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"Wir haben Entwicklungspotenzial!"

Die Bundesliga steht vor dem letzten Spieltag der Hinrunde und BVB-Cheftrainer Marco Rose fällt eine kleine Zwischenbilanz seiner Amtszeit in Dortmund.

Es war bislang eine recht turbulente Hinrunde für Borussia Dortmund. Man hat es als einziges Team in der Bundesliga geschafft, die Schlagdistanz zu den allzu übermächtig wirkenden Bayern einigermaßen überschaubar zu halten. Die gesamte Nation wünscht sich zwar etwas mehr Spannung an der Tabellenspitze, aber spätetstens nach der - und das darf man durchaus so sagen: sehr unglücklichen - Niederlage gegen den FC Bayern München befürchten nun sowohl die meisten Fans als auch Experten, dass diese berühmte Meistschaftsfrage wieder einmal bereits im Vorfeld entschieden zu sein scheint.

Sky-Fußballexperte Dietmar Hamann gab deutlich zu verstehen, dass seiner Meinung nach im Kader des BVB deutlich mehr Potenzial stecke als das, was sie in der Hinrunde gezeigt haben. Er kritisiert somit indirekt die Arbeit von Cheftrainer Marco Rose und seinem Trainerteam: "Ja, sie haben jetzt viele enge Spiele gewonnen, die sie in der Vergangenheit nicht gewonnen haben", sagte er auf SKY. "Nur musst Du irgendwann mal damit anfangen, besser Fußball zu spielen. Und ich bin der Meinung, dass sie es besser können!"

Marco Rose nahm die Kritik an. Er zeigte sich zwar weitestgehend mit dem Verlauf der Hinrunde zufrieden, gab aber auch deutlich zu verstehen, dass vieles nicht glatt lief. Auch seiner Meinung nach gäbe es viel Luft nach oben und einen Kader, der auch weiter entwickelt und auch hier und hier und da zwar personell verbessert werden müsste, aber wegen der Pandemie derzeit die finanziellen Mittel nur begrenzt sind: "Hier in Dortmund können wir derzeit nur noch vor 15 Tausend Zuschauern spielen. Das reisst natürlich ein großes Loch in unsere Kassen und dementsprechend eng sind auch unsere Planungen. (...) Ich glaube schon, dass wir für die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, auch nach und nach an unserem Kader arbeiten müssen, aber ich glaube nicht, dass die Wintertransferperiode dafür den nötigen Spielraum gibt."

Aber alles in allem fühlt sich Marco Rose hier in Dortmund sehr wohl. Borussia Dortmund sei "ein großer Verein mit vielen Ambitionen, aber trotzdem verspürst Du so einen familiären Ansatz", sagte er auf der Pressekonferenz. "Die Arbeit mit allen Mitarbeitern und auch das Umfeld sind sehr angenehm. Auf der anderen Seite ist jede Menge Druck auf dem Kessel. Das spürst Du nach jedem Ergebnis. Wir haben ein klares Ziel verpasst: das Aus in der Champions League hat uns sehr gedrückt. In der Bundesliga hingegen haben wir bislang sehr ordentlich gepunktet. Wir haben mit Spielen gegen Frankfurt und Leverkusen gestartet, in denen relativ schnell von Spektakel geredet wurde. (...) Wir haben viele ordentliche Spiele gemacht. Wir haben auch eine Menge Spiele gesehen, in denen wir noch Luft nach oben haben - Greuther Fürth dient da als bestes Beispiel. Wir haben Entwicklungspotenzial, aber ich sehe uns trotzdem auf einem anständigen Weg. Wir sind noch lange nicht am Ende, aber ich kann euch versprechen: Wir machen weiter! Wir werden weiter an uns arbeiten, weiter kämpfen und weiter ambitionierte Ziele verfolgen und dabei natürlich immer wieder Dinge anpassen, was den Kader betrifft. Ich bin sehr gerne hier und freue mich auf das neue Jahr!"

Marco Rose, aber auch Sport-Live e.V. wünscht allen frohe und besinnliche Weihnachten und ein gesundes Jahr 2022! (BY)




 

"Dort müssen wir einfach konsequenter werden!"

Die Hinrunde der Bundesligasaison 2021/2022 steht kurz vor ihrem Ende. BVB-Cheftrainer Marco Rose fällt ein kleines Zwischenfazit und spricht über die letzten Spiele, die zumindest vom Ergebnis nicht so ganz zufriedenstellend waren.

Wie in vielen anderen Dingen im Leben auch, gibt es im Fußball oft viel Licht und Schatten. Und kurz vor Jahresende gibt es durchaus Grund zur Kritik, denn die letzten Spiele verliefen aus Sicht von Borussia Dortmund eher frustrierend und ernüchternd. In der UEFA-Champions League verpasste man das Minimalziel Achtelfinale, das zum einen deutliche Einnahmeverluste bedeutet und es zum anderen deutlich schwieriger macht, Top-Spieler wie Erling Haaland hier in Dortmund zu halten.

Die Gründe für die nicht zufriedenstellenden Ergebnisse aus den letzten Spielen mögen vielfältig sein. Zum einen verfolgt den BVB das Verletzungspech wie ein roter Faden durch die gesamte Saison, sodass nahezu an allen Spieltagen irgendwie auf einer oder mehreren Positionen improvisiert werden musste. Zum anderen fehlte dem BVB an der ein oder anderen Stelle auch das nötige Quentchen Glück und Geschick. "Ich glaube, dass wir sehr offen über das reden, was wir erleben" antwortete Marco Rose auf die Frage nach dem Umgang mit Enttäuschungen. "Wir haben nach dem Bochumspiel sehr offen darüber geredet, dass wir zu häufig da sitzen und am nächsten Tag enttäuscht sind. (...) Zum anderen Teil der Wahrheit gehört aber auch, dass wir mit der Art und Weise, mit der wir in den letzten Wochen mit und gegen den Ball spielen, auf einem guten Weg sind."

Und auch das vorletzte Bundesligaspiel gegen den direkten Konkurrenten aus München, das aus verschiedenen Gründen medial für großen Wirbel gesorgt hat, wurde am Rand angesprochen. "Das hat gegen Bayern nicht für Punkte gereicht. Aber ich glaube, dass die Diskussion um das Spiel auch gezeigt hat, warum. In Bochum hatten wir über 20 Torschüsse für 7 oder 8 hundertprozentige Torchancen. Dort müssen wir einfach konsequenter werden. Wir schmieren uns also nicht Honig ums Maul oder reden Dinge schön, sondern wir sprechen die Dinge so an, wie es sich für Borussia Dortmund gehört." (BY)




 

"Es ist eine Lücke!"

Auch zum Ende der Hinrunde muss der BVB mal wieder auf einen wichtigen Spieler verzichten.

BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji musste sich vor Kurzem einem Eingriff am Knie unterziehen und wird daher für den Rest der Hinrunde ausfallen. Marco Rose hofft eine auf eine schnelle Rückkehr des 26-jährigen Abwehrspielers, der sich beim BVB im Laufe der Jahre etablieren konnte und auch in dieser Saison bislang alle Pflichtspiele bestritten hat.

Manuel Akanji ist eine feste Größe in der Abwehr. (Foto: Bijan Yaghoubi)

Der schweizer Nationalspieler wechselte im Sommer 2018 vom FC Basel in die Bundesliga zu Borussia Dortmund. Zu Beginn tat er sich stellenweise noch ein wenig schwer und leistete sich im Spielaufbau schon mal den ein oder anderen gravierenden Fehlpass, der dann nicht immer folgenlos blieb und auch desöfteren zu Gegentoren führte. Doch im Laufe der Jahre wurde sein Auftreten im Abwehrzentrum des BVB immer sicherer, sodass er sich dort mittlerweile zu einer festen Größe im Kader des BVB entwickeln konnte.

"Manu ist für uns vom 1. Spieltag an ein unglaublicher Stabilitätsfaktor, hat jedes Spiel gemacht und dabei richtig, richtig gut gespielt. Er ist im Defensivbereich ein Unterschiedsspieler" erklärte sein Cheftrainer Marco Rose.

