Neuigkeiten von Borussia Dortmund

Auf dieser Seite finden Sie die Pressekonferenzen von Borussia Dortmund zur Bundesliga Saison 2019/2020. 

Ein Hinweis: Beachten Sie bitte, dass wir immer die aktuellste Pressekonferenz an erster Stelle platzieren!

 


"Wir haben unnötige Tore gekriegt!"

Die letzten 3 Bundesligaspiele hatten einiges gemeinsam, das die Verantwortlichen und die Fans von Borussia Dortmund nicht gerade erfreut hat: alle Spiele endeten 2:2 Unentschieden, bei allen Spielen kassierte der BVB relativ kurz vor Schluss noch den Ausgleichstreffer und bei allen Spielen blieb der BVB unter seinen Möglichkeiten. BVB-Ceftrainer Lucien Favre und Sportdirektor Michael Zorc nennen die Gründe für die Misserfolge.

"Wir wollen unbedingt gegen Gladbach gewinnen. Wir wollen auch in der Meisterschaft da sein, das ist klar." sagte Lucien Favre vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach. Nach der Länderspielpause erwartet den BVB ein volles Programm, das gegen keinen Geringeren als den gegenwärtigen Tabellenführer der Liga beginnt. Und man merkt dem in der Öffentlichkeit nicht ganz unumstrittenen schweizer Cheftrainer den Erfolgsdruck an. "Ich weiß, wie es ist, wenn es nicht gut läuft, bin schon sehr lange in dieser Branche. Das ist heutzutage leider so, aber ich mache weiter und habe kein Problem damit." Die an seiner Person häufig geäußerte Kritik, er zeige zu wenig Leidenschaft und zu wenig Herzblut konterte Lucien Favre gewohnt rational: "Die beste Philosophie für mich ist, weiter zu arbeiten, richtig zu arbeiten, auch wenn es nicht immer einfach ist." Man erkennt die Probleme, die es zu beheben gelte. "Wir haben uns in Freiburg in der 2. Halbzeit nicht viele Torchancen erarbeitet - eigentlich unüblich für uns" merkte Michael Zorc an. "Ich hoffe, dass jeder einzelne von uns die Pause genutzt hat um den Akku wieder aufzuladen um dann am Samstag eine gute Leistung hier im Stadion zu zeigen. Die Gründe kennen wir: Wir haben zu viele Gegentore bekommen, das müssen wir besser machen. Aber auch eben guten Fußball spielen, jeder einzelne vorweg gehen, dann haben wir auch eine gute Wahrscheinlichkeit das Spiel erfolgreich zu bestreiten." Beim Spiel in Freiburg habe der BVB auch in der 2. Halbzeit durchaus noch gute Möglichkeiten gehabt, um mehr Tore zu erzielen. Man hätte 3 bis 4 große Möglichkeiten gehabt, wenn man im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen getroffen hätte. Es fehlten oft die letzten 5 bis 10 Prozent an Konzentration und Leistung um die Spiele zu gewinnen. Daran müsse gearbeitet werden.





 "Jeder Spieler wird spielen!"

Nach dem wichtigen Sieg gegen Slavia Prag in der UEFA Champions League kann der zuletzt etwas in die Kritik geratene BVB-Cheftrainer Lucien Favre ein wenig aufatmen. In der Liga wartet aber nun mit dem SC Freiburg, der erstaunlich gut in die Saison gestartet sind, ein schwieriger Brocken. Man darf sich auf ein spannendes Spiel mit ein paar interessanten Personalentscheidungen seitens des BVB freuen.

Julian Brandt könnte gegen den SC Freiburg den verletzten Paco Alcacer ersetzen.

