, die wir uns herausspielen, besser nutzen, dann wird es schon viel einfacher. Wenn man sich das letzte Spiel (gegen APOEL Nikosia, Anmerkung der Redaktion) 90 Minuten lang angeschaut hat, dann kann man sagen, dass wir uns einige richtig gute Torchancen herausgespielt haben. Die müssen wir nutzen. Das hilft der Mannschaft und auch jedem einzelnen Spieler. Um es ganz einfach zu sagen: den Ball reinhauen !“

Es gilt also den Frust der vergangenen Spiele aus den Köpfen der Spieler zu bekommen und sich auf die positiven Aspekte der Mannschaft zu fokussieren. „Wir waren zu Beginn der Saison sehr dominant, wir haben sehr guten Fußball gespielt und sehr viele Tore geschossen. Wir sind in der Bundesliga immer noch die Mannschaft, die die meisten Tore geschossen hat. Das war wichtig. Jetzt sieht man, dass es etwas schwieriger wird, diese vielen Chancen, die wir immer noch bekommen, zu nutzen. (…) Ich glaube nicht, dass wir ein Mentalitätsproblem haben. Ich glaube schon, dass das Ausnutzen der Torchancen das Wichtigste ist.“ (Bijan Yaghoubi)



 

 

Borussia Dortmund – APOEL Nikosia 

„Wir hätten zuhause gegen Nikosia gewinnen müssen !“ 

Es war eine enttäuschende Leistung des BVB, die sie im Champions League-Spiel gegen APOEL Nikosia zeigte und bei weitem nicht ihren Ansprüchen entsprach. Der Knoten will beim BVB einfach nicht platzen. 

Peter Bosz wirkte durchaus geknickt als er den Presseraum betrat um sich den Fragen der Journalisten zu stellen. Es ist sicher, dass er dabei in dieser Saison zum vorletzten Mal eine dunkelblaue Sponsorenwand im Hintergrund und ein dunkelblaues Pappschild mit der Aufschrift „UEFA Champions League“ vor sich wiederfinden wird.

Dabei schien es zu Beginn des Spiels nur eine Geduldfrage zu sein, wann der BVB es schaffen sollte, den tiefstehenden 5-4-1 Defensiverbund der Zyprer zu überwinden, so groß schien die Überlegenheit der Schwarz-Gelben. Und dann war es soweit: nach einem schönen Pass von Shinji Kagawa in den Laufweg von Raphael Guerreiro im Strafraum des Gegners hatte dieser keine Mühe das wohlverdiente 1:0 für die Borussia zu erzielen. Der Knoten schien geplatzt zu sein, der Frust aus den vergangenen Spieltagen schienen sich die Borussen nun von der Seele zu spielen.

Peter Bosz: „Wenn wir einen Sieg erlangen, wird alles viel einfacher !“

Doch daraus wurde nichts. Nachdem man unmittelbar nach dem Führungstor noch einige gute Chancen nicht nutzen konnte, wirkten die Borussen immer unsicherer. Je länger das Spiel andauerte, desto schwerfälliger tat sich die Borussia. Die Unsicherheit war den Spielern ins Gesicht geschrieben. Es gab im fortlaufenden Spiel immer weniger Ideen um Räume zu kreieren, nur äußerst selten schaffte man es, den entscheidenden Pass in die Tiefe zu spielen und wenn, dann erreichte er nur viel zu selten seinen Adressaten. Also spielte man in den meisten Fällen immer wieder nach hinten, sodass die Innenverteidiger Papa Sokratis und Ömer Toprak, aber auch Keeper Roman Bürki sich immer mehr zu den Hauptakteuren des BVB entwickelten. Kaum jemand hatte noch den Mut den öffnenden Pass in die Tiefe zu spielen. Das Spiel der Borussia wirkte immer schwerfälliger und lethargischer und man nahm immer mehr das Tempo heraus. 

Peter Bosz: „Kopf hoch und weitermachen! Das ist das Einzige, das wir tun müssen.“

Und kurz nach Beginn der 2. Halbzeit kam das was kommen musste. Nach einem Fehler von Marc Bartra auf der rechten Seite schalteten die Spieler von APOEL Nikosia schnell um und leiteten den Konter ein, den Pote zum 1:1-Ausgleichstreffer vollenden konnte. Der BVB versuchte nun mit der Brechstange den wichtigen Führungstreffer zu erzielen, doch je länger das Spiel andauerte, desto schwieriger tat sich die Mannschaft von Peter Bosz, sodass es beim für die Ansprüche des BVB absolut unzureichenden Unentschieden blieb. „Wir hätten zuhause gegen Nikosia gewinnen müssen“, sagte dazu Borussia Dortmunds Cheftrainer nach dem Spiel.“Wenn man dann auch die letzten Spiele nicht gewonnen hat, dann nagt das auch am Selbstvertrauen der Spieler. Die Enttäuschung der Spieler hat man auch nach dem Gegentor sehr genau gesehen. Das kann ich verstehen, aber es muss weitergehen.“

Die BVB-Fans müssen sich weiter in Geduld üben, bis der Knoten endlich platzt. Es bleibt nach dem Auftritt gegen Nikosia mittlerweile sehr fraglich, ob Peter Bosz bei zukünftigen Pressekonferenzen hinter sich eine dunkelgrüne Sponsorenwand und vor sich ein Pappschild mit der Aufschrift „UEFA Euro League“ wiederfinden wird. 

