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"Wir wollen Ajax richtig fordern!"

Es verspricht das Topspiel in der Gruppe C der UCL zu werden, wenn Ajax Amasterdam auf Borussia Dortmund trifft. BVB-Cheftrainer Marco Rose erwartet einen hochklassigen Gegner.

"Viele unserer Jungs haben schon ihre Erfahrungen in Holland gemacht - auch in dem Stadion" schwärmte BVB-Mittelfeldspieler Julian Brandt von der Johan Cruijff Arena in Amsterdam. Das mit 54.000 Sitzplätzen bestückte Stadion zählt derzeit als das größte Stadion in den Niederlanden. Viele Spieler des BVB kennen aus vergangenen Tagen die beeindruckende Stimmung, die die Fans dort erzeugen können. Und genau das bewirke auch die Motivation bei den Borussen: "Ich merke jedem an, dass sie auch voll Bock darauf haben! (...) Es ist ein Spiel, bei dem jeder brennt! Wenn Du dort einmal einläufst, dann ist da einfach komplett Feuer. Und daran merkt man, wie fußballverrückt die Holländer sind und welche positive Energie sie ausstrahlen."

Und Ajax Amstderdam ist nicht irgendein Verein in den Niederlanden. Sie sind derzeit sowohl in der Eredivisie, der höchsten niederländischen Fußballliga, als auch in der Gruppe C der UEFA Champions League klarer Tabellenführer. Und das nicht ohne Grund: "Ajax steht in der Liga schon ein Stück über den Dingen. Sie spielen sehr dominant mit einem agressiven Gegenpressing gegen den Ball" ist die Meinung von Marco Rose zum kommenden Gegner. "Wir müssen Lösungen suchen und finden. Wir müssen aufmerksam sein, wir müssen sehr spielaktiv sein. Ich glaube, dass sie durch ihr hohes Pressing dann natürlich auch Räume im Rücken der Abwehr immer wieder bieten und wir Tiefe in unserem Spiel brauchen. Wir werden grundsätzlich wenig Zeit haben, wenn wir den Ball haben."

"Am wohlsten fühle ich mich auf dem Platz!"

Julian Brandt blüht unter Marco Rose wieder richtig auf! (Foto: Bijan Yaghoubi)

Ein Spieler, der in den letzten Jahren beim BVB unter anderem für fehlende Konstanz in seinem Spiel teilweise sehr in der Kritik stand, aber nun wieder zu alter Stärke aufzublühen scheint, ist Julian Brandt. Der gebürtige Bremer erzielte in seinen bislang 5 Bundesligaeinsätzen ein sehr sehenswertes Tor in Leverkusen und den wichtigen 2:1 Siegtreffer gegen den FC Augsburg. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein. "Jedes Spiel, das ich momentan mache, tut mir extrem gut", sagte der 25-Jährige bei der Pressekonferenz. "Ich glaube, dass ich momentan in einen Fluss komme, bei dem ich mir für jede Minute mehr Selbstvertrauen hole, die Dinge einem wieder leichter fallen und eine gewisse Selbstverständnis wieder kommt." Die Spielweise von Marco Rose - intensives Gegenpressing und schnelles Umschalten - komme ihm sehr gelegen. "Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass wir Pressing spielen, weil ich es aus der Vergangenheit auch so kenne. Ich habe 2,5 Jahre mit Roger Schmidt Vollpressing gespielt und es mir verinnerlicht." Der allgemeine Umgang miteinander innerhalb der Mannschaft und die Art und Weise, mit der man sich gegenseitig hilft, sei ein weiterer wichtiger Baustein für den Erfolg. "Man sieht Schritt für Schritt auch immer wieder Weiterentwicklungen." Letztlich sei es auch egal, welche konkrete Aufgabe man dem Mittelfeldspieler im Spiel zuweist. "Am wohlsten fühle ich mich auf dem Platz! Ich helfe auch immer gerne da aus, wo gerade Hilfe benötigt wird. Ich will einfach Fußball spielen!" (BY)



 

"Da geht aber noch mehr!"

Nach einem kräftezehrenden UCL Spiel gegen Sporting Lissabon zeigte sich BVB-Cheftrainer Marco Rose zwar sehr erleichtert über den Sieg, sieht aber noch deutliches Steiergungspotenzial im Spiel seiner Mannschaft.

Es war kein UEFA Champions League Spiel, das in die Geschichtsbücher eingehen wird. Nicht sonderlich glanzvoll, aber letztlich verdient bezwang der BVB Sporting Lissabon und sammelte so die nächsten wichtigen 3 Punkte in der Gruppenphase ein. Viel mehr war es auch nicht, was aber auch in Anbetracht der vielen Verletzten nicht allzu verwunderlich ist. 

