Berichte des BVB Handball aus der Damen-Handball-Bundesliga!

BVB Damen lassen Göppinger Gästen keine Chance - weiße Weste durch ein 32:20

durch ein zu keinem Zeitpunkt wirklich in Gefahr befindliches 32:20 gegen die Gäste aus Göppingen eroberten die Handball Damen von Borussia Dortmund nach einem kurzzeitigen Abrutschen auf Tabellenplatz zwei wieder den Platz an der Sonne der Handballbundesliga. Aber trotz dem nunmehr sechsten Sieg im sechsten Spiel dieser Saison und einer damit verbundenen weißen Weste von 12:0 Punkten spricht man in der Führungsetage noch nicht vom Titel.

Andreas Bartels, der stellvertretende Abteilungsleiter der Handball Abteilung von Borussia Dortmund zeigte sich im Interview zwar sehr zufrieden - aber auf die Frage nach den Meisterambitionen angesprochen - gab er an, dass zu diesem Zeitpunkt erst sechs Spieltag gespielt seien und "Platz 3" durchaus realistisch sei.

Wer nicht live in der Halle mit dabei sein konnte, hat hier noch einmal die Möglichkeit, die Aufzeichnung des Spiels BVB - Frisch Auf Göppingen zu sehen:

Borussia Dortmund - Bayer 04 Leverkusen

Ein knapper Sieg über Leverkusen bringt die BVB-Handballerinnen ins Viertelfinale des DHB-Pokals. 

Pokalknüller in Dortmund

Borussia Dortmund empfängt TSV Bayer 04 Leverkusen zum NRW Derby!

Im Achtelfinale des diesjährigen DHB Pokals empfangen die Borussia Dortmund Handballdamen am kommenden Freitag die Werkselfen von TSV Bayer 04 Leverkusen zum NRW Derby.

Die BVB Handballdamen, momentan verlustpunktfreier Tabellenführer der 1. Bundesliga, sind sich der Schwere der Aufgabe gegen den Liga Konkurrenten absolut bewusst „die letzten Partien gegen das Team von Coach Robert Nijdam sind eigentlich immer sehr enge Spiele gewesen in denen Nuancen den Ausschlag gegeben haben, aber unser Ziel ist klar die Teilnahme am Final4 in Stuttgart im nächsten Frühjahr und dafür müssen wir als nächsten Schritt gegen Leverkusen gewinnen, es wird sicherlich ein intensives Spiel in dem wir unseren besten Handball zeigen müssen. Wenn wir das Umsetzen sollten wir große Chancen haben die nächste Pokalrunde zu erreichen“ sagt Andreas Bartels Mitglied des Abteilungsvorstands und verantwortlich für das Ressort Sport bei den BVB Handball Damen. Auch auf zwei bekannte Gesichter treffen die Borussinnen, Svenja Huber und Hildigunnur Einarsdòttir, die im vergangenen Sommer den Weg von Dortmund nach Leverkusen gewählt haben sind zu Gast.

Beim BVB, dem Team von Andrè Fuhr, sind alle Spielerinnen an Bord dazu gehören auch die zwei deutschen Nationalspielerinnen Alina Grijseels und Isabell Roch die gerade von Nationaltrainer Henk Groener in den aktuellen Kader für die anstehende WM in Japan berufen wurden.

Der BVB erwartet zu diesem Pokalknüller wieder einen großen Zuschauerandrang so das eine frühzeitig Anreise empfohlen wird.
Spielbeginn ist um 19:30 Uhr in der Sporthalle Wellinghofen, Am Lieberfeld 13 in 44265 Dortmund.

Borussia Dortmund gelingt Sieg gegen Metzingen

Es war das prophezeite temporeiche Spiel. Borussia Dortmund und der TuS Metzingen trennen sich nach 60 ereignisreiche Minuten mit 35:31. Vor insgesamt 1215 Zuschauern gelang der Fuhr-Sieben zwar kein Start-Ziel-Sieg, aber die Partie hatte alles, was man von einem Handballspiel erwartet.

Gute Stimmung vor dem Spiel beim BVB

Die erste Halbzeit lässt sich gut in drei Phasen aus Sicht der Dortmunder unterteilen. Dortmund kam gut rein und zeigte schnell, warum sie aktuell die Nummer Eins in der Damen Handball Bundesliga sind. Mit Willen und guten Auslöseaktionen setzten sie sich zu Beginn ab. Metzingen reagierte schnell und stellte die Abwehr erfolgreich um, sodass ein Ausbau des Vorsprunges für die Dortmunderinnen nicht möglich war. Auch die Abschlüsse aus der zweiten Reihe der Dortmunderinnen waren nicht von Erfolg gekrönt. Metzingen konnte sich schnell wieder ran kämpfen und lies den Dortmunderinnen keine Luft zum Atmen. In Folge der ersten Halbzeit zeigten die TusSies warum sie nach Dortmund gekommen waren. Sie erarbeiteten sich schnell und mit der notwendigen Konsequenz einen drei Tore Vorsprung. Dieser wurde allerdings frühzeitig durch eine Rote Karte gegen Patricia Kovacs unterbrochen, die dann den Bruch in das Metzinger Spiel brachte. Dortmund witterte nun die Chance sich aus dem Rückstand herauszuarbeiten und das gelang auch. Mit Toren von Inger Smits, Kelly Dulfer und Alina Grijseels gelang die Aufholjagd und das Spiel entwickelte sich wieder zu einem offenen Schlagabtausch. Auch durch die Einwechslung von Saskia Weisheitel und Johanna Stockschläder stabilisierte Fuhr die Angriffs- und Abwehrleistung enorm. Zur Halbzeit verabschiedete sich Dortmund mit dem Last Minute Treffer zum 19:18 in die Halbzeit.

Moderation Uwe Kisker

Die zweite Halbzeit spiegelte das Ende der ersten Halbzeit wider. Die Borussia ist deutlich besser aus der Kabine gestartet und machte deutlich, dass sie die Punkte in Dortmund behalten möchte. Mit einem drei Tore Vorsprung setzten sich die Schwarzgelben zunächst ab und konnten so ihre eigene Leistung immer wieder stabilisieren. Wirklich eng wurde es für die Fuhr- Sieben in der 40. Minute als es 25:25 stand. Schnell versuchte sich das Team erneut zu fangen und dies gelang. Zwar lieferten sich die Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, doch gute sechs Minuten später gelang es dem BVB mit Toren von Vollebregt und Smits sich erneut abzusetzen.


Spitzenspiel in Dortmund Wellinghofen – Borussia Dortmund gegen die TuSsies Metzingen

Der vierte Spieltag der Handball Bundesliga Damen steht vor der Tür. Als Tabellenführer werden die Schwarzgelben in diesen Spieltag gehen und alles daran setzen, diese Platzierung auch zu verteidigen. Keine einfache Aufgabe, denn es kommt niemand geringeres als der TuS Metzingen nach Dortmund.

Zugleich aber auch eine besondere Situation, denn nicht nur Kelly Vollebregt und Isabell Roch werden alte bekannte Gesichter wiedersehen, sondern auch der Chef–Trainer André Fuhr bekommt es mit seiner alten Mannschaft samt Trainerkollegen zu tun.

Ein volles Programm wartet in dieser Woche auf die Gäste aus Metzingen. Nicht nur, dass man zum aktuellen Tabellenführer nach Dortmund fahren muss, sondern auch das anschließende EHF Pokalspiel am kommenden Samstag wird eine deutliche Herausforderung für das Team der neuen Chef-Trainerin Edina Rott. Am Samstag empfangen die TuSsies den dänischen Topclub Kobenhaven Handbold.

Johanna Stockschläder (c) Stummbillig

Der Start in die neue Spielzeit lief für den TuS gar nicht schlecht. Die Niederlage gegen die HSG Blomberg-Lippe war zunächst ein Ausrufezeichen, doch schnell fing man sich und sicherte sich mit den Siegen gegen Bensheim und die Kurpfalz Bären den sechsten Tabellenplatz. Im DHB Pokal zeigten die TuSsies im Spiel gegen die HSG Neudorf/Döbeln eine makellose Performance. Mit einem sehr deutlichen 7:53 feierten die Damen in pink einen gelungenen Einstand in den Wettbewerb. Einziger Wermutstropfen in dieser Partie war die Verletzung von Maren Weigel – ob Sie gegen Dortmund im Kader sein wird, ist bisher noch offen. Nun wartet jedoch ein ganz anderer Gegner auf die ehemalige Co-Trainerin von André Fuhr.

Borussia Dortmund hat in den vergangenen Spielen gezeigt, dass sich kein Gegner bei einer deutlichen Führung über einen Punktegewinn sicher sein kann. Gegen die HSG Bensheim/Auerbach zeigten die schwarzgelben vor heimischer Kulisse eine fulminante Aufholjagd. In Thüringen ließ man den mehrfachen deutschen Meister nicht eine Sekunde aus den Augen, sogar ein drei Tore Rückstand wurde auswärts aufgeholt und in einen Sieg umgemünzt. Die Mannschaft von André Fuhr zeigt Kampfgeist und wahre Emotionen auf dem Feld. Auch im Pokalspiel beim SV Werder Bremen sah man diese Leidenschaft. Mit einem 23:38 Sieg in Bremen wurden die Weichen für den weiteren Weg zum Final Four gestellt. Nun gilt es sich gegen den Vorjahresdritten durchzusetzen und sich so weiter im Spitzentrio zu behaupten.

Welche strategische Ausrichtung Borussia Dortmund und die TuSsies am Mittwochabend den Zuschauern präsentieren werden, ist kein Geheimnis mehr: Tempo! Dies zeigt auch die Aussage von André Fuhr: „Ich bin mir sicher, dass die Zuschauer sich morgen auf ein hochattraktives und temporeiches Spiel freuen dürfen. Beide Mannschaften bevorzugen den Tempohandball und sind sehr sehr stark im Umschaltspiel.“ Ziele sollten daher ein schnelles und frühes Unterbinden von Gegenstößen, ein herausragendes Rückzugsverhalten und vor allem die Tugend der Disziplin sein. Keine leichte Aufgabe für die jungen Mannschaften, die mit so viel Potenzial glänzen. „Ich glaube auch, dass Metzingen am Ende, unter den ersten fünf landen wird und da darf man sich nicht von der Niederlage gegen Blomberg blenden lassen. Sie haben einen sehr interessanten jungen, talentierten Kader, der sich noch finden wird. Wir würden gerne die Punkte, die wir in Thüringen geholt haben, vergolden und wir freuen uns auf eine volle Halle. Wir werden alles versuchen, die Punkte in unserer Halle zu behalten.“ so Fuhr weiter.

Personell hat sich bei den Damen von Borussia Dortmund nicht viel getan. Die ein oder andere Spielerin ist immer noch angeschlagen, dennoch rechnet das Trainerteam mit dem vollen Kader zu diesem Highlight. Das Spiel wird um 19:30 Uhr in der Halle Wellinghofen, Am Lieberfeld 13 in 44265 Dortmund, angepfiffen.

Caroline Müller-Korn (c) Stummbillig

Last Minute Treffer sichert Sieg in Thüringen

Die siegreichen BVB Damen (c) Stummbillig

Es war das erwartet knappe Spiel zweier herausragender Mannschaften. Pünktlich um 15:00 Uhr wurde die Partie zwischen dem Vizemeister Thüringer HC und den Damen von Borussia Dortmund angepfiffen. Vorab war beiden Trainern klar, dass dies ein heißes Match werden wird.

Ein Match auf Augenhöhe entwickelte sich in den ersten Minuten. Dortmund kam gut ins Spiel, merkte jedoch früh, dass viel über den Positionsangriff kommen muss. Dem THC gelang es durchaus geschickt das gewohnte Tempo der Dortmunderinnen stetig zu unterbinden, sodass es beim ersten Team Time Out nach 13:37 Minuten gerade einmal 5:6 für den BVB stand. Der THC kam besser aus dieser Auszeit und schaffte es, aufgrund einiger Unkonzentriertheiten im Angriff des BVB, die erste Führung nach 18 Minuten an sich zu reißen. Wie eng und umkämpft das Spiel war, zeigen auch die Quoten der Torhüterinnen: Isabell Roch konnte sich in der ersten Halbzeit immer wieder auszeichnen und glänzte im gesamten Spiel mit einer Quote von 36,11%. Gegenüber zeigt Davidsen ebenfalls eine Quote von 40% gehaltener Bälle und macht deutlich, warum es immer schwer ist, in oder gegen Thüringen zu gewinnen. Der BVB und die Mädels aus Thüringen lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, sodass zum Pausentee ein 12:12 auf der Anzeigentafel stand.

André Fuhr hatte das Team auf diese Eventualität vorbereitet, jedoch sahen die 1095 Zuschauer in der Riethsporthalle einen besser startenden THC. Nach gut 40 Minuten gelang es dem THC sich mit 19:17 das erste Mal in Halbzeit zwei gefährlich abzusetzen. Im Angriffsspiel der Schwarzgelben kam nun die in oder andere Unaufmerksamkeit dazu, weswegen kurze Zeit später André Fuhr mit einer Auszeit reagieren musste. In der 44. Spielminute hieß es sich nun erneut zu schütteln und die 3-Tore Führung zu egalisieren. Die Abwehr stand gut zu diesem Zeitpunkt, doch es musste im Angriff einiges passieren; gesagt – getan. Dortmund kämpfte sich nun in dieser Phase immer weiter an den Gegner ran und verkürzte den Rückstand auf ein 23:22 in der 51. Spielminute. Bemerkenswert zu dem Zeitpunkt war, dass Iveta Koresova mit ihrem 9. Treffer vom Siebenmeterpunkt überzeugte. Doch nun schlug die Zeit der Schwarzgelben. Wie gegen die Flames zeigte das Team rund um Isabell Roch und Alina Grijseels wozu man nach Thüringen gekommen war – zwei Punkte waren das Ziel. Es entwickelte sich wieder ein offener Schlagabtausch 24:22, 24:23, 25:24 hieß es in der 58. Spielminute.

Kelly Dulfer warf sich zu Beginn der 59. Spielminute in den Angriff und erzielte das 25:25. Die Konsequenz war ein Team Time Out von Herber Müller. 33 Sekunden war Borussia Dortmund noch von der Sensation entfernt. Ein technischer Fehler des THC ermöglichte dem BVB einen langen Pass in Richtung Bogna Sobiech und diese versenkte zum 26:25 Sieg genau vier Sekunden vor Schluss.

Borussia Dortmund entlockt somit dem Vizemeister der Saison 2018/2019 zwei Punkte im Kampf um die Tabellenspitze. Ein gelungener Saisonstart für die Dortmunderinnen, die nun mit 6:0 Punkten in die erste kurze Nationalmannschaftspause starten.