(Bijan Yaghoubi)














Borussia Dortmund - APOEL Nikosia

Es wird Zeit, den Schalter wieder umzulegen 

Seit der 2. Halbzeit im Bundesligaauswärtsspiel gegen den FC Augsburg am 7. Spieltag tut sich der BVB mit seinen Gegnern recht schwer. Man befindet sich nicht nur in der Bundesliga in einer Ergebniskrise, sondern erfüllte bislang auch nicht die Erwartungen in der UEFA-Champions-League. Im Spiel gegen APOEL Nikosia in Zypern enttäuschte man mit einem mageren 1:1 und vergab somit quasi die letzte Chance sich doch noch für das Achtelfinale zu qualifizieren.

Wenn man noch zu Beginn der Bundesligasaison gesagt hätte, dass die Borussia nach dem 10. Spieltag mit lediglich 3 Punkten Rückstand auf die Bayern den 2. Tabellenplatz belegen sollte, dann wäre jeder BVB-Fan in Anbetracht dessen vollends zufrieden gewesen. Doch die Tatsache, dass man in der Liga aus den letzten 3 Spielen lediglich einen Punkt geholt hat und in der UEFA Champions-League weit hinter den Erwartungen herhinkt, lässt eine gewisse Unruhe einkehren. Die Ursachen für die Erfolgslosigkeit in den letzten Spielen – bis auf die Ausnahme im Pokalspiel gegen den FC Magdeburg – hat in der öffentlichen Wahrnehmung viele Gründe :

Peter Bosz sieht mangelnde Aggressivität im Gegenpressing und einfache Ballverluste seiner Mannschaft als Ursache für die Niederlage gegen Hannover 96: „Wir haben heute schlecht gespielt und Hannover hat zurecht gewonnen.“

Man sieht zum Beispiel das „System Bosz“ als Ursache für die Misere, da die Abwehr viel zu hoch verteidige und jeder Pass des Gegners hinter die Linie der Abwehr immer sofort für immense Gefahr sorgen würde. Diese Spielweise des BVB sei viel zu anfällig für schnelle Konter der Gegner und oftmals Ursache für die schlechten Resultate. Man spricht davon, dass der „Code des Systems Bosz“ leicht zu knacken sei und stellt die Arbeit des Trainers in Frage.

Andere sehen deutliche Schwächen im Offensivspiel der Borussia. Pierre Emerick Aubameyang, der in der Torschützenliste nach wie vor ganz weit oben steht, hätte in den letzten Partien sehr unauffällig gewirkt. Gegen Hannover 96 vergab unter anderem  Andrij Yarmolenko eine Riesentorchance, die die 2:1-Führung für den BVB bedeutet hätte und somit das Spiel möglicherweise in eine andere Richtung gelenkt hätte.

Ebenso habe sich die Borussia gegen Hannover im Aufbauspiel nach vorne sehr schwer getan. Man sei nicht in der Lage gewesen gegen die 96er den eigenen Stempel aufzudrücken und verursachte im Mittelfeld sehr viele Fehlpässe. Den Borussen hätte es unter anderem an der nötigen Aggressivität gefehlt sich gegen die sehr eng stehenden und körperbetont spielenden Hannoveraner durchzusetzen.

Auch in der UEFA-Champions-League dürfte das gesetzte Ziel, die Runde der besten 16 Teams in Europa zu erreichen, nahezu ausgeschlossen sein. Es gilt also im kommenden Champions-League-Spiel gegen APOEL Nikosia einiges wiedergutzumachen. Ein Sieg gegen die Zyprer wäre nicht nur extrem wichtig um sich die Chancen zur Qualifikation für die Europa-League zu wahren, sondern auch um sich das nötige Selbstvertrauen im darauffolgenden Bundesligaspiel gegen den FC Bayern München zu holen. Denn das Spiel gegen die wiedererstarkten Bayern dürfte mehr als schwierig werden. (Bijan Yaghoubi)





Hannover 96 - Borussia Dortmund


„Er ist zwar erst 18 Jahre alt, aber ein sehr, sehr talentierter Spieler.“ 


Der letztlich deutliche 5:0-Sieg im DFB-Pokalspiel gegen den FC Magdeburg war nicht nur wichtig für das Selbstvertrauen der Borussen, sondern überraschte auch mit einem Newcomer, der sowohl ein Tor vorbereitete als auch eins selber schoss.

Alexander Isak gilt als ein sehr talentierter Perspektivspieler beim BVB.