Es gilt also zumindest für die letzten 3 Bundesligaspiele der Hinrunde der laufenden Saison einen adäquaten Ersatz zu finden. Marco Rose hat mehrer Optionen, diese Lücke zu schließen. Dan-Axel Zagadou ist nach seiner langwierigen Verletzung soweit wieder fit. Alternativ stünde im Marin Pongracic oder aber auch Emre Can zur Verfügung, der auch im Abwehrzentrum spielen kann.

Wer auch immer aler Voraussicht nach neben Mats Hummels auf der Innenverteidigerposition spielen wird, steht schon mal fest, dass er gegen den VfL Bochum aller Voraussicht nach nicht ganz beschäftigungslos bleiben wird. Der Aufsteiger aus der Nachbarschaft konnte die letzten beiden Bundesligaspiele für sich entscheiden und dabei in der Tabelle einen deutlichen Sprung nach oben machen. Einen nicht unwesentlichen Anteil am Erfolg der Bochumer hatte zuletzt Sebastian Polter im Sturm des VfL zu verantworten. "Er ist ein richtiger Typ und ich mag Typen grundsätzlich" erklärte Marco Rose über den Bochumer Stürmer. "Er ist ein physisch sehr starker Stürmer, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt. Er marschiert und setzt die Dinge um, die ihm der Trainer vorgibt." 

Die Fans dürfen sich also auf ein kleines, aber feines und spannendes Revierderby freuen. (BY)




 

"Wir brauchen einen guten und kompletten Tag!"

Im Spitzenspiel der Liga empfängt Borussia Dortmund den FC Bayern München. Marco Rose und seine Jungs freuen sich darauf.

Es ist neben dem Revierderby gegen den FC Schalke 04, das es ja nach vielen Jahrzehnten erstmals nicht mehr geben wird, das große Spiel der Spiele, über das jeder in Deutschland spricht und über das sich jeder BVB-Fan im Vorfeld freut. Man nennt es auch den "Klassiker", denn Borussia Dortmund ist derzeit das einzige Team in der Liga, das mit nur einem Punkt Rückstand den Bayern einigemaßen Paroli bieten kann. Aber die Bilanz der Westfalen gegenüber den "Roten aus dem Süden" ist über die letzten Jahre absolut verheerend. Man muss es leider so deutlich sagen. "Männerfußball" hatte Sportdirektor Michael Zorc mal einst von seinen Jungs gefordert, was immerhin dazu geführt hat, dass die Niederlagen gegen die Bayern zuletzt nicht mehr allzu hoch ausfielen. Nichtsdestotrotz kassierte man 23 Tore aus 8 Spielen, was eine Quote von fast 4 Gegentreffern pro Spiel bedeutet.

Dass das nicht so bleiben darf, weiß aus BVB-Cheftrainer Marco Rose. Daher gilt es, gute Konzepte zu entwickeln. "Die Bayern haben eine klare Struktur mit dem Ball, mit der sie mit viel Wucht viel Torgefahr entwickeln." Man müsse seine eigene Box so verteidigen, dass die Bayern ihre Spielweise nicht richtig zur Entfaltung bringen können. Dazu gehörten zum Beispiel "Halbfeldflanken, Durchbrüche auf die Linie, ihr Flügelspiel eins gegen eins, vor allem über rechts". Und nicht zuletzt steht im Sturmzentrum "die offensive Qualität Robert Lewandowski", die es zu verteidigen gilt. "Es ist schon wichtig, dass man sie auch beschäftigt mit dem Ball." Eigene Angriffe müsse man sauber zu Ende spielen, damit das starke Umschaltspiel der Bayern nicht so zur Geltung kommen könne.

Im Gegensatz zu den Bayern, die derzeit auf Joshua Kimmich verzichten müssen, ist der in letzter Zeit immer wieder stark angeschlagene Kader beim BVB - pünktlich zum Spitzenspiel - wieder fast komplett. "Grundsätzlich ist es immer gut, wenn wir mehr Spieler im Kader haben, weil wir dann auch einen anderen Konkurrenzkampf haben. Am Samstag haben wir zum ersten mal die Möglichkeit, fast aus den Vollen zu schöpfen. (...) Wir gehen es an, versuchen taktisch flexibel zu bleiben, aber in erster Linie Spiele zu gewinnen!"





"Wir müssen als Mannschaft einen anderen Spirit auf den Platz bringen!"

Nach dem Aus in der UEFA Champions League hagelte es Kritik an der Spielweise des BVB. Es war oft von vielen "individuellen Fehlern" einzelner Spieler die Rede. BVB-Cheftrainer Marco Rose nimmt dazu Stellung.

Es war ein bitteres Aus für den BVB in der UEFA Champions League, der nach den ersten Siegen gegen Besiktas Istanbul und gegen Sporting Lissabon eigentlich auf der Erfolgsspur zu sein schien. Doch im Rückspiel tat sich die mittlerweile deutlich ersatzgeschwächte Elf von Marco Rose gegen die Portugiesen sehr schwer. Man verlor und schied somit aus dem Wettbewerb aus. Dass das, womit ursprünglich kaum einer gerechnet hatte, dann doch noch eintrat, verursachte sowohl bei den Fans als auch bei den Spielern sehr viel Frust und Enttäuschung, was auch noch weiter anhalten wird. Cheftrainer Marco Rose machte daraus keinen Hehl: "Wir haben alle zugegeben, dass das noch nachwirkt und für uns ein bitteres Aus in der Champions League ist und trotzdem geht es jetzt weiter. Jetzt ist es meine Aufgabe, da jetzt wieder Energie reinzubringen. (..) Wir hatten eigentlich über die 90 Minuten die Spielkontrolle, aber Spielkontrolle gewinnt keine Spiele! Und wir müssen auch daran arbeiten, in den entscheidenen Situationen dann auch da zu sein. Wir waren zu inkonsequent beim Verteidigen beider Tore und wir waren im gegnerichen 16er nicht konsequent genug. In der 1. Halbzeit gab es viel Kontrolle, aber wenig Zug zum Tor. Nach dem Rückstand in der 2. Halbzeit gab es mehr Zug zum Tor. Und das brauchen wir in jedem Spiel von der ersten Minute an, um aus der Spielkontrolle auch eine Führung zu machen, den Gegner vor Aufgaben zu stellen und unter Druck zu setzen." Es wartet also viel Arbeit auf das Team, denn sowohl in der Offensive als auch in der Defensive läuft es derzeit nicht so ganz rund. In Bezug auf die vielen Gegentore, die der BVB in der jüngeren Vergangenheit kassiert hat, ginge es darum, die Fehler aufzuzeigen und über die Fehler zu reden. Kritiken am System wehrt er aber ab. "Man kann nicht sagen, dass das etwas mit hohem Verteidigen, tiefen Verteidigen oder Abständen zu tun hat. Es sind immer wieder Situationen - wie auch in Lissabon - in denen wir konsequenter und aufmerksamer hätten sein müssen und die Gefahr in dem Moment auch hätten wahrnehmen müssen, und zwar alle zusammen und auch jeder für sich bei seinem direkten Gegenspieler. Das sind Dinge, die man einfordern kann. (...) Es geht um Kompromisslosigkeit und Konsequenz in den entscheidenen Räumen, sowohl offensiv als auch defensiv und da müssen wir noch was draufpacken."

Im Angriffspiel sei die Besetzung des gegnerischen Strafraums definitiv ein Thema, an dem noch gearbeitet werden müsse. Es ginge darum, durch regelmäßige Läufe in den gegnerischen Strafraum neue Räume für die eigenen Mitspieler zu schaffen. In Lissabon habe man zwar viele gute Ansätze gehabt, diese aber nicht sauber und konsequent genug zu Ende gespielt. Oft habe der letzte Pass in die Box und die Feinabstimmung untereinander nicht so ganz gestimmt.

