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"Das war kein Penalty!"

Nach einem schwierigen Spiel gegen Lazio Rom konnte sich der BVB bereits vorzeitig für das Achtelfinale der UEFA Champions League qualifizieren.

Es war von vornherein ein Spiel unter schwierigen Voraussetzungen. Man hatte beim BVB nicht nur die schmerzliche Niederlage gegen den 1. FC Köln zu verdauen und das sehr suboptimale Auftreten in Rom in den Köpfen, sondern es galt zusätzlich noch einige Verletzungen zu kompensieren. Neben den Ausfällen von Emre Can, der sowohl in der Abwehr als auch im zentralen Mittelfeld hätte spielen können, und Thomas Meunier auf der rechten Abwehrseite musste man noch zusätzlich auf Sturmstar Erling Haaland verzichten, der mit einem Muskelfaserriss im Abschlusstraining kurzfristig ausfiel. 

Es entstand also ein schwieriges Puzzle für Lucien Favre und sein Trainerteam. Dabei heraus kam eine Mannschaft, die im Vergleich zum Spiel gegen den 1. FC Köln auf mehreren Positionen verändert wurde. Es stand ein Team auf dem Platz, das in der Besetzung noch nie zusammen ein Pflichtspiel bestritten hatte. Lucien Favre ließ mit einer Dreierkette im Abwehrzentrum mit Mats Hummels, Manuel Akanji und Lukasz Piszczek spielen. Mateu Morey, der sein erstes Champions League Spiel bestritt, und Raphaël Guerreiro spielten auf den Außenpositionen. 

Dementsprechend vorsichtig und mit wenig Mut im Spiel nach vorne trat der BVB auf. Dennoch erspielte man sich die ein oder andere Torchance und ging kurz vor der Halbzeit nach einer schönen Kombination mit Marco Reus durch Raphaël Guerreiro mit 1:0 in Führung. Dass Lazio Rom durch einen völlig unberechtigten Foulelfmeter in der 2. Halbzeit noch den Ausgleichstreffer erzielen konnte ist zwar sehr ärgerlich, aber dennoch hat man bei Borussia Dortmund mit einem Sieg im letzten Spiel gegen Zenit St. Petersburg die Möglichkeit, die Tabellenführung zu verteidigen.





"Wir waren immer einen Schritt zu spät!"

 

Nach der bitteren Niederlage gegen den 1. FC Köln steht nun das ChampionsLeague-Spiel gegen Lazio Rom an gegen die man zuletzt allerdings auch keine allzugute Figur gemacht hat. Lucien Favre und Thomas Delaney suchen dafür nach Ursachen. 

"Natürlich ist es sehr schade, denn wir hätten dieses Spiel auch gewinnen können" sagte BVB-Cheftrainer Lucien Favre zur Niederlage gegen den 1. FC Köln, die dem BVB auch 2 Tage später noch sehr schmerzt. "Wir haben 6 bis 7 Torchancen gehabt und sie hatten 2 aus 2 Ecken. Natürlich darf das nicht passieren, aber wir können es nicht mehr ändern. Wir müssen nach vorne schauen." 

Und da steht das ChampionsLeague-Spiel gegen Lazio Rom an. "Ausgerechnet Lazio Rom" könnte man sagen, denn nach dem letzten Aufeinandertreffen vor wenigen Wochen stand der BVB heftig in der Kritik. Björn Pino von Radio 91.2 bezeichnet diese Partie als "Semispiel". "Es ist sehr nett, wenn Du sagst, dass es ein Semispiel war" meinte Thomas Delaney schmunzelnd dazu. "Auf dem Platz hatten wir das Gefühl, dass wir immer einen Schritt hinten waren. Aber das morgen wird ein neues Spiel. Wir haben nun die Möglichkeit den nächsten Schritt zu machen um Erster zu sein und ich glaube, dass das am Ende das Ziel ist. Trotz der Auswärtsniederlage sehen wir unsere Möglichkeiten." Bezogen auf das Hinspiel gibt es allerdings noch viel Luft nach oben. Und dazu gehört nach Meinung des Dänen nicht nur das Vermeiden von gravierenden Fehlern, die zu Gegentoren führen. "Was wir ändern müssen ist nicht nur das Verteidigen. Wir reden nicht nur über unsere Dreierkette oder Viererkette. Das war so ein Spiel, bei dem das Verteidigen auf dem ganzen Platz gefehlt hat. Wir waren immer einen Schritt zu spät, sodass die sehr oft in Überzahl waren. Wir hatten nicht die Kontrolle, die wir uns erwünscht hätten."