Alexander Isak wechselte im Januar 2017 als Perspektivspieler vom schwedischen AIK Solna zu Borussia Dortmund. Zu der Zeit zählte er allerdings nicht unbedingt zu den Wunschkandidaten des damaligen BVB-Cheftrainers Thomas Tuchel. Bis auf die letzten 15 Minuten im Pokalspiel gegen die Sportfreunde Lotte in der letzten Saison konnte der schwedische Fußballspieler mit eritreischen Wurzeln noch keine Pflichtspieleinsätze für Borussia Dortmund verbuchen. Er gilt als Perspektivspieler bis er beim 5:0-Sieg im Pokalspiel gegen den FC Magdeburg mit einer Torvorlage und einem Treffer zum ersten Mal richtig auf sich aufmerksam machte. Trotz der guten Leistung von Alex Isak in Magdeburg stellt BVB-Cheftrainer Peter Bosz ihn jedoch nicht auf eine Stufe mit Sturmstar Pierre Emerick Aubameyang: „Aubas Schatten (auf Alexander Isak) ist sehr groß, da Auba schon seit Jahren ein sehr wichtiger Spieler für Borussia Dortmund ist. Isak ist sehr jung, gerade 18 jahre alt und noch nicht eine komplette Saison beim BVB. Er muss noch sehr viel lernen, aber er ist ein sehr talentierter Spieler. Das sieht man, das hat er auch gegen Magdeburg gezeigt. Jede Minute, die er spielen kann, ist für ihn und seine Entwicklung sehr wichtig. Ich habe in den 3 bis 4 Monaten, in denen ich jetzt hier bin, eine Entwicklung bei ihm feststellen können wie er mit seinem Körper arbeitet. Zu Beginn der Saison war es noch ein bisschen weich, er wird jetzt stärker - das ist auch normal – und bekommt ein bisschen mehr Erfahrung. Jedes Training, das er gegen unsere Innenverteidiger absolviert, sorgt dafür, dass er ein besserer Spieler wird. Wir müssen mit solchen Spielern Geduld haben. Die Spieler haben selbst einen großen Drang, aber das braucht Zeit, vor allen Dingen in der Bundesliga. Er ist zwar erst 18 Jahre alt, aber ein sehr, sehr talentierter Spieler.“ (Bijan Yaghoubi)



 







1. FC Magdeburg - Borussia Dortmund

"Auba ist immer noch da und fit !"

Die abrupte Erfolgslosigkeit der Borussia in den letzten Spielen offenbarte einige Probleme. Hauptkritikpunkt ist zurzeit die Abwehr des BVB, die wegen vieler verletzter Spieler nach wie vor dezimiert ist. Darüber hinaus geriet auch ein anderer Spieler in letzter Zeit immer mehr in die Kritik.

Pierre Emerick Aubameyang genießt nach wie vor das volle Vertrauen von Peter Bosz.

Er ist Torschützenkönig der letzten Saison und führt mit bislang 10 Treffern auch in dieser Saison die Torschützenliste knapp vor Robert Lewandowski an. Seine besondere Eigenschaft ist seine Schnelligkeit, die nahezu jedem Abwehrspieler Schwierigkeiten bereitet. Pierre Emerick Aubameyang ist das Aushängeschild von Borussia Dortmund und für gewöhnlich der Garant für viele Tore und auch die Erfolge von Borussia Dortmund. Doch geriet auch er nach den letzten erfolglosen Spielen des BVB in die Kritik. „Nicht nur die Abwehr mit ihren vielen verletzten Spielern stellt zurzeit ein Problem dar, auch Auba dürfte vorne ruhig mal wieder öfter treffen !“ ist eine Aussage, die zurzeit häufiger zu hören ist. BVB-Cheftrainer Peter Bosz sagte mal, dass er froh darüber sei, über einen großen und breit aufgestellten Kader zu verfügen, da es nicht möglich sei, den hohen Belastungen der Englischen Wochen mit nur 11 Spielern gerecht zu werden. Dennoch kommt für ihn eine Pause für den Sturmstar gegenwärtig nicht in Frage. „Also, momentan versuchen wir vielen Spielern auch Pausen zu ermöglichen. Man muss schauen, welche Positionen neu besetzt werden müssen und man muss schauen, wer diese jeweiligen Positionen ausfüllen könnte. Die Frage ist aber auch: Braucht er eine Pause ?  Wäre es sinnvoll ihm eine Pause zu geben, nur weil er einige Chancen nicht nutzen konnte ? Ich glaube nicht, denn andererseits ist er ja überhaupt dazu gekommen, derartige Chancen zu kreieren. Außerdem sehe ich auch seine Werte, die belegen, dass er absolut fit ist. Er hilft der Mannschaft, wenn es darum geht, den Gegner unter Druck zu setzen und mit seinen Laufwegen zum gegnerischen Tor sorgt er immer noch für sehr viel Gefahr. Das einzige Problem ist, dass er die Chancen nicht immer nutzt. Aber er ist immer noch da, er ist fit, sodass ich meine, dass sich diese Frage zurzeit nicht stellt.“  (BY)






Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund

„Wenn man gewinnt ist alles einfach ! Aber jetzt kommt es darauf an !“

 Die letzte zwei Spiele des BVB enttäuschten die Fans und warfen einen Schatten auf den sonst so guten Saisonstart der Borussia. Peter Bosz sieht sich dadurch jetzt in einer Phase der Herausforderung als Cheftrainer.

Peter Bosz sieht sich in der Herausforderung, die Mannschaft wieder auf ein besseres Niveau zu bringen.

Pierre Emerick Aubameyang hatte in der letzten Aktion der Nachspielzeit im Championsleague-Spiel gegen APOEL Nikosia die Chance, doch noch den so immens wichtigen 2:1-Siegtreffer zu erzielen um somit eine Chance zum Erreichen des Achtelfinals zu wahren. Doch sein Kopfball konnte Nikosias Keeper Jordi Codina abwehren. Schluss ! Aus ! Vorbei ! Die Championsleague ist in dieser Saison für den BVB quasi Geschichte. Dementsprechend groß war auch die Enttäuschung sowohl bei den Fans als auch bei den Spielern. „Wenn die Resultate nicht so gut sind wie noch zu Beginn der Saison, dann sind die Spieler auch enttäuscht, das ist logisch“ gab auch BVB-Cheftrainer Peter Bosz zu. „Wichtig ist, dass wir den Schalter wieder umlegen und somit die Stimmung auch wieder gut wird. Und das schaffen wir mit guten Resultaten. Deshalb müssen wir versuchen in Frankfurt zu gewinnen.“ Rein statistisch gesehen dürfte es der BVB in Frankfurt jedenfalls sehr schwer haben, denn man schaffte es in den letzten 3 Jahren dort nicht zu gewinnen. Peter Bosz nahm diesen Umstand mit Humor: „Also, wir können es nicht schlechter machen als in den letzten 3 Jahren und das ist schon gut !“

