„Wir wollen alles versuchen um Deutscher Meister zu werden!“

Michael Zorc spricht es nun öffentlich aus und nimmt 8 Spieltage vor dem Saisonende das für viele Verantwortliche berüchtigte M-Wort in den Mund. Trotz der kleinen Krise in der jüngsten Vergangenheit zeigt sich der BVB-Sportdirektor zuversichtlich das Ziel zu erreichen. Dennoch gibt es derzeit beim BVB noch die ein oder andere Baustelle.

Die 1. Baustelle ist der Ausfall des im zentralen Mittelfeld agierenden Axel Witsel. Der 30-jährige gebürtige Belgier, der als Schlüsselspieler und Schaltzentrale im Aufbauspiel der Borussia gilt, fällt wegen eines Faserrisses im Adduktorenbereich für das das Spiel gegen die Hertha aus. Seinen Ausfall zu kompensieren stellt für Lucien Favre eine Herausforderung dar. Eine Systemumstellung schließt der gebürtige Schweizer nicht aus. Die gute Nachricht ist die Hoffnung auf eine baldige Genesung und auf eine Rückkehr des zentralen Mittelfeldspielers nach der Länderspielpause zur Partie gegen den VfL Wolfsburg.

Die 2. Baustelle beim BVB sind derzeit die Außenverteidigerpositionen. Speziell auf der rechten Abwehrseite macht sich der langfristige Ausfall von Lukasz Piszczek bemerkbar. Achraf Hakimi zeigte zuletzt die ein oder andere Unsicherheit im Abwehrverhalten, sodass für ihn im Spiel gegen den VfB Stuttgart Marius Wolf auf seine Position rückte. „Er hat in Frankfurt schon mehrmals auf dieser Position gespielt“ sagte Lucien Favre. „Aber es ist etwas ganz anderes in einer Viererkette oder Fünferkette zu spielen. Das alles braucht seine Zeit, denn er spielte damals auf seiner Position sehr offensiv und das hat er immer gut gemacht.“ 




 Der BVB arbeitet sich zum 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart.

Jetzt hat Dortmund wieder gegen Stuttgart gewonnen - ist in Teilen aber nicht wiederzuerkennen. Und erstmals seit September nicht mehr Tabellenführer.

 Pressekonferenz mit Lucien Favre und Michael Zorc vor dem Spiel gegen Stuttgart 07.03.19

 

„Wir lernen immer“ 

Nach einer Durststrecke von 5 Pflichtspielen in Folge ohne Sieg konnte Borussia Dortmund im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen endlich wieder gewinnen. Und das war in mehrfacher Hinsicht wichtig. 

„Endlich wieder mal ein Sieg“ sagte BVB-Cheftrainer Lucien Favre unmittelbar nach dem Spiel gegen Leverkusen. Und dieser Sieg war auch hart erkämpft, sodass nach den eher enttäuschenden Ergebnissen zuvor bei den BVB-Fans eine deutliche Erleichterung zu spüren war. „Bloß nicht wieder ein 3:3 wie gegen Hoffenheim“ lautete ihr Credo. „Das war ein wenig spaßig von mir!“ meinte Lucien Favre bei der Pressekonferenz schmunzelnd, nachdem er auf seine Aussage angesprochen wurde. „Es war wichtig und auch der richtige Moment wieder zu gewinnen und das war enorm schwer.“

Gerade in den ersten 20 Minuten taten sich die Borussen gegen hoch verteidigende Leverkusener sehr schwer ihr Spiel aufzubauen. „Es war nicht das Ziel gegen Leverkusen so tief zu spielen“ sagte der Schweizer. Es gelte für die Zukunft selber höher zu verteidigen und ein gutes Pressing aufzubauen. 




Borussia Dortmund - Bayer 04 Leverkusen 3:2

Borussia Dortmund gewinnt gegen die Werkself aus Leverkusen am Ende mit 3:2 und stellt damit den alten Drei-Punkte-Vorsprung gegenüber den Bayern wieder her.

