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"Wir wollen den Schalter umlegen!"

Trotz der vielen Misserfolge in der jüngsten Vergangenheit vertraut BVB-Cheftrainer Edin Terzic auf die Qualität seines Kaders.

"Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß" ist ein berühmter Satz von Andreas Brehme, Fußball-Weltmeister von 1990. Man könnte aber auch sagen: "Wenn man kein Glück hat, dann kommt auch noch Pech dazu." Vielleicht ist es etwas, über das man streiten kann. Denn inwieweit diese Aussagen auch auf den BVB zutreffen ist derzeit nicht so ganz klar. Seit Wochen taumeln die Westfalen regelrecht durch die Liga und konnten trotz des Trainerwechsels im Dezember 2020 bislang ihren hohen Ansprüchen nicht gerecht werden. Das Problem sind nicht nur die schlechten Ergebnisse, die der BVB seit längerem in der Liga einfährt, sondern vor allem das Spiel des 2. teuersten Kaders der Liga auf dem Platz. Und genau dort scheint derzeit die Mängelliste von Spiel zu Spiel auch immer länger anstatt kürzer zu werden:

Probleme bei Defensivstandards

Viele Experten werfen der Mannschaft schon seit längerem ein mangelhaftes Verteidigen von Defensivstandards vor, das mittlerweile zu einem Dauerproblem zu werden scheint. Gegen den 1. FC Köln, Union Berlin und auch gegen Borussia Mönchengladbach kassierte man mehr als genügend Gegentore nach Eckbällen und Freistößen. Innenverteidiger Mats Hummels beklagte sich bereits nach der 1:2-Niederlage gegen Union Berlin über eigene Stellungsfehler bei gegnerischen Eckbällen. Und auch beim letzten Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim kassierte man mal wieder ein Gegentor nach einem Eckball, bei dem "wir nicht auf der Höhe waren", wie Edin Terzic es nach dem Spiel zugab.

Große Lücken im Mittelfeld

Zum anderen gab es im Sport1-Doppelpass große Kritik an vielen Offensivspielern, die eine zu geringe Bereitschaft zeigten, sich bei einem Gegenangriff gegen den Ball zurückfallen zu lassen um die Abstände zu halten, sodass dann im Mittelfeld viel zu große Lücken klafften, die die Gegner ausnutzen können. 

"Hohe Anzahl an individuellen Fehlern"

"Man muss einfach sagen, dass die Anzahl der individuellen Fehler sehr hoch ist", gab Cheftrainer Edin Terzic nach dem Spiel gegen Hoffenheim zu. Auch dort sieht er selbst eine negative Entwicklung: "Wir waren zum Anfang der Saison da sehr stabil, weil wir jeden Zweikampf sowohl in der Luft als auch am Boden klar geführt und sehr häufig die Bälle erobert haben. Jetzt fällt uns das nicht so leicht. Es ist nicht die leichteste Phase für jeden einzlnen Spieler und dann ist es auch nicht so einfach dabei komplett stabil zu sein um wenig Torchancen zuzulassen." Aber er verwies dabei auch auf die positiven Ergebnisse gegen den Vfl Wolfsburg und RB Leipzig: "Wenn man an das Heimspiel gegen den Vfl Wolfsburg oder an das Spiel in Leipzig zurückdenkt, dann sieht man, dass da die Stabilität da war. Demzufolge ist es nicht so, dass wir die Stabilität komplett verloren haben. Wir können sie im Moment nur nicht konstant und stabil abrufen. Das ist etwas, das wir jeden Tag versuchen im Training zu verbessern." Hinzu kommen Formschwächen bei Spielern, wie Marco Reus und Julian Brandt, die schon seit längerem weit hinter ihrer normalen Form hinterherhinken. "Zu viele Leistungsträger schaffen es nicht, ihre normale Form abzurufen" fand Stefan Effenberg im Sport1-Doppelpass.

Torhüter mit Verunsicherungen

Roman Bürki sah nach dem zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleichstreffer gegen Borussia Mönchengladbach, bei dem er einen Schuss nach einem Freistoß für den Gegner frontal direkt in die Füße des Gegners abwehrte, nicht allzu glücklich aus. Das Gleiche gilt auch für seinen Vertreter Marwin Hitz beim zwischenzeitlich 2:0 für den SC Freiburg, bei dem er einen Schuss aus spitzen Winkel nicht abwehren konnte.