Die interessanteste Frage wird sein, wer BVB-Sturmstar Paco Alcacer ersetzen wird. Die spanische "Tormaschine" laboriert zurzeit noch an einer Achillessehnen-Reizung, sodass dieser wie schon beim Spiel gegen Slavia Prag auch bei der Bundesligapartie gegen den SC Freiburg fehlen wird. Es bieten sich 2 Alternativen zur Besetzung der Position in der Sturmspitze an: das ist zum einen Mario Götze, der gegen den SV Werder Bremen nicht nur durch seinen schönen Kopfballtreffer einen guten Eindruck hinterlies, und zum anderen der von Bayer Leverkusen gewechselte Mittelfeldspieler Julian Brandt, der nicht ohne Grund als großes Talent gehandelt wird. Im wichtigen Champions League Spiel gegen Slavia Prag bereitete er sowohl die beiden Treffer von Achraf Hakimi als auch die Großchance von Jadon Sancho vor. Beide Mittelfeldspieler seien zwar jeweils keine "echte Neun", könnten aber "ohne Probleme" im Sturm spielen. Julian Brandt sei auf mehreren Positionen einsetzbar, lobte ihn Chftrainer Lucien Favre. Dazu gehörten sowohl die Flügelpositionen im offensiven Mittelfeld als auch die Sturmspitze als auch eine hängende Spitze. Die Frage nach den marginalen Einsatzzeiten für Mario Götze in der laufenden Saison beantwortete der Schweizer damit, dass aufgrund der hohen Belastungen eine stärkere Rotation erforderlich sei und deutete somit indirekt an, dass auch Mario Götze seine Einsatzzeiten erhalten soll. "Jeder Spieler wird spielen, wir zählen auf alle Spieler, wir brauchen alle Spieler!"


"Wir sind heute enttäuscht!"

Der BVB schaffte es auch zuhause im ausverkauften Westfalenstadion / Signal-Iduna-Park nicht zu gewinnen. Dieses mal war es der SV Werder Bremen mit Cheftrainer Florian Kohfeldt, der den Borussen das Leben schwer machte. Die Enttäuschung ist nicht nur bei den BVB-Fans sehr groß. 

„Das werden die Herausforderungen für die nächsten Wochen sein, das zu widerlegen. Ganz klar!“ war die Aussage von Sportdirektor Michael Zorc vor dem Spiel. Er meinte damit die Diskrepanz zwischen den recht erfolgreichen Heimspielen und die doch eher enttäuschenden Auswärtsspiele in dieser Saison, die es zu überwinden gelte. Er forderte somit mehr Konstanz in der Leistung seiner Mannschaft.

Das 2:2 gegen den SV Werder Bremen war jedoch unter dem Strich deutlich zu wenig für die Ansprüche des BVB. Man war zwar dem Gegner technisch und spielerisch deutlich überlegen, hatte auch die meisten Spielanteile, jedoch vertändelte man zu oft und zu leichtfertig den Ball, suchte zu oft das direkte 1:1-Duell mit dem Gegner auf engstem Raum, sodass man sich zu selten die nötigen Räume im gegnerischen Strafraum erarbeiten konnte, um sich zwingende Torchancen herauszuspielen.

„Wir hatten 65 Prozent Ballbesitz, aber wir hatten manchmal nicht die richtigen Entscheidungen getroffen“ reflektierte BVB-Cheftrainer Lucien Favre die Leistung seiner Mannschaft. „Manchmal haben wir zu viel gedribbelt anstatt mit Pässen den Gegner zu destabilisieren.“ Und genau das war aus Sicht des BVB sehr ärgerlich, denn die Bremer verstanden es oft sehr gut nach Ballgewinn im Mittelfeld schnell umzuschalten und sich gefährliche Chancen – wie zum Beispiel beim 0:1 - herauszuarbeiten. „Insgesamt war es okay, aber es fehlt etwas!“ sagte Lucien Favre bei der Pressekonferenz.

Zuhause hui, auswärts pfui 

Das späte Gegentor in Frankfurt und die damit verlorenen 2 Punkte sind natürlich ein großes Ärgernis beim BVB und seinen Fans. In der Öffentlichkeit wurde oft und lange über eine vermeintlich fehlende Mentalität innerhalb der Mannschaft diskutiert. Lucien Favre und Michael Zorc haben dazu ihre Meinung.

„Wir müssen einfach mal in der Lage sein, das 2:1 über die Bühne zu kriegen und das haben wir nicht geschafft“ schimpfte ein frustrierter Marco Reus unmittelbar nach dem Spiel in Frankfurt im Interview mit SKY. Wie schon bei der bitteren Niederlage gegen Union Berlin stellte sich auch da wieder die Frage nach dem warum. „Wir haben uns beim 2:2 auf jeden Fall dumm angestellt, aber kommt mir jetzt nicht mit eurer Mentalitätsscheiße an“, sagte er, nachdem er auf die fehlende Mentalität in Berlin angesprochen wurde. „Wir ziehen es nicht bis zum Ende durch, aber das hat nichts mit Mentalität zu tun.“ Diese doch recht harschen Worte von Marco Reus waren natürlich ein gefundenes Fressen für viele Medien, sodass eine große Mentalitätsdebatte über den BVB entfach.