Der stark in die Kritik geratene Nico Schulz erhielt von Marco Rose Rückendeckung. (Foto: Bijan Yaghoubi)

Obwohl nach dem UCL Spiel sehr oft und sehr viel von "individuellen Fehlern beim BVB" gesprochen wurde, wehrt Marco Rose Kritik gegen einzelne Spieler ab. "Wenn ich mir Einzelspielerleistungen anschaue, dann kann ich keinemm Spieler in irgendeiner Form einen Vorwurf machen, was Haltung betrifft und was die Einstellung betrifft. Wir müssen als Mannschaft einen anderen Spirit auf den Platz bringen! Und zwar den, den wir relativ häufig zeigen, wenn wir zurück liegen. Wenn das Kind gefühlt in den Brunnen gefallen ist, wenn wir Ergebnissen hinterherlaufen, dann haben wir auch den Zug zum Tor und dann sind wir on fire! Und das brauchen wir aber von der ersten Minute. Ich glaube, dass es am Ende eher um die Teamleistung geht. Wir müssen einfach die Summe der Einzelteile besser zusammen bringen." 




 

"Hohe Erwartungen"

Nach einem hart umkämpften Fußballspiel konnte der BVB mit viel Kampf und Siegeswillen den VfB Stuttgart kurz vor Schluss doch noch besiegen.

Es war ein recht zähes Fußballspiel, bei dem der BVB zwar ständig die Oberhand behielt, deutlich höhere Ballbesitzphasen hatte und auch körperlich etwas robuster und zweikampfstärker wirkte als die Stuttgarter, doch leider schaffte man es etwas zu selten sich die nötigen freien Räume zu erspielen um zu wirklich gefährlichen Torchancen zu kommen. Nicht nur einmal wurden Pässe zu unsauber und zu ungenau gespielt, die zu Umschaltsituationen beim VfB Stuttgart führten. "Ich finde, dass wir in der 1. Halbzeit mit dem Ball in bestimmten Situationen teilweise zu fehlerhaft waren, in denen es auch hätte gefährlich werden können" resümierte auch BVB-Cheftrainer Marco Rose, der aber mit dem Sieg natürlich sehr zufrieden war und alles in allem ein positives Fazit gezogen hat. "Wir haben die Intensität des Spiels angenommen und sind dann in Führung gegangen und haben auch sehr gut auf den Ausgleich reagiert. Wir mussten auch immer wieder auf Umschaltsituationen aufpassen, die die Stuttgarter immer wieder mit hohem Tempo sehr gut ausspielten. Wir haben dann schon signalisiert, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen und mehr Druck aufgebaut. Wir haben uns dann auch mit einem passenden Tor belohnt: Umschalten nach einer Standardsituation, mit viel Wille und Wucht und Marco, der sein eigenes Tor eingeleitet hat. Wir wollen dranbleiben und Dinge natürlich auch verbessern, das ist klar."

Auf eine Kampfansage in Richtung München verzichtete der gebürtige Leipziger aber ganz bewusst, denn von einem Meisterschaftsrennen gegen die Bayern möchte er erstmal nichts wissen: "Das ist heute die Lieblingsfrage, war wahrscheinlich zu erwarten" sagte er leicht genervt, als er auf das Thema angesprochen wurde. "Borussia Dortmund hat hohe Erwartungen an sich selbst und von außen gibt es auch hohe Erwartungen an uns. (...) Wir sind oben dran und wollen oben auch dran bleiben."





"Auf dem Platz steht er im Moment selten!"

Roman Bürki feierte vor ein paar Tagen seinen 31. Geburtstag. Marco Rose gratulierte ihm und gab ihm besondere Glückwünsche mit auf den Weg.

Ungefähr 3,5 Millionen Euro überwies der BVB im Sommer 2015 an den SC Freiburg um Roman Bürki an den Dortmunder Ballspielverein zu binden. Nur kurze Zeit später löste er den 10 Jahre älteren Roman Weidenfeller als neue Nummer 1 im Tor ab, wo er sich sich dort auch in den kommenden Jahren etablieren konnte. Doch in der letzten Saison wendete sich das Blatt. Man war mit der Leistung des mittlerweile 31-jährigen Schweizers nicht mehr ganz zufrieden, der sich schon mal den ein oder anderen Schnitzer leistete und dann auch wohl mehr als offensichtlich nicht mehr die volle Rückendeckung der Vereinsführung erhielt. Marwin Hitz wurde zwischenzeitlich zur neuen Nummer 1 gekürt. Aber mit der Verpflichtung von Gregor Kobel zum BVB sollte wohl auch das Schicksal von Roman Bürki endgültig besiegelt sein. Cheftrainer Marco Rose lobte aber die Art und das Verhalten des Schweizers und übersandte ihm einen besonderen Geburtstagsgruß:

Roman Bürki dürfte beim BVB keine alllzugroße Zukunft mehr haben. (Foto: Bijan Yaghoubi)

"Ich habe mit Roman kurz telefoniert, weil es mir zum einen ein Bedürfnis war ihm zu gratulieren und zum anderen ihm ein paar Dinge mit auf den Weg zu geben. Ich muss sagen, wie Roman sich in seiner Situation verhält, ist außergewöhnlich stark. Er ist für das Team da, er ist bereit, er trainiert gut, er schafft eine gute Arbeitsatmosphäre und wenn wir ihn bräuchten, dann wäre er da."

Aber so wie es aussieht braucht der BVB Roman Bürki derzeit nicht. Denn sein letzter großer Einsatz liegt schon gut ein halbes Jahr zurück. Am 13. Mai stand beim 4:1-Sieg im DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig zuletzt im Tor. Nach einer bis dato recht turbulenten Saison hatte auch Roman Bürki mit einer guten Leistung im Tor einen wesentlichen Anteil am Pokalsieg und am versöhnlichnen Saisonabschluss. Aber die Zeichen stehen zumindest langfristig klar auf Trennung, was Cheftrainer Marco Rose bei der Pressekonferenz zwischen den Zeilen zu verstehen gab:

"Ich wünsche ihm natürlich - und das habe ich ihm auch gesagt -, dass er auch wieder die Rolle bekommt, für die er geschaffen ist. Das bedeutet, dass er auch sportlich wieder einen Weg für sich findet, wo er im Tor stehen kann, wo er das machen kann, was er am liebsten macht und wo er erfolgreich ist.Ich finde, dass er sich das verdient hat." 

Diese Rolle wird er zwar höchstwahrscheinlich nicht mehr bei Borussia Dortmund spielen, aber man möchte ihn auf jeden Fall weiter fördern: "Solange er Teil unseres Vereins ist und Teil unserer Mannschaft ist, bekommt er natürlich auch von uns jegliche Unterstützung, die wir ihm leisten können. Auf dem Platz steht er im Moment selten. Aber nochmal: die Art und Weise, wie er sich verhält, ist außergewöhnlich gut." (BY)




 

"Morgen brauchen wir ihn!"

Durch die Muskelverletzung von Marius Wolf fällt der nächste Spieler beim BVB aus, sodass es auf der linken Abwehrseite personelle Engpässe gibt. Marco Rose arbeitet an Lösungen.

Ajax Amsterdam bleibt für Borussia Dortmund in diesem Jahr kein gutes Los. Man verlor das Rückspiel trotz guter Leistung nicht nur unglücklich mit 1:3, bei der Mats Hummels einen mehr als umstrittenen Platzverweis erhielt, sondern Marius Wolf, der schon quasi als Ersatz für den Ersatz auf der linken Abwehrseite auflief und seine Sache zuletzt auch sehr ordentlich gemacht hat, sich dabei eine Muskelverletzung zugezogen hat und somit wohl für die kommenden 2 Wochen ausfallen wird. Und mal wieder steht viel Improvisationsarbeit für das Trainerteam beim BVB an.

Dan Axel Zagadou wird gegen RB Leipzig wieder im Kader stehen. (Foto: Bijan Yaghoubi)

Dan-Axel Zagadou, der auch kurz "Daxo" genannt wird, sollte nach seiner langwierigen Verletzung ursprünglich in der U23 noch etwas mehr Spielraxis sammeln, doch daraus wird erstmal nichts. "Daxo wird dabei sein" erklärte Marco Rose auf der Pressekonferenz. "Wir werden in der Länderspielpause über die U23 noch ein Spiel organisieren, bei dem er möglicherweise mehr Spielzeit bekommen wird. Morgen brauchen wir ihn. Natürlich wäre er hinten heraus nicht über 90 Minuten eine Option. Ich glaube, dass wir mit Felix (Passlack) hinten heraus einen Spieler haben, der linker Verteidiger spielen kann. Ich denke tatsächlich sogar, dass wir mit Manuel Akanji einen Spieler haben, der sogar sehr gut Außenverteidiger gespielt hat und seine fußballerischen und läuferischen Fähigkeiten es zulassen, dass er auf der Position spielt. Es ist richtig, dass uns da was fehlt, aber wir werden auf jeden Fall eine Lösung dazu finden."