Es gibt also derzeit mehr als genug Baustellen bei Borussia Dortmund. Und ausgerechnet jetzt geht es ins UCL Achtelfinale gegen den FC Sevilla, einem sehr erfolgreichem Team. "Wenn man die aktuelle Form vergleicht, dann ist Sevilla natürlich im Vorteil" gab auch der 38-jährige Cheftrainer des BVB zu. "Sie haben in den letzten 15 Jahren 6 mal die EuroLeague gewonnen. (...) Sie sind aktuell in einer sehr schwierigen Liga auf Platz 4, haben jetzt im Pokal und in der Meistersachaft 9 Spiele in Folge gewonnen, kassieren sehr wenig Gegentore, schießen dafür selbst doppelt so viele Tore und das ist ein sehr gutes Zeichen für Erfolg! Es wird für uns eine große Herausforderung, der wir uns gerne stellen.". Doch obwohl seine Mannschaft es zuletzt nicht so ganz gezeigt hat, kennt Edin Terzic die Stärken seines eigenen Kaders, auf die er nach wie vor vertraut. "Aber wenn wir es schaffen, unsere Leistung konstant und stabil über die 180 Minuten - oder gar mehr - auf den Platz zu bekommen, dann gebe ich uns eine guten Chance, auch in die nächste Runde einzuziehen. Denn das ist unser klares Ziel. Wir wollen uns nicht verstecken. Wir wollen diesen Wettbewerb nutzen um den nächsten Schritt zu gehen, als Mannschaft erfolgreich zu sein und die nächste Runde erreichen." (BY)





Ein Puzzlespiel in St. Petersburg

Lucien Favre erwähnt sehr viele Spieler, die verletzungsbedingt ausfallen und somit nicht nach St. Petersburg reisen werden. Stattdessen sieht man auf dem Weg nach Russland neue Gesichter.

Der "Mannschaftsairbus" A320-214 von Eurowings, mit dem die Mannschaft von Borussia Dortmund zu seinen Auswärtsspielen an fern gelegenen Orten reist, gehört als Kurz- bzw. Mittelstreckenflieger mit 174 Sitzplätzen zwar nicht zu den größten Passagierflugzeugen, aber dennoch sollte man im Flug nach St. Petersburg mehr als genügend Platz haben um auch sicher alle Mindestabstände einhalten zu können. Denn es war eine sehr umfangreiche Aufzählung, die BVB-Cheftrainer Lucien Favre auf der Pressekonferenz von allen Spielern tätigte, die angeschlagen sind und daher die Reise in den hohen Norden Russlands nicht antreten konnten. Stattdessen waren die Newcomer Tobias Raschl aus der U23 und Ansgar Knauff, der erst kürzlich mit einem Profivertrag bis zum Sommer 2023 ausgestattet wurde, mit dabei. Sportdirektor Michael Zorc lobte erst kürzlich die Dribbelstärke und das Zweikampfverhalten von Ansgar Knauff, der in der U19 bislang auf den Flügelpositionen eingesetzt wurde. Dennoch betonte der Sportdirektor, dass die Entwicklungsphase des 18-Jährigen noch lange nicht abgeschlossen sei. Ob er nun tatsächlich - ähnlich wie Mateu Morey letzte Woche gegen Lazio Rom - gegen Zenit St. Petersburg seine Champions League Premiere feiern darf, bleibt abzuwarten.   




"Das war kein Penalty!"

Nach einem schwierigen Spiel gegen Lazio Rom konnte sich der BVB bereits vorzeitig für das Achtelfinale der UEFA Champions League qualifizieren.

Es war von vornherein ein Spiel unter schwierigen Voraussetzungen. Man hatte beim BVB nicht nur die schmerzliche Niederlage gegen den 1. FC Köln zu verdauen und das sehr suboptimale Auftreten in Rom in den Köpfen, sondern es galt zusätzlich noch einige Verletzungen zu kompensieren. Neben den Ausfällen von Emre Can, der sowohl in der Abwehr als auch im zentralen Mittelfeld hätte spielen können, und Thomas Meunier auf der rechten Abwehrseite musste man noch zusätzlich auf Sturmstar Erling Haaland verzichten, der mit einem Muskelfaserriss im Abschlusstraining kurzfristig ausfiel. 