Doch was ist Mentalität? Kann man Mentalität überhaupt trainieren? „Die Interpretation von Mentalität ist schwierig zu definieren.“ Sagte Cheftrainer Lucien Favre auf der Pressekonferenz. Und Michael Zorc fügte hinzu: „Mentalität muss für viel herhalten und wird meistens immer genommen, wenn es nicht läuft“ Doch wie ist diese Diskrepanz zwischen den sehr erfolgreichen Heimspielen und den doch recht enttäuschenden Auswärtsspielen in dieser noch recht jungen Saison zu erklären? „Das werden die Herausforderungen für die nächsten Wochen sein, das (die vermeintliche Schwäche bei den Auswärtsspielen) zu widerlegen. Ganz klar!“ lautet Michael Zorcs Antwort dazu. Von einem Mentalitätsproblem oder gar einer Krise möchte der Sportdirektor nichts wissen: „Ich habe es persönlich kritisiert, dass wir nach dem 1:0 es versäumt haben vielleicht das Spiel frühzeitig für uns zu entscheiden. (…) Grundsätzlich sehe ich uns nicht so schlecht aufgestellt“ sagte er und kritisierte dabei dezent die Art der Berichterstattungen einiger Medien: „Ich denke, dass wir sehr früh in der Saison sind und wenn ich mir die Berichterstattungen in dieser Woche anschaue, dann habe ich das Gefühl, wir seien am Ende der Saison, hätten sämtliche Ziele verfehlt und hätten eine Scheißsaison gespielt. Das ist mir alles zu verfrüht. Ihre ganze Stoßrichtung kann ich nicht teilen und auch nicht wirklich nachvollziehen.“ 

„Wenn Mats da ist, ist es besser!“ 

Es war der große Transfercoup zu Beginn der Saison. Kaum ein anderer Transfer hat die Fans von Borussia Dortmund so stark emotionalisiert und auch polarisiert wie dieser: Mats Hummels kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück. Nach dem Abgang von Abdou Diallo zu PSG bilden Manuel Akanji und er das Abwehrzentrum beim BVB. Seine verletzungsbedingte Auswechslung in Frankfurt sehen viele als eine Destabilisierung in der Abwehr. Der späte Ausgleichstreffer der Frankfurter wird von einigen auch auf sein Fehlen in der Abwehr zurückgeführt. Mit mittlerweile 30 Jahren und über 10 Jahren Erfahrung im Profibereich zählt er zu den Routiniers und zu den Führungsspielern bei Borussia Dortmund.

„Mats Hummels hat in den letzten Spielen bewiesen, dass er sehr wichtig für die Mannschaft ist und er ihr Rückgrat ist“ betonte Cheftrainer Lucien Favre. Eine natürliche Rotation sei aufgrund der hohen Belastung in den 3 Wettbewerben unumgänglich, sodass auf keinen Fall alle Spieler sich an allen Spielen beteiligen können. Das gelte auch für Mats Hummels. Sein Einsatz gegen Werder Bremen ist fraglich und eine Entscheidung darüber dürfte erst am Freitag getroffen werden. Aber „natürlich: wenn Mats da ist, dann ist es besser!“ lautet die klare Botschaft des Cheftrainers. 

 „Wir brauchen alle Spieler im Kader!“ 

Trotz der Mehrfachbelastung in mehreren Wettbewerben gibt es im Kader des BVB den ein oder anderen Spieler, der in dieser Saison bislang kaum zum Einsatz kam. Cheftrainer Lucien Favre versteht es, die Situation zu beschwichtigen. 

Mario Götze wartet in dieser Saison noch auf seinen ersten Einsatz.