Statement André Fuhr – Cheftrainer: „Es war am Ende natürlich ein glücklicher Sieg, weil der Siegtreffer Sekunden vor Schluss fiel, nach einem Erfurter Ballverlust. Insgesamt aber eine richtig geile kämpferische Leistung. Wir haben niemals aufgegeben. Wir haben auch beim 18:22 Rückstand immer an uns geglaubt und haben uns zurück in dieses Spiel gefightet - vor allem über eine richtig gute Abwehr. Und sind dann am Ende mit einem glücklichen, aber auch nicht unverdienten Sieg belohnt worden. Eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der wirklich alle mitgemacht haben: von der ersten Spielerin auf dem Feld bis hin zur letzten Spielerin auf der Bank.“

Statement Isabell Roch: “Das war eine wirklich tolle Mannschaftsleistung von uns heute & wir nehmen die zwei Punkte mit nach Hause.“

Statement Andreas Bartels – Abteilungsvorstand: „Es war ein hochklassiges und rasantes Spiel auf Augenhöhe. Wenn man nach 45 Minuten mit 4 Toren zurück ist und am Ende doch in Erfurt gewinnt, zeugt das von einer top Moral und dann ist der Sieg auch absolut gerechtfertigt. Ich bin heute mächtig stolz auf unser Team.“

„Es wird eine Standortbestimmung“

Caro Muller-Korn gegen den THC (c) Stummbillig

Borussia Dortmund trifft auf den Thüringer HC

Es ist ein bisher gelungener Saisonstart für die Damen von Borussia Dortmund. Mit dem Sieg in Oldenburg war André Fuhr über weite Strecken zufrieden, doch gegen die HSG Bensheim/Auerbach sah das schon ganz anders aus. Die 1000 Zuschauer in der Sporthalle Wellinghofen sahen eine erste Halbzeit der Schwarzgelben, welche von vielen technischen Fehlern und fehlender Durchschlagskraft geprägt war. Ein ganz anderes Gesicht erwartete die Fans beider Teams dann in der zweiten Halbzeit. Eine Borussia, die stark verteidigte und ihr neues Tempospiel aufziehen konnte. Das Team drehte einen acht Tore Rückstand und machte daraus den bekannten 28:24 Sieg. Somit geht es nun mit einem 4:0 Punkte Konto nach Thüringen zum amtierenden Vizemeister.

Auch Thüringen ist solide in die neue Spielzeit 2019/2020 gestartet. Mit einem sehr deutlichen 40:20 Kantersieg in Mainz, legte die Mannschaft rund um Herber Müller einen Blitzstart hin. Im zweiten Spiel gegen den VFL Oldenburg wurde es ebenfalls deutlich. Mit einem 36:19 eröffnete der THC die Heimsaison dominant und machte deutlich, dass es gerade vor heimischer Kulisse nicht einfach wird, zwei Punkte aus der Riethsporthalle mitzunehmen.

Dieser schwierigen Aufgabe in Erfurt müssen sich die Spielerinnen des BVB stellen, wozu sie hochmotiviert bereit sind. Das Team hat in der vergangenen Woche vernünftig trainieren können und meldet zudem keine Ausfälle, sodass dem Trainerteam der komplette Kader zu dieser Standortbestimmt zur Verfügung steht. Seit vielen Jahren ist der THC neben der SG BBM Bietigheim eine Größe im deutschen Damenhandball. „Wir sind natürlich gespannt und es ist schon eine Standortbestimmung. Wir sind klarer Außenseiter in Thüringen. Herbert Müller hat einen stark besetzten Kader und ich glaube, auch in der qualitativen Breite, so gut wie nie. Das wird eine sehr, sehr schwierige Aufgabe. Wir brauchen eine Steigerung und vor allem mehr Konstanz in unseren Leistungen.“, so Fuhr weiter.

Anpfiff der Partie Thüringer HC gegen Borussia Dortmund ist 15:00 Uhr in der Riethsporthalle, Essener Str. 20, 99089 Erfurt. Borussia Dortmund freut sich auf zahlreiche Unterstützung in Erfurt.

BVB Damen erkämpfen Sieg gegen Bensheim

Es war angerichtet. Um 19:30 Uhr ertönte in der Sporthalle Wellinghofen der Anpfiff für die Partie Borussia Dortmund gegen die HSG Bensheim/Auerbach in der Damen Handball Bundesliga. Beide Mannschaften zeichneten sich am ersten Spieltag durch Tempospiel und eine gelungene Abwehrarbeit aus. Die Vorzeichen für ein spannendes Spiel waren also gegeben.

Die knapp 1000 Zuschauern sahen eine Heimmannschaft, die schnell die ersten Akzente setzte. Die Dortmunderinnen legten einen kurzen Sprint bis zum 3:0 hin. Doch die Sieben um Heike Ahlgrimm hatte sich gut vorbereitet und konterte dann schnell bis zum 6:6. Ein enges und kampfbetontes Spiel zeichnete sich ab, sodass André Fuhr mit der ersten grünen Karte nach 11:21 Minuten eingreifen musste als die Bensheimer das erste Mal mit einer Führung von 6:8 davonzogen. Dortmund gelang nun in eine Spirale aus technischen Fehlern und Wurfpech. Dem Team gelang über sieben Minuten lediglich ein Tor. Die Bensheimer zogen mit einem 7:15 davon ehe Fuhr ein zweites Mal Eingriff. Zum Pausentee stand also ein 10:15 auf der Uhr. Ein hartes Stück Arbeit sollte vor den Schwarzgelben liegen – das war auch dem Trainer klar: „Wir haben nach dem sehr sehr guten Start scheinbar den Gegner unterschätzt und hatten eigentlich viel zu viele Mängel. Wir sind zu wenig in die Tiefe gegangen und haben weder in der Offensive noch in der Defensive die Zweikämpfe gefunden. Wir waren zu unpräzise und der Gegner hat das einfach ausgenutzt. Wir haben 12 Tore allein durch Tempogegenstöße bekommen und so können wir nicht gewinnen. Wir waren einfach überrascht nach dem 3:1 von der Gegenwehr eines gut kämpfenden Gegners.“

André Fuhr hat im Anschluss die passenden Worte in der Kabine gefunden und machte deutlich, dass sich etwas ändern muss um die zwei Punkte in Dortmund zu lassen. Die zweite Halbzeit sollte aber auch zeigen, warum auch die Zuschauer in solch einer Situation extrem wichtig sind. Den Schwarzgelben gelang ein guter Start und man schloss recht schnell auf ein 15:16 auf. Ein Spiel mit offenem Visier entwickelte sich. Es kam ab der 40. Minute zum offenen Schlagabtausch zweier Mannschaften, welche den Spagat zwischen Tempospiel und Abwehrarbeit hervorragend gelöst haben. Den Dortmunderinnen gelang es eine schwarzgelbe Wand aufzubauen. In dieser Phase stand die Abwehr, wie in Oldenburg, aggressiv und gut auf den Füßen. Hinzu kamen erstklassige Paraden von Isabell Roch, welche das Team in den entscheidenden Situationen im Spiel hielt. Bei einem Spielstand von 19:19 gab es kein halten mehr auf den Rängen in der Sporthalle Wellinghofen. Die angereisten 1000 Zuschauer peitschen das Team nach vorne und es kam zur ersten zwei Tore Führung nach knapp 50. Minuten. In dieser Phase ließ das Team rund um Alina Grijseels und Isabell Roch nicht nach und konnte sich nochmal um drei weitere Treffer absetzen, sodass man in der 55. Minute in ein sicheres Fahrwasser einbog. Nach 60 anstrengenden, nervenaufreibenden und erfolgreichen Minuten stand der 28:24 Sieg fest. Bensheim hatte sich heute teuer verkauft und gezeigt wozu die Mannschaft in der Lage ist. Dies bestätigte auch Heike Ahlgrimm in der Pressekonferenz im Anschluss.

Andreas Bartels:
„Nach starkem Beginn haben wir für gut 15 Minuten den Faden verloren und so Bensheim ins Spiel kommen lassen - ein 8 Tore Rückstand nach 23. Minuten waren die Folge. In den letzten Minuten der 1. Halbzeit haben wir uns gefangen und den Rückstand auf 5 Tore verkürzt. In der 2 Halbzeit war unser Leistungsvermögen dann wieder voll da und getragen von der sensationellen Stimmung des enthusiastischen Publikums haben wir das Spiel gedreht und am Ende doch auch verdient die Punkte in Dortmund behalten“

BVB: Roch, Duijndam, ten Holte – Sobiech (9/4), Vollebregt (3), Dulfer (5/1), Smits (3), Grijseels (2), Freriks (2/1), Zych (2/2), Fujita, Weisheitel, Stockschläder (1), Bleckmann, Müller-Korn (1), Kockel

Redaktioneller Hinweis: Alle hier gezeigten Bilder sind Eigentum von BVB Handball (c) Wolfgang Stummbillig

Heimpremiere in Wellinghofen - Borussia Dortmund gegen die HSG Bensheim/Auerbach

Das erste Spiel der Saison 2019/2020 der Damen Handball Bundesliga konnte der BVB mit einem 39:26 gegen den VfL Oldenburg gewinnen. Die mitgereisten Fans sahen eine starke erste Halbzeit der schwarzgelben. Wenn es nach André Fuhr geht, wäre in der zweiten Halbzeit aber noch deutlich mehr drin gewesen. Diese Forderung des Trainers gilt es nun am kommenden Samstag um 19:30 Uhr in der Sporthalle Wellinghofen, wenn es gegen die Flammen aus Bensheim geht, zu erfüllen.

Merel Freriks in Aktion – (c) Stummbillig

Die „Flames“ rund um Heike Ahlgrimm sind ebenfalls erfolgreich in die neue Spielzeit gestartet. Mit einem 33:24 beim Aufsteiger aus Ketsch, zeigten die Flammen eine solide Vorstellung. „Es war ein typisches Auftaktspiel. Man hat in der ersten Halbzeit gemerkt, wie nervös wir waren. Wir haben sechs Spielerinnen, die noch nie erste Liga gespielt haben.“ so Ahlgrimm nach dem Spiel. Luft nach oben also auch für die ehemaligen Kolleginnen von Merel Freriks und Bogna Sobiech. Beide sind zu Saisonbeginn aus Bensheim nach Dortmund gekommen, um den nächsten Schritt zu wagen. „Ich freue mich sehr auf ein Wiedersehen mit meiner alten Mannschaft. Bensheim hat eine ganz junge Mannschaft. Sie spielen mit viel Tempo und haben in dem ersten Spiel gegen Ketsch gezeigt, wie viel Qualität in Ihnen steckt.“ so Freriks am Donnerstagabend. Beide Spielerinnen haben im Laufe der Woche ebenfalls die Information erhalten, dass sie in die jeweiligen Nationalmannschaften berufen worden sind und sich Ende September auf der Internationalen Bühne präsentieren können.

Bogna Sobiech in Aktion – (c) Stummbillig

Drei Fragen an André Fuhr:

Die ersten zwei Punkte der Saison befinden sich auf der Haben-Seite. Wie war die Trainingswoche?

Wir haben schon den Schwung und die gute Stimmung in die neue Trainingswoche mitnehmen können. Ich glaube auch, dass da ein Auftaktsieg schon wichtig ist. Wir müssen diesen Sieg nun richtig bewerten und unseren vollen Fokus auf Bensheim legen. Wir sind in der Pflicht und dürfen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Die Flammen haben ein gutes Spiel gegen Ketsch (Kurpfalz Bären) gemacht, einen sehr souveränen Sieg eingefahren und eine sehr interessante neuformierte Mannschaft aufs Parkett gestellt.

Was erwartest du, wenn du an die HSG Bensheim/Auerbach denkst? Welche Spielphilosophie siehst du bei der Ahlgrimm Sieben?

Heike Ahlgrimm, die ich aus meiner Zeit in Blomberg, wo sie bei uns Nachwuchstrainerin war, noch gut kenne, hat eine neuformierte Mannschaft zur aktuellen Spielzeit. Ich finde sie hat sehr gute Zugänge mit den beiden Spielerinnen Visser und Kühlborn am Kreis und auf Außen. Außerdem mit Ivancok ein gute, junge und entwicklungsfähige Rückraumlinke bekommen und dadurch ändert sich so ein bisschen die Gesamtphilosophie. Es sind sehr viele junge und talentierte Spielerinnen am Start. Rückraum rechts sehr auffällig - Julia Maidhof eine der besten Linkshänderinnen in Deutschland, wie ich finde. Sie spielen eine aggressive Abwehr und versuchen daraus schnell nach vorne zu spielen. Da haben wir definitiv eine Gemeinsamkeit. Sie sind ein sehr unangenehmer Gegner, denn sie sind ein sehr selbstbewusster Außenseiter.

Wenn du drei Wünsche frei hättest für dein erstes Heimspiel in schwarzgelb - welche wären das?

Wenn ich drei Wünsche frei hätte würde ich mir natürlich zunächst ein Sieg in Wellinghofen wünschen - das ist ja klar. Das wünscht sich ja jeder irgendwie beim ersten Auftritt. Es ist für viele auch das aller erste Heimspiel in dieser Zusammensetzung und man möchte sich natürlich präsentieren. Ich glaube, dass uns das auch nochmal besonders anspornen wird. Ich wünsche mir eine überragende Stimmung in der Halle, denn die Halle hat genug Platz für alle Fans die schwarzgelb mögen. Ich glaube auch, dass wir auf Dauer mit unserer Art Handball zu spielen, die Zuschauer begeistern und mitreißen können. Kommt also nach Wellinghofen - wir freuen uns.

BVB Damen gelingt der Saisonauftakt – 39:26 Sieg in Oldenburg

BVB Akteurin Bogna Sobiech bei einem 7-Meter (c) Stummbillig.

Es war der erwartet schwere Start in Oldenburg für die Damen aus Dortmund. Die Oldenburgerinnen erzielten ihr erstes Tor sofort im ersten Angriff mit einem sehenswerten Kempa-Trick.

„Das muss man sich erstmal trauen“, so Fuhr in der Pressekonferenz. Und so zeigten die Damen in grün, dass man dem schwarzgelben Tross die Punkte nicht einfach schenken wollte. Bis zur 10. Minute sahen die 932 Zuschauer ein enges und ausgeglichenes Spiel. Doch die BVB Damen nahmen diese Aufgabe an und konnten sich bis zum ersten Team Time Out in der 18. Minute mit 9:13 absetzen. Der weitere Spielverlauf zeigte wozu Dortmund in der Lage ist. Mit guten Anspielen zum Kreis und einer hervorragend aufgelegten Bogna Sobiech auf Linksaußen erarbeitete man sich eine deutliche 14:23 Führung zur Halbzeit.