"Dort haben wir alle noch Luft nach oben!"

Trotz der vielen Verletzungssorgen steht der BVB in allen Wettbewerben sehr gut da. Dennoch sieht Cheftrainer Marco Rose im ein oder anderen Bereich durchaus Verbesserungspotenzial.

Es sind die vielen Lücken, die durch die vielen verletzungsbedingten Ausfälle in vielen Bereichen der Mannschaft immer wieder gestopft werden müssen. Zunächst fehlten die Abwehrspieler, dann verschiedene Mittelfeldspieler und mit Erling Haaland und Youssoufa Moukoko zuletzt auch beide Stürmer. Bei letzterem konnte Marco Rose aber ein wenig Entwarnung geben, denn der in Kamerun geborene 16-Jährige könnte kurz vor seiner Rückkehr in die Mannschaft stehen. "Ich glaube schon, dass Mukki eine Option ist. Er hat vorgestern das Belastungsstraining bei der U23 mitgemacht. Das war sehr gut, weil die am Tag nach unserem Spiel (gegen den FC Ingolstadt) sehr viel trainiert haben und dann werden wir sehen, wozu es morgen reicht."

Axel Witsel auf dem Trainingsgelände in Brackel (Foto: Bijan Yaghoubi)

Dafür vergrößert sich die Lücke im zentralen Mittelfeld, denn Emre Can fällt mit einer Muskelverletzung voraussichtlich für die nächsten 2 Wochen aus. Es geht also wieder einmal darum, gewisse Lücken im zentralen Mittelfeld vor der Abwehr zu schließen, sodass die Einsätze von Axel Witsel immer gefragter werden. Der 32-jährige Belgier steht seit 2018 bei Borussia Dortmund unter Vertrag, schlug zunächst wie eine Bombe ein, hatte viele Torbeteiligungen und erfreut sich schon alleine dadurch hier in Dortmund großer Beliebtheit. Cheftrainer Marco Rose lobt die Ruhe, die der belgische Nationalspieler mitbringt und auch auf die Mannschaft ausstrahlt: "Axel bringt uns eine Menge Ruhe, Klarheit und übernimmt Vetrantwortung. Er ist derjenige, der die Position auch klar hält, weil wir mit Jude auch einen Typen haben, der sich immer wieder einschaltet, wenn wir denn mit einer Doppelsechs spielen."

Allerdings leistete er sich zuletzt auch den ein oder andere Fehler, der zu Gegentoren geführt hat, wie zum Beispiel beim Heimspiel gegen den FC Augsburg. Marco Rose sieht allen voran in seinem Zweikampfverhalten Luft nach oben: "Grudsätzlich ist es so, dass ich finde, dass wir als Mannschaft in dem Bereich noch Schritte nach vorne machen können. Das ist der Bereich Explosivität was die Zweikampfführung betrifft. Ich denke, dort haben wir noch alle Luft nach oben und da gehört dann als Sechser Axel auch mit dazu. Aber er gibt uns schon eine Menge Erfahrung und mit dem Ball auch die nötige Klarheit und Ruhe. Ich bin schon froh, dass wir ihn haben." (BY)




 

"Wir müssen einen Haken dran machen und eine Reaktion zeigen!"

Nach dem "gebrauchten Abend" in Amsterdam geht es für Marco Rose nun darum, sein Team auf die nächste Bundesligapartie in Bielefeld vorzubereiten. Und das dürfte aus mehreren Gründen nicht ganz so leicht sein.

"Scheisse!" - Mit diesem einen Wort beschrieb Borussia Dortmunds Cheftrainer am Dienstag Abend das gesamte Spiel seiner Mannschaft bei der 0:4-Pleite in Amsterdam. Und diese historisch höchste Niederlage des BVB in der UEFA Champions League gab Anlass zu viel Kritik. Neben den nahezu vernichtenden Statementes einiger internationaler Gazetten sprach auch Marco Rose von einem "gebrauchten Abend" und ging mit seinen Spielern hart ins Gericht. Er kritisierte unter anderem die Körpersprache und das Zweikampfverhalten seiner Jungs sowie Fehler im Spielaufbau. "Wir können das Spiel gut nutzen, um viele Dinge in den nächsten Wochen zu analysieren und besser zu machen!"

Nun geht es darum, dieses Misserfolgserlebnis zwar einerseits zu analysieren und thematisieren, aber dann letztlich auch aus den Köpfen der Spieler zu verbannen. "Wir haben uns gestern getroffen, eine anständige Sitzung zu all den Themen gemacht und nun bereiten wir uns auf Bielefeld vor. (...) Es ist wichtig, dass wir jetzt gut reagieren, dass wir weitermachen und dass wir die Situation annehmen. Die Kritik, die aufkam, war berechtigt, die nehmen wir an und der stellen wir uns und jetzt müssen wir versuchen, die Dinge wieder besser zu machen."

So eine herbe Enttäuschung zu verdauen und zu versuchen, es dann besser zu machen, ist das eine Thema. Das andere Thema beinhaltet aber leider immer noch die vielen verletzungsbedingten Ausfälle, das sich mittlerweile in dieser Saison leider zu einem BVB-Dauerproblem entwickelt hat. "Unsere personelle Situation hat sich nach dem Spiel (in Amsterdam) nochmal verschärft! Ein paar Jungs sind angeschlagen in dieses Spiel reingegangen." Und das wirkt sich natürlich auch auf das Spiel auf der Bielefelder Alm aus: "Thomas Meunier wird nicht spielen können, hat einen Schlag auf den Fuß bekommen und kann nicht trainieren. Nico Schulz hat einen Muskelfaserriss und wird ausfallen." Aber die nächste Nachricht wird jedem BVB-Fan erst recht nicht schmecken. Auch Erling Haaland wird voraussichtlich für mehrere Wochen ausfallen. Der Norweger leide an einer "Hüftbeugerverletzung, die es nicht möglich macht, dass er spielt."

Diese vielen derzeitig verletzungsbedingten Ausfälle fallen natürlich schwer ins Gewicht, allen voran auf den Außenverteidigerpositionen und im Sturm. Neben Mo Dahoud und Gio Reyna im Mittelfeld fallen mit Thomas Meunier und Mateu Morey beide potenziellen Rechtsverteidiger, mit Raphaël Guerreiro und Nico Schulz beide potenziellen Linksverteidiger und mit Erling Haaland und Youssoufa Moukoko beide potenziellen Sturmspitzen aus. Es wartet also mal wieder viel Bastel- und Improvisationsarbeit für das Trainerteam um Marco Rose, der aber nichtsdestotrotz positiv bleibt: "Das ist die Chance für Jungs hintendran sich zu zeigen und auf sich aufmerksam zu machen. Ich glaube, dass unsere erste 11 morgen trotzdem noch gut aussieht und dass wir trotzdem die Chance für uns in Bielefeld sehen und haben, dieses Bundesligaspiel zu gewinnen." In Anbetracht der derzeitigen Tabellensituation - es trifft der Tabellenvorletzte auf den Tabellenzweiten - hat er wohl durchaus Grund für seine Zuversicht. "Aber im Fußball kann alles sehr schnell gehen..." (BY)




 

"Irgendwann ist das Rad auch mal überdreht!"

Die vielen verletzungsbedingten Ausfälle ziehen sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison des BVB. Cheftrainer Marco Rose äußert sich zu diesem Problem. 