Nichtsdestotrotz gab er zu, dass das Niveau der Mannschaft insgesamt nicht mehr dem Niveau zu Beginn der Saison entspräche und nannte dafür auch eine mögliche Ursache: „Ich habe die meisten Spieler 2 Wochen lang nicht gesehen. Das war die Zeit, in der sie mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren. Unmittelbar danach fanden die Spiele gegen Leipzig und Nikosia statt. Durch die enge Tacktung der Spiele hat man nicht so viel Zeit zu trainieren.“ Er sieht sich nun als Cheftrainer in der Herausforderung: „Wir wissen, dass wir das können, weil wir es schon gezeigt haben. Es ist wichtig, dass wir so schnell wie möglich dieses Niveau wieder erreichen.“  (BY)





Borussia Dortmund - RB Leipzig 2 : 3

 

„Aber wir werden das schaffen !“ 

Einsam zieht Borussia Dortmund in der Liga an der Tabellenspitze seine Kreise. 5 Punkte Vorsprung nach 7 Spieltagen ist ein Polster, das bislang nur dem Branchenprimus aus München bekannt sein dürfte. Dass aber auch der BVB zurzeit mit Problemen zu kämpfen hat, kann man nicht verschweigen. 

Lukasz Piszczek fällt wegen einer Knieverletzung für mehrere Wochen aus.

Alle Jahre wieder haben die Vereinstrainer mit den gleichen Problemen zu kämpfen: Die Terminkalender sind voll und die Belastungen für die Spieler, Physiotherapeuten und Trainer sind hoch. Man muss nicht nur die vielen Wettbewerbe mit Champions-League, DFB-Pokal und Bundesliga absolvieren, nein, man muss auch einen Großteil des Kaders für die jeweiligen Nationalmannschaften zur Verfügung stellen. In welchem Zustand die Spieler dann allerdings wieder zurückkehren, bleibt dann immer eine Überraschung. Auch Peter Bosz weiß davon ein Liedchen zu singen: „Es sind jedes Mal zwei Wochen, in denen man darum bangt, dass die Spieler wieder gesund zurückkehren.“ Und sein Bangen ist nicht ganz unbegründet, so wie man es z.B. bei Lukasz Piszczek sehen kann: durch eine Knieverletzung fällt der polnische Nationalspieler mindestens für mehrere Wochen oder gar Monate aus. Die Hinrunde dürfte für den Rechtsverteidiger somit gelaufen sein. Und gerade auf den Außenverteidigerpositionen ist der BVB zurzeit arg dezimiert. Neben Lukasz Piszczek fallen auch weiterhin Erik Durm, Marcel Schmelzer und auch Raphael Guerreiro aus. „Das ist nicht einfach. Dann überlegt man sich, wie man das machen will. Ändert man das System ? Das wäre möglich, weil es nicht mehr viele Spieler gibt, die die Außenverteidigerpositionen besetzen können. Aber wir werden das schaffen.“ Es bleibt Peter Bosz nur wenig Zeit um die richtige Lösung zu finden. (BY)





FC Augsburg - Borussia Dortmund

Borussias neue Kraft

Trotz der Niederlage im Champions League-Spiel gegen Real Madrid ist der BVB in der Bundesliga nach wie vor sehr erfolgreich. Sechs Spieltage wurden in der laufenden Saison gespielt und man steht mit bislang 5 Siegen und einem Remis an der Tabellenspitze. Großen Anteil am Erfolg haben unter anderem auch viele Neuzugänge des BVB, von denen einer ganz besonders in Erscheinung tritt.

Er ist 23 Jahre alt, 183 cm groß und 77 kg schwer und erlebt direkt in seinem ersten Jahr beim BVB einen Höhenflug. Die Rede ist von Maximilian Philipp, auch „Milli“ genannt, der neben Pierre Emerick Aubameyang beim BVB bislang erfolgreichster Torschütze ist. Im perfekten Zusammenspiel mit „Auba“ gelangen ihm sowohl gegen den 1. FC Köln als auch gegen Borussia Mönchengladbach jeweils 2 Tore. Daniel Carvajal, der es als Außenverteidiger von Real Madrid im Champions League-Spiel mit „Milli“ zu tun bekam, lobte den gebürtigen Berliner: „Er ist ein sehr guter Spieler mit tollen Leistungen.“

Auch Borussia Dortmunds Cheftrainer Peter Bosz ist sehr froh darüber, Maximilian Philipp zu seinem Kader zählen zu dürfen: „Ich bin mit Milli sehr zufrieden. In den ersten Bundesligaspielen arbeitete er sehr gut für die Mannschaft, hatte aber leider nicht getroffen. Dann kam das Spiel gegen Köln, in dem er 2 mal traf, ebenso später gegen Borussia Mönchengladbach. Da sieht man auch die Qualitäten von Milli. Er schießt viele Tore und spielt dabei gleichzeitig sehr mannschaftsdienlich. Er ist ein guter Spieler, von denen wir hier in Dortmund sehr viele haben.“





Trotz einer guten Leistung allen voran von Keeper Roman Bürki, der mehrmals überragend gehalten hat und mehrere Großchancen der Madrilenen zu Nichte machte, musste sich der BVB letztlich gegen einen technisch und spielerisch überlegeneren Gegner geschlagen geben.  