Einen ordentlichen Schwung Motivation brachten die Oldenburgerinnen aus der Kabine mit und arbeiteten sich kurzzeitig auf ein 17:25 wieder heran. Doch schnell fand das Team rund um Alina Grijseels und Isabell Roch wieder zurück in die Spur und baute langsam und stetig den Vorsprung aus. Highlight des Spiels war das Tor von Rinka Duijndam, welche in einer Überzahl von ihrem Tor aus erfolgreich einnetzte. Endstand in Oldenburg: 26:39 für die Damen aus Dortmund. Auch André Fuhr zeigte sich nach dem Spiel erleichtert, über den gelungenen Saisonstart: „Wir hatten insgesamt einen guten Saisonstart. In der ersten Halbzeit haben wir gezeigt, wo es hingehen könnte. Da haben wir sehr schnell und sicher nach vorne kombiniert und hatten vor allen Dingen im Umschaltspiel gute Momente. In der zweiten Halbzeit haben wir gegen einen nie aufsteckenden Gegner manchmal die allerletzte Konsequenz und Präzision ein wenig vermissen lassen. Insgesamt aber ein gelungener und souveräner Auftritt.“

Am kommenden Samstag erwarten die Damen um 19:30 Uhr die HSG Bensheim Auerbach, welche sich in ihrem ersten Saisonspiel mit 33:24 gegen den Aufsteiger „Kurpfalzbären“ die ersten Punkte sichern konnten.

BVB: Roch, Duijndam (1), ten Holte - Sobiech (12/2), Vollebregt (6), Dulfer, Smits (1), Grijseels (2), Freriks (7), Zych (5), Fujita (2), Weisheitel (1), Stockschläder (1), Bleckmann (1)

BVB startet in Oldenburg in die Saison

Am kommenden Sonntag (08.09.2019 um 16:30 Uhr, EWE Arena, Europaplatz 12 26123 Oldenburg) startet die neue Handball Bundesliga Saison 2019/2020 für die Damen aus Dortmund.

Kelly Dulfer im Zweikampf (c) Stummbillig

Acht neue Spielerinnen galt es in den vergangenen Wochen in den Kader zu integrieren. Eine große Aufgabe für den ebenfalls neuen Trainer André Fuhr. Insgesamt 660 Spiel- und 2.250 Trainingsminuten absolvierte der neue Kader in den vergangenen Wochen, um erfolgreich in die neue Spielzeit zu starten. Einfach wird dieser Start nicht, denn so richtig wird man in diesem Jahr erst nach der Nationalmannschaftspause in den Ligarhythmus kommen. Bis dahin heißt es volle Konzentration und vollen Fokus auf die kommenden Aufgaben. Die erste Aufgabe wartet in Oldenburg auf den schwarzgelben Tross.

Mit insgesamt fünf Abgängen und drei Neuzugängen konnte Oldenburg die Abgänge ganz gut kompensieren. Auch die ehemalige Borussin Annamaria Ferenczi hat Oldenburg nach einem Jahr wieder verlassen. Doch so wie es das Schicksal will, erwischt das Verletzungspech den VFL Oldenburg schon zum Saisonstart. So wie es aussieht, werden dem VfL mit Laura Kannegießer (Kreuzbandriss), Lisa-Marie Fragge (Hüft-OP), Kathrin Pichlmeier (überdehnter Daumen), Malene Staal (Schulterprellung) und Marie Steffen (Fingerbruch) fünf Spielerinnen fehlen. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir eine solche Verletztenmisere schon einmal hatten“, so Peter Görgen, Geschäftsführer der VfL Oldenburg GmbH.

In Dortmund hingegen kann André Fuhr mit dem kompletten 16er Kader nach Oldenburg reisen. Wie unangenehm Oldenburg zu spielen ist, zeigen auch die Ergebnisse aus der letzten Saison. Im Hinspiel zeigte Oldenburg seine Klasse und man trennte sich in einem knappen Spiel mit 28:28. Das Rückspiel verlor man sogar deutlich mit 32:24 und zeigte keine gute Leistung. Alles anders werden soll es in diesem Jahr, doch unterschätzen wird man den Gegner aufgrund der aktuellen Situation nicht: „Ein erstes Saisonspiel ist immer schwierig. Man weiß nie genau wo man steht – Oldenburg hat einen großen Umbruch hinter sich und mit Angie Geschke eine spieldominante Person verloren und muss sich daher neu sortieren. Dazu kommt nun noch das Verletzungspech, jedoch gerade in dieser Situation rücken Mannschaften immer sehr schnell zusammen und daher macht sie das auch extrem gefährlich für uns. Sie verfügen über gute Individualisten mit Mikkelsen, Logvinm, Schoenaker und mit Behrend als Nationalspielerin.

BVB eröffnet Saison 2019/2020 mit einem 45:21 gegen VOC Amsterdam

Ein schwarzgelber Tag in der Sporthalle Wellinghofen sollte die Spielzeit 2019/2020 eröffnen. Im Mittelpunkt des Tages stand die Kadervorstellung rund um das Team von André Fuhr. Im Anschluss an die Mannschaftspräsentation verkündete das Trainerteam die Entscheidung für zwei Kapitäninnen – Isabell Roch und Alina Grijseels werden diese verantwortungsvolle Aufgabe in Zukunft übernehmen.

Alina Grijseels, seit 2014 in Dortmund, und Isabell Roch, die schon in der Spielzeit 2009/2010 das schwarzgelbe Trikot trug, werden in Zukunft die Schnittstelle zwischen Mannschaft und Trainerteam bilden. „Uns war bei der Entscheidung eine hohe Identifikation mit dem Verein wichtig. Die Spielerinnen sollen das Projekt Borussia Dortmund mittragen und sie sollten ein großes Vertrauensverhältnis in alle Richtungen im Verein mitbringen“, so André Fuhr. Beide Spielerinnen freuen sich auf diese Aufgabe.

Im anschließenden letzten Vorbereitungsspiel gegen den amtierenden holländischen Meister OTTO Work Force/VOC Amsterdam präsentierte sich der 16er-Kader in einem guten Zustand. Die Zuschauer sahen eine schnelle und konzentrierte Borussia, welche sich mit schnellem Umschaltspiel und einer guten Deckungsarbeit bereits nach wenigen Minuten auf ein 5:1 absetzen konnte. Auch in diesem Spiel probierte das Trainerteam einiges aus, um die Findungsphase der neu zusammengestellten Mannschaft voranzutreiben. Bereits vor dem Spiel kündigte André Fuhr an, dass die Findungsphase noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird: „Unsere Vorbereitung ist mit dem Spiel in Oldenburg noch nicht abgeschlossen. Wir befinden uns in einem Prozess, der noch länger dauert und dann unter Wettkampfbedingungen fortgesetzt wird“. Dass die schwarzgelben Handballerinnen auf einem guten Weg sind, zeigen die Ergebnisse in Metz und der Halbzeitstand an diesem Tag. Nach den ersten 30 Minuten hieß es 24:9 Führung für die BVB-Damen.

In der zweiten Halbzeit zeigten sich die Schwarzgelben weiterhin konzentriert und fokussierten ein klares Ziel – einen erfolgreichen Abschluss der offiziellen Vorbereitungsphase. Alle Spielerinnen wurden vom Trainerteam in diesem letzten Test erfolgreich eingesetzt. Mit dem Schlusspfiff hieß es 45:21 Sieg gegen OTTO Work Force/VOC Amsterdam.

Rückblickend ein gelungener Tag in der Sporthalle Wellinghofen. Nun geht es für den schwarzgelben Tross am kommenden Sonntag in der EWE Arena in Oldenburg so richtig los. Gegen den letztjährigen zehntplatzierten der Handball Frauen Bundesliga, sollen die Leistungen der letzten Wochen nun in einem gelungenen Auftaktsieg der neuen Spielzeit münden.

Vorab möchte Borussia Dortmund schon zum heimischen Saisonauftakt am 14.09.2019 gegen die HSG Bensheim/Auerbach in der Sporthalle Wellinghofen einladen - Anwurf wird wie gewohnt um 19:30 Uhr sein.
In der zweiten Runde des DHB Pokals wurde der Gegner SV Weder Bremen zugelost. Geplantes Austragungswochenende ist der 05.10/06.10.2019 in Bremen. Sobald eine genauere Terminierung stattgefunden hat, informieren wir alle wichtigen Stellen.

  • André Fuhr im Interview (c) Stummbillig
  • Alina Grijseels und Saskia Weisheitel in der Abwehr (c) Stummbillig
  • den Kader nach dem Abpfiff (c) Stummbillig

Borussia Dortmund belohnt sich in Metz!

Die Handball-Damenmannschaft des BVB mit ihrem BusfahrerDie BVB-Handballdamen zusammen mit ihrem Busfahrer (c) BVB

Anstrengende und nervenaufreibende 36 Stunden hat der Dortmunder Tross am Wochenende erleben dürfen. Insgesamt zwei Trainingseinheiten und zwei Spiele galt es zu absolvieren.

Beginnend mit einem Testspiel gegen VOC Amsterdam am Donnerstagabend in Duiven sollte ein erfolgreiches Wochenende eingeläutet werden. Man siegte gegen die Niederländerinnen mit einem deutlichen 37:19 und zeigte die richtigen Ansätze. Am Folgetag ging es dann hochmotiviert mit dem Erfolgserlebnis vom Vorabend im Gepäck Richtung Metz in Frankreich.

Auf dem Weg wurde der BVB zunächst allerdings ordentlich ausgebremst: In NRW enden die Sommerferien, wodurch aus einer kalkulierten Reisezeit von insgesamt fünf Stunden, genau genommen acht Stunden wurden. Trainer André Fuhr konnte somit zur ersten Einheit erst um 20:30 Uhr bitten. Eine weitere Einheit war für den folgenden Morgen geplant, die ganz im Zeichen einer Vorbereitung stand. Hohe Intensität, Abläufe schärfen und Konzentration standen auf dem Stundenplan. Höhepunkt der Reise war das Testspiel gegen Metz Handball am frühen Samstagnachmittag. Trotz der Widrigkeiten des Vortages konnte der Kader von André Fuhr über beide Halbzeiten hinweg zeigen, wozu er in der Lage ist. Es wurde viel probiert und erfolgreich umgesetzt. Eine gute Leistung bescheinigte auch der mitgereiste Andreas Bartels aus dem BVB Abteilungsvorstand der Mannschaft: „Das Team hat am Ende einer intensiven Trainingswoche in Ansätzen gezeigt welchem Handball es in der Lage ist zu spielen und am Ende auch nicht unverdient gegen ein europäisches Spitzenteam gewonnen.“ Zum Schlusspfiff hieß es 32:30 für die schwarzgelben aus Dortmund. Mit dem zweiten Sieg des Wochenendes im Gepäck wurde müde, aber glücklich die Heimreise angetreten.

Die nächsten Möglichkeiten die Mannschaft vor dem Saisonstart am 08.09. in Oldenburg zu sehen, ist zunächst einmal am kommenden Mittwoch um 18:30 Uhr in Hemer im GROHE Forum. Restkarten sind noch erhältlich. Eine weitere Chance gibt es zur offiziellen Saisoneröffnung am 01.09.2019 ab 15:00 Uhr in der Sporthalle Wellinghofen. Zunächst wird die Mannschaft präsentiert und im Anschluss geht es um 17:00 Uhr erneut gegen VOC Amsterdam. Wir freuen uns auf unsere Fans!

Borussia Dortmund startet ins Trainingslager

Die Damen von Borussia Dortmund sind pünktlich um 07:30 Uhr am Montagmorgen in das Trainingslager 2019 gestartet. Ziel des 19 Damen starken Kaders wird Herning in Dänemark sein, wo sich das Team rund um André Fuhr eine Woche konzentriert und fokussiert auf die neue Saison 2019 vorbereiten wird. Neben den klassischen Athletik- und Hallentrainingseinheiten wird Borussia Dortmund auch weitere Spielpraxis sammeln. TTH Holstebro (ehemaliger Club von Inger Smits), Aarhus Untied und Odense Handbold heißen die Testspielgegner.

„Wir freuen uns über die Möglichkeit gegen diese starken dänischen Top Clubs spielen zu können. Unser neu formierter Kader braucht Spiele, um sich zu finden und die bekommen wir nun auf einem sehr hohen Niveau.“, so Andreas Bartels.
Wie wichtig dieser Teamspirit auch für den Vorstand ist, zeigt die nachträgliche Anreise der beiden Abteilungsleiter Andreas Heiermann und Andreas Bartels. Beide werden am Dienstag zur Mannschaft dazu stoßen.

Kelly Dulfer (#21) in Aktion - (c) Stummbillig

Wie auch bei den anderen Bundesligisten beginnt nun die heiße Phase der Vorbereitung. Borussia Dortmund wird in den kommenden Wochen noch insgesamt vier Testspiele und etliche Trainingseinheiten absolvieren, um erfolgreich in die neue Saison 2019/2020 zu starten. Mit Testspielen gegen VOC Amsterdam, Metz Handball und HSG Bad Wildungen Vipers warten noch namenhafte Gegner auf den schwarzgelben Tross. Wie wichtig die rechtzeitige Integration der A–Jugendlichen in den Bundesliga Kader ist, beschreibt Heiermann so: „Es ist schön zu sehen, wie sich die Mannschaft formt und sich jede einzelne Spielerin weiterentwickelt. Gerade auch die Spielerinnen Hausherr, Michalczik, Fege und Wulf können sicherlich im Rahmen dieser Vorbereitungsphase einiges für die kommende Saison mitnehmen. Wir beobachten gespannt die weitere Entwicklung unseres Nachwuchses und wollen sie schnellstmöglich in den Kader integrieren, sodass wir hier flexibel bleiben. Schade ist natürlich, dass Mariel Wulf nicht mit ins Trainingslager reisen kann. Aufgrund von muskulären Problemen wird sie in Dortmund bleiben und dort individuell arbeiten.“

Borussia Dortmund hat noch zwei öffentliche Testspiele, bevor die Saison am 08.09.2019 in Oldenburg startet.

Öffentliche Testspiele:

  • 28.08.2019 18:30 Uhr – BV Borussia Dortmund – HSG Bad Wildungen Vipers
  • Ausrichter: HTV Hemer
  • Spielort: Grohe Forum, Sonnenblumenallee 3, 58675 Hemer
  • Tickets: https://www.htv-hemer.de/saisonauftakt-2019-bvb-damen-bad-wildungen-vipers/

  • 01.09.2019 15:00 Uhr - Saisoneröffnung 2019 & Mannschaftspräsentation
  • 01.09.2019 17:00 Uhr – BV Borussia Dortmund – VOC Amsterdam
  • Ausrichter: BV Borussia Dortmund
  • Spielort: Am Lieberfeld 13, 44265 Dortmund
  • Tickets: Eintritt frei!

BVB Damen Kader Trainingslager

Nr.