Nach der Länderspielpause beginnt wieder der Ligabetrieb und damit die immer wiederkehende Frage: Wer ist fit und eine Option für das nächste Bundesligaspiel und wer nicht? Und diese Frage hat sich bei Borussia Dortmund nicht nur nach Länderspielpausen zum Dauerthema entwickelt. Seit Beginn der Saison gab es keinen einzigen Spieltag, bei dem Marco Rose "die volle Kapelle" an Spielern zur Verfügung stand und auch leider erstmal auch weiter nicht zur Verfügung stehen wird. Neben den Langzeitverletzten Dan-Axel Zagadou und Mateu Morey fallen derzeit noch Mo Dahoud, Raphaël Guerreiro und Youssoufa Moukoko wegen Muskelverletzungen definitiv aus, wie es hieß. Bei vielen anderen Spielern setzt der gebürtige Leipziger allerdings ein großes Fragezeichen, wie zum Beispiel bei Erling Haaland. "Erling ist in einer Art integrativem Training" und sei "voll motiviert", aber es bleibe dabei völlig offen, inwieweit ein Einsatz für das norwegische Sturmtalent am Samstag infrage käme. Ebenso fraglich bleiben die Einsätze von Manuel Akanji, Thorgan Hazard und Thomas Meunier, der nach wie vor größere Probleme mit seinem Zeh hat und deswegen das Training unter der Woche abbrechen musste. "Wir haben schon noch ein paar Fragezeichen, aber wir versuchen in Richtung Samstag daraus viele Ausrufezeichen zu machen", versprach Borussia Dortmunds Cheftrainer.

Trotz dieser vielen personellen Engpässe bleibt Marco Rose aber gelassen. "Das Gute ist, dass wir momentan nicht 11 Beste haben, sondern 15 oder 16 davon haben." Solange der Kader es hergibt, kann man den ein oder anderen verletzten Spieler problemlos kompensieren, indem man ihn entweder eins zu eins gegen einen anderen Spieler ersetzt oder aber das gesamte System entsprechend umstellt. "Aber irgendwann ist auch mal das Rad überdreht und man kommt in eine Spirale rein, bei der es schwierig ist, auf bestimmten Positionen nachlegen zu können." Natürlich mache man sich Gedanken über die Ursachen der vielen Verletzungen, doch die Frage nach dem Warum kann man nicht pauschal beantworten. "Es sind keine Verletzungen dabei, bei denen wir das Gefühl haben, wir hätten Fehler in der medizinischen Abteilung oder in der Belastungssteuerung gemacht." Das sind Schicksale, die in vielen Fällen mit Pech verbunden sind. "Du hast manchmal so Phasen, da muss man durch ohne zu jammern und da gehen wir auch durch und freuen uns über jeden Spieler, der dann auch gesund zurück kommt." (BY)




 

"Es spricht für die Jungs, dass wir das Spiel so nach Hause gebracht haben!"

Trotz deutlicher spielerischer Überlegenheit reichte es beim BVB gegen den FC Augsburg mal wieder nur zu einem Zittersieg.

Es war wieder mal ein hartes Stück Arbeit mit dem am Ende sehr verdienten Lohn! Die 3 Punkte konnte der BVB wieder einmal einfahren. Und wieder war es einmal nicht mehr nicht mehr als der allseits bekannte "Arbeitssieg" - und das trotz klarer spielerischer Überlegenheit! Man schaffte es auf schwarz-gelber Seite nur zu selten, gefährlich in des Gegners Strafraum einzudringen und sich klare Torchancen herauszuspielen. Und so blieb es bis zum Schluss ein knapper Zittersieg, mit dem Cheftrainer Marco Rose insgesamt aber zufrieden ist: "Augsburg hat uns hier heute alles abverlangt und war immer unangenehm zu verteidigen. Wir mussten ständig auf Kontersituationen achten. Wir waren mit dem 1:0 auf einem guten Weg und der Ausgleich hat uns ein bisschen die Beine weggezogen, aber die Reaktion der Mannschaft war in Ordnung. Insgesamt bin ich mit der Leistung zufrieden. Es war ein sehr intensives Bundesligaspiel."

Und das gute Gefühl, nach 7 Spieltagen 15 Punkte auf der Habenseite zu verbuchen, möchte man auch mit in die Länderspielpause nehmen, auch in der Hoffnung, dass der ein oder andere angeschlagene Spieler die Zeit nutzen kann, um sich auszukurieren: "Für uns ist es jetzt wichtig, in der intensiven Phase in die Länderspielpause zu gehen um mal ein bisschen durchzuschnaufen." Auch wenn die letzten Spiele allesamt sehr knapp waren, zählt am Ende für den Cheftrainer von Borussia Dortmund vorrangig das Ergebnis. "Grundsätzlich bin ich immer ein Freund von Vollgas bis zum Ende, auch wenn es 3, 4, 5 oder 6:0 steht. (...) Ja, wir hatten dann noch 2 Großchancen und ein 3:1 hätte uns sicher gut getan, aber es spricht für die Jungs, dass wir das Spiel so nach Hause gebracht und die wichtigen 3 Punkte eingefahren haben."




 

"Wir haben das bislang gut aufgefangen!"

Der zusätzliche verletzungsbedingte Ausfall von Mo Dahoud bereitet Marco Rose einiges an Kopfzerbrechen. Aber dafür steht ein anderer wieder auf dem Platz. 

Es war kein Feuerwerk, das man am Dienstag Abend beim Champions League Spiel gegen Sporting Lissabon abgebrannt hat, aber man war darüber froh, dass man es endlich mal geschafft hat, hinten die Null zu halten. Und dementsprechend fällt das Fazit von Marco Rose aus: "Ich hoffe, dass wir aus dem Ergebnis und aus dem Zu Null Spiel gute Dinge für uns mitnehmen. Wir hatten sehr intensiv gespielt und hatten 270 Sprints. Das ist ein Top-Wert, was bedeutet, dass die Jungs hart für diesen Sieg gearbeitet haben. Wir haben danach festgestellt, dass das kein spielerischer Leckerbissen war!" Wie schon ein paar Tage zuvor im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach mögen die Schwierigkeiten im Angriffsspiel des BVB sicherlich mit den vielen Personalausfällen im Offensivbereich zusammenhängen. Erling Haaland fiel kurzfristig aus und ist nach wie vor nicht fit, wird auch gegen den FC Augsburg ausfallen und außerdem nicht mit zur norwegischen Nationalmannschaft reisen. Das Gleiche gilt ebenso nach wir vor für Gio Reyna, der weiter fehlen wird. Hinzu kommt nun noch der Ausfall von Mo Dahoud, der sich im Spiel gegen Sporting Lissabon eine Innenbandüberdehnung im linken Knie zugezogen hat, worüber man bei Borussia Dortmund natürlich alles andere als erfreut ist. "Aber natürlich fehlt uns Mo mit seiner Spielstärke, mit seinem Spielverständnis und mit seiner Grundagressivität. Er ist für uns ein wichtiger Spieler!"

Emre Can steht dem BVB nach seiner Verletzung wieder zur Verfügung

Aber alles Jammern nützt nichts, es gilt Lösungen zu finden. Ein Lösungsansatz könnte darin liegen, Axel Witsel im Zentralen Mittelfeld vor die Abwehr auf die 6er Position und Jude Bellingham auf die Acht zu stellen. "Wir sind es dieses Jahr schon gewohnt, dass Spieler kommen, Spieler gehen oder ausfallen oder später dazu kommen" lautet die Reaktion des Cheftrainers auf den Ausfall von Mo und die Frage nach seinem Ersatz. "Ich finde, dass wir das bis hierher sehr ordentlich hinbekommen und kompensiert haben." Ebenso ist der Cheftrainer von Borussia Dortmund ganz froh, über ein hohes Wechselkontigent zu verfügen: "Ich finde, dass unsere Wechsel uns auch richtig gut getan haben und dass wir in Gladbach in den letzten 10 bis 15 Minuten richtig Druck aufgebaut haben." Auch gegen Sporting hätten die Wechsel ihren Sinn erfüllt. Die eingewechselten Spieler Rainer, "Schulle" (Nico Schulz), "Jule" (Julian Brandt) und auch Marin Pongracic haben dort ihre "Aufgaben erledigt". "Und dementsprechend besteht auch die Möglichkeit, dass dort dann einer reinrutscht und wir das wieder ganz gut auffangen."    

Dieser eine könnte aber auch Emre Can sein, denn das ist die positive Nachricht: der als Allroundtalent bekannte 27-Jährige ist nach seiner Verletzungspause zurück und steht für das Spiel gegen den FC Augsburg zur Verfügung. (BY)





"Wir müssen so ein Spiel auch über 90 Minuten seriös durchziehen!"

