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"Die Nadel im Heuhaufen"

Donyell Malen leidetet derzeit an einem leichten Magen-Darm-Infekt und konnte einen Tag vor dem Pokalspiel nicht trainieren. Ob er sich mit in die endlos lange Liste aller angeschlagenen Spieler einreihen wird, ließ der BVB-Cheftrainer aber offen. Es wurde eine kleine Ursachenforschung zu den vielen verletzungsbedingten Ausfällen betrieben.

"Und täglich grüßt das Murmeltier" könnte auch eine Überschrift für nahezu jede Pk sein. Dann die leidige Verletztenliste wird beim BVB kaum oder nur bedingt kürzer. Die positive Nachricht ist, dass "Daxo" sich wieder im Mannschaftstraining befindet. Wann er aber wieder körperlich fit genug für einen Einsatz in einem Pflichtspiel ist, bleibt noch offen.

Viele Fans reagieren mittlerweile auf das Thema gereizt und vermuten die Ursachen unter anderem in fehlender Belastungssteuerung oder falschem Training. Marco Rose will aber von solchen Spekulationen nichts wissen. "Man kann davon ausgehen, dass Borussia Dortmund sich über die Jahre als Verein so entwickelt hat, dass man in jeder Abteilung auf einem absoluten Top-Niveau arbeitet", sagte er dazu und lobte dabei sowohl die medizinische Abteilung als auch die Physiotrainer des BVB. Man arbeite in allen Bereichen mit den modernsten wissenschaftlichen Methoden und auch die Kommunikation laufe zwischen allen Abteilungen sehr gut. "Wir suchen nach Kleinigkeiten und Details, bei denen wir möglicherweise im Präventionstraining arbeiten können, aber es ist so ein bisschen die Nadel im Heuhaufen. Am Ende des Tages muss man sich als Trainer auch sagen: Die Jungs machen sich dort drüben geung einen Kopf, jeder sieht sich in der Verantwortung, dass es solche Phasen gibt und die gibt es immer wieder. Die Verletzungen sind ja teilweise diffus. Es sind Verletzungen dabei, die aus Schlägen entstanden sind, es sind Tritte dabei und der Fakt, dass wir in die Vorbereitung gestartet sind, wie wir gestartet sind. (...) Wir versuchen Dinge zu eroieren, anzusprechen und besser zu machen, aber ich kann jetzt keine wahnsinnig großen Fehler erkennen, die in irgendeiner Abteilung gemacht wurden." (BY)




"Wir werden eine Kette auf das Feld bringen, die auch gut verteidigen wird!"

Das Trainingslager in Bad Ragaz in der Schweiz ist zu Ende und die ersten Pflichtspiele stehen dem BVB bevor. Obwohl Borussia Dortmund bei einigen schon als Favorit für die kommende Meisterschaft gehandelt wird, plagen Cheftrainer Marco Rose derzeit andere Sorgen.

Cheftrainer Marco Rose plagen arge Verletzungssorgen in der Abwehr.


Es wird sich also so langsam immer weiter zeigen, wie gut der Kader von Borussia Dortmund auf seine neuen Aufgaben gewappnet ist. Das Problem dabei ist nur, dass Marco Rose als Cheftrainer es bei der Vorbereitung auf die neue Saison aus verschiedenen Gründen nicht immer ganz so leicht hatte. Zum einen standen ihm wegen der EM nicht von vornherein alle Spieler zur Verfügung, sodass viele peu-a-peu aus dem Urlaub kommend erst nachträglich ins Mannschaftstraining eingestiegen sind und zum anderen hat er derzeit mit argen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Gerade im Bereich der Abwehr sind seine Sorgenfalten desbezüglich nicht gerade klein.
"Die Konstellation da hinten ist überschaubar!" gab der 44-Jährige zu - und das nicht ohne Grund! Neben Julian Brandt wurde auch Thomas Meunier erst kürzlich positiv auf COVID19 getestet, Mats Hummels hat Probleme an der Patellasehne, Dan Axel Zagadou kämpft nach wie vor mit seinem lädierten Knie und Emre Can und Raphaël Guerreiro haben seit ihrer Rückkehr von der EM muskuläre Probleme und konnten bislang nur individuell trainieren. 
"Die Jungs, die uns jetzt fehlen, werden uns auch am Wochenende fehlen" hieß es auf der Pressekonferenz. Bei Mats werde es wohl zwar "besser" und man hoffe, dass er auch bald wieder ins Lauftraining einsteigen könne, aber eine Option wird der 32-jährige Nationalspieler für das Pokalspiel gegen Wehen Wiesbaden nicht sein. Das Gleiche gelte auch für Emre Can, Dan Axel Zagadou und Raphaël Guerreiro, die bereits ins Lauftraining eingestiegen sind, aber letztlich noch weit weg vom Mannschaftstraining seien.
Das Fehlen der bisherigen Stammspieler in der Abwehr birgt aber auch für andere junge Spieler die Chance sich zu profilieren. "Wenn man als Trainer neu zu einem Verein kommt, dann geht man erstmal unvoreingenomen an alles ran" erklärte Marco Rose auf die Frage, ob es junge Spieler aus der U19 oder U23 gäbe, die bei ihm einen besonders guten Eindruck hinterlassen hätten. "Das Schöne für die Jungs ist, dass sich jeder zeigen kann und versuchen kann, das umzusetzten, was der Trainer möchte. Das haben viele Jungs sehr ordentlich hinbekommen. (...) Die Jungs, die in den Testspielen bislang aktiv waren, haben sich in eine gute Form gebracht", erklärte Marco Rose weiter und lobte dabei Nico Schulz, der in der letzten Saison keine ganz so große Rolle mehr beim BVB spielte, Felix Passlack, Antonios Papadopoulos aus der U23, Manuel Akanji und Lennard Maloney, der bislang ebenfalls für die U23 gespielt hat. "Wir werden eine Kette auf das Feld bringen, die auch gut verteidigen wird!" - so lautet das Versprechen. (BY)

 

 
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