Name

Vorname

1

Duijndam

Rinka

3

Hausherr

Anna-Lena

4

Grijseels

Alina

9

Weisheitel

Saskia

7

Müller

Caroline

9

Kockel

Leonie

10

Smits

Inger

18

Stockschläder

Johanna

20

Freriks

Merel

21

Dulfer

Kelly

23

Fege

Carlotta

24

Michalczik

Malina Marie

26

Roch

Isabell

27

Fujita

Asuka

30

ten Holte

Yara

31

Vollebregt

Kelly

66

Bleckmann

Dana

81

Zych

Aleksandra

BVB Handball-Damen starten mit großen Ambitionen

Für die einen startet die Urlaubszeit, für die anderen die Vorbereitungszeit. Nach insgesamt acht Wochen Auszeit starten die BVB Handball Damen mit dem neuen Trainer André Fuhr in die Vorbereitung auf die Saison 2019/2020. Mit dabei Merel Freriks, Kelly Vollebregt, Bogna Sobiech, Aleksandra Zych, Kelly Dulfer, Inger Smits und Isabell Roch die neuen Gesichter im schwarz-gelben Dress. Allesamt top Spielerinnen mit internationaler Erfahrung, die Lust auf ihre neue Herausforderung bei Borussia Dortmund haben. Insgesamt umfasst der aktuelle Kader 17 Spielerinnen hinzukommen 4 Nachwuchsakteurinnen. Der von den Verantwortlichen zusammengestellte Kader präsentiert sich als interessanter Mix mit großen Ambitionen.

Auf das Team wartet viel Arbeit und ein prall gefüllter Terminkalender. Vorrangige Aufgabe des Trainerteams wird es sein aus vielen tollen Individualisten ein schlagkräftiges Team zu formen.

Nationalspielerin Alina Grijseels freut sich auf den Vorbereitungsstart und die neuen Gesichter: „Ich denke, wir sind alle froh, dass es jetzt endlich losgeht. Wir gehen sicherlich alle hochmotiviert in die Vorbereitung wir müssen uns kennenlernen und uns so schnell wie möglich als Mannschaft finden und einspielen. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und Aufgabe mit dem BVB.“

Auch das Trainerteam, welches in den letzten Wochen einiges für die Mannschaft vorbereitet hat, kann mit Qualität überzeugen. André Fuhr als Chef-Trainer und Andreas Kuno als Co-Trainer bilden die beiden Köpfe des Teams. „Ich freue mich darauf, dass es endlich los geht und ich freue mich auf diese neue Mannschaft. Wir haben ein hochinteressantes Team mit dem wir nun in sechs schweißtreibende Wochen gehen werden“ sagt Fuhr.

Darüber hinaus freut sich der Verein auch weiterhin Clara Woltering, welche sich als Torwarttrainerin um die Belange von Isabell Roch, Rinka Duijndam und Yara ten Holte kümmern wird, im Team zu haben.

Fahrplan in der Vorbereitung:

  • 10.08.2019 – Testspiel in Wickede gegen Venlo – Karten können beim TV Wickede gekauft werden (http://www.handball-wickede.de/) – Handball Total!
  • 12.08.2019 – 18.08.2019 – Trainingslager in Dänemark
  • 22.08.2019 – Testspiel gegen VOC Amsterdam in Duiven
  • 23.08.2019 – 25.08.2019 – Kurztrainingslager in Metz mit Testspiel gegen Metz Handball
  • 28.08.2019 – Testspiel gegen Bad Wildungen in Hemer – Karten beim HTV Hemer
  • 01.09.2019 – Saisoneröffnung in Wellinghofen – Testspiel gegen VOC Amsterdam

Der Damen-Kader für die Saison 2019/2020

Trikot-Nummer

Vorname

Name

Position

1

Rinka

Duijndam

TW

4

Alina

Grijseels

RM

6

Saskia

Weisheitel

RM

7

Caroline

Müller

RM

9

Leonie

Kockel

RR

10

Inger

Smits

RL

18

Johanna

Stockschläder

LA

20

Merel

Freriks

KM

21

Kelly

Dulfer

RL

26

Isabell

Roch

TW

27

Asuka

Fujita

RA

30

Yara

ten Holte

TW

31

Kelly

Vollebregt

RA

66

Dana

Bleckmann

RL

77

Virag

Vaszari

LA

81

Aleksandra

Zych

RR

90

Bogna

Sobiech

LA

BVB schafft stimmigen Rahmen im letzten Saisonspiel

Die BVB Handball Damen haben mit dem 25:20 (11:8) gegen SV Union Halle-Neustadt ihre Hausaufgaben gemacht, beenden die Saison aber dennoch auf dem siebten Platz. Weil die Konkurrenz aus Blomberg (25:21 gegen Metzingen) und Leverkusen (27:20) gegen Neckarsulm ihre Hausaufgaben machte, konnten sich die Dortmunderinnen am letzten Spieltag der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) tabellarisch nicht mehr verbessern.

Das tat der hervorragenden Stimmung in der Herdecker Bleichsteinhalle allerdings keinen Abbruch, denn die BVB-Fans feierten im letzten Saisonspiel die Spielerinnen, die in der kommenden Saison nicht mehr das schwarzgelbe Jersey tragen werden. Allen voran natürlich Clara Woltering, die ihre Karriere nach dem Sieg gegen den bereits feststehenden Absteiger beendet hat. Und die (nun ehemalige) Weltklasse-Torhüterin zeigte gegen die „Wildcats“ auch noch einmal, warum sie zu dem Besten gehört, was die Torwartzunft je gesehen hat.

Das brauchte es allerdings auch, denn die Gäste zeigten von Beginn an, dass sie nicht nur zum Spalier stehen ins Ruhrgebiet gereist waren: Gegen die offensive Abwehr aus Halle ging es von Beginn an richtig zur Sache. Es entwickelte sich eine nicht gerade hochklassige, aber intensive Partie, der die Borussinnen mit einem Zwischenspurt vor der Pause von 8:8 (24‘) auf 11:8 zum Seitenwechsel erstmals den Stempel aufdrückten.

Nach dem Wiederanpfiff war dann endgültig Showtime für Woltering: Nachdem die beste Hallenserin Sophie Lüdke (8 Treffer) noch zum 10:12 (33‘) verkürzen konnte, lief die BVB-Schlussfrau heiß und kassierte sieben Minuten lang keinen Treffer. Und weil ihre Teamkolleginnen auf der anderen Seite fünf mal hintereinander ins Schwarze trafen, ging das Team von Trainer Gino Smits mit einer komfortablen 17:10-Führung ins letzte Drittel der Partie, die sie dann auch über die Zeit brachten. An dieser Stelle sei allerdings noch einmal erwähnt, dass sich die Gäste auch in der Schlussphase nicht hängen ließen, sondern sich noch einmal zurück in die Partie bissen und sich ebenso nach der Partie als sportlich faire Gratulanten erwiesen. Näher als auf vier Tore kam Halle allerdings nicht mehr heran, sodass spätestens nach Weisheitels 22:16 (54‘) die Partie gelaufen war – dann war die Zeit für Abschiedsworte und Danksagungen gekommen.

die beste BVB-Torschützin Harma van Kreij in Aktion beim 25:20 der BVB Handball Damen gegen SV Union Halle-Neustadt. (Quelle: Stummbillig)

Letztes Saisonspiel: BVB empfängt Halle

Am letzten Spieltag der Saison 2018/2019 in der Frauenhandball-Bundesliga treffen die BVB Handball Damen am morgigen Samstag auf SV Union Halle-Neustadt (Sporthalle Bleichstein, Hengsteyseestraße 26, 58313 Herdecke) – zur ungewohnten Anwurfzeit: Da am letzten Spieltag alle Spiele parallel stattfinden müssen, um einer eventuellen Wettbewerbsverzerrung vorzubeugen, wird die Partie bereits um 18 Uhr angepfiffen. Aus sportlicher Sicht sind die Karten recht klar verteilt: Halle steht bereits als Absteiger fest und wird sich sicherlich angemessen aus der Bundesliga verabschieden wollen. Dennoch dürfte der Fokus bei den „Wildcats“ bereits auf dem kommenden Wochenende liegen, denn das Team von Trainerin Tanja Logvin qualifizierte sich für das OLYMP Final Four in Stuttgart, das an diesem Wochenende ausgetragen wird.

Für die Dortmunderinnen ist der Zug Richtung internationales Geschäft nach der Niederlage in Oldenburg in der Vorwoche wohl abgefahren. Bei Patzern der Konkurrenz aus Leverkusen (gegen Neckarsulm) und Blomberg (gegen Metzingen) wäre der Sprung auf Platz fünf allerdings noch möglich, weshalb die Schwarzgelben aber zumindest ihre Hausaufgaben machen wollen.

Keeperin Klara Woltering wird eine der Spielerinnen sein, die dieses Wochenende zum letzten Mal die schwarz-gelben Farben tragen werden. (Quelle: Stummbillig)

Traditionell steht ein letztes Saisonheimspiel immer auch im Zeichen von Verabschiedungen und Danksagungen, das sieht auch BVB-Coach Gino Smits nicht anders: „Wir hoffen auf die gleiche tolle Atmosphäre wie immer bei unseren Heimspielen und wollen ein gutes Spiel abliefern. Nicht nur für die Mädels, die uns verlassen, sondern auch für unsere Zuschauer.“

Und dann haben seine Schützlinge ja auch noch eine Rechnung mit den Hallenserinnen offen: Im Hinspiel ertrotzte sich der Tabellenvorletzte ein 31:31 und stellte den BVB mit seiner individuellen Qualität durchaus vor Probleme – man darf sich also auf ein munteres letztes  Heimspiel in der Saison 2018/2019 freuen.

24:32 – BVB steht sich in Oldenburg selbst im Weg

 Die BVB Handball Damen haben das Erreichen des fünften Platzes in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) nach der 24:32 (12:15)-Auswärtsniederlage beim VfL Oldenburg nicht mehr in der eigenen Hand.

die siebenfache Torschützin Dana Bleckmann (Quelle: Stummbillig)

Danach, dass ein Sieg dafür sorgen würde, dass man das Erreichen von Platz fünf und damit noch einer Restchance auf den Europacup mit einem Sieg in Oldenburg vor dem letzten Saisonspiel in der eigenen Hand haben würde, sah es über weite Strecken der Partie nicht aus. „Das Ergebnis ist eine riesige Enttäuschung, wir haben es von der Mentalität her in Abwehr und Angriff einfach nicht hinbekommen“, bemängelte BVB-Coach Gino Smits den Auftritt seiner Mannschaft. Die Oldenburgerinnen, in der Tabelle jenseits von Gut und Böse platziert, konnten in ihrem letzten Heimspiel der Saison befreit aufspielen und gingen schnell mit 2:0 in Führung (5‘). Die Dortmunderinnen hingegen haderten mit ihrer Chancenverwertung und verwarfen früh in der Partie bereits ihren zweiten Siebenmeter. Mitte der ersten Halbzeit hatten die Gäste den Anschluss aber wiederhergestellt und gingen sogar in Führung (6:5, 12‘). Die Schwarzgelben ließen in dieser Phase aufblitzen, dass ein Auswärtssieg durchaus im Bereich des möglichen lag: Immer wieder kamen die Gäste über den Oldenburger Innenblock zu Torerfolgen und packten hinten im richtigen Moment zu. Doch dieser Zwischenstand sollte leider nur eine kurze positive Momentaufnahme bleiben. „Wir waren eigentlich nie richtig im Spiel und sind immer hinter Oldenburg hergelaufen“, sagt Smits. Nach dem 6:5 fingen sich die Borussinnen nämlich vier Gegentore in Folge und liefen so einem Rückstand hinterher, den sie nicht mehr kompensieren konnten.

„In den Phasen, in denen wir wieder ins Spiel zurückkommen können, machen wir technische Fehler und treffen die falschen Entscheidungen“, beschreibt der BVB-Trainer, warum seine Schützlinge den Abstand nach dem Seitenwechsel zwar noch einmal auf zwei Treffer verkürzen (15:17, 37‘), dem Spiel aber keine entscheidende Wendung mehr geben konnten: Zu häufig stimmte die Abstimmung im Deckungsverbund nicht oder die Borussinnen suchten im Angriff zu früh und überhastet den Abschluss. Mit zunehmendem Spielverlauf war den Gästen dann anzumerken, dass der BVB eigentlich unbedingt einen Auswärtssieg benötigte, um im Saisonendspurt im Rennen zu bleiben. Bis zum 20:24 (47‘) waren die Schwarzgelben noch im Spiel, fünf Minuten später hatte Oldenburg seinen Vorsprung vor einer euphorischen Kulisse dann aber auf sechs Tore ausgebaut und ließen sich diesen zum Leidwesen aller Schwarzgelben auch nicht mehr nehmen.

BVB-Sieg in Oldenburg ist Pflicht

Zwei Spieltage vor Schluss der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) ist eigentlich klar, dass die BVB Handball Damen vor dem Auswärtsspiel beim VfL Oldenburg (Samstag, 18 Uhr, EWE-Arena, Europaplatz, 26123 Oldenburg) den vierten Platz bei vier Punkten Rückstand auf den Buxtehuder SV nicht mehr erreichen können. Denn wenn der BSV aus den letzten beiden Spielen in Bad Wildungen und gegen Nellingen einen Punkt holt, sind sie sicher Vierter.

BVB Akteurin Caroline Müller - vor zwei Jahren aus Oldenburg zum BVB gekommen (Quelle: Stummbillig)

 

Für die Schwarzgelben heißt es also, Rang fünf, den man aktuell bekleidet, zu verteidigen. Aktuell ist der BVB punktgleich mit den Konkurrenten aus Leverkusen und Blomberg, hat den beiden NRWRivalen aber die um vier (Leverkusen) bzw. zehn (Blomberg) Treffer bessere Tordifferenz voraus. Und da die beiden Konkurrenten am Sonntag im direkten Duell aufeinandertreffen, ist klar, dass die Borussinnen einen Sieg benötigen, um Platz fünf zu verteidigen.

 

Die Oldenburgerinnen hingegen stehen im HBF-Klassement jenseits von Gut und Böse: Für den aktuell Tabellenzehnten war frühzeitig klar, dass man mit dem Abstieg nichts zu tun haben würde. Um jedoch auch in der oberen Tabellenhälfte anzugreifen, fehlte dem Team von Trainer Niels Bötel die Konstanz: Dass Bötels Schützlinge Handball spielen können und mit Spielerinnen wie Angie Geschke oder Myrthe Schoenaker auch individuell durchaus stark besetzt ist, zeigten sie bei Siegen gegen Buxtehude oder Blomberg und nicht zuletzt auch beim 28:28 beim BVB im Hinspiel. „Außerdem ist das ihr letztes Heimspiel und einige Spielerinnen verlassen den Verein, sie werden noch einmal alles geben“, weiß BVB-Trainer Gino Smits.

 

Oldenburg stellt den viertbesten Angriff der Liga, hat gleichzeitig aber auch die zweitmeisten Gegentore kassiert, bei Spielen mit VfL-Beteiligung fallen im Durschnitt knapp 60 Tore. Bei der Borussia stellt man sich daher auf ein temporeiches und attraktives Spiel ein, das allerdings nicht in Hektik ausarten sollte. „Im Hinspiel haben wir super angefangen und 16:9 geführt, dann hatten wir aber in Abwehr und Angriff unsere Probleme. Das müssen wir am Samstag besser machen“, sagt Smits. Verzichten muss er dabei auf Anne Müller, die sich im Training eine Knöchelverletzung zuzog und für den Saisonendspurt nicht mehr zur Verfügung steht.

