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Kein Spiel um "die goldene Ananas"

Das letzte Gruppenspiel in der UEFA Champions League gegen Besktas Istanbul ist zwar für den weiteren Verlauf im Wettberwerb nicht mehr von Bedeutung, aber Marco Rose möchte diese Partie dazu nutzen, um einiges wieder gutzumachen.

Mats Hummels ist nach dem Bayern-Spiel sehr "selbstkritisch und reflektiert" (Foto: Bijan Yaghoubi)

Zwei Tage nach der äußerst unglücklichen 2:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern München sitzt beim BVB der Stachel immer noch sehr tief. Und das ist auch verständlich, wenn man sieht, dass die Gegentore quasi nur durch individuelle Fehler in der Abwehr entstanden sind. "Wir sind alle insgesamt sehr selbstkritisch, was das Thema individuelle Fehler angeht - auch die Jungs mit sich", erklärte Marco Rose 2 Tage nach dem Spiel. "Das sind Dinge, die man nur schwerlich beeinflussen kann. Wir müssen versuchen sie abzustellen. Dort müssen wir versuchen klarer zu werden. Wenn man sieht, wie wir die 2 ersten Gegentore bekommen haben, dann ist es gegen so einen Gegner viel zu einfach. Und das hat dann auch nichts mit dem Schiedsrichter zu tun. Das müssen wir uns dann schon selber ankreiden, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft zu leicht in Rückstand geraten sind."

Dass das entscheidende letzte Gegentor aber durch einen ominösen Handelfmeter zustande gekommen ist, während einem selbst ein durchaus berechtigter Strafstoß nach einem Foul an Marco Reus verwehrt blieb, ärgerte Marco Rose auch 2 Tage später immer noch: "Ich müsste lügen, wenn ich sagte, dass mich das kalt gelassen hätte. Ich hatte eine unruhige Nacht, weil wir uns ungerecht behandelt gefühlt haben. Ich glaube trotzdem, dass wir da eine Haken dranmachen sollten. (...) Der DFB hat auf seine Art und Weise über kleine interne Interviews das Thema abmoderiert. Ich glaube auch nach mehrmaligen Hinschauen trotzdem, dass in diesem Spiel zu oft mit zweierlei Maß gemessen wurde." Aber er gab in dem Zusammenhang indirekt zu verstehen, dass er sich darüber hinaus weder zu dem Spiel, noch zu der Schiedsrichterleistung und somit auch zu den damit in Verbindung stehenden Aussagen von Jude Bellingham nach dem Spiel und den möglichen Folgen äußern möchte: "Man sollte es aber auch grundsätzlich abmoderieren und alles, was da noch kommen könnte, weglassen."

Julian Brandt könnte eventuell gegen den VfL Bochum wieder spielen. (Foto: Bijan Yaghoubi)

In dem nun letzten UCL-Spiel des BVB in dieser Saison geht es zwar theoretisch nur noch um die berühmte "goldenene Ananas", aber man möchte sich mit einem Sieg anständig aus dem Wettbewerb verabschieden. "Ich glaube schon, dass die Champions League für jeden etwas besonderes ist", erklärte Steffen Tigges vor dem Spiel gegen Besiktas Istanbul. "Man kann nicht genug Champions League spielen. Für uns persönlich und für die Mannschaft ist so ein Spiel schon wichtig." Marco Rose ergänzte dazu: "Ich glaube, dass es kein Goldens-Ananas-Spiel ist. Es geht um das Prestige, wir wollen die Gruppe dann auch mit einem Erfolg beenden. Es geht um Geld für den Verein. Und es geht auch darum, ein paar Sachen wieder gerade zu rücken." Und da gibt es in der jungen Vergangenheit einige Dinge, die für den BVB nicht ganz rund liefen und gerade gerückt werden sollten. Da sind zum einen die überdurchchnittlich vielen verletzungsbedingten Ausfälle, die nun hoffentlich bald ein Ende finden. Zum anderen stehen dort viele Gegentore, die oft durch individuelle Fehler verurasacht wurden, aber auch nicht zuletzt viele zweifelhafte, aber auch sehr entscheidende Schiedsrichterentscheidungen, die klar zum Nachteil des BVB getroffen wurden. Da steht zum einen der äußerst merkwürdige Platzverweis von Mats Hummels im Spiel gegen Ajax Amsterdam, der sowohl den weiteren Verlauf in der Partie, aber auch im folgenden wichtigen UCL-Spiel gegen Sporting Lissabon mit stark beeinflusst haben dürfte. Und dann stehen im letzten Bundesligaspiel gegen den FC Bayern München viele konträre Meinungen bezüglich der Schiedsrichterleistung von Felix Zwayer im Raum, die - und das kann man so klar sagen - in den entscheidenen Situationen ebenfalls zum Nachteil von Borussia Dortmund getroffen wurden.