Borussia Dortmund - Real Madrid

Der BVB steht unter Zugzwang 

In der Liga läuft es wie am Schnürchen. Das „System Bosz“ bereitet der Borussia bislang einen furiosen Saisonstart, gewann bis auf das Remis in Freiburg alle Spiele und kassierte als einzige Bundesligamannschaft bislang nur ein Gegentor. Die unangefochtene Tabellenführung ist die logische Konsequenz. Es stellt sich nun die Frage, inwieweit der BVB auch in der UEFA Champions League gegen den amtierenden Sieger sein System durchsetzen kann.

Der vermeintlich ärgste Konkurrent in der Gruppenphase der UEFA Championsleague - Tottenham Hotspur - bezwang die Borussen im Londoner Wembley-Stadion deutlich mit 3:1, sodass der BVB nun unter Zugzwang steht. Wenn man als nächstes zuhause nicht punktet, dann droht das vorzeitige Aus im Wettbewerb und das gesetzte Ziel, das Achtelfinale zu erreichen, rückt in ferne Weiten. Und ausgerechnet jetzt muss der BVB gegen den amtierenden Championsleague-Sieger antreten – und das ist kein geringere als Real Madrid ! Rein statistisch gesehen kann sich die Bilanz des BVB gegen Real sehen lassen, denn die Spanier konnten bislang noch nie in Dortmund gewinnen. „Es waren immer sowohl zuhause als auch auswärts großartige und gute Spiele gegen Real Madrid“ sagte Mario Götze und fügte hinzu: „Champions-League ist aber keine Selbstverständlichkeit und auch kein Alltag. (…) Wir stellen uns auf ein sehr gutes und hartes Spiel ein. (…) Wir sind in einer sehr guten Verfassung und werden sehr selbstbewusst auftreten.“

Zwar dominierten die spanischen Teams wie Real Madrid, der FC Barcelona und auch Atletico Madrid  in den letzten Jahren die Champions-League, doch sieht Peter Bosz mittlerweile auch die Zeit reif für deutsche Teams: „Ich glaube schon, dass sich das dieses Jahr ändern kann. Bayern war in diesem Wettbewerb schon immer ein guter Vertreter und ich glaube, dass wir das auch sein können.“

Ein besonderes von Peter Bosz praktiziertes Stilmittel ist das extrem hohes Gegenpressing seiner Mannschaft, das die Gegner immer wieder zu Fehlern zwingt. Der 1. FC Köln und auch Borussia Mönchengladbach können jeweils ein Lied davon singen. Nichtsdestotrotz zeigten die letzten beiden Bundesligapartien, dass der BVB trotz der deutlichen Siege anfällig gegen Konter war, die aber nur die Gladbacher bislang einmal für sich nutzen konnten. Trotz der Räume, die im Rücken der Spieler durch aggressives Pressing entstehen, sieht Peter Bosz in seiner Spielweise auch gegen Real Madrid seine Möglichkeiten: „Das ist möglich, aber wir müssen es gut machen ! Und wenn wir es gut machen, dann ist es möglich. Und wenn wir es schlecht machen, dann sieht es auch schlecht aus, dann wird es ganz schwer.“ 







 

Drei Tage vor dem Duell mit Real Madrid hat Borussia Dortmund dem nächsten Bundesliga-Kontrahenten die Grenzen aufgezeigt. Im Borussen-Duell schickte der BVB Mönchengladbach mit einem empfindlichen 6:1 (3:0) nach Hause und spielte über lange Passagen spektakulären Offensivfußball

Es geht Schlag auf Schlag bei Borussia Dortmund. Nur 70 Stunden nach dem 3:0 beim Hamburger SV ist der Tabellenführer gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30 Uhr) erneut gefordert. Peter Bosz ist optimistisch: "Die Mannschaft hat Vertrauen, wir spielen guten Fußball und funktionieren als Team", sagte der BVB-Trainer auf der Pressekonferenz am Freitagmittag


Hamburger SV - Borussia Dortmund

Peter Bosz sieht noch Luft nach oben

Das Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln ist gerade erst vorbei, schon muss Borussia Dortmund zum nächsten Gegner - und der heißt Hamburger SV ! Die Hanseaten starteten zwar gut in die Saison, mussten sich aber zuletzt gegen Hannover und Leipzig jeweils mit 0:2 geschlagen geben. Der BVB dagegen steht ohne bislang einen Gegentreffer kassiert zu haben an der Spitze der Tabelle. Dennoch sieht Peter Bosz noch größeres Potenzial in seiner Mannschaft.

"Wir werden hier heute nicht mehr über den Videobeweis und den Protest nach dem Spiel gegen den 1. FC Köln sprechen !" Mit diesen Worten eröffnete Sascha Fligge, Pressesprecher von Borussia Dortmund, die Pressekonferenz, wohl wissend, dass es zur zeit nur ein großes Thema gibt, über das in ganz Fußballdeutschland gesprochen wird. Trotz der Tumulte, die es um das von "Papa" Sokratis erzielte 2:0 gegen den 1. FC Köln gab und es auch noch geben wird, war der BVB in dem Spiel die klar bessere Mannschaft und steht daher zur zeit verdient an der Tabellenspitze der Liga. "Ja, wir haben gute Spieler, wir haben intelligente Spieler, die es auch sehr gut machen", sagte Cheftrainer peter Bosz. "Trotzdem bin ich noch nicht zu 100 Prozent zufrieden, das muss auch noch besser werden. Aber wir machen das schon gut !" Das verlorene Spiel gegen Tottenham Hotspur schloss er dabei ausdrücklich mit ein: "Ich muss sagen, dass wir das in der Champions-League auch sehr gut gemacht haben, nur das Resultat war nicht sehr gut. Aber es ist nicht einfach - das weiß ich auch aus meiner Erfahrung - dass, wenn man so offensiv spielen möchte und hoch in der gegnerischen Hälfte steht, dann auch Räume im Rücken entstehen und dass man dann alles gut machen muss und Fehler schnell gefährlich werden."