Cheftrainer Lucien Favre räumt zwar ein, dass derartige Fehler, wie zum Beispiel der Fehlpass von Thomas Meunier, der zum 1:0 für Lazio Rom geführt hat, gegen einen solch hochklassigen Gegner nicht passieren dürfen, doch sieht er auch positive Aspekte in dem Spiel. "Wir hatten gegen Lazio 3:1 verloren und es seitdem sehr gut korrigiert. Wir sind in unserer Gruppe Tabellenführer und wollen, dass das auch so bleibt. (...) Wir hatten aber auch in der ersten Halbzeit 2 hundertprozentige Torchancen durch Raphaël Guerreiro und Thomas Meunier. Wenn Du die Chancen genutzt hättest wäre das Spiel ganz anders verlaufen. Und wenn man 2 unnötige Gegentore kassiert, verläuft das Spiel auch wieder ganz anders." 





Nach einem sicheren und ungefährdeten Sieg gegen Club Brügge hat der BVB die Tür zum Achtelfinale der UEFA Champions League weit aufgestoßen.


 



"Wir werden weiter rotieren"

Mit einer grandiosen 2. Halbzeit und 4 Toren von Erling Haaland in Berlin meldete sich der BVB von der Länderspielpause zurück. Lucien Favre erklärt, warum er dabei wichtige Spieler wie Jadon Sancho geschont hat.

Ein bekanntes Ritual vor jedem wichtigen Fußballspiel ist das Lechzen nach der Mannschaftsaufstellung. Das gilt für Fans genauso wie für Journalisten. Nicht zu selten kommt dann das große Raunen: Warum wurde der eine Spieler aufgestellt und der andere nicht? Welche Gründe liegen vor? Ist der Spieler etwa angeschlagen oder ist der Trainer mit den Leistungen nicht zufrieden oder liegen da etwa ganz andere Gründe vor? Die Gründe mögen vielschichtig sein und oft liegen sie irgendwo dazwichen. 

Dennoch erwartet man auch bei Teams mit einem recht großen Kader die Namen gewisser Stammspieler auf dem Spielberichtsbogen. Beim letzten Spiel gegen Hertha wunderten sich zum Beispiel viele darüber, warum Jadon Sancho nicht in die Startelf aufgestellt wurde. "Wir haben uns für die Frische entschieden!" war dazu die knappe Antwort von Cheftrainer Lucien Favre. Rotation sei nötig, da - mit Ausnahme von 3 bis 4 Spielern - niemand innerhalb von 30 Tagen 10 Spiele bestreiten könne. Gerade im Offensivbereich hat der BVB mit Julian Brandt, Jadon Sancho, Marco Reus, Gio Reyna, Thorgan Hazard und natürlich Erling Haaland im Sturm viele Möglichkeiten, unabhängig vom gespielten System. Auch Shootingstar Youssoufa Moukoko, der in Berlin als jüngster Spieler aller Zeiten sein Bundesligadebüt feierte, ist für die Champions-League spielberechtigt und könnte theoretisch gegen Club Brügge aufgestellt werden. Man darf also auch gegen den FC Brügge auf die Aufstellung gespannt sein.






"Es ist immer wichtig, dass alle Spieler dazu bereit sind auch zu verteidigen!"

Mats Hummels fehlt verletzungsbedingt gegen den FC Brügge und Lucien Favre steht nun vor der schwierigen Aufgabe, den Ausfall des Innenverteidigers zu kompensieren.

Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Lazio Rom hat der BVB im nächsten Auswärtsspiel in der UEFA Champions League gegen den FC Brügge einiges wieder gutzumachen. Schließlich gilt es, das von Mannschaftskapitän Marco Reus gesteckte Ziel, sich für das Achtelfinale der UEFA ChampionsLeague zu qualifizieren, zu erreichen. Die Rahmenbedingungen sind dazu allerdings momentan nicht gerade ideal, denn man hat derzeit mit einigen verletzungsbedingten Ausfällen speziell in der Abwehr zu kämpfen. Eigentlich hoffte man bezüglich eines möglichen Einsatzes von Mats Hummels bis zuletzt auf eine positive Nachricht, doch gegen Mittag gab es von Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun die Gewissheit: der gesetzte Innenverteidiger und Abwehrchef, der sich am letzten Samstag im Spiel gegen Arminia Bielefeld eine Muskelverletzung am Oberschenkel zugezogen hatte, fällt für das kommende UCL-Spiel aus. Es wartet also viel Arbeit auf das Trainerteam von Lucien Favre, Edin Terzic und Manfred Stefes, denn es gilt diesen wichtigen Ausfall in der durch das Fehlen von Emre Can und Dan Axel Zagadou ohnehin dezminierten Abwehr zu kompensieren. Eine Möglichkeit wäre die Rückkehr zur sogenannten Dreierkette, die dem BVB in der Vergangenheit recht viel Stabilität verliehen hatte. "Wir werden es uns überlegen, denn wir haben derzeit nur einen echten Innenverteidiger (Manuel Akanji), der es gewohnt ist, in einer Viererkette zu spielen" sagte Lucien Favre zur Problematik in der Abwehr. "Wir werden es sehen. Ich kann noch nicht klar antworten."