Es entstand also ein schwieriges Puzzle für Lucien Favre und sein Trainerteam. Dabei heraus kam eine Mannschaft, die im Vergleich zum Spiel gegen den 1. FC Köln auf mehreren Positionen verändert wurde. Es stand ein Team auf dem Platz, das in der Besetzung noch nie zusammen ein Pflichtspiel bestritten hatte. Lucien Favre ließ mit einer Dreierkette im Abwehrzentrum mit Mats Hummels, Manuel Akanji und Lukasz Piszczek spielen. Mateu Morey, der sein erstes Champions League Spiel bestritt, und Raphaël Guerreiro spielten auf den Außenpositionen. 

Dementsprechend vorsichtig und mit wenig Mut im Spiel nach vorne trat der BVB auf. Dennoch erspielte man sich die ein oder andere Torchance und ging kurz vor der Halbzeit nach einer schönen Kombination mit Marco Reus durch Raphaël Guerreiro mit 1:0 in Führung. Dass Lazio Rom durch einen völlig unberechtigten Foulelfmeter in der 2. Halbzeit noch den Ausgleichstreffer erzielen konnte ist zwar sehr ärgerlich, aber dennoch hat man bei Borussia Dortmund mit einem Sieg im letzten Spiel gegen Zenit St. Petersburg die Möglichkeit, die Tabellenführung zu verteidigen.





"Wir waren immer einen Schritt zu spät!"

 

Nach der bitteren Niederlage gegen den 1. FC Köln steht nun das ChampionsLeague-Spiel gegen Lazio Rom an gegen die man zuletzt allerdings auch keine allzugute Figur gemacht hat. Lucien Favre und Thomas Delaney suchen dafür nach Ursachen. 

"Natürlich ist es sehr schade, denn wir hätten dieses Spiel auch gewinnen können" sagte BVB-Cheftrainer Lucien Favre zur Niederlage gegen den 1. FC Köln, die dem BVB auch 2 Tage später noch sehr schmerzt. "Wir haben 6 bis 7 Torchancen gehabt und sie hatten 2 aus 2 Ecken. Natürlich darf das nicht passieren, aber wir können es nicht mehr ändern. Wir müssen nach vorne schauen." 

Und da steht das ChampionsLeague-Spiel gegen Lazio Rom an. "Ausgerechnet Lazio Rom" könnte man sagen, denn nach dem letzten Aufeinandertreffen vor wenigen Wochen stand der BVB heftig in der Kritik. Björn Pino von Radio 91.2 bezeichnet diese Partie als "Semispiel". "Es ist sehr nett, wenn Du sagst, dass es ein Semispiel war" meinte Thomas Delaney schmunzelnd dazu. "Auf dem Platz hatten wir das Gefühl, dass wir immer einen Schritt hinten waren. Aber das morgen wird ein neues Spiel. Wir haben nun die Möglichkeit den nächsten Schritt zu machen um Erster zu sein und ich glaube, dass das am Ende das Ziel ist. Trotz der Auswärtsniederlage sehen wir unsere Möglichkeiten." Bezogen auf das Hinspiel gibt es allerdings noch viel Luft nach oben. Und dazu gehört nach Meinung des Dänen nicht nur das Vermeiden von gravierenden Fehlern, die zu Gegentoren führen. "Was wir ändern müssen ist nicht nur das Verteidigen. Wir reden nicht nur über unsere Dreierkette oder Viererkette. Das war so ein Spiel, bei dem das Verteidigen auf dem ganzen Platz gefehlt hat. Wir waren immer einen Schritt zu spät, sodass die sehr oft in Überzahl waren. Wir hatten nicht die Kontrolle, die wir uns erwünscht hätten."

Cheftrainer Lucien Favre räumt zwar ein, dass derartige Fehler, wie zum Beispiel der Fehlpass von Thomas Meunier, der zum 1:0 für Lazio Rom geführt hat, gegen einen solch hochklassigen Gegner nicht passieren dürfen, doch sieht er auch positive Aspekte in dem Spiel. "Wir hatten gegen Lazio 3:1 verloren und es seitdem sehr gut korrigiert. Wir sind in unserer Gruppe Tabellenführer und wollen, dass das auch so bleibt. (...) Wir hatten aber auch in der ersten Halbzeit 2 hundertprozentige Torchancen durch Raphaël Guerreiro und Thomas Meunier. Wenn Du die Chancen genutzt hättest wäre das Spiel ganz anders verlaufen. Und wenn man 2 unnötige Gegentore kassiert, verläuft das Spiel auch wieder ganz anders." 





Nach einem sicheren und ungefährdeten Sieg gegen Club Brügge hat der BVB die Tür zum Achtelfinale der UEFA Champions League weit aufgestoßen.