 

BVB unterliegt beim Spitzenreiter

Die BVB Handball Damen mussten am Samstagabend im Auswärtsspiel beim Spitzenreiter der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) eine 30:38 (14:19)-Niederlage hinnehmen.

Das Bild zeigt eine Handballspielerin bei einem Wurfdie sechsfache Torschützin Dana Bleckmann beim Wurf (Quelle: Stummbillig)

Dabei war den Gastgeberinnen von Beginn an anzumerken, dass im Kampf um die Meisterschaft in der HBF aktuell jedes Tor zählt: Über die gesamte Spielzeit drückten die Bietigheimerinnen richtig aufs Tempo und erspielten sich so bereits im ersten Durchgang einen Vorsprung, den sie bis zum Ende der Partie nicht mehr hergeben sollten. Bis zum 3:4 durch Caroline Müller aus Dortmunder Sicht war die Partie ausgeglichen, dann nahm Bietigheims Coach Martin Albertsen in der elften Spielminute seine erste Auszeit. Im Anschluss erzielten seine Schützlinge vier Treffer in Folge und gingen mit 8:3 (14‘) in Führung. „Wir haben eigentlich gut gespielt, aber Bietigheim hat jeden Fehler von uns ausgenutzt und ist konsequent in den Konter gegangen“, beschreibt BVB-Coach Gino Smits diese Phase. Dass sein Team an diesem Abend das etwas schwächere von zwei guten Teams in einem attraktiven Bundesliga-Spiel war, zeigt auch die Tatsache, dass die Dortmunderinnen diesen Rückstand bis zur Pause nicht weiter anwachsen ließen. Doch entscheidend verkürzen konnte der BVB bis zum 14:19 zum Seitenwechsel auch nicht mehr – nicht umsonst hat die SG BBM in eigener Halle bisher eine blütenweiße Weste.


Nach dem Wiederanpfiff kamen die Gastgeberinnen mit hohem Druck aus der Kabine und hatten ihren Vorsprung beim 27:17 (41‘) verdoppelt. „In diesen Phasen war dann ein wenig Unsicherheit da und das hat Bietigheim bestraft“, analysierte Smits nach der Partie. Unzufrieden war der Trainer der Schwarzgelben dennoch nicht mit seinen Schützlingen: „Wir haben im Sechs gegen Sechs sowohl hinten als auch vorne gut gespielt. Aber Bietigheim war eben ein wenig cleverer und besser“, fasst der Niederländer den Spielverlauf zusammen.

BVB reist zum Spitzenreiter

Caroline Müller vom BVB in einer Szene aus dem Hinspiel gegen BietigheimBVB-Spielerin Caroline Müller in Action gegen Bietigheim (Quelle: Stummbillig)

Den BVB Handball Damen steht am kommenden Samstag (4. Mai, 19 Uhr, Sporthalle am Viadukt, Holzgartenstraße 28, 74321 Bietigheim-Bissingen) wohl eine der schwierigsten Aufgaben der Saison bevor: Das Team von Trainer Gino Smits tritt dann nämlich beim aktuellen Spitzenreiter der Frauenhandball-Bundesliga (HBF), der SG BBM Bietigheim an.

Auch wenn die Borussinnen als Außenseiterinnen nach Baden-Württemberg reisen, könnten sie die Punkte am drittletzten Bundesliga-Spieltag gut gebrauchen. Mit dem Heimsieg gegen Neckarsulm schoben sich die Schwarzgelben an Leverkusen vorbei auf den fünften Platz, doch der Buxtehuder SV auf Rang vier ist schon vier Punke enteilt. Um also im Saisonendspurt noch ein wenig mehr als nur eine theoretische Chance zu haben, bräuchte es in Bietigheim etwas Zählbares. Dass das äußerst schwierig wird, wissen alle Beteiligten spätestens seit dem 29:23-Hinspielerfolg der SG BBM im Ruhrgebiet. Anfang Februar präsentierte sich der BVB sogar noch recht gut aufgelegt, doch die massive Abwehr und die individuelle Klasse des Deutschen Meisters von 2017 stellen dessen Gegner stets vor äußerst komplizierte Aufgaben. „Bietigheim ist der klare Favorit, wir wollen im Vergleich zu den letzten Spielen unsere Angriffsleistung weiter steigern und die Abwehrleistung bestätigen“, gibt Smits die Herangehensweise vor. Gesenkten Hauptes zwei Punkte präsentieren wird dabei niemand aus dem Dortmunder Lager. „Wir haben im Hinspiel gesehen, dass sie Top-Spielerinnen dabei haben. Wir werden bis zum Schluss kämpfen und auch wenn die Chance klein ist: Sobald es die Möglichkeit gibt, eine Überraschung zu schaffen, wollen wir die auch nutzen“, erklärt der BVB-Coach, wohl wissend, dass sein Team dazu am Samstag einen sehr guten Tag erwischen muss.

Zumal die Gastgeberinnen im Kampf um die Meisterschaft nicht nur jeden Punkt sondern auch jedes Tor benötigen: Seit der knappen 23:24-Niederlage beim Thüringer HC marschieren die beiden Teams punktgleich an der Tabellenspitze der HBF vorneweg. Beide Teams haben im bisherigen Saisonverlauf jeweils einmal gegen den Mitkonkurrenten verloren, ansonsten ist die Weste des Spitzenduos blütenweiß. Deshalb ist davon auszugehen, dass am Ende die Tordifferenz den Ausschlag über den diesjährigen Meistertitel gibt. In dieser Hinsicht hat die SG BBM mit einer um 22 Treffer besseren Differenz die Nase vorn – das kann sich bei drei ausstehenden Spielen allerdings auch noch schleunigst ändern, weshalb die Schwarzgelben gewarnt sind: „Das wird eine harte Nummer. Bietigheim steckt voll im Kampf um die Meisterschaft. Sie haben schon in der vergangenen Woche in Oldenburg an ihrer Tordifferenz gearbeitet und das wird auch, speziell vor eigenem Publikum, am Samstag wieder ihr Ziel sein“, weiß Smits.

Überzeugende zweite Halbzeit sichert 24:18-Heimsieg gegen Neckarsulm

Asuka Fujita nach einem erfolgreichen Siebenmeter (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben mit dem 24:18 (10:12) gegen die Neckarsulmer Sport-Union nach vier Niederlagen in Folge einen wichtigen Sieg gefeiert. Beim Heimerfolg gegen den Tabellenzwölften zeigte die Mannschaft von BVB-Coach Gino Smits zwei verschiedene Halbzeiten:

Während die Schwarzgelben in der ersten Halbzeit nur phasenweise Zugriff auf die Partie bekamen, dominierten Smits‘ Schützlinge die Partie nach dem Seitenwechsel.

Speziell in der Abwehr zogen die Gastgeberinnen den Gästen den Zahn: Nur sechs Tore ließ die überragend aufgelegte Clara Woltering in der zweiten Halbzeit zu. Die ehemalige Nationaltorhüterin konnte sich dabei aber auch auf ihre Abwehr verlassen, die gegen die Neckarsulmer Konzeptionen, die darauf abzielten, ihre Rückraumschützinnen in Position zu bringen, stets im richtigen Moment zupackten. Das gelang in  der ersten Halbzeit beileibe nicht immer, grade wenn Neckarsulm aufs Tempo drückte, offenbarte der BVB vereinzelte Lücken auf den Halbpositionen. „Wir haben super gekämpft und in der Abwehr gestanden, auch wenn wir da in der ersten Halbzeit unsere Probleme hatten“, analysierte Smits die Partie.

Neben der Leistungssteigerung in der Defensive war es zudem entscheidend, dass die Dortmunderinnen mit zunehmendem Spielverlauf auch im Angriff sicherer auftraten. Zu Beginn der Partie war den Schwarzgelben eine gewisse Nervosität anzumerken, ein Punktverlust hätte immerhin den Abschied aus dem Rennen um die Europapokalplätze bedeutet. Nach einer Viertelstunde nahm Smits beim Stande von 3:6 seine erste Auszeit und mahnte die mangelnde Zielstrebigkeit seines Teams in den Eins-gegen-Eins-Situationen an.

Nach und nach kam dann die Sicherheit ins Dortmunder Spiel, aus einem 10:12 zur Pause hatten die Schwarzgelben zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff ihre erste Führung gemacht (14:12). Und diese gaben sie dank einer guten Abwehrleistung und konzentriertem Offensivspiel auch nicht mehr her.

BVB will wichtige Punkte sammeln

die 7x Torschützin Asuka Fujita (Quelle: Stummbillig)

Wenn die BVB Handball Damen am kommenden Samstag (27. April, 19:30 Uhr, Sporthalle Bleichstein, Hengsteyseestraße, 58313 Herdecke) die Neckarsulmer Sport-Union empfangen, gibt es für das Team von Trainer Gino Smits letztendlich nur eine Maßgabe: Die Schwarzgelben wollen und müssen die zwei Punkte im Spiel gegen den Tabellenzwölften in der Bleichsteinhalle behalten.

Nachdem die Borussinnen ihre bisherigen elf Bundesliga-Heimspiele alle in der Bleichsteinhalle in Herdecke ausgetragen haben, wird der zwölfte Auftritt gleichzeitig der letzte in der Dortmunder Nachbarstadt sein. Und natürlich wollen sich die Schwarzgelben gebührend von der überaus gastfreundlichen Herdecker Handballgemeinde verabschieden – im Idealfall mit einem Heimsieg.

Dazu braucht es gegen die Sport-Union, die aktuell mit drei Punkten Vorsprung auf Platz 13 den letzten Nichtabstiegsplatz belegt, eine konzentrierte Leistung in der Defensive. Denn Neckarsulm bringt einen wurfstarken Rückraum um die derzeit beste Schützin der Bundesliga, Nele Reimer (148 Saisontore) mit ins Ruhrgebiet. Vorne wollen die Schwarzgelben wie schon beim souveränen 33:27-Erfolg im Hinspiel spielerisch die Lücken im Neckarsulmer Abwehrverbund angreifen. Dabei soll dann auch wieder Caroline Müller helfen, die am vergangenen Wochenende krankheitsbedingt nicht ins Geschehen eingreifen konnte. „Ich hoffe, dass Caro am Samstag wieder fit ist, ihre Erfahrung und Qualität hat uns in der letzten Woche gefehlt“, bewertet Smits die Rolle seiner Rückraumspielerin.

Er weiß zudem, dass „beide Teams wichtige Punkte holen können“. Für seine Schützlinge wäre ein Sieg im viertletzten Saisonspiel so etwas wie ein letzter Angriff auf die Europapokalplätze. Diese kann man spätestens nach der 21:24-Niederlage bei der HSG Blomberg-Lippe aus der Vorwoche nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Und für die Sport-Union würde ein Auswärtssieg vor dem direkten Duell mit dem Verfolger aus Halle-Neustadt in der kommenden Woche wichtige Bonuspunkte im Abstiegskampf bedeuten. Das Team von Trainer Pascal Morgant dürfte mit Rückenwind anreisen, konnte man das letzte Auswärtsspiel in Oldenburg doch gewinnen. Und auch im Duell mit der SG BBM Bietigheim in der vergangenen Woche präsentierte sich Morgants Team zumindest phasenweise als zäher Kontrahent für den Spitzenreiter, auch wenn die SG BBM letzten Endes mit 26:19 gewann.

 

Bittere Niederlage im Westfalenderby

die fünffache Torschützin Harma van Kreij (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben mit dem 21:24 (11:11) bei der HSG Blomberg-Lippe eine bittere Niederlage im Kampf um die Europapokalplätze hinnehmen müssen.

Im Westfalenderby bei der HSG sahen die rund 800 Zuschauer in der Sporthalle an der Ulmenallee, unter denen sich auch einige lautstarke Schwarzgelbe befanden, ein spannendes Derby, in dem die Gastgeberinnen in den entscheidenden Phasen „das Momentum auf unserer Seite“ hatten, wie es der Blomberger Trainer Steffen Birkner formulierte.

In der Tat gelang es den Dortmunderinnen im Verlauf des zweiten Durchgangs nicht, in Führung zu gehen, obwohl die Gelegenheiten dazu durchaus gegeben waren. „Wir nutzen in diesen Phasen unsere Chancen nicht. In der Schlussphase hat Blomberg dann im Angriff die Zweikämpfe energischer geführt und daher verdient gewonnen“, fasst BVB-Trainer Gino Smits die Partie zusammen.

Über die gesamte Spielzeit hatten beide Mannschaften so ihre Probleme, die Gegentore über den Innenblock zu verhindern, zeigten sich gleichzeitig aber auch konzentriert in der Rückwärtsbewegung – so entwickelte sich ein Schlagabtausch im aufgebauten Angriff, in dem die Gastgeberinnen über Silje Brons Petersen (neun Feldtore) immer wieder zum Erfolg kamen, der BVB spielte über Harma van Kreij (sechs Treffer) und Anne Müller (fünf Tore) erfolgreich.

Wenig überraschend steuerte die Partie so auf eine enge Schlussphase zu, die Gäste hatten ein 19:21 (49‘) ausgeglichen und beim Stande von 21:21 (53‘) ein enges Finale erzwungen. Auch die darauf folgende Unterzahl überstanden die Dortmunderinnen schadlos, ein Tor wollte ihnen allerdings nicht mehr gelingen – hier kam die von Smits angesprochene Chancenverwertung zum Tragen. Und weil auf Blomberger Seite Petersen und Rodrigues mit zwei Energieleistungen die Vorentscheidung erzielten (21:23, 58‘) mussten sich die Schwarzgelben ohne Punkte auf den Heimweg machen.

Smits erwartet kampfbetontes Derby

BVB-Spielerin Anne Müller beim Torjubel im Hinspiel. (Quelle: Stummbillig)

Fünf Spiele sind es noch in der Frauenhandball-Bundesliga und vor dem Auswärtsspiel der BVB Handball Damen am Ostersamstag (20. April, 16:30 Uhr, Sporthalle Ulmenallee, 32825 Blomberg) dürfen sich die Schwarzgelben keinen0 Ausrutscher erlauben, wenn sie weiter im Kampf um den begehrten Platz vier der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) mitmischen wollen.

Nach der Niederlage gegen den Deutschen Meister aus Thüringen, bei der sich das Team von Trainer Gino Smits zwar gut aufgelegt präsentierte, gegen ein Spitzenteam der Liga aber trotzdem leer ausging, ist der BVB auf den sechsten0 Tabellenplatz abgerutscht. Jeweils zwei Punkte mehr haben Leverkusen und Buxtehude auf den Plätzen vier und fünf – die Dortmunderinnen müssen dementsprechend im Saisonfinale ihre Hausaufgaben machen und auf Ausrutscher der Konkurrenz, die auch noch im direkten Duell aufeinander trifft, hoffen.