Die Größe eines Kaders ist oft ein Thema innerhalb einer Mannschaft. Ist er zu klein, dann fehlt es oft an echten Alternativen, falls ein Spieler sich verletzen oder aus sonstigen Gründen ausfallen sollte. Ist er zu groß, dann entsteht zwar zwangsläufig ein Konkurrenzdruck innerhalb des Teams, der für gewöhnlich durchaus gesund sein kann. Aber es verringern sich dann zwangsläufig die Einsatzzeiten vieler Spieler, denen dann zum einen die nötige Spielpraxis abhanden geht und zum anderen sie mit ihrer Rolle des Reservistendaseins innerhalb der Mannschaft dann natürlich unzufrieden sind.

So ähnlich könnte es derzeit Mario Götze ergehen. Wie im letzten Jahr waren die Einsatzzeiten des WM-Helden von 2014 zu Beginn der Saison sehr marginal. BVB-Cheftrainer Lucien Favre mahnt zur Geduld. „Das war schon in etwa vor einem Jahr das gleiche Thema. Er hatte peu a peu etwas gespielt und dann sehr viel gespielt.“  Er macht Hoffnung darauf, dass Mario Götze auch in der laufenden Saison zu seinen Einsatzzeiten kommen wird und betont dabei: „Wir brauchen alle Spieler im Kader!“

„Es war heute wichtig, gut zu verteidigen“

Der BVB festigt seine Position in der Spitzengruppe der Fußballbundesliga. Paco Alcacer (28.), Doppel-Torschütze Marco Reus (50., 90.) und Raphael Guerreiro (83.) ließen das Ergebnis am Ende sehr deutlich aussehen. BVB-Trainer Lucien Favre machte dies nach dem Spiel besonders an der guten Defensiv-Leistung seiner Mannschaft fest und fand lobende Worte für das Spiel der Gegner aus Leverkusen.

Das Spiel an sich war zunächst nicht das Spektakel, was sich die Zuschauer im ausverkauften Signal-Iduna-Park erhofft hatten. Der BVB war zunächst - auch auf Grund der drei Gegentreffer von Berlin - auf Stabilität im eigenen Spiel bedacht. Leverkusen hatte in der ersten Halbzeit deutlich mehr Ballbesitz, konnte diesen aber auf Grund von Fehlern nicht nutzen. So ging es mit einer 1:0-Führung für die Hausherren zum Pausentee.

Nach dem Wechsel blieb der Tabellenführer am Drücker. Leverkusens Trainer Bosz hatte reagiert und mit Bailey einen offensiven Mann gebracht. Dies zeigte auch kurzfristig Wirkung. Letztlich musste aber auch Bosz in der Pressekonferenz nach dem Spiel einräumen, dass seine Mannschaft am Ende durch die offensiven Wechsel zu "offen" gewesen sei.

Lucien Favre hatte trotz des hohen Endstandes vor allem lobende Worte für die Gegner. Leverkusen sei stets gefährlich gewesen. Deshalb sei es in dieser Begegnung besonders wichtig gewesen, "gut zu verteidigen".

Was Lucien Favre darüber hinaus zur Leistung der Dortmunder "Doppel-6" mit Axel Witsel und Thomas Delaney zu sagen hatte, das sehen Sie in unserer Zusammenfassung der Pressekonferenz:

„Ich möchte nicht mehr darüber sprechen!“ 

Es gab in den letzten zwei Wochen das ein oder andere Thema bei Borussia Dortmund, über das Redebedarf bestand. Dazu gehörte zum Beispiel das Thema um die mögliche Vertragsverlängerung von Raphaël Guerreiro. Aber von einem Thema hatten die Verantwortlichen des BVB mittlerweile genug.

Nach der 3:1-Niederlage beim Aufsteiger Union Berlin hagelte es an Kritik für die Mannschaft von Borussia Dortmund. Viele BVB-Fans waren von der Leistung ihres Teams bitter enttäuscht. Der Hauptkritikpunkt richtete sich an die fehlende Moral der Mannschaft. Die gesamte Spielweise wirkte recht pomadig, teilweise ideen- und lustlos. „Wir müssen damit aufhören zu glauben, dass wir nur mit der Qualität die Spiele gewinnen, sondern wir müssen auch die Tugenden an den Tag legen, die wir auch letzte Saison gezeigt haben“, sagte Kapitän Marco Reus unmittelbar nach der Niederlage an der „Alten Försterei“ beim Interview von SKY. Er sprach in dem Zusammenhang von „Willen und Leidenschaft“ und dass „erst dann das Spielerische“ käme. „Wir haben uns heute dumm angestellt“ war sein Fazit zu dem Spiel.