 



"Wir werden weiter rotieren"

Mit einer grandiosen 2. Halbzeit und 4 Toren von Erling Haaland in Berlin meldete sich der BVB von der Länderspielpause zurück. Lucien Favre erklärt, warum er dabei wichtige Spieler wie Jadon Sancho geschont hat.

Ein bekanntes Ritual vor jedem wichtigen Fußballspiel ist das Lechzen nach der Mannschaftsaufstellung. Das gilt für Fans genauso wie für Journalisten. Nicht zu selten kommt dann das große Raunen: Warum wurde der eine Spieler aufgestellt und der andere nicht? Welche Gründe liegen vor? Ist der Spieler etwa angeschlagen oder ist der Trainer mit den Leistungen nicht zufrieden oder liegen da etwa ganz andere Gründe vor? Die Gründe mögen vielschichtig sein und oft liegen sie irgendwo dazwichen. 

Dennoch erwartet man auch bei Teams mit einem recht großen Kader die Namen gewisser Stammspieler auf dem Spielberichtsbogen. Beim letzten Spiel gegen Hertha wunderten sich zum Beispiel viele darüber, warum Jadon Sancho nicht in die Startelf aufgestellt wurde. "Wir haben uns für die Frische entschieden!" war dazu die knappe Antwort von Cheftrainer Lucien Favre. Rotation sei nötig, da - mit Ausnahme von 3 bis 4 Spielern - niemand innerhalb von 30 Tagen 10 Spiele bestreiten könne. Gerade im Offensivbereich hat der BVB mit Julian Brandt, Jadon Sancho, Marco Reus, Gio Reyna, Thorgan Hazard und natürlich Erling Haaland im Sturm viele Möglichkeiten, unabhängig vom gespielten System. Auch Shootingstar Youssoufa Moukoko, der in Berlin als jüngster Spieler aller Zeiten sein Bundesligadebüt feierte, ist für die Champions-League spielberechtigt und könnte theoretisch gegen Club Brügge aufgestellt werden. Man darf also auch gegen den FC Brügge auf die Aufstellung gespannt sein.






"Es ist immer wichtig, dass alle Spieler dazu bereit sind auch zu verteidigen!"

Mats Hummels fehlt verletzungsbedingt gegen den FC Brügge und Lucien Favre steht nun vor der schwierigen Aufgabe, den Ausfall des Innenverteidigers zu kompensieren.

Abwehrchef beim BVB: Mats Hummels

Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Lazio Rom hat der BVB im nächsten Auswärtsspiel in der UEFA Champions League gegen den FC Brügge einiges wieder gutzumachen. Schließlich gilt es, das von Mannschaftskapitän Marco Reus gesteckte Ziel, sich für das Achtelfinale der UEFA ChampionsLeague zu qualifizieren, zu erreichen. Die Rahmenbedingungen sind dazu allerdings momentan nicht gerade ideal, denn man hat derzeit mit einigen verletzungsbedingten Ausfällen speziell in der Abwehr zu kämpfen. Eigentlich hoffte man bezüglich eines möglichen Einsatzes von Mats Hummels bis zuletzt auf eine positive Nachricht, doch gegen Mittag gab es von Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun die Gewissheit: der gesetzte Innenverteidiger und Abwehrchef, der sich am letzten Samstag im Spiel gegen Arminia Bielefeld eine Muskelverletzung am Oberschenkel zugezogen hatte, fällt für das kommende UCL-Spiel aus. Es wartet also viel Arbeit auf das Trainerteam von Lucien Favre, Edin Terzic und Manfred Stefes, denn es gilt diesen wichtigen Ausfall in der durch das Fehlen von Emre Can und Dan Axel Zagadou ohnehin dezminierten Abwehr zu kompensieren. Eine Möglichkeit wäre die Rückkehr zur sogenannten Dreierkette, die dem BVB in der Vergangenheit recht viel Stabilität verliehen hatte. "Wir werden es uns überlegen, denn wir haben derzeit nur einen echten Innenverteidiger (Manuel Akanji), der es gewohnt ist, in einer Viererkette zu spielen" sagte Lucien Favre zur Problematik in der Abwehr. "Wir werden es sehen. Ich kann noch nicht klar antworten."