Borussia Dortmund – 1. FC Köln

5 : 0 


Sieg des BVB mit Beigeschmack 

Wenn Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln gewinnt, dann fallen die Siege sehr deutlich aus ! Der letzte Sieg gegen die Rheinländer vom Dom ereignete sich am 25.03.2012 deutlich mit 6:1. Auch heute dominierte die Borussia gegen zunächst sehr kompakt auftretende Domstädter. Dennoch hatte das Spiel einen merkwürdigen Beigeschmack.

Mit 81.000 Zuschauern war das Westfalenstadion / der Signal-Iduna-Park zwar nicht ganz ausverkauft, aber die Zuschauer brauchten sich nicht über zu wenige Highlights bzw. Tore zu beschweren. Der Schlüsselmoment des Spiels ereignete sich kurz vor der Halbzeit, als „Papa“ Sokratis nach einem Eckball im gegnerischen Strafraum zum Kopfball hoch stieg und dabei vermeintlich eine Berührung mit Kölns Torhüter Timo Horn hatte. Das darauf gefallene Tor von „Papa“ wurde zwar zunächst aberkannt, dann aber nach Überstimmung durch den Videoassistenten doch gegeben. Diese Entscheidung sorgte für heftige Diskussionen. 


 

Borussia Dortmund - 1. FC Köln

„Wir müssen zuhause gegen Köln gewinnen !“ 

Nach der für ihre Ansprüche eher enttäuschenden Woche mit dem Remis in Freiburg und der doch sehr bitteren Niederlage gegen Tottenham Hotspur steht Borussia Dortmund ein wenig unter Druck seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Gerade im Spiel gegen Tottenham stand die Abwehr des BVB in der Kritik. Dennoch sieht Peter Bosz das Spiel gegen die Spurs auch positiv. 


Roman Bürki sah bei einigen Gegentreffern gegen Tottenham etwas unglücklich aus

Wenn der Tabellenführer der Fußballbundesliga auf das Schlusslicht der Tabelle trifft, dann sollte im Normalfall klar sein, wer der Favorit ist. Auf das kommende Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln mag dieser Umstand eher bedingt zutreffen, da zum einen die Bundesligasaison gerade mal erst 3 Spieltage alt ist, mit Marc Bartra, Marcel Schmelzer und wahrscheinlich auch Mario Götze auf Seiten des BVB 3 wichtige Spieler ausfallen und nicht zuletzt weil sich die Borussen in den letzten Jahren gegen die Truppe von Peter Stöger sehr schwer getan hat. Der letzte Sieg gegen die Rheinländer liegt schon über 5 Jahre zurück und fand am 25. März 2012 statt: damals gewann man glamourös mit 6:1 ! Seitdem verloren die Schwarz-Gelben 2 mal gegen die Domstädter und trennten sich 4 mal unentschieden. Doch eines einigt beide Teams: Im internationalen Wettbewerb verlor man zuletzt jeweils mit 1:3 gegen eine englische Mannschaft.

Ein gewohnter sicherer Rückhalt in der Innenverteidigung aber auch gegen Tottenham Hotspur etwas in die Kritik geraten: "Papa" Sokratis

Trotz der Kritiken der Abwehr sieht Peter Bosz auch positive Aspekte im Spiel seiner Mannschaft gegen Tottenham: „Es stimmt, dass wir in der 1. Halbzeit 2 Tore bekommen haben und das haben wir nicht gut verteidigt. Da gab es Duelle (Zweikämpfe), die wir deutlich hätten gewinnen müssen. Aber verteidigen bedeutet auch das, was davor passiert. Und das haben wir sehr gut gemacht. Bis auf die 2 Gegentore (…) haben die nicht einmal auf unser Tor geschossen. Das ist auch verteidigen und das haben wir sehr gut gemacht. Am Anfang der Saison war das noch nicht gut, da hatten wir Probleme gegen Rot-Weiss Essen oder den VfL Bochum, die da noch viel gefährlicher waren als Tottenham.“ (Bijan Yaghoubi)