Als erste Aufgabe wartet da mit dem Westfalenderby bei der HSG Blomberg-Lippe dann schon ein echter Prüfstein. „Ohne eine eine kämpferische Leistung mit 200% gewinnst Du nicht in Blomberg“, sagt Smits, wohlwissend, dass sich der BVB in der jüngeren Vergangenheit in Ostwestfalen stets schwer tat. Aus Sicht des Trainers wird es wichtig sein, von Beginn an in die Partie zu finden: „Ich gehe davon aus, dass die Halle voll ist und uns ein Derby mit guten Rahmenbedingungen erwartet. Blomberg wird alles dafür tun, sich für unseren Hinspielsieg zu revanchieren, deshalb müssen wir von Anfang an die Zweikämpfe in Abwehr und Angriff richtig angehen“, erklärt Smits.

An das angesprochene Hinspiel hat man in Dortmund gute Erinnerungen: Mit 29:21 schickten die Borussinnen die HSG im Dezember wieder auf die Heimreise, mitentscheidend für den deutlichen Erfolg war eben, dass die Schwarzgelben in0 den direkten Duellen die Oberhand behielten und die Blombergerinnen zu bedrängten Abschlüssen aus dem Rückraum oder von der Außenposition zwangen.

Die Ostwestfälinnen stehen derzeit als Tabellenachter im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, könnten mit einem Sieg sogar bis auf zwei Punkte an die Borussinnen heranrücken. Daran, dass der ausgeglichen zusammengestellte Blomberger Kader keine ernsthaften Abstiegssorgen haben würde, gab es eigentlich im gesamten Saisonverlauf keine Zweifel. Insbesondere die letzten vier Spiele, in denen die HSG zwei überzeugende Heimsiege gegen Oldenburg und Neckarsulm feierte und sich auch in Thüringen und Bietigheim durchaus passabel präsentierte, zeigen, dass das Team von Trainer Steffen Birkner zu den besseren der Liga gehört.

Kleinigkeiten verhindern die Überraschung

die vier-fache BVB-Torschützin Caroline Müller (Quelle: Stummbillig)

Applaus gab es nach dem 23:26 (13:14) der BVB Handball Damen gegen den Thüringer HC für beide Mannschaften. Denn beide Teams hatten in der prall gefüllten Bleichsteinhalle in Herdecke ein Top-Spiel zwischen Tabellenzweitem und -viertem geboten, das diese Bezeichnung verdient hatte. Beide Mannschaften schenkten sich keinen Zentimeter Platz, beide Teams zeigten ein ansprechendes Kombinationsspiel im Angriff, doch nur ein Team nahm am Ende die zwei Punkte mit.

Dass dieses Team der Thüringer HC war, lag letzten Endes an vereinzelten Mängeln im Dortmunder Angriffs- und Abwehrverbund. Über weite Strecken der Partie boten die Schwarzgelben dem Deutschen Meister überzeugend Paroli, war phasenweise sogar die bessere Mannschaft. Denn was das Team von Trainer Gino Smits gegen den massiven aber in der Seitwärtsbewegung nicht mit der größten Geschwindigkeit ausgestatteten Abwehrverbund der Gäste bot, war äußerst ansprechend: Immer wieder fanden insbesondere Dana Bleckmann und Caroline Müller die Lücken in der Abwehr und hielten ihre Farben im Spiel. Mit einer etwas besseren Wurfquote und dem nötigen Quäntchen Glück hätten die Dortmunderinnen zur Pause sogar führen können, so stand es 14:13 für die Gäste. Der THC bestrafte im Stile einer Spitzenmannschaft jede Unaufmerksamkeit – es entwickelte sich ein Spitzenspiel, das diese Bezeichnung redlich verdient hatte.

Im zweiten Durchgang ging es erst einmal so weiter, doch fast unmerklich setzte sich der THC ein wenig ab. „Wir hatten da so unsere Probleme mit ihrem 7:6“, sagte Smits nach der Partie. Während die Thüringerinnen über diese spielerische Variante und ihre individuell starken Entscheidungsspielerinnen Iveta Luzumova und Emily Bölk zuverlässig zu Toren kam, taten sich die Dortmunderinnen vereinzelt schwer mit dem Torewerfen. Gegen viele andere Teams wäre das nicht bestraft worden, gegen den THC gerieten die Dortmunderinnen dann aber über 16:19 (47‘) und 19:25 (54‘) auf die Verliererstraße. Wie gewohnt steckten Smits‘ Schützlinge nicht auf und verkürzten noch einmal, eine wirklich spannende Schlussphase verhinderten die Gäste allerdings mit ihrem abgezockten Auftreten im Stile einer Spitzenmannschaft.

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BVB erwartet waschechtes Spitzenteam

BVB-Kreisläuferin Saskia Weisheitel in Action beim Hinspiel, das die Dortmunderinnen mit nur einem Treffer Unterschied verloren. (Quelle: Stummbillig)

Vor dem kommenden Heimspiel gegen den Deutschen Meister Thüringer HC (Freitag, 20 Uhr, Sporthalle Bleichstein, Hengsteyseestraße, 58313 Herdecke) wird man sich bei den BVB Handball Damen gerne an den letzten Auftritt des THC bei den Schwarzgelben erinnern: In einer furiosen Partie schlug der BVB die Thüringerinnen Ende der vergangenen Saison mit 38:31.
Die Vorzeichen vor der Partie am Freitag sind allerdings deutlich andere: Stand das Team von Trainer Herbert Müller seinerzeit schon als Deutscher Meister fest, dürfen sich Müllers Schützlinge in dieser Saison keinen Ausrutscher erlauben. Zu einem viel ungünstigeren Zeitpunkt kann das Spiel für den BVB unter Berücksichtigung der Tabellenkonstellation gar nicht kommen: Erst am vergangenen Wochenende machte der THC mit dem 24:23 gegen die SG BBM Bietigheim das Meisterschaftsrennen in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) wieder richtig spannend. Beide Teams stehen punktgleich an der Tabellenspitze, lediglich aufgrund der schlechteren Tordifferenz ist der Titelverteidiger aktuell Zweiter, diese Situation schon einen Spieltag später wieder herzuschenken, steht nicht in der Saisonplanung des THC. BVB-Trainer Gino Smits erwartet daher einen hochkarätig besetzten Gegner, der hochkonzentriert sein wird: „Sie werden absolut Vollgas geben und sich nicht von uns überraschen lassen wollen“, prognostiziert der Niederländer.
Sich deshalb vor der Partie geschlagen zu geben, kommt allerdings weder ihm noch seiner Mannschaft in den Sinn: „Wir werden alles tun, um sie zu ärgern. Wir müssen natürlich einen super, super Tag erwischen, um zu punkten, da muss man schon ganz ehrlich sein. Aber jedes Spiel fängt bei Null zu Null an und wir werden auf jeden Fall kämpfen und alles geben.“
Bereits zwei Mal hatten die beiden Teams in dieser Saison schon das Vergnügen miteinander und sowohl das Hinspiel in der HBF als auch das Viertelfinale im DHB-Pokal liefen nach dem gleichen Strickmuster ab: Die Dortmunderinnen erlaubten sich in der zweiten Halbzeit eine Schwächephase und vereinzelte Unkonzentriertheiten, die der Deutsche Meister gnadenlos bestrafte. In beiden Partien in der Thüringer Salza-Halle kämpften sich die Schwarzgelben aber auch in die Partie zurück und erzwangen eine spannende Schlussphase. Smits‘ Schützlinge wissen also, was zu tun ist – auch wenn das gegen die herausragenden Individualistinnen des THC natürlich leichter gesagt als getan ist.

Inger Smits verstärkt den BVB-Rückraum

Inger Smits in Aktion für ihren aktuellen Club TTH Holstebro. (Quelle: BVB Handball)

Die BVB Handball Damen verpflichten für die kommende Spielzeit die Rückraumspielerin Inger Smits vom dänischen Erstligisten TTH Holstebro. Die 24-Jährige ist in Deutschland keine Unbekannte, Smits spielte zwischen 2015 und 2017 zwei Jahre lang beim VfL Oldenburg. Mit dem VfL stieß sie in der Spielzeit 2016/2017 bis in die Gruppenphase des EHF-Cups vor, ehe sie im Sommer 2017 mit der
Empfehlung von über 100 Bundesliga-Saisontoren und 33 Treffern im EHF-Cup den Sprung in eine europäische Top-Liga nach Holstebro in Dänemark wagte.

Auch dort kam Smits bestens zurecht, aktuell steht die Niederländerin in den Top Ten der ligaweiten Torschützenliste und hat mit 105 Assists dazu noch die zweimeisten Torvorlagen gegeben. Nicht ganz zufällig wurde Smits in Holstebro jüngst zur Spielerin des Jahres ausgezeichnet. Beim BVB ist man sich über die Verpflichtung der ebenfalls abwehrstarken Rückraumspielerin glücklich: „Wir freuen uns wahnsinnig über die Verpflichtung einer spielstarken und torgefährlichen Spielerin. Und unser Trainer Gino Smits freut sich darüber hinaus sicherlich auch noch, zukünftig seine Tochter im Team zu haben“, sagt BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann.

In der Tat trifft Inger Smits in Dortmund auf ihren Vater als Coach. Die beiden sind Teil einer waschechten Handballfamilie, neben Mutter und Vater sind auch die beiden Brüder der Niederländerin im Profihandball unterwegs. Ausgebildet wurde die Rechtshänderin im erfolgreichen System des niederländischen Handballverbandes, über V&L Geleen, HandbaL Venlo und SV Dalfsen führte ihr Weg dann ins Ausland nach Oldenburg. Dort reifte Smits zur niederländischen Nationalspielerin und debütierte 2013 unter dem heutigen deutschen Nationaltrainer Henk Groener in der niederländischen Auswahl.

Im vergangenen Dezember holte Smits mit ihrem Nationalteam und gemeinsam mit ihrer baldigen Teamkollegin beim BVB, Rinka Duijndam, die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Frankreich. „Ich habe mich für Dortmund entschieden, weil ich einen Verein gesucht habe, der um Titel mitspielt und auch im europäischen Bereich ehrgeizig ist. Dortmund hat große Pläne und ich freue mich sehr, Teil dieses Projekts zu sein“, sagt die Neuverpflichtung.

20:21 – Schwächephase sorgt für Niederlage in Buxtehude

BVB-Torhüterin Yara ten Holte (beobachtet von Saskia Weisheitel und Hildigunnur Einarsdóttir), zeigte eine gute Partie, konnte die Niederlage ihrer Mannschaft aber nicht verhindern. (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben mit dem 20:21 (10:9) beim Buxtehuder SV am Samstagnachmittag eine Niederlage im direkten Duell um die Europapokalplätze hinnehmen müssen. Knackpunkt für die Niederlage, durch die der BSV nach Punkten mit den Schwarzgelben gleichzog, war eine Schwächephase Mitte der zweiten Halbzeit. „Zwischen der 40. und 50. Minute haben wir einen 0:5-Lauf, da haben wir das Spiel verloren“, sah auch BVB-Coach Gino Smits die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeberinnen in dieser Phase, in der seine Schützlinge eine 15:13 (39‘)-Führung zu einem 15:18 (50‘)-Rückstand hergaben.

„Letzten Endes gewinnt dann die Mannschaft, die heute ein Tor mehr geworfen hat, auch verdient“, gratulierte Smits den Buxtehuderinnen und fügte an: „Wir hätten natürlich heute gerne einen Punkt mitgenommen. Ich kann meiner Mannschaft für diese Leistung keinen großen Vorwurf machen, sie haben sich super zurückgekämpft.“

Denn nachdem sie in der angesprochenen Phase zu früh und teilweise überhastet die Entscheidung suchten, zeigten sich die Dortmunderinnen in der Schlussphase sowohl in der Abwehr als auch im suchten, zeigten sich die Dortmunderinnen in der Schlussphase sowohl in der Abwehr als auch im Angriff dann wieder konzentrierter und kämpften sich noch einmal heran: Hinten hielt die gut Angriff dann wieder konzentrierter und kämpften sich noch einmal heran: Hinten hielt die gut aufgelegte Yara ten Holte, vorne bereiteten die Schwarzgelben ihre Abschlüsse vor und trafen, Mariel Wulf sogar gleich dreifach. Drei Minuten vor Schluss glich Asuka Fujita dann per Siebenmeter zum 20:20 aus, doch im Gegenzug erlaubte sich ihr Team eine Unaufmerksamkeit in der Defensive, die Mieke Düvel eine Minute später zum Endstand verwertete. Beide Teams kamen danach noch einmal in Ballbesitz, konnten sich jedoch keinen hochkarätigen Abschluss mehr erspielen. „Beide Teams haben sich im aufgebauten Angriff schwergetan. Wir haben da in dieser Phase spielerische Lösungen gefunden und es 60 Minuten lang kämpferisch gut gemacht“, lobt der Buxtehuder Coach Dirk Leun seine Mannschaft.

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet hätten in einem Duell auf Augenhöhe allerdings auch einen Punkt verdient gehabt, lediglich einige Unkonzentriertheiten in einem insgesamt recht fehlerbehafteten Spiel verhinderten, dass Smits‘ Mannschaft mit einer höheren Führung als dem 10:9 in die Pause gehen konnte. Nach dem Seitenwechsel bauten sie diese Führung dann noch aus, ehe die letztendlich entscheidende Schwächephase dafür sorgte, dass man sich ohne Punkte auf die Heimreise machen musste.

Direktes Duell um die Europacup-Plätze

BVB-Spielerin Johanna Stockschläder, die im Hinspiel drei Mal erfolgreich war. (Quelle: Stummbillig)

Langsam aber sicher biegt die Saison 2018/2019 in der Frauenhandball-Bundesliga auf die Zielgerade ab. Es sind noch sieben Spieltage zu absolvieren und die BVB Handball Damen sind vor dem Auswärtsspiel beim Buxtehuder SV (Samstag, 06. April, 16 Uhr, Schulzentrum Nord, Hansestraße 15, 21614 Buxtehude) mittendrin im Kampf um die Europapokalplätze. Lediglich das um drei Tore bessere Torverhältnis trennt den BVB auf Platz vier vom Tabellenfünften TSV Bayer 04 Leverkusen. Zwei Punkte dahinter folgt dann schon Buxtehude, man muss also kein Handball-Experte sein, um festzustellen, dass die kommende Partie ein klassisches „Vier-Punkte-Spiel“ ist. „Das wird ein harter Kampf. Es gibt keinen Favoriten, wir begegnen uns auf Augenhöhe“, prognostiziert auch BVB-Trainer Gino Smits.

