Neuigkeiten aus dem Signal Iduna Park

Auf dieser Seite finden Sie die Pressekonferenzen des BVB zur laufenden UEFA Champions League-Saison 2019/2020. Ein Hinweis: Beachten Sie bitte, dass wir immer die aktuellste Pressekonferenz an erster Stelle platzieren!

 Die magische 2. Halbzeit

Der BVB verwandelte völlig überraschend einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg und konnte dabei erst in der 2. Halbzeit überzeugen.

"Ich weiß es nicht" sagte ein völlig frustrierter und enttäuschter Antonio Conte, Cheftrainer von Inter Mailand, auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Seine Ratlosigkeit über das zuvor Geschehene war ihm ins Gesicht geschrieben. Er musste erstmal einiges verarbeiten, denn das Spiel war eins völlig unterschiedlicher Halbzeiten. Der Gastgeber begann zunächst fahrig, wirkte verunsichert und kassierte bereits in der 5. Minute nach einem Stellungsfehler von Innenverteidiger Manuel Akanji das 0:1. In der Folgezeit versuchte man zwar das Spiel an sich zu reißen, scheiterte jedoch an einer sehr dicht gestaffelten Mailänder Mannschaft, die es immer wieder verstand, durch intensives Pressing und schnelles Umschaltspiel einige Nadelstiche zu setzen. Kurz vor der Halbzeit fiel dann auch das 0:2 und selbst die treuesten BVB-Fans glaubten nicht mehr daran, dass die Borussen das Spiel noch drehen könnten. Zu unsicher war ihr Auftreten in der 1. Halbzeit, zu sehr fehlte es quasi an allem. 

Als die Schwarz-gelben dann wieder aus der Kabine kamen wirkten sie wie verwandelt. Sie erhöhten das Tempo, übten nun ihrerseits immer mehr Druck auf den Gegner aus, der nun unsicherer wurde und viele Ballverluste im Mittelfeld erlitt. Borussia Dortmund schaffte es tatsächlich das 0:2 in ein 3:2 umzuwandeln und hat nun sehr gute Chancen sich für die K.O.-Runde in der UEFA Champions League zu qualifizieren. Mann des Abends war Achraf Hakimi, der sich mit 2 erzielten Treffern selbst sein größtes Geburtstagsgeschenk machte.



"Ich bin immer glücklich, wenn ich mit Marco auf dem Platz stehe!"

BVB-Mannschaftskapitän Marco Reus hat sich beim Ligaspiel gegen den VfL Wolfsburg am Fuß verletzt und musste ausgewechselt werden. Sein Einsatz für das wchtige Champions League Spiel gegen Inter Mailand ist gefährdet. BVB-Cheftrainer Lucien Favre hat zwar eine echte Alternative zur Verfügung, aber vermissen würde man Marco Reus dennoch.

Julian Brandt auf dem Trainingsgelände in Brackel

Julian Brandt gilt als und talentierter Mittelfeldspieler, der zu Saisonbeginn mit großen Hoffnungen von Bayer 04 Leverkusen zu Borussia Dortmund wechselte. Neben Nico Schulz, Thorgan Hazard und Mats Hummels gilt er als großer Tansfercoup, der die Titelambitionen von Borussia Dortmund untermauerte. Doch leider fand der gebürtige Bremer in der laufenden Saison noch nicht richtig in die Spur. Im Champions League Spiel gegen den FC Barcelona machte er durch einen schönen Fernschuss auf sich aufmerksam, der - aus Dortmunder Sicht leider - nur die Latte traf. Erst in der 2. Halbzeit des Pokalspiels gegen Borussia Mönchengladbach konnte der gebürtige Bremer mit seinen 2 spielentscheidenen Treffern in der Schlussphase auf sich aufmerksam machen. Das große Dilemma von Julian Brandt ist die Tatsache, dass seine Lieblingsposition im offensiven zentralen Mittelfeld bereits durch Marco Reus fest vergeben zu sein scheint. Der 23-Jährige nimmt es aber gelassen. Sowohl Marco als auch er seien im Systempuzzle sehr "variabel". "Ich glaube schon, dass es verschiedene Muster gibt. (...) Ich bin immer glücklich, wenn ich mit Marco zusammen auf dem Platz stehe. In der jetzigen Konstellation ist es zwar schade, dass er sich verletzt hat, aber wenn er auf der 10 spielt macht es unfassbar viel Spaß mit ihm zu spielen. (...) Er ist ein hervorragender Spieler und er gehört einfach auf den Platz. In welcher Konstellation das ist, ist erstmal zweitrangig. Wir möchten einfach nur alle Fußball spielen und auf dem Platz stehen." 