BVB-Cheftrainer Marco Rose sah im Spiel seiner Mannschsaft sowohl Licht als auch Schatten. Einerseits war er in erster Linie darüber froh, kein Gegentor kassiert zu haben und lobte dabei die Abwehrspieler und das Pressing der gesamten Mannschaft gegen den Ball. "Wir hatten in der ersten Halbzeit ein Topgegenpressing. Dementsprechend habe ich heute auch viele Dinge gesehen, die mir gut gefallen und die wir mitnehmen können." 

Aber es gab auch vieles, das er noch deutlich verbessern möchte. Und das ist in erster Linie das Angriffsspiel seiner Mannschaft. "Das war heute gut! Aber da geht noch mehr! Da bin ich mir sicher! Ich glaube schon, dass wir eine gute Intensität im Spiel hatten, dass wir auch immer wieder versucht haben anzulaufen (...)  Im Spiel mit dem Ball haben wir ein paar Fehler zuviel gemacht und haben im letzten Drittel ein paar Entscheidungen nicht richtig getroffenund dementsprechend kam von uns zuwenig in Richtung gegnerisches Tor." Das Spiel nach vorne werde regelmäßig trainiert und besprochen. Aber bei Umsetzung im Spiel bedarf es im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen. "Und manchmal übersehen wir auch den einfachen Ball in Räume, in denen es richtig brennt. Möglicherweise haben wir auch den ein oder anderen Laufweg zu wenig. (...) Es ist ein Prozess, aber ich habe das Gefühl, dass die Jungs versuchen alles umzusetzen."





"Bei Erling tut es dann doch noch richtig weh!"

Auch vor dem wichtigen Champions-League Gruppenspiel gegen Sporting Lissabon hat BVB-Cheftrainer Marco Rose mit personellen Problemen zu kämpfen.

Die "traditionelle Frage nach dem Personal", die ja üblicherweise bei jeder Pressekonferenz gestellt wird, genießt beim BVB schon seit einiger Zeit eine besonders große Bedeutung. Nachdem zu Beginn der Saison sehr viele Abwehrspieler fehlten, hat man nun große Lücken im Mittelfeld zu kompensieren. Neben Thorgan Hazard, Emre Can und Gio Reyna fehlten zuletzt in Mönchengladbach auch noch Kapitän Marco Reus und Sturmstar Erling Haaland. Und das hat sich im Offensivspiel der Schwarz-Gelben beim Borussenduell gegen die "Fohlen" deutlich bemerkbar gemacht. Im Angriffsspiel tat man sich schwer und der gerade einmal 16-jährige "Mouki" hatte als Sturmspitze so seine liebe Mühe. "Klar haben wir uns nicht allzuviele Torchancen herausgespielt" gab Manuel Akanji zu, "aber wir waren auch ein Mann weniger!"

Leichte Entwarnung konnte Marco Rose aber mittlerweile bei Julian Brandt geben, der 2 Tage vor dem UCL Spiel gegen Sporting Lissabon "voll trainert" habe und somit eine Option sei. Bei Marco Reus und Erling Haaland werde es "eng". Während es für den Einsatz von Marco Reus noch einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt, gibt Marco Rose doch ziemlich deutlich zu verstehen, dass Erling Haaland mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gegen Sporting Lissabon fehlen wird. Und den 21-jährigen Norweger zu ersetzen ist natürlich nicht leicht. "Wenn ein Top-Stürmer ausfällt - egal bei welchem Verein - dann macht das immer etwas mit einer Mannschaft! Das ist klar! Und trotzdem werden wir versuchen, Lösungen zu finden." Wie diese Lösungen genau aussehen werden, bleibt abzuwarten. Innenverteidiger Manuel Akanji lobt dagegen die Einstellung des BVB in Mönchengladbach. Gerade in der 2. Halbzeit habe man trotz Unterzahl die "richtige Einstellung" gezeigt und sei fast zum Ausgleich gekommen.

Und auch sein Cheftrainer appelliert an den Geist der Mannschaft und stellt trotz seiner Personalsorgen eine klare Forderung an sein Team im Spiel gegen den portugisischen Meister: "Wenn die Hymne dann ertönt und die Jungs gut regeneriert sind, dann glaube ich, dass es für uns nur darum geht, hier zu Hause die nächsten 3 Punkte einzufahren, ein klares Signal an die Gruppe zu senden und wieder in die Erfolgsspur zurück zu kommen." (BY)


 
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