SC Freiburg - Borussia Dortmund
Die Qual der Wahl
Der immer größer werdende Kader von Borussia Dortmund bedeutet zwar einerseits eine gewissen Sicherheit bei Verletzungsproblemen, stellt aber andererseits den BVB-Cheftrainer Peter Bosz vor neue Herausforderungen.
Eine Reihe guter Spieler stehen Peter Bosz für die kommenden Aufgaben zur Verfügung.
Der etwas spektakuläre Abgang von Ousmane Dembele wurde zwar sehr heiß diskutiert und bedeutete nach Aussagen von Hans-Joachim „Aki“ Watzke "einen schweren sportlichen Verlust" für die Borussia, dennoch verstand man es den dreistelligen Millionenbetrag, den man für Ous kassierte, sinnvoll in neue Spieler zu investieren. Andrij Yarmolenko von Dynamo Kiew, aber auch Jadon Sancho aus der Jugend von Manchester City und Jeremy Toljan von der TSG 1899 Hoffenheim als Perspektivspieler, sollen nun den Kader des BVB verstärken. Die Rückkehr der bis dato angeschlagenen Spieler Marcel Schmelzer für die linke Abwehrseite aber auch Julian Weigl im zentralen Mittelfeld stellt BVB-Cheftrainer Peter Bosz vor sogenannte „Luxusprobleme“. Einerseits gilt es den hohen Belastungen durch 7 Pflichtspiele in nur 3 Wochen gerecht zu werden und somit den hohen Belastungen gerecht zu werden und auf möglichst viele Spieler zu verteilen, aber andererseits nicht Gefahr zu laufen, gewisse Automatismen im Spielverlauf durch zuviel Rotationen zu verlieren. Peter Bosz hat dazu seine eigene Meinung: „Wir können nicht 7 Spiele in 3 Wochen mit nur 11 Spielern absolvieren. Dazu brauchen wir mehrere Spieler. Und wie ich gesagt habe: wir haben sehr gute Spieler in einem sehr großen Kader. Uns werden die vielen Spieler auf jeden Fall nützen.“
(Bijan Yaghoubi) 

 

Die Weste bleibt auch nach dem zweiten Spieltag weiß, Borussia Dortmund geht als Tabellenführer in die erste Länderspielpause der Saison. Im ersten Heimspiel schickte der BVB eine chancenlose Berliner Hertha am Samstagabend mit 2:0 (1:0) nach Hause. Wie in Wolfsburg dominierte der BVB die 90 Minuten, ließ defensiv wenig zu und setzte dank der individuellen Qualität der Einzelspieler die entscheidenden Nadelstiche.

 

Borussia Dortmund - Hertha BSC

Er war mit einer der besten und wichtigsten Spieler bei Borussia Dortmund – bis zu seinem Wechsel zu den Bayern im Jahr 2013 ! Mario Götze kam auch nach seiner Rückkehr zu Borussia Dortmund noch nicht so richtig in Tritt, spielte unter Thomas Tuchel nicht die bedeutende Rolle. Borussia Dortmunds neuer Cheftrainer Peter Bosz sieht in Mario Götzes sportlicher Zukunft durchaus Perspektiven.

Es war ein Tag vor dem so wichtigen Champions-League Halbfinale gegen Real Madrid, als Deutschlands größtes Boulevardblatt den Wechsel von Mario Götze zum FC Bayern München bekannt gab. Diese Nachricht traf damals jeden BVB-Fan tief ins Mark, denn Mario Götze war der Publikumsliebling schlechthin.

Mario Götze beim Training in Brackel

Nachdem er in München nicht so richtig Fuß fassen konnte, wechselte er wieder zurück an die Westfalenmetropole, was nicht unumstritten war. Denn gerade bei den hartgesottenen Fans und speziell bei den Ultras war seine Rückkehr sehr verpöhnt. Seitdem ist der 25-jährige Mittelfeldspieler sehr darum bemüht hier in Dortmund wieder Fuß zu fassen, aber eine Stoffwechselerkrankung warf ihn für ein halbes Jahr aus der Bahn.

Es sind noch Tickets für das Spiel verfügbar, sodass die Tageskassen noch öffnen werden.

Nun befindet er sich auf dem Weg der Besserung, erntete beim Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg durchaus positive Kritik, doch Cheftrainer Peter Bosz mahnt zur Geduld: „90 Minuten werden nicht möglich sein, das wollen wir auch nicht, selbst wenn er das vielleicht durchhalten könnte. Wir müssen da vorsichtig sein. Es geht gut, auch die 60 Minuten (in Wolfsburg) hat er gut überstanden.“ Ebenso sieht er es sinnvoll, dass Mario Götze auch nicht für die anstehenden Länderspiele nominiert wurde: „Ich glaube, dass es für ihn besser ist. Wenn er noch keine 90 Minuten bei Borussia Dortmund durchhalten kann, dann glaube ich, dass es zu früh ist für die A-Nationalmannschaft zu spielen.“ 



 

VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund

Mehr Ehrlichkeit in der Bundesliga 

Alle Jahre wieder freuen sich Millionen fußballbegeisterte Fans auf den Start der neuen Bundesligasaison. Auch in Dortmund steigt die Vorfreude auf den Kick der Borussia mit ihrem neuen Cheftrainer Peter Bosz. Neben den Querelen um Ousmane Dembélé, den ständigen Wechselgerüchten um Pierre-Emerick Aubameyang und diversen Verletzungsproblemen im Kader des BVB gibt es in der kommenden Bundesligasaison eine Neuerung, auf dessen Entwicklung man gespannt sein darf. 

Zum ersten Mal in der 54-jährigen Geschichte der Fußballbundesliga wird der seit vielen Jahren heiß diskutierte und von vielen langersehnte Videobeweis im Profifußball eingeführt. Bei strittigen Situationen sollen sogenannte Videoschiedsrichter eingreifen und die Entscheidungen der Schieds- und Linienrichter im Bedarfsfall korrigieren. Borussia Dortmunds ehemaliger Cheftrainer Thomas Tuchel begrüßte einst diese Neuerung. „Im Profifußball fallen für gewöhnlich so wenig Tore, dass es absolut richtig und sinnvoll ist, jedes einzelne Tor auf dessen Korrektheit zu überprüfen“. Auch Peter Bosz sieht diese Neuerung durchaus positiv: „Ich glaube, dass es gut ist, wenn das Spiel ehrlich ist. Wenn man das (die Technik) gut nutzt, dann glaube ich, dass das gut für den Fußball ist. Wenn also dadurch deutlich wird: Ist es eine rote Karte ? Ja oder Nein. Ist es ein Tor ? ja oder Nein !“

Nichtsdestotrotz ist dieser Videobeweis heiß umstritten. 