 „Es gibt viel mitzunehmen!“ 

Das torlose Remis gegen den FC Barcelona sieht man in Dortmund mit einem lachenden und einem weinenden Auge. 

Die gute Nachricht zuerst: Man hat gegen den hohen Favoriten FC Barcelona nicht verloren. Die schlechte Nachricht: Sehr zum Bedauern der Fans hat man hat es gegen die Katalanen nicht geschafft, eine der zahlreichen Torchancen zu einem Sieg, der sehr wichtig gewesen wäre, zu nutzen. Die größte Chance hatte Marco Reus in der 2. Halbzeit bei einem Foulelfmeter, die er aber nicht nutzen konnte. Marc Andre ter Stegen bewies, warum er zu den besten Torhütern der Welt gehört. Er ahnte die Ecke und wehrte den Schuss von Marco Reus ab.

Es war dennoch eine ordentliche Leistung, die der BVB seinen Fans im ausverkauften Westfalenstadion / Signal-Iduna-Park bot. Mit 2 Viererketten vor dem eigenen Strafraum verstand man es die Katalanen weitestgehend aus der eigenen Gefahrenzone fern zu halten und die Räume eng zu machen.

In der 2. Halbzeit wurde die Borussia besser. Man überlies nicht mehr nur den Katalenen das Spiel, sondern man wurde aktiver und verstand es gut umzuschalten und sich somit die ein oder andere gute Torchancen herauszuspielen. Alles in allem ist Cheftrainer Lucien Favre mit der Leistung seiner Jungs zufrieden.

„Sie werden wahrscheinlich ohne Messi spielen!“

Es ist nach langer Zeit das erste Aufeinandertreffen der Borussen auf die Katalanen. Auch wenn zwei sehr erfolgreiche Mannschaften nun direkt aufeinander treffen, gab es bei der Pressekonferenz ein beherrschendes Thema.

„Barcelona ist eine schöne Stadt und immer eine Reise wert“ sagte einst Jürgen Klopp in seiner damaligen Rolle als Cheftrainer von Borussia Dortmund als Antwort auf die Frage, ob er sich Barca als Gegner in der UEFA-Championsleague wünschen würde. Er fügte allerdings direkt hinzu: „Aber man muss da nicht unbedingt hinfahren, um Fußball zu spielen!“ Ihm war damals schon klar, dass die Katalanen mit ihrem Superstar Lionel Messi nicht gerade als angenehmer Gegner galten. Im Gegensatz zu Real Madrid, gegen die der BVB in der UEFA Königsklasse in den letzten Jahren schon mehrfach antrat, ist das Spiel gegen Barca quasi ein Novum. Das letzte Aufeinandertreffen fand am 11. März 1998 statt, also vor über 21 Jahren. Damals trennte man sich im Westfalenstadion im UEFA Supercup mit einem 1:1 und verlor nach einer 2:0 Niederlage in Barcelona in der Summe das Duell.

Lionel Messi war auch das große Thema bei der BVB-Pressekonferenz. Wird er gegen den BVB spielen oder nicht? Das war die beherrschende Frage der Pressekonferenz. „Sie werden wahrscheinlich ohne Messi spielen!“ sagte Cheftrainer Lucien Favre mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Wir freuen uns auf das Spiel und möglicherweise einen Teil mit Messi und einen Teil ohne Messi. Der argentinische Nationalspieler ist nach einer Wadenverletzung ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Nichtsdestotrotz ist sein Einsatz fraglich. Ohne den argentinischen Superstar spiele laut Favre der FC Barcelona „ein wenig anders, denn Messi spielt sehr oft einen falschen Stürmer.“

„Ich würde mich persönlich sehr freuen, wenn er spielen sollte“ sagte BVB-Mannschaftskapitän Marco Reus über einen möglichen Einsatz von Lionel Messi. „Natürlich weiß jeder, dass sie mit Lionel Messi deutlich stärker sind, weil er der beste Spieler der Welt ist und Fähigkeiten besitzt, die sonst kaum jemand hat. (…) Ich finde es wichtig, dass wir uns auf uns konzentrieren und nicht so viel über den Gegner sprechen. (…) Wir spielen zuhause, haben auch eine gute Mannschaft und wir wollen zuhause das Spiel gewinnen.“



 
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