Gerade in der laufenden Saison möchte man den Fokus verstärkt auf die Abwehrarbeit richten, denn die vielen Gegentore, die der BVB in den letzten Jahren kassierte, waren unter anderem ein gravierender Kritikpunkt. "Wir haben das bis jetzt besser gemacht, aber wir werden weiter daran arbeiten. Es ist für mich wichtig, dass wir nicht so viele Torchancen zulassen wie noch vor einem Jahr." versprach BVB-Cheftrainer Lucien Favre. Rein statistisch hat Borussia Dortmund mit Null Gegentoren in den letzten drei Pflichtspielen mit die beste Abwehr der Liga. Aber eine alte Dortmunder Fußballerweisheit besagt: "Entscheidend ist auf`m Platz!" 




 

"Es war einfach zu verteidigen"

Der Last-Minute-Sieg gegen Zenit St. Petersburg beschert dem BVB große Erleichterung. Dennoch zeigte sich Cheftrainer Lucien Favre mit dem Offensivspiel seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden.   

Es war zwar ein Spiel auf ein Tor, doch es gibt es Kritik am Spiel von Borussia Dortmund. Zu behäbig und zu schwerfällig sei die Spielweise der Westfalen gewesen, sodass man sich zu wenig Torchancen herausarbeiten konnte. Man hätte mehr über die Flügel kommen müssen, war unter anderem ein Kritikpunkt, den auch Cheftrainer Lucien Favre bestätigen konnte. "Es war geplant mehr auf der Seite zu spielen" und sprach in dem Zusammenhang direkt Gio Reyna und Jadon Sancho an, die seiner Meinung nach zu zentral gespielt haben. "Es war zu einfach zu verteidigen und nicht sehr effizient."  Trotzdem zeigte sich Lucien Favre sehr erleichtert, denn nach der Niederlage im ersten Spiel gegen Lazio Rom stand der BVB schon unter Druck. "Ich finde, wir haben das Spiel gut beherrscht. (...) Wir hatten wir in der ersten Halbzeit 3 große Torchancen, von denen wir ein Tor hätten machen müssen (...) Es war schwer, aber wir haben es am Ende gut gemacht."

 


 

 

"Ich bin immer noch im Mittelfeld"

Die schmerzende Niederlage in Rom zum Auftakt zur neuen ChampionsLeague-Saison gilt es im 2. Gruppenspiel der UCL zu kompensieren. Man geht optimistisch an die Sache heran, obwohl man in der Abwehr zuletzt schon improvisieren musste.

 

Thomas Delaney fühlt sich im Mittelfeld am wohlsten.

Nach der deutlichen und aber auch verdienten 1:3-Niederlage gegen Lazio Rom steht der BVB im 2. Gruppenspiel der UEFA ChampionsLeague schon etwas unter Druck. Das Heimspiel gegen Zenit Sankt Petersburg muss gewonnen werden, sonst dürfte es für den derzeitigen Tabellenletzten der Gruppe F in der ChampionsLeague äußerst schwierig werden, sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Und eben das Erreichen des Achtelfinals hatte Kapitän Marco Reus zuvor klar als Zielvorgabe ausgegeben. Auch Mittelfeldspieler Thomas Delaney betont diesen Anspruch bei der Pressekonferenz: "Es gibt noch viele Möglichkeiten sich zu verbessern und Punkte zu holen. Ich habe keine Angst davor, dass wir uns nicht weiter qualifizieren könnten."
Doch gerade im Defensivbereich gab es bei den Westfalen in der jüngsten Vergangenheit einige Probleme. Die Ausfälle von Emre Can und Manuel Akanji galt es ebenso zu kompensieren wie den Ausfall von Dan Axel Zagadou, der im Trainingslager in Bad Ragaz eine Außenbandverletzung am Knie erlitten hat. Lucien Favre ließ desöfteren in einer 3er Abwehrkette spielen, in denen Mats Hummels, Lukasz Piszczek und Manuel Akanji oder Emre Can als Innenverteidiger aufliefen. Nun galt es einige Ausfälle zu kompensieren und ein wenig zu improvisieren. Dazu gehörte allen voran ein Positionswechsel von Thomas Delaney vom zentralen Mittelfeld ins Abwehrzentrum. "Der Trainer hat mir bedingt durch unsere Verletztensituation vor ein paar Tagen schon gesagt, dass diese Möglichkeit da war" sagte der Däne dazu. Obwohl er diese Position schon einst bei Werder Bremen spielte, betonte er, dass er sich im Mittelfeld doch wohler fühlt. "Ich hatte die ersten 15 Minuten gebraucht, um überhaupt rein zu kommen (...) Das war alles neu für mich, sodass ich viel denken musste. Ich bin immer noch im Mittelfeld - hoffe ich doch!" sagte er mit einem grinsenden Blick zum Trainer. 

 
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