Sport-Live Kommentar zum Thema Videobeweis von Bijan Yaghoubi:

Wer kennt das nicht ? Der Schiedsrichter pfeift, trifft eine umstrittene Entscheidung und es wird im Fußballstadion automatisch um einiges lauter. Die Fans der einen Mannschaft begrüßen die Entscheidung des Schiedsrichters, applaudieren und jubeln, während die Anhänger des Gegners sich über die Entscheidung des Schiedsrichters tierisch aufregen, lautstark pfeifen und den Unparteiischen wüst beschimpfen. Es nützt nichts, die Entscheidung - die sogenannte „Tatsachenentscheidung“ - des Referees steht fest und es kehrt automatisch wieder Ruhe ein.

Wenn man sich die Szene später zuhause im Fernsehen in einer Zusammenfassung ansieht, dann weiß man nach der Ansicht von mindestens 3 Zeitlupenwiederholungen aus 3 verschiedenen Kameraperspektiven, ob der Schiedsrichter richtig lag oder nicht. Nichtsdestotrotz gab es in der Vergangenheit mehr als genug umstrittene Entscheidungen: Stand der Spieler im Moment der Ballabgabe im Abseits oder war es doch „gleiche Höhe“ ? Hat der Abwehrspieler den Stürmer tatsächlich zu Fall gebracht, hat er ihn berührt und wenn ja, hat er ihn dann so getroffen, dass dieser fallen musste ??? Fragen über Fragen, die in der Vergangenheit immer wieder für Gesprächsstoff sorgten und nie ganz eindeutig zu klären waren. 

Die berühmteste Schiedsrichterfehlentscheidung gab es im WM-Finale 1966 im Wembley-Stadion in London, als der russische Linienrichter Tofiq Bəhramov den Aufprall von Geoff Hursts Schuss von der Latte hinter der Linie sah und auf Tor entscheid – eine Fehlentscheidung, wie wir heute – über 50 Jahre später – nun wissen. Dennoch wollen die meisten Englischen Fußballfans davon nichts wissen und sind nach wie vor fest davon überzeugt, dass der Ball hinter der Linie war. Das Gute an dieser Fehlentscheidung ist dennoch die Tatsache, dass die Engländer damals den besseren Fußball spielten und verdient Weltmeister wurden.

Meiner Meinung nach muss man unterscheiden zwischen objektiven und subjektiven Entscheidungen. Die objektive Frage ist: War der Ball hinter der Linie oder nicht ? Dazu gibt es keine 2 Meinungen, sondern nur die Frage, ob man es richtig gesehen hat oder nicht. Dank der neu eingeführten Torlinientechnik, die ähnlich wie das „Hawk Eye“ im Tennis funktioniert, gehört diese Frage der Vergangenheit an. Die Einführung der Torlinientechnik ist daher zu begrüßen.

Aber es bleiben die subjektiven Entscheidungen zum Thema Abseits, Foulspiel und Handspiel, die nicht immer zu 100 Prozent zu klären sind. Man stelle sich bitte folgendes Szenario vor: Es ist der 09. April 2013, Borussia Dortmund steht im Viertelfinale der UEFA Champions-League. Es laufen die letzten Minuten der Nachspielzeit und nachdem Marco Reus es tatsächlich geschafft hat kurz vor Schluss doch noch den Ausgleich zu erzielen, braucht der BVB noch ein Tor um doch noch ins Halbfinale einzuziehen. In der 3. Minute der Nachspielzeit passiert das Unfassbare: Nach einer Hereingabe von links grätscht Julian Schieber zum Ball, trifft ihn und der Ball taumelt in Richtung Tor. Felipe Santana befand sich unmittelbar daneben und schob den Ball über die Torlinie. 3:2 ! Der BVB hat das fast Unmögliche geschafft und binnen 4 Minuten 2 Tore geschaffen. Das Stadion bebt, die Fans, die Spieler, Trainer und Betreuer flippen restlos aus, so groß ist die Freude….

Und dann erklärt 3 Minuten später ein Videoschiedsrichter, der sich über 100 Kilometer vom Ort des Geschehens entfernt befindet, dass das Tor nicht gegeben werden kann, weil zuvor eine Abseitssituation vor lag ! Vermutlich könnte dann niemand für irgendetwas garantieren….

Es gibt 2 klare Probleme beim Thema Videobeweis:

1.   Viele Entscheidungen sind subjektiv und lassen sich nie zu 100 Prozent klären – auch nicht nach der 10. Wiederholung !

2.   Die mit dem Videobeweis verbundene Zeitverzögerung zerstört jegliche Stimmung und jegliche Emotion im Fußballstadion ! Das gesamte Spiel würde noch steriler werden und das sollte das Letzte sein, das im Interesse der Verantwortlichen sein sollte. 


Pressekonferenz zum DFB Pokal am Samstag gegen 1. FC Rielasingen

Pressekonferenz nach dem Super-Cup 2017

BVB-Saisoneröffnung mit Familienfest und Teampräsentation

Hier sehen Sie die Pressekonferenz zum Super-Cup 2017

06.06.2017 Vorstellung des neuen Trainer des BVB mehr....