Leverkusen hatte den besseren Start in die Partie. Jedoch war es den Mannen um Gästetrainer Peter Bosz trotz einer 80 prozentigen Ballbesitzquote in der ersten Spielhälfte nicht möglich, den Kasten von Roman Bürki ernsthaft in Gefahr zu bringen. Das nutzte die Borussia Mitte der ersten Halbzeit, um sich erstmals dauerhaft in der Leverkusener Hälfte festzusetzen und durch Zagadou die Führung zu erzielen.

Den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Leverkusens Vollandt (37.) beantwortete Dortmunds Jadon Sancho nur 60 Sekunden später (38.) seinerseits mit dem Dortmunder 2:1.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Die Gäste zunächst wieder leicht überlegen, allerdings ohne nennenswerte Abschlussmöglichkeit. Auf Dortmunder Seite war es dann Mario Götze, der mit seinem ersten Schuss auf den Leverkusener Kasten die Führung auf 3:1 ausbaute (60.) ehe Jonathan Tah mit seinem Treffer in der 75. Spielminute den späteren Endstand herstellte.

Sehen Sie nun die Reaktionen der beiden Trainer Lucien Favre und Peter Bosz in der Pressekonferenz nach dem Spiel:

„Eine schwierige Frage der Interpretation“ 

BVB-Cheftrainer Lucien Favre ist dafür bekannt, ein Mann der leisen Töne zu sein, der die Fragen der Journalisten immer kurz und knapp beantwortet und nicht wirklich viel von sich und seiner Mannschaft preisgibt. Doch ein Thema schien ihn so aus der Ruhe gebracht zu haben, dass er sich sogar für seine ausführliche Antwort entschuldigte: „Sorry dafür, dass ich so lange spreche!“ 

Es ist ein Thema, das so alt ist wie der Fußball selbst: die subjektiven Entscheidungen der Schiedsrichter, die die Fans und Experten spalten und die immer wieder für kontroversen Gesprächsstoff sorgen. War es ein absichtliches Handspiel oder nicht? War es ein Foul oder kein Foul? Stand der Spieler im Moment der Ballabgabe im Abseits oder stand er doch auf gleicher Höhe zu seinem Gegenspieler? Fragen, auf die es keine richtigen Antworten zu geben scheint, denn jeder Versuch, Entscheidungen der Schiedsrichter zu normen, stoßen bei den Verantwortlichen immer wieder auf Unverständnis, so wie auch in diesem Fall bei Lucien Favre und Michael Zorc.



Eine „haarige“ Angelegenheit

Frisuren sind in den Medien zurzeit das große Thema rund um den BVB. Die Ereignisse kurz vor dem wichtigen UCL-Spiel gegen Tottenham Hotspurs sorgen in Anbetracht der  Enttäuschungen in den letzten Spielen und der damit verbundenen Minikrise in Teilen der Öffentlichkeit für Hohn und Spott.

„Arbeit, Arbeit, Arbeit“ sagte Borussia Dortmunds Cheftrainer Lucien Favre bei der Pressekonferenz. Gemeint ist damit das Abstellen von Flüchtigkeitsfehlern innerhalb seiner Mannschaft, die - wie im UCL-Spiel gegen Tottenham - schnell zu Gegentoren führen. Man müsse mit „mehr Geduld“ spielen und dürfe „nicht mehr solche Tore kriegen“. In der Hinrunde habe man viel Glück gehabt, weil Flüchtigkeitsfehler vom Gegner selten so bestraft wurden wie jetzt. Im Offensivbereich zeigte sich der Schweizer ganz zufrieden: „Wir kreieren uns Torchancen, das machen wir gut und wir müssen das weiter so machen.“

„Wir haben momentan kein Spielglück“ sagte dazu Sportdirektor Michael Zorc und meinte weiter, dass man jetzt das Gefühl habe, dass fast jeder Fehler bestraft werde. Man werde zwar an den Fehlern arbeiten, sehe aber keinen Grund großartige Veränderungen vornehmen zu müssen.  



Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim 3 : 3

Nach der unglücklichen aber auch nicht ganz unverdienten Niederlage im Pokalspiel gegen de SV Werder Bremen stellen sich viele Fragen an Cheftrainer Lucien Favre. Antworten dazu gibt es auf der BVB-Pressekonferenz.

Eine starke Frankfurter Offensive trifft auf eine durch verletzungsbedingte Ausfälle etwas geschwächte Dortmunder Abwehr. Für den BVB ist dieser Umstand dennoch kein Grund zur Beunruhigung.

„Auf 39 Tore insgesamt haben sie 31 gemacht ?“ fragte BVB-Cheftrainer Lucien Favre den Journalisten Tobias Jöhren von den Ruhr Nachrichten. Mit „sie“ sind die 3 Offenivspieler Ante Rebić, Luka Jović und Sébastien Haller von Eintracht Frankfurt gemeint. „Ich glaube es ihnen“, bestätigte der BVB-Cheftrainer die Statistik, „ich habe mehrere Spiele von ihnen gesehen.“ Dass die Eintracht aus Frankfurt nicht ohne Grund eine erfolgreiche Hinrunde gespielt hat, ist auch bei Borussia Dortmund bekannt. „Dieses System 3 – 4 – 1 – 2 ist brandgefährlich. Sie können spielen, sie können auch kontern und sie sind auch vor dem Tor sehr geschickt. Aber die Eintracht macht nicht nur die 3 Offensivspieler aus.“ Auch Sportdirektor Michael Zorc zeigt sich von der Mannschaft von Adi Hütter beeindruckt. „Ihr ganzes Spiel besticht durch eine hohe Körperlichkeit“, sagte er unter anderem. „Was besonders auffällig ist, ist die Torgefahr, die die 3 ausstrahlen, aber es geht auch immer um die Zulieferdienste.“

Obwohl im Abwehrzentrum des BVB schon seit geraumer Zeit Manuel Akanji und mittelfristig auch Dan-Axel Zagadou verletzungsbedingt ausfielen, zeigt sich Lucien Favre für das Spiel gegen die Hessen dennoch optimistisch. „Wir hatten gute Neuigkeiten gehabt: Dan-Axel Zagadou hat langsam wieder angefangen zu trainieren. Julian Weigl (der quasi aushilfsweise vom zentralen Mittelfeld ins Abwehrzentrum rückte; Anmerkung der Redaktion) hat das bis jetzt sehr gut gemacht, Abdou Diallo ist da, Ömer Toprak ist zurück und das geht…“ sagte der Schweizer mit einem Lächeln im Gesicht. Und Michael Zorc fügte hinzu: „Unser Trainer wird versuchen die entsprechenden Antworten zu bringen.“ 


 Borussia Dortmund gewinnt zuhause souverän mit 5:1 gegen Hannover 96. 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit den Trainern Lucien Favre und André Breitenreiter von Hannover 96


 

Borussia Dortmund - Hannover 96: Des einen Leid des anderen Freud

Er galt für lange Zeit als „Passmaschine“ im zentralen Mittelfeld und war maßgeblich am Aufbauspiel und Erfolg von Borussia Dortmund beteiligt. Dennoch wurde es in den letzten Monaten etwas ruhiger um ihn, denn die erfolgreiche Spielweise von Axel Witsel und Thomas Delaney warfen ihn auf seiner ursprünglichen Position zurück. Doch nun gibt es neue Chancen für einen etablierten Spieler.

Die Ausfälle im von Manuel Akanji und Dan-Axel Zagadou brachten das Trainerteam um Lucien Favre dazu im Abwehrzentrum zu improvisieren. Nachdem auch Ömer Toprak etwas angeschlagen war, brachte man gegen RB Leipzig mehr oder weniger notgedrungen Julian Weigl als 2. Innenverteidiger neben Abdou Diallo. Es war eine Aufgabe, die der 23-Jährige, um den schon Wechselgerüchte kursierten, gut gelöst hatte und die ihm durchaus viel positive Kritik einbrachte. 

 RB Leipzig - Borussia Dortmund