Gerade in der laufenden Saison möchte man den Fokus verstärkt auf die Abwehrarbeit richten, denn die vielen Gegentore, die der BVB in den letzten Jahren kassierte, waren unter anderem ein gravierender Kritikpunkt. "Wir haben das bis jetzt besser gemacht, aber wir werden weiter daran arbeiten. Es ist für mich wichtig, dass wir nicht so viele Torchancen zulassen wie noch vor einem Jahr." versprach BVB-Cheftrainer Lucien Favre. Rein statistisch hat Borussia Dortmund mit Null Gegentoren in den letzten drei Pflichtspielen mit die beste Abwehr der Liga. Aber eine alte Dortmunder Fußballerweisheit besagt: "Entscheidend ist auf`m Platz!" 




 

"Es war einfach zu verteidigen"

Der Last-Minute-Sieg gegen Zenit St. Petersburg beschert dem BVB große Erleichterung. Dennoch zeigte sich Cheftrainer Lucien Favre mit dem Offensivspiel seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden.   

Es war zwar ein Spiel auf ein Tor, doch es gibt es Kritik am Spiel von Borussia Dortmund. Zu behäbig und zu schwerfällig sei die Spielweise der Westfalen gewesen, sodass man sich zu wenig Torchancen herausarbeiten konnte. Man hätte mehr über die Flügel kommen müssen, war unter anderem ein Kritikpunkt, den auch Cheftrainer Lucien Favre bestätigen konnte. "Es war geplant mehr auf der Seite zu spielen" und sprach in dem Zusammenhang direkt Gio Reyna und Jadon Sancho an, die seiner Meinung nach zu zentral gespielt haben. "Es war zu einfach zu verteidigen und nicht sehr effizient."  Trotzdem zeigte sich Lucien Favre sehr erleichtert, denn nach der Niederlage im ersten Spiel gegen Lazio Rom stand der BVB schon unter Druck. "Ich finde, wir haben das Spiel gut beherrscht. (...) Wir hatten wir in der ersten Halbzeit 3 große Torchancen, von denen wir ein Tor hätten machen müssen (...) Es war schwer, aber wir haben es am Ende gut gemacht."

 


 

 

"Ich bin immer noch im Mittelfeld"

Die schmerzende Niederlage in Rom zum Auftakt zur neuen ChampionsLeague-Saison gilt es im 2. Gruppenspiel der UCL zu kompensieren. Man geht optimistisch an die Sache heran, obwohl man in der Abwehr zuletzt schon improvisieren musste.

 

Nach der deutlichen und aber auch verdienten 1:3-Niederlage gegen Lazio Rom steht der BVB im 2. Gruppenspiel der UEFA ChampionsLeague schon etwas unter Druck. Das Heimspiel gegen Zenit Sankt Petersburg muss gewonnen werden, sonst dürfte es für den derzeitigen Tabellenletzten der Gruppe F in der ChampionsLeague äußerst schwierig werden, sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Und eben das Erreichen des Achtelfinals hatte Kapitän Marco Reus zuvor klar als Zielvorgabe ausgegeben. Auch Mittelfeldspieler Thomas Delaney betont diesen Anspruch bei der Pressekonferenz: "Es gibt noch viele Möglichkeiten sich zu verbessern und Punkte zu holen. Ich habe keine Angst davor, dass wir uns nicht weiter qualifizieren könnten."
Doch gerade im Defensivbereich gab es bei den Westfalen in der jüngsten Vergangenheit einige Probleme. Die Ausfälle von Emre Can und Manuel Akanji galt es ebenso zu kompensieren wie den Ausfall von Dan Axel Zagadou, der im Trainingslager in Bad Ragaz eine Außenbandverletzung am Knie erlitten hat. Lucien Favre ließ desöfteren in einer 3er Abwehrkette spielen, in denen Mats Hummels, Lukasz Piszczek und Manuel Akanji oder Emre Can als Innenverteidiger aufliefen. Nun galt es einige Ausfälle zu kompensieren und ein wenig zu improvisieren. Dazu gehörte allen voran ein Positionswechsel von Thomas Delaney vom zentralen Mittelfeld ins Abwehrzentrum. "Der Trainer hat mir bedingt durch unsere Verletztensituation vor ein paar Tagen schon gesagt, dass diese Möglichkeit da war" sagte der Däne dazu. Obwohl er diese Position schon einst bei Werder Bremen spielte, betonte er, dass er sich im Mittelfeld doch wohler fühlt. "Ich hatte die ersten 15 Minuten gebraucht, um überhaupt rein zu kommen (...) Das war alles neu für mich, sodass ich viel denken musste. Ich bin immer noch im Mittelfeld - hoffe ich doch!" sagte er mit einem grinsenden Blick zum Trainer. 

 
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