In Anbetracht der Niederlage gegen Union Berlin und auch der Tatsache, dass der BVB ebenfalls zuvor gegen den Aufsteiger aus Köln seine Probleme hatte, steht die Frage im Raum, ob die Deutsche Meisterschaft als Saisonziel nicht ein wenig zu hoch gegriffen sei. „Ich bin mit dem Saisonziel einverstanden, denn ich habe als Trainer immer das Maximum gewollt“ ist die dazu gehörige Antwort von Cheftrainer Lucien Favre. „In der letzten Saison haben wir bis zum Schluss um die Meisterschaft mitgespielt.“ Und genau das wolle man am Ende der Saison wieder tun. „Aber ich möchte nicht ständig und bei jeder Pressekonferenz darüber sprechen, sondern mich mehr auf meinen Job konzentrieren“ fügte er hinzu.

Diese Diskussion um das Saisonziel scheint auch Sportdirektor Michael Zorc etwas zu nerven. „Wir kriegen keinen Punkt mehr, wenn wir jedes Mal erneut davon erzählen, sondern wir sollten viel mehr das Augenmerk darauf legen, was auf dem Spielfeld geschieht.“

Das fast 2 Wochen alte Spiel gegen Union Berlin hat Lucien Favre mittlerweile abgehakt. „Es ist vorbei. Wir müssen nach vorne schauen und fertig!“

„Wir müssen uns auf alle Fälle vorbereiten“ 

Direkt zu Beginn einer Saison gegen einen Aufsteiger zu spielen gilt für gewöhnlich als eine undankbare Aufgabe. Gegen den 1. FC Köln tat sich die Mannschaft von Lucien Favre bereits recht schwer und konnte erst in der 2. Halbzeit nach den Einwechslungen von Julian Brandt und Achraf Hakimi überzeugen. Mit dem 1. FC Union Berlin erwartet der BVB einen ähnlich schwierigen Brocken. 

Borussia Dortmund gegen 1. FC Union Berlin, oder anders formuliert: Der Meisterschaftskandidat gegen den Aufsteiger. Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Bundesliga und vom „Papier her“, wie man so schön sagt, sollte der BVB als klarer Favorit die Partie für sich entscheiden. Doch die Vergangenheit lehrte den Westfalen, dass die Berliner aus Köpenick im DFB-Pokal ein ziemlich harter Brocken sein können. Zuletzt traf man am 31. Oktober 2018, also ziemlich genau vor 10 Monaten, aufeinander. Erst nach einem verwandelten Foulelfmeter durch Kapitän Marco Reus in der 121. Minute – also in der Nachspielzeit der Verlängerung – konnte der BVB nach einem 3:2-Sieg in die nächste Runde des Wettbewerbs einziehen. BVB-Cheftrainer war damals wie heute Lucien Favre: „Es war sehr eng und sehr schwer. (…) Sie haben sehr viel Power, sind sehr athletisch und sehr gut organisiert.“ Es gilt sich auf alle Formen der Gegenwehr und des Gegenpressings vorzubereiten. 




 

„Wir müssen uns auf alle Möglichkeiten vorbereiten“ 

Wenn Borussia Dortmund auf den 1. FC Köln trifft, dann war die Frage nach der Favoritenrolle in den letzten Jahren immer recht klar zu beantworten. Nichtsdestotrotz deuten die Domstädter eine Stärke an, die dem BVB das Leben schwer machen soll. 

„Freitagabend im Flutlicht – es gibt nichts Schöneres“ sagte Kölns Cheftrainer Achim Beierlorzer über das kommende Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund. Kölns Cheftrainer sieht sich in seiner neuen Heimat „angekommen“ und trotz der Auftaktniederlage gegen den VfL Wolfsburg den Saisonbeginn positiv. Man müsse gegen Borussia Dortmund mutig spielen, Selbstbewusstsein ausstrahlen und ins Pressing gehen.