6 Siege in insgesamt 7 Pflichtspielen in der neuen Saison sind eine bislang durchaus zufriedenstellende Bilanz für den BVB. Dennoch gibt es neben der Anfälligkeit bei Defensivstandards und den insgesamt recht vielen Gegentoren einen Aspekt, den Marco Rose unbedingt verbessern möchte. 

Es verspricht ein recht emotionales Spiel zu werden - allen voran für die Fans von Borussia Mönchengladbach. Denn mit Marco Rose kehrt ein Trainer an den Niederrhein zurück, der dort zunächst dort wegen seiner Erfolge sehr geliebt, aber dann durch die Bekanntgabe seines Wechsels zu Borussia Dortmund auch angefeindet wurde. Über ihre Enttäuschung in Anbetracht des Trainerwechsels machen die Fans in Grün-weiß keinen Hehl. "Ich konzentriere mich auf das Wesentliche und das ist das Spiel, die Arbeit und die Aufgabe, die wir dort haben werden", ist die dazugehörige Antwort von Marco Rose. 

Borussia Mönchengladbachs Saisonstart ist mit nur einem Sieg aus 5 Spielen alles andere als rosig, aber man sei in der Lage "jeden in der Bundesliga zu schlagen", wie Marco Rose weiter erklärte. "Aber ich kenn die Jungs. Die werden alles daran setzen, zuhause im eigenen Stadion dieses besondere Spiel gegen einen starken Gegner aus Dortmund zu gewinnen. Und dementsprechend müssen wir bereit sein, das alles anzunehmen und zu versuchen, unseren Fußball auf den Platz zu bringen." Vom Papier her sollten die Westfalen das auch schaffen, denn vom Kader und von der Qualität sind sie den Gladbachern mindestens ebenbürtig. Auch der bessere Saisonstart mit insgesamt 6 Siegen aus 7 Pflichtspielen sollte dem BVB mehr Auftrieb geben. 

Probleme gibt es aber dennoch: man hat zum einen leider immer noch mit verschiedenen Verletzungsproblemen zu kämpfen, denn mit Julian Brandt, Emre Can und Gio Reyna fallen gleich drei wichtige Mittelfeldspieler aus. Fraglich bleibt der Einsatz von Thorgan "Toto" Hazard, der in der Schlussphase gegen Union Berlin eingewechselt wurde. "Ich glaube, dass es bei Toto noch nicht für 90 Minuten reichen kann" hieß es auf der Pressekonferenz. Der 28-jährige Belgier musste am Tag nach dem Berlinspiel wegen leichter Schmerzen auf das Training verzichten. Nichtsdestotrotz bleibt "Toto" eine Option, denn Borussia Dortmunds Cheftrainer ist sich sicher, dass Thorgan Hazard auch mit einem "Kaltstart" ganz gut zurecht käme.

Das nächste Problem ist neben der Anfälligkeit des BVB bei Defensivstandards auch die nicht immer volle Konzentration in den Schlussphasen der Spiele. Nicht selten fing man sich in den letzten 15 Minuten einer Partie Gegentore ein, was auch zu einer deutlichen Kritik von Sportdirektor Michael Zorc führte: "Wir haben nach der 3:0-Führung (im Spiel gegen Union Berlin) die Zügel ein bisschen schleifen lassen (...) und sind nicht mehr konsequent genug auf die Bälle gegangen." Diese Kritik ging auch nicht an Marco Rose vorbei: "Es wäre absurd gewesen, wenn wir in diesen letzten 10 Minuten dieses Spiel noch hergeschenkt hätten. Und dieses 4:2 - und das ist dann auch nochmal wichtig - bedeutete für uns, den Deckel dann drauf zu machen. Wir haben darüber geredet, dass es eine Frage der Spielaktivität und der Haltung ist und das haben alle genau richtig empfunden. Wenn Du in der Bundesliga auch nur einen Zentimeter oder ein Fünkchen nachlässt, dann kannst Du sofort gegen jede Mannschaft Probleme bekommen. (...) Daran müssen wir einfach arbeiten, dass wir so ein Spiel auch über 90 Minuten seriös durchziehen und es dann auch richtig für uns entscheiden!" (BY)




 

"Dann wurde es nochmal eng!"

Mit dem wichtigen 3. wichtigen und wettberwerbsübergreifenden Sieg innerhalb von 8 Tagen zeigte sich der BVB in seiner Bestform. Dennoch gibt es ein paar Aspekte, bei denen die Verantwortlichen von Borussia Dortmund durchaus Verbesserungspotenzial sehen.

Der "Man of the Match" war mit 2 Treffern wieder einmal Erling Haaland. Der Norweger traf in der 24. Minute nach einer gut getimten Flanke von Thomas Meunier zum zwischenzeitlichen 2:0 und setzte in der 83. Minute nach einer langen Flanke mit dem 4:2 den Schlusspunkt. BVB-Cheftrainer Marco Rose war mit der Leistung seiner Mannschaft zwar sehr zufrieden, jedoch übte er auch einen Hauch Kritik an seine Truppe: "Bei der Belastung, die wir natürlich haben - Union im Moment auch - sollte es auch ganz klar das Signal sein, dass wir das Spiel dann zumachen. Und dann holen wir Union nochmal zurück." Damit deutete er 2 Kernprobleme beim BVB an. Zum einen sind es die vielen Gegentore, die man in der jüngsten Vergangenheit oft kurz vor Schluss kassierte und zum anderen die doch auffällige Anfälligkeit der Borussen bei Defensivstandards. "Und mit dem 3:1 glaubt Berlin nochmal an sich; Standardsituation - eines ihrer Stärken - und dann steht es 3:2 und dann wurde es nochmal eng! Wir sollten in Zukunft versuchen, es uns einfacher und leichter zu machen, weil wir Energie sparen müssen und weil wir heute auch ein paar Jungs dabei hatten, die durch mussten, obwohl sie dann vielleicht auch schon müde waren. Wir haben im zentralen Mittelfeld im Moment wenig Optionen zu wechseln. Julian Brandt fehlt, Emre Can fehlt und Gio Reyna fehlt. Dementsprechend müssen wir dort einfach cleverer und klarer werden und dürfen uns nach hinten heraus nicht nochmal in solche Schwierigkeiten bringen. (...) Es ist ein schmaler Grad. Grundsätzlich wollen wir ein Pressing spielen, aber es gibt Situationen, bei denen das Pressen keinen Sinn macht. Wenn Du den Jungs aber sagst, wo es keinen Sinn macht, dann werden sie vielleicht zu passiv. (...) Wir wollen schon vertikal spielen, wir wollen tief spielen - natürlich auch auf Ballbesitz - und wir wollen auch Abschlüsse kreieren. In Ballbesitz kannst Du Dich ausruhen. Es geht darum, dass Du den richtigen Rhythmus findest, also keine Bälle verlierst und Angriffe zu Ende spielst und eine gute Struktur gegen den Ball hast."




 

"Er will die letzte Saison vergessen lassen!"

Das Abwehrlazarett lichtet sich beim BVB so langsam aber sicher wieder, sodass die Verantwortlichen bei den Schwarz-Gelben desbezüglich ein wenig aufatmen können. Auf einer Position aber scheint sich ein Spieler zu etablieren, der noch vor nicht allzulanger Zeit stark kritisiert wurde.

BVB-Cheftrainer Marco Rose wirkte sichtlich erleichtert, denn im Vergleich zu den Vorwochen hat er nun ein paar Verletzungssorgen weniger. Abwehrchef Mats Hummels, der lange Zeit an einer Entzündung in der Patellasehne im Knie laborierte, konnte in den letzten Partien wieder mitspielen - wenn auch nicht über die vollen 90 Minuten. Auch die Rückkehr von Raphaël Guerreiro sorgte zuletzt für deutlich mehr Stabilität in der BVB-Abwehr und selbst bei "Daxo" (Dan-Axel Zagadou) hofft Marco Rose auf eine Rückkehr in absehbarer Zeit: "Er ist gut in der Zeit, was bedeutet, dass er schon relativ viel am Platz macht. Er wirkte heute morgen ein bisschen müde; ich glaube, dass er gestern richtig gut gearbeitet hat und dann hoffen wir, dass wir ihn demnächst irgendwann vielleicht auch schon mal bei der ein oder anderen Einheit mit dem Team gemeinsam am Platz sehen können."