Im BVB-Lager erinnert man sich äußerst gerne an das Hinspiel, das die Schwarzgelben souverän für sich entscheiden konnten. „Das Hinspiel war eine unserer besten Saisonleistungen, wir werden natürlich versuchen, daran anzuknüpfen“, sagt Smits. Dass das gegen die Norddeutschen in deren eigener Halle leichter gesagt als getan ist, ist klar. Für den BSV ist es das erste Spiel nach der höchsten Niederlage in der traditionsreichen Buxtehuder Bundesliga-Geschichte vom vergangenen Wochenende (22:40 gegen die SG BBM Bietigheim). Somit hat das Team von Trainer Dirk Leun vor den eigenen Fans gegen den BVB noch etwas gut zu machen. Die Rahmenbedingungen stimmen also für einen „interessanten Kampf um die Europacup-Plätze“, wie Smits es formuliert. Auch der BVBCoach weiß, dass die Saison in die entscheidende Phase geht: „Ich will nicht von einer Vorentscheidung sprechen, aber es sind nur noch sieben Saisonspiele und jeder Punkt zählt. Beide Teams spielen eine Saison mit Schwankungen in ihren Leistungen, die Tagesform wird entscheiden.“

Da vergangene Woche nur drei Spielerinnen auf der Buxtehuder Bank saßen, ist davon auszugehen, dass das Duell um den Europacup auch gleichzeitig eines zweier personell gebeutelter Teams sein wird, denn nach wie vor muss Smits auf nahezu eine komplette Besetzung von gehobenem Bundesliga-Format verzichten.

Vollebregt beerbt Huber beim BVB

Neuzugang Kelly Vollebregt (Quelle: BVB Handball)

Die BVB Handball Damen werden zur kommenden Saison einen Personalwechsel auf der Rechtsaußenposition vollziehen: Svenja Huber wird den BVB verlassen, dafür wechselt Kelly Vollebregt vom TuS Metzingen zu den Schwarzgelben. „Wir wollen jetzt die Chance nutzen, unsere Mannschaft mittel- und langfristig für die Zukunft auszurichten“, erklärt BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann.

Die 24-jährige Vollebregt durchlief alle Stationen der hervorragenden niederländischen Ausbildung und spielt seit 2013 in Deutschland. Damals wechselte Vollebregt vom HV Quintus zu den Vulkan-Ladies nach Koblenz/Weibern, die zu dieser Zeit noch in der Bundesliga aktiv waren. Im gleichen Jahr wurde die Flügelflitzerin auch als das vielversprechendste Talent ihres Heimatlandes ausgezeichnet. 2015 sicherten sich dann die Metzingerinnen die Dienste der pfeilschnellen und treffsicheren Rechtsaußen, die aktuell zum Kader der niederländischen Nationalmannschaft gehört. Mit den TuSsies erreichte Vollebregt in der Saison 2015/2016 das Finale des EHF-Pokals.

„Das Projekt BVB Handball hat mich sofort angesprochen, ich glaube, dass Borussia Dortmund sich in den nächsten zwei Jahren zur deutschen Spitzenmannschaft entwickeln wird. Da möchte ich dabei sein und ich freue mich auf diese Herausforderung“, blickt die Linkshänderin ihrer Zeit im Ruhrgebiet optimistisch entgegen. „Wir freuen uns auf Kelly und sind uns sicher, dass wir mit ihr und Asuka Fujita auf der Rechtsaußenposition für die Zukunft hervorragend aufgestellt sind“, freut sich auch Heiermann.

Vollebregt tritt beim BVB in die Fußstapfen von Svenja Huber und beerbt damit eine der treffsichersten Borussinnen der jüngeren Vergangenheit. „Wir bedanken uns bei Svenja für die Loyalität und Leidenschaft, die sie hier beim BVB stets gezeigt hat. Wir wünschen ihr für ihre weitere Zukunft und natürlich auch die verbleibenden Spiele in dieser Saison alles Gute. Sie wird für uns immer eine Borussin bleiben“, honoriert Heiermann die Leistungen der Ex-Nationalspielerin im schwarzgelben Dress.

BVB-Punkteteilung gegen Bensheim: 21:21

die jubelnde Torschützin Asuka Fujita nach dem Ausgleichstreffer in letzter Sekunde. (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben es beim 21:21 (12:9) äußerst spannend gemacht und gegen die HSG Bensheim/Auerbach immerhin noch einen Punkt im Ruhrgebiet behalten. Wenige Sekunden vor Schluss traf Rechtsaußen Asuka Fujita zum Endstand und sicherte ihren Farben das Unentschieden.

 

Für die Borussia, die seit dem 14:14-Ausgleich der Gäste in der 42. Minute nicht mehr in Führung gelegen hatte, fühlt sich das Ergebnis eher wie ein gewonnener Punkt an, auch wenn BVB-Coach Gino Smits nicht mit dem offensiven Auftreten seiner Mannschaft zufrieden sein konnte: „Mit 21 Gegentoren gewinnst du normalerweise. Aber wir haben uns vorne über das gesamte Spiel schwergetan. Wir hatten zu viele technische Fehler und haben in der zweiten Halbzeit zu viele Gegentore über den Gegenstoß bekommen“, analysierte der Niederländer die Partie.

 

Deutlich zufriedener war da seine Kollegin auf der anderen Seite: Am Ende fehlte uns vielleicht das Quäntchen Glück, aber letztlich zählt nur der Punkt, der wahnsinnig wichtig ist“, sagte eine zufriedene HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm. „Wir haben eigentlich ganz gut angefangen, haben Dortmund dann aber zurück ins Spiel geholt und zur Pause verdient hinten gelegen. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann eine richtig starke Phase“, beschreibt Ahlgrimm den Spielverlauf.

 

In besagter starker Phase ließen die Dortmunderinnen Zug zum Tor und Kombinationssicherheit vermissen und taten sich wie von Smits angesprochen, richtig schwer mit dem Torewerfen. So richtig flüssig lief das Kombinationsspiel gegen eine gut eingestellte HSG-Abwehr ohnehin nur phasenweise, doch dass die Schwarzgelben trotzdem mit einer Führung in die Pause gingen, hatten sie primär ihrer guten Rückzugsbewegung zu verdanken. Diese brachte Smits‘ Team nach dem Seitenwechsel nicht mehr vollends auf die Platte, sodass die Gäste ihren Pausenrückstand über den ersten Ausgleich zum 13:13 (41‘) zu einer 19:16-Führung (49‘) ummünzen konnten. Doch die Borussinnen kämpften sich wieder heran, weil Bensheim ähnlich wie in der ersten Halbzeit in der Abwehr ein wenig die Puste ausging. Ahlgrimm stellte auf eine offensivere Deckungsvariante um, konnte jedoch nicht verhindern, dass Fujita kurz vor Schluss die Chance auf den Ausgleich bekam – und diese eiskalt nutzte.

BVB erwartet unbequemen Gegner aus Bensheim

die Borussinnen Hildunnur Einarsdóttir, Dana Bleckmann und Anne Müller in einer Szene aus dem Hinspiel. (Quelle: Stummbillig)

Es ist paradox: Zwar haben die BVB Handball Damen die bisherigen drei Aufeinandertreffen in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) gegen die HSG Bensheim/Auerbach allesamt gewonnen, wenn die „Flames“ aus Bensheim allerdings am kommenden Samstag (30. März, 19:30 Uhr, Sporthalle Bleichstein, Hengsteyseestraße, 58313 Herdecke) beim BVB gastieren, erwartet das Team von Trainer Gino Smits alles andere als einen Lieblingsgegner: Aus den drei Siegen gegen die Bensheimerinnen resultiert nämlich ein Torverhältnis von lediglich +4 – ein Indiz dafür, dass die  Schwarzgelben für ihre Siege stets hart ackern mussten und in der Vergangenheit das Spielglück in den entscheidenden Phasen  auf ihrer Seite hatten. 

Darauf kann man sich natürlich im kommenden Heimspiel nicht verlassen, das weiß nicht nur der BVB-Coach: „Wir haben uns im Hinspiel in Bensheim sehr schwergetan, weil es sehr lange gedauert hat, bis wir uns in der Abwehr gefunden haben. Wir müssen am Samstag von Anfang an hinten gut stehen und besser gegen ihre guten Einzelspielerinnen agieren“, gibt Smits den Matchplan für das Heimspiel gegen den Tabellenzwölften vor.  

Was also sind diese Stärken? Da wären zum einen das Tempospiel und die Kreisläuferposition zu nennen, nicht ganz zufällig tragen mit Kreisläuferin Merel Freriks und Flügelflitzerin Bogna Sobiech ab der kommenden Saison zwei Spielerinnen das BVB-Trikot, die ihre Stärken in diesen Bereichen haben. Hinzu kommt mit der Linkshänderin Julia Maidhof ein Top-Talent im rechten  Rückraum, die im Hinspiel acht Mal erfolgreich war und mit über 100 Saisontoren in den Top 10 der HBF-Scorerliste steht. „Wir dürfen nicht zulassen, dass sie diese Stärken nutzen“, weiß auch Smits, der darauf zählt, dass seine Schützlinge den nicht gerade souveränen Eindruck aus dem Hinspiel vor heimischer Kulisse richtig stellen wollen. 

Jetzt Plätze sichern: Fan-Fahrt zum Auswärtsspiel der BVB Handball Damen in Buxtehude

Der schwarzgelben Auswärtsblock bei der vergangenen Fan-Fahrt zum Pokalspiel beim Thüringer HC. (Quelle: Stummbillig)

Für die Fans der BVB Handball Damen machen die beiden Sponsoringpartner Ebbinghaus Automobile und Nutzfahrzeugservice Fahnemann Anfang April wieder eine Auswärtsfahrt zum Top-Spiel möglich: Dieses Mal geht es für die Schwarzgelben am 6. April (16 Uhr) zum Vier-Punkte-Spiel um die Europacup-Qualifikation zum Buxtehuder SV – dank der beiden Partner wieder mit einer ordentlichen Unterstützung von den Rängen. Denn Ebbinghaus Automobile und Nutzfahrzeugservice Fahnemann stellen nach den durchweg positiven Eindrücken und Feedbacks bei der Premiere beim Auswärtsspiel beim Thüringer HC im vergangenen Januar auch für die wichtige Partie in Norddeutschland wieder einen Fan-Bus zur  Verfügung. Für einen Preis von 19,09€ pro Person können die Borussia-Fans die Handballerinnen auf dem Weg in den Europapokal unterstützen. Im Preis enthalten ist sowohl die Fahrt mit dem Fan-Bus als auch der Eintritt zum Spiel in Buxtehude.

 

Das Angebot ist auf 50 Plätze limitiert, verbindliche Anmeldungen werden ab sofort per Mail an handball@bvb.de entgegengenommen. Pro Mail sind unter Angabe der vollständigen Namen der Mitreisenden maximal zwei Anmeldungen möglich. Die Plätze werden nach dem Prinzip „first come, first serve“ vergeben, das heißt, dass die ersten 50 Anmeldungen einen Platz erhalten. Reservierte Tickets können schon beim BVB-Heimspiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach am 30. März abgeholt und bezahlt

„Bis zur letzten Sekunde gekämpft“ – 25:23 in Nellingen

Die sechsfache Torschützin Anne Müller (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben es beim 25:23 (13:11) beim TV Nellingen spannend gemacht, aber dennoch in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) den zweiten Sieg in Folge eingefahren. In einem durchweg engen Spiel lagen die Dortmunderinnen zwar über weite Strecken der Partie in Front, verpassten es aber, sich frühzeitig abzusetzen. „Wir haben taktisch das umgesetzt, was wir trainiert haben“, erklärt Nellingens Trainer Ralf Rascher, warum seine Schützlinge den Anschluss halten können. Rascher bezog sich auf die massive Deckung und die Wurfgewalt seines Teams, die die Gäste phasenweise vor Probleme stellte. Letztenendes fanden die Schwarzgelben aber immer wieder die richtigen Lösungen: Hinten packte man in einer stabilen 6:0-Deckung zu, was auch der insgesamt gut aufgelegten Rinka Duijndam im Kasten in der Schlussphase mehr Sicherheit gab. Vorne waren die Borussinnen unter der Regie der einmal mehr starken Hannah Kriese über Johanna Stockschläder und Anne Müller (beide sechs Treffer) immer wieder erfolgreich. Zudem erhielt die Nellingerin Lena Degenhardt fünf Minuten vor Schluss eine Zeitstrafe, weil sie nach einer Verletzungsbehandlung drei Angriffe auf der Bank bleiben musste, aber zu früh wieder das Feld betrat, sodass die Gastgeberinnen die entscheidende Phase der Partie ohne ihre beste Rückraumspielerin bestreiten mussten.

Diese Überzahl nutzten die Gäste, um durch Svenja Huber drei Minuten vor Schluss mit 23:20 in Führung zu gehen – die Vorentscheidung, weil sich das Team von Trainer Gino Smits gegen die offensive Deckungsvariante der Nellingerinnen keine Fehler mehr erlaubte. Dennoch wird der Auftritt bei den „Hornets“ nicht als Glanzleistung in die BVB-Annalen eingehen, das wusste auch Smits: „Nellingen hat es uns im aufgebauten Angriff sehr schwer gemacht. Aber wir haben sie unter 25 Toren gehalten und bis zur letzten Sekunde gekämpft“, analysiert der BVB-Coach. Im Endeffekt nahm seine Mannschaft zwei zwar glückliche, aufgrund des Kampfes und des kühlen Kopfes in den entscheidenden Phasen aber auch verdiente zwei Punkte mit auf den weiten Heimweg ins Ruhrgebiet.

 

BVB will in Nellingen Platz vier verteidigen

Die BVB-Spielerinnen Saskia Weisheitel und Harma van Kreij in einer Szene aus dem Hinspiel. (Quelle: Stummbillig)

Vielen Verantwortlichen im Lager der BVB Handball Damen werden am vergangenen Samstagabendeinige Steine vom Herzen gefallen sein: Trotz der angespannten Personalsituation konnte sich dasTeam von Trainer Gino Smits den Heimsieg gegen die HSG Bad Wildungen Vipers sichern und denvierten Tabellenplatz verteidigen.

 

Die Ausgangssituation vor dem Auswärtsspiel beim TV Nellingen am kommenden Samstag (16. März,19:30 Uhr, Halle 1, In den Anlagen, 73760 Ostfildern-Nellingen) ähnelt der aus der vergangenen Woche: Gegen ein Team aus den unteren Tabellengefilden ist ein Sieg eigentlich Pflicht, gegen die Favoritenrolle kann sich der BVB auf dem Papier und anhand des deutlichen 37:23-Hinspielerfolges, nach dem die Nellingerinnen ihren Trainer wechselten, nicht wehren. Dennoch: Den Ausfall einer kompletten Besetzung mit (gehobenem) Bundesliga-Format könnten wohl nur die wenigsten Teams in Deutschland ohne Weiteres verkraften.