Aber im Nachhinein nützt es alles nichts, es geht darum weiter am Ball zu bleiben. Die Moral einer Mannschaft ist auf jeden Fall etwas positives, was auch bei den kommenden Spielen zur Entfaltung kommen soll: "Was unseren Auftritt angeht, haben wir ein Signal gesetzt. Und das müssen wir auch in die nächsten Spielen mitnehmen." (BY)




 

"Soweit dürfen wir es nicht kommen lassen!"

Die 4:0-Hinspielniederlage gegen Ajax Amsterdam steckt vielen BVB-Fans noch sehr in den Knochen. Cheftrainer Marco Rose und Innenverteidiger Mats Hummels möchten im Rückspiel ein anderes Gesicht zeigen.

Es fühlte sich für jeden Schwarz-Gelben wie eine gehörige Tracht Prügel an, als Borussia Dortmund vor 2 Wochen in Amsterdam regelrecht unterging. Ajax war dem BVB in allen Belangen deutlich überlegen, sodass man im Grunde genommen schon darüber froh sein musste, nicht höher verloren zu haben. Neben der individuellen Qualitäten aller einzelnen Spieler des kommenden Gegners lobten sowohl BVB-Cheftrainer Marco Rose als auch Innenverteidiger Mats Hummels deren variable Spielweise: "Sie fangen an im 4-3-3, arbeiten dann mit unterschiedlichen Höhen ihrer Außenverteidiger, Noussair Mazraoui kommt dann mal in die Mitte, dann spielen sie 3 - Raute - 3, dann spielen sie 3 - 1 - 4 - 2 und haben extrem viel Personal in der letzten Linie." Und der mittlerweile dienstälteste Borusse Mats Hummels fügte hinzu: "Ich glaube, dass Ajax Offensive von sehr vielen Spielern lebt. Sie haben ganz unterschiedliche Komponenten, arbeiten mit sehr vielen tiefen Läufen, in denen sie dann Räume schaffen für andere und sind sehr flexibel." 

Und genau für diese Spielstärke und Flexibilität der Spieler von Cheftrainer Erik ten Hag gilt es Lösungen zu finden, um sich nicht erneut unterbuttern zu lassen: "Du kannst Dir viele Dinge zurecht legen, am Ende geht es um die Umsetzung. Gegen Ajax geht es darum, dass Du weisst, dass eine sehr spielstarke Mannschaft kommt, die auf Dominanz setzt. Das bedeutet: Du wirst auch ertragen müssen, dass sie ein paar Minuten den Ball haben." Entscheidend ist aber nicht der Ballbesitz des Gegners, sondern die Frage, was er daraus macht. Und im Hinspiel war es nunmal sehr viel, denn die Niederländer erspielten sich nahezu im Minutentakt hochkarätige Torchancen. Und genau da gehe es darum, nach einem möglichen Rückstand dieses mal ein anderes Gesicht zu zeigen. "Hinten heraus - und das muss man dann schon zugeben - haben sie uns richtig leiden lassen und es sah für Borussia Dortmund auch nicht mehr schön aus. Das muss man ganz klar sagen. Und soweit dürfen wir es nicht kommen lassen!"




 

"Wir wollen Ajax richtig fordern!"

Es verspricht das Topspiel in der Gruppe C der UCL zu werden, wenn Ajax Amasterdam auf Borussia Dortmund trifft. BVB-Cheftrainer Marco Rose erwartet einen hochklassigen Gegner.