Die große positive Überraschung ist aber die doch recht solide Leistung von Thomas Meunier in den letzten Spielen. Der 30-jährige Belgier, der im März dieses Jahres noch mit sich unzufrieden war und seine eigene Leistung als nur "durchschnittlich" bezeichnete, kehrte nach seiner COVID19-Erkrankung wieder gestärkt auf den Platz zurück. Nach dem Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen war er mit 33,51 km/h der 3. schnellste Spieler auf dem Platz und gegen Besiktas Istanbul konnte er das 1:0 durch Jude Bellingham vorbereiten. Alles in allem zeigt seine Formkurve wieder nach oben, was auch BVB-Cheftrainer Marco Rose nicht verborgen geblieben ist:

"Thomas hat jetzt richtig gut reingefunden. Die letzte Saison - und das hat er mir immer wieder mitgeteilt - will er einfach vergessen lassen. Er weiß, dass er mehr kann. Er weiß, dass er besser ist als das, was er letztes Jahr zeigen konnte. Ich denke, er vertraut sich im Moment, er bekommt Vertrauen. Wir wünschen uns, dass er gesund bleibt, das ist auch immer ein ganz wichtiges Thema. Thomas hat in den letzten Spielen unglaublich für das Team gearbeitet und immer wieder die besten Sprints hingelegt und die meisten Meter gemacht. Er bekommt inhaltlich und fußballerisch immer mehr Stabilität in sein Spiel. Mir gefällt es gut, was er macht und dementsprechend hat er natürlich die Möglichkeit, sich auch auf der Position festzuspielen." (BY)




 

"Wir werden trotzdem - glaube ich - auf jeden Fall mit 4 Abwehrspielern anfangen!"

"Wir sind nach wie vor in der Situation, in der sich viele Dinge von alleine ergeben" sagte BVB-Cheftrainer Marco Rose 2 Tage vor dem wichtigen Bundesligaspiel gegen Bayer 04 Leverkusen. Und damit sprach er den Kern des derzeitig größten Problems bei Borussia Dortmund an.

Das Problem ist leider nichts Neues und dennoch seit Wochen stets aktuell: die große Verletzungsmisere speziell in der Abwehr plagen den gebürtigen Leipziger schon länger. Auch nach der Länderspielpause konnte man das Lazarett beim BVB nicht wesentlich verkleinern - im Gegenteil! Neben Mats Hummels und Emre Can, die schon vor 2 Wochen nicht zur Verfügung standen, kehrten neben Marco Reus und Gio Reyna auch Thomas Meunier vorzeitig angeschlagen von der Nationalmannschaft nach Dortmund zurück.

"Auf der rechten Abwehrseite haben wir einen Spieler, von dem wir nicht wissen, worauf es in Richtung Samstag hinauslaufen wird" erklärte Marco Rose die derzeitige Situation des Belgiers. "Wir werden mit ihm und dem Doc zusammen ein Gespräch führen und dann im Training schauen, was möglich ist und was nicht."

Ebenso unsicher bleibt der Einsatz von Mats Hummels, der nach wie vor an Problemen seiner Patellasehne leidet und sich erst seit 2 Tagen im Teamtraining befindet. "Bis hierher läuft das ganz gut" sagte Marco Rose über dessen Genesung, bremste aber sofort höhere Erwartungen: "Er hat wenig Trainingszeit und keine Vorbereitung. Trotzdem müssen wir ihn -wie bei anderen auch - nach und nach in den Spielbetrieb integrieren und während der Spielzeit eine Vorbereitung für ihn basteln und ihn fit bekommen. Dementsprechend ist es herausfordernd, aber wir gehen es gemeisam an und hoffen dann natürlich, dass er dann auch bald zu 100 Prozent fit ist und uns zur Verfügung stehen wird."

Emre Can leidet noch an einem Muskelfaserriss, sodass er bislang auch noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte und demzufolge am Samstag keine Option sein wird. "Es wird besser, aber auch dort werden wir noch ein paar Tage brauchen, bis er wieder zurück kommt."

Alles in allem gestaltet sich die Formation der Abwehr mehr als schwierig. "Wir müssen einfach noch gucken was geht und was nicht geht. Wie weit ist Mats tatsächlich? Wo steht Marin?" Klar ist jedenfalls, dass auf der linken Abwehrseite Rapha spielen wird, der in der portugiesischen Nationalmannschaft sowohl Spielzeit als auch Pausen bekommen hat, was ganz im Sinne von Marco Rose abgelaufen ist. Ebenso ist klar, dass Manuel Akanji im Abwehrzentrum spielen wird. Doch wer an seiner Seite agieren könnte, weiß niemand so genau, denn auch Neuzugang Marin Pongracic, der für den Rest der Saison vom VfL Wolfsburg ausgeliehen wurde, leide derzit an Rückenproblemen. Es bleibt also spannend zu sehen, welche Namen am Samstag auf dem Spielberichtsbogen erscheinen werden.  

 



 

"Wir verlieren die Kontrolle über das Spiel !"

In einem leidenschaftlichen Fußballspiel, das Borussia Dortmund letztlich in letzter Minute ganz knapp für sich entscheiden konnte, sprach BVB-Cheftrainer Marco Rose von einem zwischenzeitlichen "Kontrollverlust" seiner Mannschaft und nannte dafür auch die Gründe.

Es war wieder einmal Borussia Dortmunds Shooting Star Erling Braut Haaland, der in der Nachspielzeit den Siegtreffer für den BVB erzielen konnte. Doch obwohl die Westfalen sehr druckvoll spielten, hatten sie doch gegen sehr tief stehende und gut verteidigende Hoffenheimer speziell in der 1. Halbzeit ihre Mühe, sich dem Gehäuse des Gegners gefährlich zu nähern."Es war eine insgesamt dominante 1. Halbzeit von uns mit viel Kontrolle, aber nicht den Riesenmöglichkeiten und immer wieder der Gefahr, in einen Konter zu laufen" sagte BVB-Cheftrainer Marco Rose über den Beginn der Partie und sprach dann von anschließenden Problemen in seinem Team: "Wir machen das 1:0 und verlieren dann in einer Phase, in der Hoffenheim ausgleicht, völlig die Kontrolle über das Spiel. (...) Es war letztlich ein sehr wildes Spiel, bei dem beide Mannschaften nach hinten heraus nochmal (den Sieg) wollten."
Als Begründung für diesen "Kontrollverlust" seiner Mannschaft nannte er gewisse körperliche Probleme einige seiner Abwehrspieler, die in den letzten Wochen verletzungsbedingt ausfielen: "Rapha (Guerreiro) musste heute in der 85. Minute völlig entkräftet raus! Thomas (Meunier) hat jetzt eine Trainingswoche hinter sich ohne nach seiner Corona-Erkrankung ein Spiel absolviert zu haben. Mit der Führung im Rücken hat dann wohl die Müdigkeit kurz gesiegt und das dürfen wir natürlich nicht zulassen!" 





"Es ist uns wichtig, dass unsere Meinung gehört wird!"

Das Lazarett mit den vielen angeschlagenen Spielern beim BVB lichtet sich leicht, aber man befürchtet neue Probleme.