 

Und im Gegensatz zu den ebenfalls dünn besetzten „Vipers“ in der vergangenen Woche können die „Hornets“ aus Ostfildern auf einen breiteren Kader zurückgreifen und spielen zudem in eigener Halle. Gerade dort steht aufgeben eigentlich nicht im Spieltagsprogramm, nicht umsonst halten sich die Nellingerinnen seit 2016 in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF). Aktuell steht das Team von Trainer Ralf Rascher auf dem Vorletzten Tabellenplatz, holte im letzten Heimspiel allerdings einen 13:21-Pausenrückstand gegen Neckarsulm auf und behielt einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

„Seit dem Trainerwechsel nach dem Spiel bei uns finden sie sich immer besser zurecht und bringen, gerade zuhause, immer bessere Leistungen. Nellingen wirft aus dem Rückraum richtig gut. Wir haben dagegen im Hinspiel eine sehr gute Defensivleistung gezeigt. Ich hoffe, dass wir daran anknüpfenkönnen“, gibt Smits die Marschroute für das Wochenende vor.

 

BVB erkämpft sich 22:20-Heimsieg

Die BVB Handball Damen haben mit dem 22:20 (12:11)-Heimsieg gegen die HSG Bad Wildungen Vipers den vierten Tabellenplatz in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) verteidigt. In einem kampfbetonten Heimspiel erwischten die Dortmunderinnen den schwächeren Start, kämpften sich vor der Pause zurück in die Partie und gewannen letztendlich verdient.

Die A-Jugendliche Hannah Kriese, die bei ihrem Bundesliga-Debüt ein tolles Spiel machte.(Quelle: Stummbillig)

BVB-Coach Gino Smits musste auf insgesamt sieben Spielerinnen verzichten und hatte deshalb Probleme, in die Partie zu finden. „Wir waren gut eingestellt, wussten, dass Dortmund vorne mit zwei Kreisläuferinnen und in der Abwehr mit einer offensiveren Variante auf der Halbposition spielen würde“, analysierte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer nach der Partie. Die Schwarzgelben agierten zu Beginn der Partie zu passiv und konnten vorne ihre Chancen nicht nutzen. Nach 24 Minuten lagen die Gäste daher mit 11:6 in Front, dann ließ Smits seine „jungen Wilden“ von der Leine: Angeführt von Spielmacherin Hannah Kriese holte ein BVB-Rückraum, in dem die 18-Jährige Leonie Kockel die älteste Spielerin war, in  den fünf Minuten vor der Pause Tor um Tor auf und ging noch vor dem Seitenwechsel sogar mit 12:11 in Führung. Der BVB agierte nun deutlich dynamischer und aggressiver in der Abwehr, hier machte sich das Comeback von Saskia Weisheitel bemerkbar, die die Deckung stabilisierte. Angetrieben vom lautstarken Publikum in der gut gefüllten Bleichsteinhalle in Herdecke starteten die Borussinnen einen Lauf, auf den die Gäste vorerst keine Antwort fanden: Zehn Minuten vor Schluss stellte die bärenstarke Asuka Fujita auf 19:13 für ihre Farben. Die Dortmunderinnen nutzten nun ihre Chancen und gingen gegen die mit nur neun Feldspielerinnen dünn besetzten Gäste konsequent ins Tempospiel.

Für die Schlussphase stellte Bremmer auf eine offensive 4:2-Deckung um, die dem BVB bereits in der Vergangenheit Probleme bereitet hatte – und auch am Samstagabend hatten Smits‘ Schützlinge wieder so ihre Probleme. Doch weil die Borussinnen weiter konzentriert auftraten, geriet der Heimsieg nicht mehr wirklich in Gefahr, auch weil die Deckung mit einer gut aufgelegten Clara Woltering dahinter in den richtigen Momenten zupackte. „Wir hatten am Anfang riesige Schwierigkeiten, hatten dann aber die richtige Tiefe in unseren Aktionen und haben auch hinten die Zweikämpfe gewonnen und jeder hat seine kämpferische Leistung gebracht. Dass unsere jungen Spielerinnen gut sind, wissen wir, dass sie in solchen Situationen dann auch die richtigen Akzente setzen ist beeindruckend“, lobt Smits seine Schützlinge.

Drei Heimspiele hatten die BVB Handball Damen im Handballjahr 2019 bereits, einen Sieg konnte das Team von Trainer Gino Smits in diesen drei Partien allerdings noch nicht verbuchen. Das soll sich nach dem Duell gegen die HSG Bad Wildungen Vipers am kommenden Samstag (09. März, 19:30 Uhr, Sporthalle Bleichstein) nach Möglichkeit ändern.

„Die Spiele, die jetzt kommen, sind wirklich wichtig, wir wollen unsere Position in der Tabelle natürlich halten“, sagt Smits mit Blick auf die kommenden Gegner: Sowohl Bad Wildungen als auch die kommenden Gegner Nellingen und Bensheim konnte man in der Hinrunde schlagen – wohlgemerkt mit einem deutlich besser gefüllten Kader. Nach wie vor muss Smits auf mindestens eine komplette Besetzung an Feldspielerinnen verzichten, bei einigen weiteren Akteurinnen entscheidet sich die Einsatzfähigkeit erst am Spieltag.

Dennoch: Die Tugenden, die die Schwarzgelben schon im Hinspiel in Bad Wildungen stark machten, will Smits auch am Samstag wieder von seinen Schützlingen sehen. „Wenn du gegen Bad Wildungen spielst, kannst du nur gewinnen, wenn du zwei Mal 30 Minuten Vollgas gibst“, weiß Smits.

Das gelang dem BVB beim überzeugenden 37:31 bei den „Vipers“ gut und soll auch vor den eigenen Fans klappen, um den vierten Platz, auf dem die Borussinnen momentan in der Tabelle der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) stehen, zu verteidigen. Die Gäste reisen mit ähnlichen Personalproblemen an, in der vergangenen Partie gegen Bietigheim konnte Trainerin Tessa Bremmer auf nur acht Feldspielerinnen zurückgreifen. Dass der HBF-Spitzenreiter sich trotzdem mächtig strecken musste, um die Punkte aus der Kurstadt zu entführen (Endergebnis 18:23), sagt alles über die Leistungsfähigkeit von Bremmers Team. Bad Wildungen führt als Tabellenzehnter das untere Tabellendrittel an und hat fünf Punkte Rückstand auf den VfL Oldenburg, eines von sechs Teams auf den Plätzen vier bis neun, die nur drei Punkte trennen. Bei vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz befinden sich die Nordhessinnen auch nicht in akuter Abstiegsgefahr, gegen einen Auswärtssieg im Ruhrgebiet hätte man vermutlich dennoch nichts einzuwenden.

Die Vergangenheit zeigt, dass die Zuschauer in der Herdecker Bleichsteinhalle sich auf ein intensives Duell freuen dürfen – zwei von drei Dortmunder Heimspielen seit dem Wiederaufstieg endeten gegen die „Vipers“ Unentschieden oder mit einem Tor Unterschied, ganz abschütteln lässt sich der Tabellenzehnte ohnehin nie. Dennoch will der dezimierte BVB die Punkte natürlich behalten und einen wichtigen Heimsieg feiern. 

Deutliche Niederlage in Metzingen

BVB-Außenspielerin Asuka Fujita in einer Szene aus dem Hinspiel gegen den TuS Metzingen. (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben beim 18:33 (9:15) beim TuS Metzingen einen gebrauchten Tag erwischt. Die personell arg gebeutelten Schwarzgelben hatten der konsequenten Metzinger Deckung und dem daraus resultierenden Tempospiel am Samstagabend nur punktuell etwas entgegenzusetzen. „Heute war nicht mehr drin, Metzingen war eine Nummer zu groß“, konstatierte auch BVB-Coach Gino Smits nach der Partie.

Seine Schützlinge agierten aufgrund der Personalnot im Rückraum von Beginn an mit zwei Kreisläuferinnen und musste sich jeden Treffer hart erarbeiten. Eine Viertelstunde lang gestaltete sich die Partie offen, weil der BVB über den Kreis zu Torerfolgen kam und die Gastgeberinnen im Deckungsverbund eine gewisse Zeit brauchten, um sich auf das Dortmunder Spiel einzustellen. Schon von Beginn an zeigten die Baden-Württembergerinnen allerdings, dass sie 60 Minuten lang richtig aufs Tempo drücken würden. Und als man das BVB-Spiel über den Kreis besser in den Griff bekam, hatten die Dortmunderinnen der Wucht, mit der das Team von Trainer André Fuhr nicht nur den direkten Gegenstoß, sondern auch die zweite Welle und die schnelle Mitte ausspielte, kaum etwas entgegen zu setzen. „Wir haben von der ersten Minute an unser Spiel gespielt, aufmerksam und mit viel Geschwindigkeit“, analysierte ein zufriedener Fuhr den Auftritt seiner Mannschaft.

Folgerichtig war beim 9:15-Rückstand zur Pause schon klar, dass die Gäste eine Mammutaufgabe vor sich hatten, wollten sie noch etwas Zählbares holen. Doch Metzingen tat Smits‘ Schützlingen nicht den Gefallen, nachzulassen. Kaum einmal kamen die Schwarzgelben selbst ins Tempospiel, weil sie sich eben im Angriff schwer taten und somit einfache Gegentreffer kassierten. Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff führte der TuS bereits mit acht Toren (18:10), die Dortmunderinnen versuchten weiterhin, sich in die Partie zu beißen, doch in der 42. Minute stellte Marlene Zapf das erste Mal einen zehn-Tore-Vorsprung her – nicht ganz zufällig per Gegenstoß. Somit war die Partie dann allerspätestens eine Viertelstunde vor Schluss zu Gunsten der Gastgeberinnen entschieden.

Clara Woltering beendet ihre Karriere, Isabell Roch kommt aus Metzingen

Das Foto (Quelle: Stummbillig) zeigt Clara Woltering.

Torhüterin Clara Woltering wird ihre Karriere nach der aktuellen Spielzeit im Sommer 2019 beenden. Die dann 36-Jährige blickt auf eine eindrucksvolle Karriere zurück und hängt ihre Schuhe nach insgesamt vier Saisons beim BVB an den Nagel. Bereits zu Beginn ihrer Laufbahn spielte Woltering in der Saison 2004/2004 für die Schwarzgelben. In dieser Zeit absolvierte sie ihr erstes von 222 Länderspielen. „Claras Karriere hat damals bei uns begonnen und wir sind stolz darauf, dass sie auch bei uns endet“, sagt Andreas Heiermann, Abteilungsvorstand der BVB-Handballabteilung. „Sie ist in ihrer Zeit beim BVB zu einem Gesicht von Borussia Dortmund geworden“, fügt er an.

Mit Woltering beendet eine der wohl besten deutschen Handballerinnen aller Zeiten ihre Karriere: Handballerin des Jahres 2009 und 2017, deutsche Pokalsiegerin 2002 und 2010, Challenge-Cup-Siegerin 2005, Champions-League-Siegerin 2015 und wertvollste Spielerin des Final-Four-Turniers der Champions-League 2015 – Titel säumen Clara Wolterings Karriereweg. Nach ihrem Wechsel nach Dortmund im Sommer 2015 prägte die Torhüterin nach dem Wiederaufstieg die erfolgreiche Zeit des BVB in der Bundesliga und war eine zentrale Figur bei der Qualifikation für den Europacup in der vergangenen Saison: Die BVB Handball Damen spielten erstmals seit 14 Jahren wieder international. Woltering war sowohl Teil des BVB-Teams, das 2004 das Finale des Challenge Cups verlor als auch Teil der Mannschaft, die im vergangenen November denkbar knapp gegen den Titelverteidiger aus Craiova scheiterte. Auch in ihrer letzten Saison zeigt die Nationaltorhüterin, dass sie nach wie vor internationales Top-Niveau verkörpert. „Mir fällt es definitiv nicht leicht, aber irgendwann muss es das auch mal gewesen sein“, verrät Woltering. „Ich möchte nicht erleben, dass ich mich irgendwann mal selbst auswechseln muss, weil ich nicht mehr von mir und meiner Leistung überzeugt bin. Ich muss mich bei meinen Eltern und meiner ganzen Familie bedanken. Die haben mir jahrelang den Rücken frei gehalten“, fügt sie an.

Neben dem Stolz darauf, dass sich eine Spielerin von Weltklasse-Format, die Woltering zweifelsohne ist, in ihrer aktiven Karriere zu hundert Prozent mit dem BVB identifizierte, freut sich Heiermann zudem, bekanntgeben zu können, dass die Top-Torhüterin den Dortmunderinnen weiterhin neben dem Spielfeld erhalten bleiben wird. „Vielleicht hätten wir Clara noch zu einem weiteren Jahr als Spielerin bewegen können, aber ihr Privatleben ist einfach zu wichtig. Wir freuen uns, dass sie Borussia Dortmund als Torwarttrainerin auch in Zukunft zur Verfügung stehen wird“, erklärt Heiermann, der zudem auch betont, dass die Verfügbarkeit einer adäquaten Nachfolgerin die Entscheidung in Abstimmung mit Woltering vereinfacht hat. Denn wie bereits nach dem Ende der Nationalmannschaftskarriere einer der weltbesten Torhüterinnen nach der Heim-WM 2017 beim DHB folgt Isabell Roch nun auch beim BVB auf Woltering. Seit dem Amtsantritt von Bundestrainer Henk Groener nach der Weltmeisterschaft gehört Roch zum Stammpersonal der deutschen Nationalmannschaft und bildete mit Dinah Eckerle bei der vergangenen Europameisterschaft in Frankreich das Gespann zwischen den deutschen Pfosten.

„Es ist eine Ehre und ein Ansporn, Clara hier in Dortmund beerben zu dürfen“, sagt Roch voller Respekt. Die 28-Jährige wechselt vom Ligakonkurrenten TuS Metzingen zu den Schwarzgelben. „Der Wechsel nach Dortmund ist für mich eine Entscheidung für meine weitere sportliche Zukunft. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam eine erfolgreiche Zeit haben werden“, begründet die Torhüterin ihren Wechsel und fügt an: „Der BVB hat ambitionierte Ziele, das passt zu meiner Einstellung. Ich möchte dabei Verantwortung übernehmen.“

Auch die gebürtige Erlenbacherin hat eine schwarzgelbe Vergangenheit, lief schon in der Spielzeit 2009/2010 für den BVB auf. „Wir haben sie mit ihrem großen Potenzial damals ungerne ziehen lassen müssen“, erinnert sich Heiermann. Und auch die neue Torhüterin blickt positiv auf ihre Zeit im Ruhrgebiet zurück: „Ich kenne das Umfeld und habe immer noch viele Bekannte aus verschiedenen Bereichen hier, von daher wird es nicht lange dauern, bis ich mich in Dortmund eingelebt habe“, zeigt sich Roch voller Vorfreude auf die gemeinsame schwarzgelbe Zukunft.

 

Wer die spannenden Partien der BVB Handball-Damen noch einmal in unserer Aufzeichnung sehen möchte, der möge auf das Foto klicken!

 
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