"Viele unserer Jungs haben schon ihre Erfahrungen in Holland gemacht - auch in dem Stadion" schwärmte BVB-Mittelfeldspieler Julian Brandt von der Johan Cruijff Arena in Amsterdam. Das mit 54.000 Sitzplätzen bestückte Stadion zählt derzeit als das größte Stadion in den Niederlanden. Viele Spieler des BVB kennen aus vergangenen Tagen die beeindruckende Stimmung, die die Fans dort erzeugen können. Und genau das bewirke auch die Motivation bei den Borussen: "Ich merke jedem an, dass sie auch voll Bock darauf haben! (...) Es ist ein Spiel, bei dem jeder brennt! Wenn Du dort einmal einläufst, dann ist da einfach komplett Feuer. Und daran merkt man, wie fußballverrückt die Holländer sind und welche positive Energie sie ausstrahlen."

Und Ajax Amstderdam ist nicht irgendein Verein in den Niederlanden. Sie sind derzeit sowohl in der Eredivisie, der höchsten niederländischen Fußballliga, als auch in der Gruppe C der UEFA Champions League klarer Tabellenführer. Und das nicht ohne Grund: "Ajax steht in der Liga schon ein Stück über den Dingen. Sie spielen sehr dominant mit einem agressiven Gegenpressing gegen den Ball" ist die Meinung von Marco Rose zum kommenden Gegner. "Wir müssen Lösungen suchen und finden. Wir müssen aufmerksam sein, wir müssen sehr spielaktiv sein. Ich glaube, dass sie durch ihr hohes Pressing dann natürlich auch Räume im Rücken der Abwehr immer wieder bieten und wir Tiefe in unserem Spiel brauchen. Wir werden grundsätzlich wenig Zeit haben, wenn wir den Ball haben."

"Am wohlsten fühle ich mich auf dem Platz!"

Julian Brandt blüht unter Marco Rose wieder richtig auf! (Foto: Bijan Yaghoubi)

Ein Spieler, der in den letzten Jahren beim BVB unter anderem für fehlende Konstanz in seinem Spiel teilweise sehr in der Kritik stand, aber nun wieder zu alter Stärke aufzublühen scheint, ist Julian Brandt. Der gebürtige Bremer erzielte in seinen bislang 5 Bundesligaeinsätzen ein sehr sehenswertes Tor in Leverkusen und den wichtigen 2:1 Siegtreffer gegen den FC Augsburg. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein. "Jedes Spiel, das ich momentan mache, tut mir extrem gut", sagte der 25-Jährige bei der Pressekonferenz. "Ich glaube, dass ich momentan in einen Fluss komme, bei dem ich mir für jede Minute mehr Selbstvertrauen hole, die Dinge einem wieder leichter fallen und eine gewisse Selbstverständnis wieder kommt." Die Spielweise von Marco Rose - intensives Gegenpressing und schnelles Umschalten - komme ihm sehr gelegen. "Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass wir Pressing spielen, weil ich es aus der Vergangenheit auch so kenne. Ich habe 2,5 Jahre mit Roger Schmidt Vollpressing gespielt und es mir verinnerlicht." Der allgemeine Umgang miteinander innerhalb der Mannschaft und die Art und Weise, mit der man sich gegenseitig hilft, sei ein weiterer wichtiger Baustein für den Erfolg. "Man sieht Schritt für Schritt auch immer wieder Weiterentwicklungen." Letztlich sei es auch egal, welche konkrete Aufgabe man dem Mittelfeldspieler im Spiel zuweist. "Am wohlsten fühle ich mich auf dem Platz! Ich helfe auch immer gerne da aus, wo gerade Hilfe benötigt wird. Ich will einfach Fußball spielen!" (BY)



 

"Da geht aber noch mehr!"

Nach einem kräftezehrenden UCL Spiel gegen Sporting Lissabon zeigte sich BVB-Cheftrainer Marco Rose zwar sehr erleichtert über den Sieg, sieht aber noch deutliches Steiergungspotenzial im Spiel seiner Mannschaft.

Es war kein UEFA Champions League Spiel, das in die Geschichtsbücher eingehen wird. Nicht sonderlich glanzvoll, aber letztlich verdient bezwang der BVB Sporting Lissabon und sammelte so die nächsten wichtigen 3 Punkte in der Gruppenphase ein. Viel mehr war es auch nicht, was aber auch in Anbetracht der vielen Verletzten nicht allzu verwunderlich ist. 