Lucien Favre lässt sich erfahrungsgemäß nicht so gerne in die Karten schauen. Aber auch er sieht die Domstädter in der neuen Saison deutlich reifer als zum Beispiel den vorherigen Gegner FC Augsburg („Sie haben beide gegen den FC Bologna gespielt. Augsburg hat 1:3 verloren und Köln 3:1 gewonnen.“) Der Schweizer Chefcoach sieht bei den Kölnern ein intensives Gegenpressing, auf das es sich vorzubereiten gelte. „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass sie sehr hoch und aggressiv pressen, aber wir müssen auch dazu bereit sein, das Spiel zu machen.“



Nach spätestens drei gespielten Minuten waren alle im Dortmunder Stadion hellwach. Da waren nämlich schon zwei Tore gefallen.  Ein Tor fiel nach der Pause. In der 50. Minute verwandelte Sancho eine Hereingabe des starken Axel Witsel zur Führung. Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. Fast im Minutentakt fielen danach die Treffer durch Reus (57. ) und Alcácer (59.). Der eingewechselte Brandt setzte den Schlusspunkt (82.).


Was die Trainer Martin Schmidt (Augsburg) und Lucien Favre (BVB) nach dem Spiel zu sagen hatten, das sehen Sie in unserer Aufzeichnung der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Saisonstart mit einer Unklarheit

Nach einer sehr guten Vorbereitung, vielen Siegen in Testspielen und einem 2:0-Heimsieg gegen den Rekordmeister FC Bayern München im Supercup scheint beim BVB alles für die neue Saison bestens vorbereitet zu sein. Doch eine Unklarheit scheint Sportdirektor Michael Zorc ein wenig Sorge zu bereiten. 

Raphaël Guerreiro kam 2016 als portugiesischer Nationalspieler zu Borussia Dortmund. Er sollte einst als Backup für Marcel Schmelzer auf der linken Abwehrseite dienen, doch Thomas Tuchel erkannte als damaliger Cheftrainer schnell die Offensivqualitäten des Portugiesen. „Er ist viel zu intelligent um nur als Abwehrspieler eingesetzt zu werden“, sagte er einst. Thomas Tuchel sah ihn damals als Denker und Lenker, als Schaltzentrale im Mittelfeld. 3 Jahre später ist die Breite im Mittelfeld beim BVB gewachsen und Raphaël Guerreiro spielt im Kader von Lucien Favre nicht mehr die zentrale Rolle. Es scheint Unstimmigkeiten zum weiteren Verbleib des Mittelfeldspielers bei Borussia Dortmund zu geben. 

Borussia Dortmund gewinnt den Super-Cup 2019 gegen den FC Bayern München

Der Saisonauftakt ist für die Borussia aus Dortmund geglückt. Mit einem 2:0-Erfolg über den Liga-Rivalen FC Bayern München holt sich der BVB den ersten Titel der neuen Saison 2019/2020 - und verschafft seinem Trainer Lucien Favre seinen aller ersten deutschen Fußball-Titel. 

Paco Alcácer (1:0, 48.) und Jadon Sancho (2:0, 69.) ließen die schwarz-gelben Fans am Ende jubeln. Dabei hatte es zur Halbzeit bei einem Stand von 0:0 noch keinen Sieger gesehen. Der BVB war in den ersten 20 Minuten zwar am Drücker, konnte seine beiden Chancen von Alcácer (15.) und Guerreiro (20.) nicht verwerten. Da aber auch die Gäste von Trainer Nico Kovac dank dem starken Bürki-Ersatzmann Marwin Hitz nicht zu einem Erfolgserlebnis kamen, behielt die Null auf beiden Seiten der Anzeigetafel Bestand bis zum Seitenwechsel. 

Nach der Pausen-Ansprache von Lucien Favre kamen die Gastgeber wie ausgewechselt aus der Kabine und nutzten Alcácer eine ihrer frühen Chancen zum Führungstreffer. In der Folge kamen die Gastgeber zwar häufiger von den Kasten von BVB-Torhüter Hitz, konnten diesen aber nicht überwinden. So gelang es der Kovac-Truppe am heutigen Abend nicht, die guten Eindrücke aus den letzten Testspielen erneut zu präsentieren. 

SportLive e. V. hat die Pressekonferenz nach dem SuperCup aufgezeichnet. Was Lucien Favre nach dem Spiel zu sagen hatte, erfahren Sie im nachfolgenden Video.


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