Ein Sieg gegen Eintracht Frankfurt und eine Niederlage zuletzt gegen den SC Freiburg. Das ist die bisherige Bilanz bei Borussia Dortmund nach 2 Bundesligaspielen. Alles in allem ist es noch ein wenig zu wenig um den Ansprüchen des BVB gerecht zu werden. Das Hauptproblem beim letzten Spiel gegen den SC Freiburg waren mal wieder die Standards - sowohl offensiv als auch defensiv! Und die Personalsorgen in der Abwehr!
Letztere Probleme sollten sich gegen die TSG 1899 Hoffenheim ein wenig lichten, da einige bislang angeschlagene Abwehrspieler wieder in den Kader zurückkehren werden. Das sind zum einen Emre Can und Raphaël Guerreiro, die "nochmal eine Trainingswoche mehr" in den Beinen und "gut gearbeitet" haben und somit auch eine Option für die Startaufstellung gegen Hoffenheim sind. "Bei Rapha müssen wir nicht drumrum reden. Dadurch dass Nico mit einer Muskelverletzung ausfallen wird, wird er natürlich spielen. Er hat das letzte Woche beim Mannschaftstraining sehr ordentlich gemacht und somit ein wenig Rhythmus unter der Woche aufnehmen können." Zum anderen kehrt aber auch Thomas Meunier zurück, der zusammen mit Emre Can eine Option für die rechte Außenverteidigerposition ist und somit den zuletzt sehr in die Kritik geratenen und überfordert wirkenden Felix Passlack ablösen könnte.
Aber die nächste Länderspielpause steht an und Thomas Meunier könnte wieder ein Wunschkandidat von Roberto Martínez, dem belgischen Nationaltrainer für die WM-Qualifikationsspiele gegen Estland, Tschechien und Weißrussland sein. Gerade nach der frischen Regeneration wäre ein Auflaufen des Belgiers in allen 3 Spielen für die belgische Nationalmannschaft eine sehr suboptimale Situation für Marco Rose: "Im Optimalfall findet man gut zusammen und redet anständig miteinander und findet gute Lösungen, die allen gerecht werden" sagte er dazu bei der Pressekonferenz. "Das bedeutet bei Thomas Meunier, dass wir ihn in einen Zustand gebracht haben, bei dem er eine Option für uns ist. Aber natürlich ist er am Ende des Tages auch erst Anderthalb Wochen nach seinem Urlaub und nach seiner COVID-Erkrankung dabei. Das bedeutet, dass wir mit dem belgischen Verband darüber reden, was Sinn macht. Es machen sicherlich keine 3 Spiele für Thomas Meunier Sinn, nachdem er gerade wieder fit geworden ist. (...) Es ist sicher richtig, dass wir als Verein auch dort unsere Meinung sagen werden und dass es uns auch wichtig ist, dass unsere Meinung gehört wird." 



 

 

"Ich bin sehr zufrieden mit seinem Auftreten und der Körpersprache!"

Die Personalsorgen sind speziell in der Abwehr von Borussia Dortmund nach wie vor aktuell, sodass Cheftrainer Marco Rose in dem Bereich schon desöfter improvisieren musste. Ein Spieler fiel ihm dabei sehr positiv auf.

Die gute Nachricht ist: viele verletzte Spieler stehen kurz davor, ins Mannschaftstraining zurückzukehren, wie BVB-Cheftrainer Marco Rose es bei der Pressekonferenz verkündet hat: "Wir haben ein paar Jungs, die kurz davor stehen, wieder eine Option zu werden, auch wenn sie bisher nur wenige Trainingseinheiten hatten. Das trifft auf Jule zu, das trifft auf Rapha zu, auf Thomas Meunier und auf Emre natürlich auch. Das bedeutet, dass 5 Spieler nach und nach integriert werden. Wir müssen dann heute auch schauen, was bei wem inwieweit auch Sinn macht und werden dann nach dem Abschlusstraining gemeinsam entscheiden, wer dabei ist und wer nicht." 

Und genau damit kommt man auch direkt zur schlechten Nachricht: die Personallage bleibt beim BVB weiter ungewiss und angespannt. Und diese Situation hat zwangsläufig dazu geführt, dass gerade in der Abwehr zuletzt viel improvisiert werden musste. So verteidigte zuletzt im Abwehrzentrum neben Manuel Akanji nicht - wie sonst gewohnt - Mats Hummels, sondern Axel Witsel, der normalerweise auf der klassischen 6er Position vor der Abwehr agiert. "Ich glaube, Axel hat uns Stabilität gegeben. Das ist für mich der wichtigste Faktor" sagte Marco Rose über ihn. "Natürlich sieht man in manchen Situationen, dass Axel kein gelernter Innenverteidiger ist. Vor dem 2:1 gegen die Bayern hat er die Tiefe beim 1 gegen 1 am Flügel nicht ganz so gesichert, wie es wahrscheinlich ein gelernter Innenverteidiger gemacht hätte. Aber das ist unsere Situation, dass wir gegen den FC Bayern München in Bestform dann hinten doch ein bisschen rotieren mussten und schauen mussten: Wie bekommen wir das hin? Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Auftreten und der Körpersprache von Axel Witsel und was er an Energie an das Team ausgestrahlt hat. Man kann erwarten, dass Axel - wenn nichts Außergewöhnliches passiert - dann auch morgen wieder Innenverteidiger spielen wird."




 

"So viele Spieler haben wir dort hinten im Moment nicht zur Verfügung!"

Bei aller Euphorie über den 5:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt und den außergewöhnlichen Qualitäten von Erling Haaland gibt es beim BVB derzeit nach wie vor eine ganz große Baustelle.

"Es ist ein Prestigeduell gegen den FC Bayern München, das wir sehr ernst nehmen, auch wenn die Rahmenbedingungen keine einfachen sind" sagte BVB-Cheftrainer Marco Rose bei der Pressekonferenz zum Supercupspiel. Dabei sprach er zum einen die geringe Regenerationszeit seiner Spieler ("Wir haben eigentlich auch keine Möglichkeit zu trainieren, weil die Jungs, die gespielt haben, heute nochmal regenerieren müssen") und zum anderen die derzeitige Personallage an. Denn gerade in der Abwehr fehlt es derzeit an allen Ecken und Enden. "Emre hat letzte Woche nach dem Einstieg ins Mannschaftstraining nochmal einen kleinen Rückschlag gehabt. Erst die Wade und dann die Adduktoren. Wir haben das aber alles im Griff. Bei der Diagnostik wurde festgestellt, dass nichts kaputt ist, sondern es sich um eine Reizung handelt, bei der wir von Tag zu Tag schauen müssen, wie sich das verhält." Auch bei Mats Hummels und Raphaël Guerreiro sieht es zwar ganz "gut" aus - beide sind momentan im Integrationstraining und werden richtig gut belastet - aber sie stehen derzeit nach wie vor nicht zur Verfügung. "Die Signale sind gut, aber beide sind noch nicht im Mannschaftstraining."
Auch Axel Witsel, der gegen Eintracht Frankfurt erstmals als Innenverteidiger gespielt hat, schien mehr oder weniger nur eine vorübergehende Lösung für die Besetzung dieser Position gewesen zu sein. "Es gibt ja nur noch eine andere Lösung. So viele Spieler haben wir dort hinten im Moment nicht zur Verfügung", erklärte Marco Rose. Und diese eine Lösung ist Antonios Papadopoulos, der bislang für die U23 gespielt hat und für die letzten Minuten im Spiel gegen die SG Eintracht Frankfurt eingewechselt wurde. "Papa macht das bis hierher hervorragend!" Aber ob der 21-Jährige für das Supercupspiel gegen den FC Bayern München im Abwehrzentrum eine echte Alternative darstellt, darf dennoch bezweifelt werden.




 

"Borussia Dortmund brennt ein Feuerwerk ab!"

Der BVB wusste bei seinem Bundesligadebut in der neuen Saison zu überzeugen. Der "man of the match" war Erling Haaland, der an allen 5 Toren des BVB direkt beteiligt war.





Kleine Fortschritte in der Abwehr


Ein wichtiger Abwehrspieler konnte wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, ein anderer trainiert nun individuell mit Ball.

Mats Hummels ist nach wie vor im Individualtraining und macht dort auch "kleine Fortschritte", wie BVB-Cheftrainer Marco Rose berichtet, aber er natürlich noch nicht im Mannschaftstraining ist und somit auch für das Spiel gegen die SG Eintracht Frankfurt nicht zur Verfügung stehen wird. Fortschritte hingegen gibt es bei Emre Can, der im Laufe der Woche ins Mannschaftstraining eingestiegen ist und somit eine mögliche Alternative für das Abwehrzentrum darstellen könnte. Ansonsten gäbe es keine weiteren Rückkehrer aus dem vielzitierten Lazarett, sodass es bei der Aufstellung in der Abwehr nach wie vor mangels Alternativen ein wenig improvisiert werden muss.


 
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