BVB-Cheftrainer Marco Rose sah im Spiel seiner Mannschsaft sowohl Licht als auch Schatten. Einerseits war er in erster Linie darüber froh, kein Gegentor kassiert zu haben und lobte dabei die Abwehrspieler und das Pressing der gesamten Mannschaft gegen den Ball. "Wir hatten in der ersten Halbzeit ein Topgegenpressing. Dementsprechend habe ich heute auch viele Dinge gesehen, die mir gut gefallen und die wir mitnehmen können." 

Aber es gab auch vieles, das er noch deutlich verbessern möchte. Und das ist in erster Linie das Angriffsspiel seiner Mannschaft. "Das war heute gut! Aber da geht noch mehr! Da bin ich mir sicher! Ich glaube schon, dass wir eine gute Intensität im Spiel hatten, dass wir auch immer wieder versucht haben anzulaufen (...)  Im Spiel mit dem Ball haben wir ein paar Fehler zuviel gemacht und haben im letzten Drittel ein paar Entscheidungen nicht richtig getroffenund dementsprechend kam von uns zuwenig in Richtung gegnerisches Tor." Das Spiel nach vorne werde regelmäßig trainiert und besprochen. Aber bei Umsetzung im Spiel bedarf es im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen. "Und manchmal übersehen wir auch den einfachen Ball in Räume, in denen es richtig brennt. Möglicherweise haben wir auch den ein oder anderen Laufweg zu wenig. (...) Es ist ein Prozess, aber ich habe das Gefühl, dass die Jungs versuchen alles umzusetzen."





"Bei Erling tut es dann doch noch richtig weh!"

Auch vor dem wichtigen Champions-League Gruppenspiel gegen Sporting Lissabon hat BVB-Cheftrainer Marco Rose mit personellen Problemen zu kämpfen.

Die "traditionelle Frage nach dem Personal", die ja üblicherweise bei jeder Pressekonferenz gestellt wird, genießt beim BVB schon seit einiger Zeit eine besonders große Bedeutung. Nachdem zu Beginn der Saison sehr viele Abwehrspieler fehlten, hat man nun große Lücken im Mittelfeld zu kompensieren. Neben Thorgan Hazard, Emre Can und Gio Reyna fehlten zuletzt in Mönchengladbach auch noch Kapitän Marco Reus und Sturmstar Erling Haaland. Und das hat sich im Offensivspiel der Schwarz-Gelben beim Borussenduell gegen die "Fohlen" deutlich bemerkbar gemacht. Im Angriffsspiel tat man sich schwer und der gerade einmal 16-jährige "Mouki" hatte als Sturmspitze so seine liebe Mühe. "Klar haben wir uns nicht allzuviele Torchancen herausgespielt" gab Manuel Akanji zu, "aber wir waren auch ein Mann weniger!"

Leichte Entwarnung konnte Marco Rose aber mittlerweile bei Julian Brandt geben, der 2 Tage vor dem UCL Spiel gegen Sporting Lissabon "voll trainert" habe und somit eine Option sei. Bei Marco Reus und Erling Haaland werde es "eng". Während es für den Einsatz von Marco Reus noch einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt, gibt Marco Rose doch ziemlich deutlich zu verstehen, dass Erling Haaland mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gegen Sporting Lissabon fehlen wird. Und den 21-jährigen Norweger zu ersetzen ist natürlich nicht leicht. "Wenn ein Top-Stürmer ausfällt - egal bei welchem Verein - dann macht das immer etwas mit einer Mannschaft! Das ist klar! Und trotzdem werden wir versuchen, Lösungen zu finden." Wie diese Lösungen genau aussehen werden, bleibt abzuwarten. Innenverteidiger Manuel Akanji lobt dagegen die Einstellung des BVB in Mönchengladbach. Gerade in der 2. Halbzeit habe man trotz Unterzahl die "richtige Einstellung" gezeigt und sei fast zum Ausgleich gekommen.

Und auch sein Cheftrainer appelliert an den Geist der Mannschaft und stellt trotz seiner Personalsorgen eine klare Forderung an sein Team im Spiel gegen den portugisischen Meister: "Wenn die Hymne dann ertönt und die Jungs gut regeneriert sind, dann glaube ich, dass es für uns nur darum geht, hier zu Hause die nächsten 3 Punkte einzufahren, ein klares Signal an die Gruppe zu senden und wieder in die Erfolgsspur zurück zu kommen." (BY)


 
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